Gavriel Savit

 4 Sterne bei 54 Bewertungen
Autor von Anna und der Schwalbenmann, Anna und der Schwalbenmann und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Gavriel Savit

Anna und der Schwalbenmann

Anna und der Schwalbenmann

 (40)
Erschienen am 12.03.2018
Anna und der Schwalbenmann

Anna und der Schwalbenmann

 (10)
Erschienen am 29.02.2016
Anna and the Swallow Man

Anna and the Swallow Man

 (4)
Erschienen am 28.01.2016

Neue Rezensionen zu Gavriel Savit

Neu
A

Rezension zu "Anna und der Schwalbenmann" von Gavriel Savit

Ein wundervolles Buch
alexhaderervor 3 Monaten

Klapptext: Krakau, 1939.Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen.

Sie bleibt mutterseelenalleine zurück, in einer Welt voller Feindseligkeit. Dann trifft Anna den Schwalbenmann, der geheimnisvoll ist, charismatisch und klug. Er kann fanzienierend viele Sprachen sprechen, lockt mit Vogellauten eine Schwalbe für sie an- und er ist Annas einzige Hoffnung. Sie schließt sich ihm an, lernt von ihm, wie man sich verbirgt. wie man dem Tod entkommt. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann.


Es ist umwerfend man begleitet Anna wie sie das Leben mit dem Schwalbenmann lernt, sowie auch der überleben. Der Krieg aus dem Augen eines sieben jährigen Mädchen.

Kommentieren0
1
Teilen
Buechereulenparadiess avatar

Rezension zu "Anna und der Schwalbenmann" von Gavriel Savit

ein poetisches und tiefgründiges Meisterwerk über den Wert der Freundschaft
Buechereulenparadiesvor einem Jahr




"Anna und der Schwalbenmann" von Gavriel Savit
Ab und zu kommt es im Leben eines Bloggers vor, dass man ein Buch sieht und weiß, dass es einzigartig und poetisch ist. Genau so erging es mir bei „Anna und der Schwalbenmann“ von Gavriel Savit.Daher danke ich dem cbt-Verlag für dieses außergewöhnliche Rezensionsexemplar.Denn jetzt erlebte ich die Zeit ab 1939 durch Annas Augen und konnte sie auf ihrer schwierigen Reise begleiten.
Anna ist gerade einmal sieben Jahre alt und spricht schon fließend Deutsch, Russisch, Französisch, Englisch, Polnisch und hätte sich zusätzlich noch in Jiddisch und Ukrainisch verständigen können. Außerdem besaß sie noch sporadische Kenntnisse in Armenisch und karpatischen Romani.Aber Anna hat keine wirkliche Muttersprache, denn ihr Vater, ein Sprachen-Professor, sprach mit ihr in allen Sprachen gleichermaßen. Ihr Vater machte sie auch mit vielen verschiedenen Menschen bekannt mit der sie ebenfalls in den jeweiligen Sprachen kommunizierte.An einem Morgen im Jahre 1939 wurde ihr Vater zu einer Versammlung in die Universität zitiert und kam nie wieder.Seitdem ist Anna auf sich alleine gestellt. Denn der Apotheker bei dem sie für kurze Zeit unterkommen konnte, wollte sie aus Angst nicht mehr beherbergen. Verzweifelt, frierend und allein wartet Anna vor der Apotheke darauf, dass ihr Vater wiederkommt. Aber so langsam begreift sie, dass dies nie passieren wird. In diesem Moment nimmt ein Fremder Notiz von Anna und sie folgt ihm mangels Alternativen. Der Schwalbenmann, wie Anna ihn nennen soll, bringt ihr eine Sprache bei, die selbst sie noch nie zuvor erlernt hat – Die Sprache der Straße. 
Zu zweit begegnen sie die größten Gefahren dieser Zeit und beide lernen, die Menschen so zu nehmen, wie sie sind. Eine abenteuerliche Reise beginnt...
Noch nie in meinen 6 Jahren als Bloggerin ist es mir so schwer gefallen ein Buch zu rezensieren. Aber nicht, wie ihr vielleicht denkt, weil es schlecht war, sondern weil es mein Innerstes so sehr berührt hat, dass sich die Frage nach der Bewertung gar nicht stellte.„Anna und der Schwalbenmann“ von Gavriel Savit ist kein Buch, was man so schnell vergisst. Es greift in dein Innerstes und lässt dich nicht mehr los.Natürlich hatte ich mir im Vorfeld ein paar Rezensionen angeschaut, um mir ein Bild davon zu machen, wie andere LeserInnen das empfunden haben.Teilweise war ich über die Bewertungen wirklich schockiert. Kann es wirklich sein, dass ein derartiges Buch nicht gewürdigt wird? Die Antwort ist leider: „Ja“.Selbstverständlich sind Meinung immer subjektiv, aber alleine die Sprache, die Gavriel Savit benutzte, war so poetisch und malerisch, dass ich mich in ihr verlor.Es gibt in „Anna und der Schwalbenmann“ sehr wenige Dialoge. Aber diese braucht die Geschichte auch nicht. Ich war sonst immer der Meinung, dass wenige Dialoge auf die Spannung schließen lassen. Oh wie habe ich mich getäuscht.Anna muss eigentlich sehr schnell erwachsen werden. Denn wie beschrieben, wurde ihr Vater in ein Konzentrationslager gebracht. Daher bleibt Anna alleine mit ihren Sprachfähigkeiten zurück. Doch dann trifft sie den Schwalbenmann, der ihr lehrt, in einer solchen Welt zu überleben.Man erfährt sehr viel von Anna und merkt schnell, dass sie ein intelligentes, mutiges, aufgeschlossenes und besonderes Kind ist. Der Autor hat es geschafft, Annas kindliche Ader zu erhalten und sie trotzdem schnell erwachsen werden zu lassen, da sie es in der Zeit musste.Vom Schwalbenmann erfährt man nicht sehr viel, was aber nicht stört, da dieses Buch von Andeutungen lebt.Der Schwalbenmann hat mich von allen Figuren am meisten fasziniert. Denn der Schwalbenmann ist eine düstere Figur, die im tiefsten Inneren eine herzliche und liebevolle Seite hat. Allerdings kann man im Kontext erkennen, dass der Schwalbenmann mit schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen hat. Trotzdem ist er nicht grausam und tötet in dieser Zeit nur, wenn er in Gefahr schwebt. Was mir besonders gefiel, war, dass die kleine Anna so viel positiven Einfluss auf den Schwalbenmann hatte.Er lernt durch Anna seine „weiche“ Seite kennen und man merkt, wie viel sie ihn bedeutet.Nach und nach kann man sich denken, dass er seine eigene Tochter verloren hat. Wie, wann und warum kann man wieder nur erraten. 
Aber das tut dieser besonderen Geschichte keinen Abbruch. Denn Gavriel Savit beschreibt in „Anna und den Schwalbenmann“ zwei besondere Schicksale in dieser grausamen Zeit. Er lässt eine tiefe Freundschaft zwischen zwei Menschen entstehen, die sich unter anderen Umständen nie getroffen hätten und der Geschichte so atemberaubend ist.Das Cover stimmt den Leser auf den ersten Blick vielleicht etwas traurig, weil Anna anscheinend alleine durch den Schnee läuft. Aber wenn man genauer hinsieht, ist sie gar nicht alleine, denn eine Schwalbe fliegt über ihr. Dieses Cover veranschaulicht perfekt den Inhalt des Buches, da auch der Schwalbenmann immer über sie wachte.Ich denke nicht, dass das Buch für jedermann ist. Aber ich denke auch, dass jeder dieses Buch gelesen haben muss.Es ist ein philosophischer Roman über zwei Menschen, deren Schicksale sie verbunden haben in einer grausamen Zeit, die wir lieber aus unserer Vergangenheit und unseren Geschichtsbüchern streichen würden.Daher empfehle ich dieses Buch jedem, der Lust auf ein dichterisches Buch mit ernstem Hintergrund hat und auf eine besondere Reise mit Anna und den Schwalbenmann gehen will.

Kommentieren0
2
Teilen
BubuBubus avatar

Rezension zu "Anna und der Schwalbenmann" von Gavriel Savit

Berührende Geschichte eines kleinen Mädchens und ihren Begleiter
BubuBubuvor 2 Jahren

Anna ist ein kleines Mädchen, als 1939 in Krakau ihr Vater von den Deutschen mitgenommen wird. Er ist Jude und Anna versteht nicht warum ihr Vater sie auf einmal verlassen hat.
Kurz nachdem sie alleine gelassen worden ist, trifft Anna auf den mysteriösen Schwalbenmann.
Sie ist fasziniert von ihm, denn er beherrscht, genau wie ihr Vater, verschiedene Sprachen. Nicht nur die menschliche Sprache kann er, sondern auch die Sprache der Vögel. Er kann sie imitieren und lockt sie somit an.  Nachdem er Anna so eine Schwalbe gezeigt hat, besteht er darauf, dass sie ihn Schwalbenmann nennt, denn echte Namen sind in der Welt voller Angst und Feindseligkeit sehr gefährlich.
Die beiden begeben sich auf die Reise, bei der es um das reine Überleben geht.
Sie laufen durch Städte und Wälder und kämpfen ums Überleben. Alles was Anna wissen muss, lernt sie von ihrem Begleiter.

Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört. Die Sprecherin hat mich sofort in ihren Bann gezogen und kann die Atmosphäre dieser düsteren und tragischen Story sehr gut rüberbringen.
Ich fand es sehr faszinierend, dass die kleine Anna so viele Sprachen spricht und fand es sehr toll wie diese den einzelnen Menschen zugeordnet sind. So spricht zum Beispiel  Dr. Fuchsmann , der Apotheker, die Sprache der Gestapo.  Anna mag alle Menschen und als ein Soldat, der dabei ist einen Mann körperlich zu missbrauchen zu ihr sagt, dass dieser kein Mann sei, sondern ein Jude, versteht sie die Welt nicht mehr.
Wir begleiten Anna und den Schwalbenmann auf ihren Weg durch den Krieg.  Auf der einen Seite bekommen wir die Weltsicht eines Kindes geboten, die nicht versteht was vor sich geht, und auf der anderen Seite, die Ansicht eines Mannes, der seine Worte mit Bedacht wählt. So scheint es, dass alles was er sagt, von großer Bedeutung ist, teilweise sogar von philosophischer Wichtigkeit.
Das Unbegreifliche wird durch ihn begreiflich.
"Sie sehen aus wie junge Männer, oder? Aber das sind sie nicht. Die, die von Westen kommen - sie sind Wölfe. Und die, die von Osten kommen, sind Bären. Sie verkleiden sich als junge Männer, weil sie sich als Menschen leichter an Orten der Menschen bewegen können, auf Straßen und in Städten. [...] Die Wölfe und Bären mögen keine Menschen, und wenn sie einen Grund finden, dir wehzutun, dann werden sie es tun. Sie sind hier, weil sie die Welt mit ihrer eigenen Art bevölkern wollen. Sie versuchen, sich so viel Platz wie möglich zu schaffen, und das tun sie, indem sie die Menschen loswerden, und dazu kannst du jederzeit gehören." [S.89]
Dieser kurze Abschnitt macht deutlich, wie wichtig die Aussagen des Schwalbenmannes für Anna sind und wie wichtig sie für das Verständnis des Lesers, beziehungsweise Zuhörers sind.
Die Zielgruppe dieses Buches sind Jugendliche, und die Sprache ist sehr angemessen für eine junge Zielgruppe und dennoch beschönigt sie nichts.
Aber auch jeder Erwachsene kann dieses Werk „genießen“. Es ist keine leichte Kost und bringt einen zum Nachdenken. Es ist anders als viele andere Geschichten zu Zeiten des zweiten Weltkrieges.
Die Geschichte hat mich berührt, war aber teilweise doch sehr langatmig. Ich weiß nicht, ob mir sie besser als gedrucktes Buch gefallen hätte. Dennoch muss ich sagen, dass sowohl der Autor eine großartige Leistung vollbracht hat, als auch die Sprecherin, da es keine leichte Aufgabe ist, ein solches Buch zu vertonen.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 86 Bibliotheken

auf 17 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks