Gayle Forman Manchmal musst du einfach leben

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Inhaltsangabe zu „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman

Wir wissen alle, wie es sich anfühlt, überfordert zu sein, keine Kraft mehr zu haben – aber immer weiter machen zu müssen. Maribeth Klein, Anfang 40, in New York, ist so damit beschäftigt, die perfekte Mutter von kleinen Zwillingen, Ehefrau und Mitarbeiterin zu sein, dass sie vor lauter Stress gar nicht merkt, dass sie einen Herzinfarkt hatte. Erst als sie nach einer Notoperation völlig geschwächt wieder zu Hause ist und begreift, dass Familie und Job ihr keine Möglichkeit lassen, zu Kräften zu kommen, trifft sie eine unglaubliche Entscheidung: Sie packt eine kleine Tasche und geht. Gayle Forman erzählt auf ergreifende Weise davon, wie viel Mut es braucht, sich für das Leben zu entscheiden, und davon, dass man manchmal von zu Hause fortgehen muss, um wieder dorthin zurückfinden zu können. Ein Roman, der große Fragen stellt und uns mitnimmt bis dorthin, wo sich Liebe und Leben treffen. Ein Buch, das ehrlicher, aufwühlender und lebensbejahender nicht sein könnte.

Sehr schönes Buch

— karin66
karin66

Schwer nachvollziehbar das Ganze

— buchernarr
buchernarr

Kein klassisches Forman-Buch, doch nicht minder lesenswert.

— skaramel
skaramel

Wie der Titel schon vermuten lässt: Ein durchaus lebensbejahendes Buch.

— steffischultzzz
steffischultzzz

Unheimlich emotional, fesselnd und lebensnah, unbedingt lesen!

— Wuschelchen99
Wuschelchen99

einprägende Geschichte mit starken Charakteren. Mir gefällts!

— lillylena
lillylena

Tolles Buch, dass zum Nachdenken anregt. Was ist wichtig im Leben und was kann warten?

— Pusteblume85
Pusteblume85

Seht toll beschrieben Auszeit vom Alltagsstress

— Jana_Kl
Jana_Kl

Interessante Story, sehr gefühlvoll verarbeitet, 4,5 Sterne

— lenisvea
lenisvea

ein berührender Frauenroman ohne Gefühlsduselei

— Lesewunder
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  • rührende und ergreifende Geschichte, die aber viel Mut macht

    Manchmal musst du einfach leben
    Mar_Git

    Mar_Git

    24. July 2017 um 11:55

    "Manchmal musst du einfach Leben" ist ein Buch, auf das ich mich ganz besonders gefreut habe es lesen zu dürfen. Sehnsüchtig habe ich sein Eintreffen erwartet und war dann doch ängstlich loszulegen. Warum? Schicksale gehen mir oftmals sehr nahe, lösen in mir Gefühle aus die ich vielleicht gar nicht zulassen will aber von dieser Geschichte bin ich im Nachhinein total begeistert. Gefühlsvoll, rührend, gleichzeitig aber nicht belastend erzählt uns Gayle Forman die Geschehnisse über Maribeth und deren Familie. Maribeth, Ehefrau, Vollzeitberufstätige und Mutter von 4jährigen Zwillingen, erleidet im Alter von 44 Jahren einen sich langsam anschleichenden Herzinfarkt. Nur durch eine riskante OP kann ihr noch junges Leben gerettet werden. Nach kurzem Klinikaufenthalt wieder zu Hause wird Ihre Genesung hart auf die Probe gestellt. Der echte Alltag mit kleinen Kindern wird realistisch dargestellt, nichts schön geredet - nichts übertrieben. Für Maribeth steht fest dass Sie so nur noch weiter an den Rand Ihrer Kräfte kommt und beschließt, sich für eine gewisse Zeit von Ihrer Familie zu trennen. Was in der Ferne geschieht will ich gar nicht verraten an dieser Stelle. Es darf sich aber jeder, der das Buch lesen will auf eine schöne Auszeit mit der Ausreißerin freuen Maribeth steht mir schon nach wenigen Seiten sehr nah. Sie ist mutig, ängstlich, die vielen Sorgen fressen sie auf. Was Sie erleidet ist ein "Herz-Burn-Out", oder ein "Mütter-Burn-Out". Ich habe großen Respekt vor Ihr dass Sie diesen riesen Schritt gewagt hat und vorübergehend "ausgestiegen" ist. Das würde sicher vielen Müttern und Erkrankten mehr als gut tun mal nur für sich selbst da zu sein. Ein rundum gelungenes Buch - ein Cover dass mir auch in jeder Buchhandlung gesagt hätte: Nimm mich in die Hand - Ein angenehme Leselänge - es bleibt zum Schluss keine Frage offen. Für diese Geschichte vergebe ich von ganzem Herzen 5 glänzende Sterne.          

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  • Manchmal musst du einfach gehen...

    Manchmal musst du einfach leben
    Querfloete10

    Querfloete10

    23. July 2017 um 20:54

    Maribeth Klein aus New York, Ehefrau und Mutter von 4-jährigen Zwillingen, fast voll berufstätig, erleidet mit 44 Jahren auf der Arbeit einen Herzinfarkt ohne es zu bemerken. Sie glaubt an Sodbrennen aufgrund des fettigen Mittagessens. Als sie am nächsten Tag zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung ihre Frauenärztin aufsucht, ist diese nach der Untersuchung beunruhigt und weist sie in die Notaufnahme ein. Dort ist klar: sie hatte einen Herzinfarkt. Obendrein geht die Herzkathederuntersuchung schief und sie muss notoperiert werden. Nach einer Woche wird sie nach ihrer Bypass-OP am offenen Herzen noch völlig geschwächt entlassen. Dem Spagat zwischen Ehefrau, Mutter und Haushalt ist sie körperlich noch nicht gewachsen. Ihr geht es nach wenigen Tagen immer schlechter, so dass sie nach einem Gespräch mit ihrer Pflegerin eine Tasche packt und geht... Ich hatte die Leseprobe gelesen, konnte mich teilweise selbst wiederfinden und wollte unbedingt wissen, wie die Autorin die Geschichte weiterführen wird. Obwohl ich auch zugegebenermaßen "Bauchschmerzen" hatte, weil ich durch den Einband ja wusste, dass Maribeth ihre Familie und damit ihre kleinen Kinder verlassen wird. Ich habe selbst drei Kinder, der Letzte ist 5 Jahre, also in etwa in dem Alter der Zwillinge und ich konnte mir partout nicht vorstellen, mein Kind zu verlassen.Aber ich hatte zum einen auch noch keinen Herzinfarkt oder lebensbedrohende Krankheit und wollte zum anderen wissen wie die Autorin mit der Situation umgeht und sie erklärt. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Natürlich kann man bei vielen Schilderungen hergehen und sagen..., das oder dies lässt sich doch einfacher lösen und dann verursacht es der Mutter nicht so einen Stress, Arbeit etc. Zum Beispiel der Eimer unter dem Fenster... Klar, sie könnte ihn einfach stehen lassen oder das Leck reparieren lassen = keine Arbeit mehr damit. Aber ich denke, darum geht es nicht! Es sind nur Beispiele, die aufzeigen sollen, wie der Tagesablauf einer berufstätigen Ehefrau, Hausfrau und Mutter ganz oft aussieht. Nämlich voll gepackt bis zum Überlaufen! Und die Läuse, einfach perfekt! Ich konnte mich aufrichtig hineinversetzen und Maribeth' Drang nach Ruhe gut nachvollziehen. Natürlich unterscheidet sich die Theorie von der Praxis, es kann nicht jede Mutter einfach die Reißleine ziehen. Aber ich denke, die Autorin wollte nicht die Überforderung an sich in den Vordergrund stellen (Herzinfarkt war ja vermutlich genetisch bedingt), sondern beschreibt einfach den Genesungsprozess nach einer OP am offenen Herzen. Bei uns ist die Verweildauer im Krankenhaus in manchen Fällen ein paar Tage länger und oft schließt sich noch eine Anschlussheilbehandlung an. Maribeth' gesundheitliche Zustand in Verbindung mit den "normalen" Aufgaben führten dazu, dass es ihr körperlich immer schlechter ging und sie ihre Tasche packte. Für mich hat die Autorin "das Tasche packen für eine Reha" einfach ersetzt und aus diesem Umstand eine sehr schöne und interessante Geschichte gestrickt und dabei Themen wie künstliche Befruchtung, Kinder in fortgeschrittenem Alter, Adoption, der Suche nach den leiblichen Eltern, Freundschaften... verarbeitet und dabei ihr schriftstellerisches Können bewiesen. Von mir daher eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung für dieses wunderbare Buch. 

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  • Wunderbarer mitreißender Roman

    Manchmal musst du einfach leben
    Dominikus

    Dominikus

    22. July 2017 um 17:59

    Die Autorin hat einen schönen angenehmen Schreibstil. Der Roman fängt aufregend mit voller Emotionen an. Maribeth erleidet mit 44 Jahren einen Herzinfarkt. Gott sei Dank hat sie ihn überlebt. Der Schreck ist für sie und ihren Mann Jason groß. Sie haben ein munteres lebhaftes Zwillingspärchen, Oscar und Liv. Nach der Bypassoperation wird sie ziemlich schnell aus dem Krankenhaus entlassen. Und schon muss sie wieder den Familienalltag meistern. Schließlich hat sie alles Wichtige sonst immer erledigt. Da liegen alle Briefe noch ungeöffnet für sie bereit. Ihre Mutter soll ihr helfen denkt Jason, aber von der bin ich enttäuscht. Nun gut, Maribeth hat auch nicht mehr erwartet. Das wird ihr zu viel und in einer Kurzschlusshandlung verschwindet sie ziemlich kopflos. Man kann ja eigentlich sagen, eine Mutter macht das nicht, aber man muss erst einmal in so eine Situation geraten. Manchmal kann man nicht anders. Der Autorin gelingt es gut, Maribeths Gedanken und Handlungen so zu schreiben, das ich die Situation nachempfinden kann. Die neuen Personen, die jetzt dazu kommen lockern die Geschichte nett auf. Besonders die jungen Nachbarn sind einfach zu gut. Maribeth arbeitet ihre Geschichte auf. Hinzu kommt noch, das sie adoptiert wurde. Sie macht sich Gedanken über ihre leiblichen Eltern. Hat sie ihre Herzkrankheit vielleicht geerbt? Alles wird so eindrucksvoll erzählt, das ich in der Geschichte gefangen war und kein Ende finden konnte. Ich bin total begeistert und muss unbedingt Ausschau nach früheren Romanen von Gayle Forman halten.

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  • Manchmal musst du einfach leben

    Manchmal musst du einfach leben
    karin66

    karin66

    22. July 2017 um 14:44

    Das wunderschöne Cover und der Titel haben mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen Personen sind sehr gut ausgewählt, man kann sich sehr leicht in sie hinein versetzen. Die Autorin hat schon mehrere Bestseller geschrieben, wovon ich selbst schon „ Wenn ich bleibe „ gelesen habe und begeistert davon war. Zur Geschichte, Maribeth ist eine Karrierefrau, die alles im Griff hat, Geschäft, Familie und Haushalt. Doch das ändert sich schlagartig, als Maribeth Anfang 40 einen Schlaganfall bekommt.  Als sie vom Krankenhaus nach Hause kommt, fühlt sie sich dem allen nicht mehr gewachsen. Sie beschließt alles hinter sich zu lassen und nach Pittsburgh zu gehen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Eine wirklich interessante Geschichte, in der man sieht, wie sich durch eine Krankheit oder einen Schicksalsschlag die eigenen Werte und Bedeutungen verändern können. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr mitfühlend und einfühlsam geschrieben ist. Man kann so auch ein wenig das Handeln von Maribeth verstehen. Ein wirklich sehr schönes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe.

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  • Emotionaler Roman

    Manchmal musst du einfach leben
    yellowdog

    yellowdog

    22. July 2017 um 09:10

    Das Buch ist ziemlich interessant und zeigt, wie eine plötzliche schwere Erkrankung das Leben verändert, erst Recht in den USA. Die New Yorkerin Marybeth Klein erleidet einen Herzinfarkt, dabei ist sie erst 44. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus fällt es Marybeth schwer, sich richtig zu erholen. In ihrer Not verlässt sie die Familie und versucht in Pittsburgh mit einem ruhigen Leben neu anzufangen. Eine extreme Entscheidung, immerhin hat sie zwei kleine Kinder, die vierjährigen Zwillinge Oscar und Liv. Doch ich kann das teilweise verstehen und würde es so deuten, dass wenn sie schwer erkrankt lange im Krankenhaus bleiben müsste, sich auch nicht um die Familie kümmern könnte. Hinzu kommt, dass M.B. wie sie sich künftig nennt, anfängt über ihre Herkunft nachzuforschen, Sie ist adoptiert. Es ist im folgenden eindringlich geschildert, wie sie ihr neues Leben gestaltet. Ein neuer Arzt, Dr.Steven Grant, wird auch privat zum Freund, dann sind da noch die jungen Nachbarn, mit denen sie sich gut versteht. Die Darstellung der Nebenfiguren finde ich gut gemacht. Sie bleiben Nebenfiguren, rücken also nicht zu sehr in den Vordergrund, sind aber nicht nur oberflächlich, sondern wirken realistisch. Eigentlich wollte Marybeth nicht lange wegbleiben, doch die Trennung zieht sich hin. Man fragt sich auch, ob eine Rückkehr überhaupt möglich sein wird. Die Handlung ist mitfühlend beschrieben. Man ist immer dicht an der Hauptfigur. Man kann sich lange kaum vom Buch lösen.

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  • Entscheidung für das Leben

    Manchmal musst du einfach leben
    CabotCove

    CabotCove

    21. July 2017 um 10:54

    Manche Entscheidungen im Leben sind sehr schwierig und „hallen“ noch lange nach... Haben Konsequenzen, die nicht nur einen selbst betreffen, sondern auch noch das ganze Umfeld. Die Menschen, die man liebt... Wir wissen alle, wie es sich anfühlt, überfordert zu sein, keine Kraft mehr zu haben – aber immer weiter machen zu müssen. Maribeth Klein möchte aber genau das nicht mehr. Nicht mehr einfach weitermachen... Sondern einen „Cut“ machen, einfach aufhören. Aufhören zu funktionieren... „Ausbrechen“ aus dem bekannten Leben quasi... Sie ist 40 Jahre alt, als sie vor lauter Stress sogar einen Herzinfarkt übersieht... Sie musste immer funktionieren: als Ehefrau, als Mutter und als Arbeitnehmerin. Sie muss eine Not-OP über sich ergeben lassen und hofft, zuhause wieder auf die Beine zu kommen. Doch ihr Leben lässt ihr keine Zeit, zu sich zu kommen, sich zu erholen, alles geht so weiter, nichts geht ohne sie. Sie hat keine Zeit für Rekonvaleszenz... Da packt sie kleine Tasche und geht... Da habe ich – selbst Mutter – erst einmal schlucken müssen... Sowas macht man doch nicht – sein Kind im Stich lassen... Den Mann, das ja, aber dann nimmt man das Kind doch mit..! Und Maribeth hat gleich zwei kleine Kinder... Das machte sie für mich als Protagonistin erstmal eher unsympathisch... Nicht, dass mir die Protagonisten immer sympathisch sein müssen, dass mir ein Buch gefällt, doch hier war das Lesen dadurch schon ein wenig „vorbelastet“... Doch mit der Zeit, je mehr von ihrem Leben erfährt, umso näher kommt einem Maribeth auch damit. Gayle Forman hat einen sehr schönen, bildgewaltigen Erzählstil, der Emotionen weckt im Leser. Man leidet mit, man fiebert mit. Das Lesen dieses Buches war wie eine kleine Achterbahnfahrt emotional, es gab Höhen und Tiefen. Aber das machte das Buch auch sehr menschlich, die Geschichte nahbar und das hat mir sehr gut gefallen. 5 Sterne !

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  • Ausbruch aus einer heilen Welt?

    Manchmal musst du einfach leben
    MelE

    MelE

    21. July 2017 um 08:43

    Da mir "Nur ein Tag" und "Und ein ganzes Jahr" der Autorin recht gut gefallen hat, war ich sehr neugierig auf ihren neuen Roman. Schon der Klappentext versprach eine eigenwillige andere Geschichte und letztendlich empfand ich diese als sehr gut umgesetzt. Jeder von uns kam sicherlich schon in die eine oder andere Situation, die es erforderlich gemacht hätte Brücken hinter sich abzubrechen und neu anfangen zu wollen oder einfach dem Leben, welches man lebt aufzugeben, Ruhe zu finden oder einfach abzuhauen. Die wenigsten werden dieses tun, sondern lediglich die Gedanken spielen lassen. Es sind auch nicht immer die finanziellen Mittel vorhanden, der den Weg aus de Alltäglichen bahnen könnte. Für Maribeth ist der Ausbruch aus ihrem Leben ein Gewinn, da sie letztendlich erkennt, was wirklich wichtig ist und wie wertvoll ihr Mann und ihre Kinder. Endlich werden Dinge angesprochen und liegen nicht mehr vergraben. Es ist eine Möglichkeit zu einem Neubeginn, was mir letztendlich sehr gefallen hat. Auch für mich wäre es manchmal eine Bereicherung, dass das was ich tue wertschätzend zu betrachten, aber auch ich bin selbstverständlich geworden im Laufe meiner Ehe und Mutterschaft. Vielleicht sollte ich auch einfach mal abhauen? Nur wäre der Weg zurück vielleicht ein klein wenig schwerer als der von Maribeth. Vielleicht aber auch nicht? Ich gehöre nicht zu den Personen, die mutig genug wären es einfach auszuprobieren. Mich einen Monat oder mehr mich nicht bei meiner Familie zu melden, empfand ich allerdings auch echt krass. Maribeth muss in "Manchmal musst du einfach leben" zu sich selbst finden, was auch bedeutetet, ihre Wurzeln zu finden und das, was sie wirklich ausmacht. Ich empfand die Story als sehr gelungen, auch wenn viele Klischees vorhanden sind und der Ausgang der Story schon von Beginn an feststeht, boten sich mir einige Überraschungen. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung für einen Roman, der nicht nur seichte Unterhaltung bot, sondern auch zum Nachdenken anregen konnte. ★★★★

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  • Schwer nachvollziehbar das Ganze

    Manchmal musst du einfach leben
    buchernarr

    buchernarr

    21. July 2017 um 00:03

    Manchmal musst du einfach leben ist ein Roman der mich mit gemischten Gefühlen gelassen hat. Und dies, weil ich auch selbst als arbeitstätige Mutter manchmal den Drang hatte alles "hinzuschmeissen" (mal ehrlich, welche Frau hat das nicht mal gedacht und tief Luft geholt) aber Realität und Gedankenspiel sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Somit konnte ich mit Maribeth nicht unbedingt mitfühlen als sie mit Anfang vierzig einen Herzinfakt erleiden und beschliesst, da sie sich zu Hause mit dem Chaos nicht erholen kann, einfach "auszureissen". Das heisst die beiden vierjährigen Zwillinge alleine dem Vater zu überlassen und einfach mal ganz alleine ein paar Wochen ohne Schuldgefühle zu leben um wieder zu sich selbst zu finden. Ich bin der Meinung, dass das Buch nicht realitätsnah ist, da ich mir so eine Situation in Wahrheit nicht vorstellen kann. Jede Frau in einer extrem gestressten Situation möchte gerne eine Ausszeit, die Verantwortung jedoch ist derart gross, dass man nicht einfach den Koffer packen kann. Maribeth ist es scheinbar gelungen. Und obwohl das Buch einen sehr schönen Schreibstil hatte konnte ich mich mit der Protagonistin nicht auseinandersetzen und fand das Buch demnach nicht für mich geeignet. Drei Sterne vergebe ich dennoch für die Schreibweise.

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  • Wenn das Leben zu viel wird

    Manchmal musst du einfach leben
    skaramel

    skaramel

    20. July 2017 um 09:25

    Ein neuer „Gayle Forman“-Roman, schreit es von den Dächern – sie ist endlich zurück! Doch diesmal nicht gewohnt mit einem Jugendbuch, sondern mit einem Roman über Maribeth, 40, die vor lauter Stress gar nicht merkt, dass sie gerade einen Herzinfarkt hat. Diesmal also keine herzzerreißenden Teenager, die im Koma ihren Liebsten begegnen und auch keine, die für ihre große Liebe nach Amsterdam fahren. Es geht um eine durchschnittliche Hausfrau mit zwei Kindern, einem stressigen Job und einem Ehemann. Gefangen im Alltag, im Stress, den wir uns alle gerne machen und den wir alle gerne auf die leichte Schulter nehmen. Aber was macht man, wenn man plötzlich gewaltsam zur Ruhe gezwungen wird, aber keiner sie einem geben kann? Der schwer arbeitende Ehemann und auch die gerade mal dreijährigen Zwillinge können von heute auf morgen weder ruhiger noch anspruchsloser werden, daher bricht Maribeth aus – für die Familie, vor allem aber für sich. Klingt erst mal gar nicht nach Forman. Da fehlen Fanfarnen, Teenies und kleine Probleme – was wir kriegen: große Probleme, die man mittlerweile mehr nachvollziehen kann. Der einnehmende Schreibstil jedoch ist geblieben: Forman schreibt galant und flüssig wie schon in ihren bekannten Werken. Man wird gleich in die Geschichten geworfen, erlebt Maribeth' Herzinfarkt und ihre Denkprozesse. Man fühlt, man leidet mit. Auch als die Problematik ihrer eigenen Adoption dazukommt, denn vielleicht ist ihr Leiden genetisch. Doch wen fragt man, wenn man adoptiert wurde und nie den Kontakt gesucht hat? Wirklich, es ist wunderbar geschrieben, so wie man es von Gayle Forman gewohnt ist. Immerhin hat mich Maribeth' Geschichte gerade mal 24 Stunden gekostet. Ich konnte und wollte das Buch einfach nicht beiseite liegen. Doch trotzdem kann ich nicht wie gewohnt fünf Sterne geben – warum? Ich habe wirklich mit mir geschwankt. Die erste Hälfte des Buches hätte ich ohne zu zögern fünf Sterne vergeben, aber danach folgten viele Irrungen und Wirrungen, die ich für mich selbst nicht so im Raum stehen lassen konnten. Denn auch wenn ich die Ausgangssituation und den Wunsch nach einer großen Blase völlig verstehen konnte, wurden einige spätere Entscheidungen für mich zu Punkten, die meine Ansicht von Maribeth völlig verändert haben. Die Geschichte mit Stephen war schön, mir letztendlich zu kurz gedacht. Da steckte mir zu viel hinter, was einfach „abgebrochen“ wurde und wenn wir das Verständnis für sie weglassen, dann bleiben gebrochene Herzen zurück. Das Verlassen der Kinder fand ich anfangs weniger schlimm, hinterließ jedoch mit ihren Briefen und Ansichten später auch einen faden Beigeschmack. Gekrönt wurde aber mein letztendlicher Punktabzug durch das Ende. Zwar fand ich die Nachrichten zwischen Maribeth und Jason wirklich schön, weil sie herrlich normal waren, trotzdem war auch dies zu knapp. Ab der Hälfte des Buches störte mich nämlich eins: der Egoismus. Natürlich musste Maribeth weg und ich kann ihren Wunsch nach Ruhe und Heilung vollkommen verstehen. Doch trotzdem sah man mit jeder Seite wie wenig sie sich mit ihrem Umfeld beschäftigt hatte und wie einseitig ihre Sicht war. Denn natürlich brauchte sie die Ruhe, doch völlig unreflektiert hat sie nie die Gefühle und Absichten der anderen verstanden. Daraus resultiert eine riesige Abfolge egoistischer Handlungen, die zwar nachvollziehbar aber nicht immer verständlich sind. Wenn ich die Möglichkeit zu halben Punkten hätte, dann würde ich „Manchmal musst du einfach leben“ 3.5 Sterne geben. Da ich mich aber entscheiden muss, wähle ich zu Gunsten vier Sterne. Dies aber nur weil es Gayle Forman ist und mich das Buch trotz inhaltlicher Schwächen begeistern und fesseln konnte. Des Weiteren hat es mich nachträglich noch sehr zum Nachdenken angeregt, denn wenn man Maribeth verfolgt, überdenkt man seinen eigenen Alltag mit samt seinen Prioritäten noch einmal. Denn wer kennt es nicht? Wir eilen durch unseren Alltag, missachten Rückenschmerzen, Müdungserscheinungen und verschieben wieder einmal Sport für die Arbeit, den nächsten Termin. Deshalb ist „Manchmal musst du einfach leben“ vielleicht kein klassisches Forman-Buch, doch nicht minder lesenswert.

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  • Maribeth braucht einen Neuanfang

    Manchmal musst du einfach leben
    Gise

    Gise

    19. July 2017 um 23:25

    Maribeth Klein ist Anfang 40 und geht sowohl in ihrem Beruf auf wie auch in ihrer Mutterrolle zu den Zwillingen Liv und Oscar. Ihr Alltag ist so darauf abgestimmt, die verschiedenen Termine auf die Reihe zu kriegen, dass sie es übersieht, als sie einen Herzinfarkt hat. Aus dem Krankenhaus zurück, merkt sie, wie sehr sie die Rückkehr in den Alltag überfordert, während ihre Umwelt, ihr Mann und ihre Mutter, ihr nicht wirklich zur Hand gehen wollen. Bevor es ihr wieder schlecht geht, beschließt Maribeth, sich aus diesem Chaos für eine Weile zurückzuziehen und für sich selbst zu sorgen: Sie verschwindet in eine andere Stadt und will sich dort die Zeit nehmen, um sich wieder zu erholen. Nebenbei beginnt sie, nach ihren Wurzeln zu suchen, denn sie wurde adoptiert und weiß nichts über ihre leibliche Mutter.Turbulent geht es auf den ersten Seiten des Buches zu, und sehr schnell weckt die Autorin Sympathie für ihre Protagonistin, die sich so sehr in ihren verschiedenen Rollen aufreibt, dass sie dabei auf der Strecke bleibt. Es ist deshalb nachvollziehbar, dass sie Ruhe braucht und sich von ihrer Familie „absetzt“ - auch wenn es mir schwerfällt nachzuvollziehen, wie eine Mutter ihre vierjährigen Kinder so abrupt verlassen kann. Dies ist auch einer meiner Kritikpunkte, die für mich die Geschichte nicht ganz realistisch erscheinen lassen. Gerade bei einer Mutter, die sich so sehnsüchtig die Kinder gewünscht hat.Spannend ist es jedoch, wie Maribeth nun zu sich zurückfindet und damit auch für ein Leben, das sie selbst steuert, statt gesteuert zu werden. Das ergibt zum Schluss Möglichkeiten, die anfangs nicht ansatzweise zu erkennen waren. Damit hat die Autorin viele Ideen zum Weiterdenken in die Geschichte gestreut, die noch lange nachwirken. Das Ende passt zu diesem Buch, auch wenn ich den Weg manchmal zu „amerikanisch“ empfinde.Obwohl ich nicht mit allem in der Geschichte konform gehen kann, habe ich interessante und vor allem nachdenkliche Lesestunden mit der Protagonistin erlebt und kann das Buch deshalb (mit einem leichten Vorbehalt) gut weiterempfehlen.

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  • Lass dich nicht vom Leben stressen

    Manchmal musst du einfach leben
    steffischultzzz

    steffischultzzz

    19. July 2017 um 21:11

    Eines Tages erleidet Maribeth einen Herzinfarkt und schiebt es zunächst auf den Stress. Als Mutter von zwei Zwillingen und einen zeitlich anspruchsvollen Job kann es ja schon mal vorkommen, dass der Körper ein wenig verrückt spielt. Erst als ihr beim Arzt die Schreckensnachricht übermittelt wird, realisiert sie wie schnell das Leben doch mit so relativ jungen Jahren vorbei sein könnte. Durch eine Bypassnotoperation kommt Maribeth entkräftet Zuhause an und sieht wie alles aus der Bahn geraten ist.Trotz Jasons Versprechungen (ihrem Ehemann), dass sie sich keine Gedanken machen solle und er sich um alles kümmere, türmt sich das Geschirr in der Küche und die ungeöffnete Post im Flur. Jason hat es sich zusätzlich leicht gemacht und Maribeth's Mutter zur Hilfe rangezogen, was sie natürlich absolut nicht gut findet. Durch diese Faktoren steht Maribeth unter zusätzlichen Stress bis ihr der Geduldsfaden reißt. Sie packt ihre Tasche und geht. Einfach so. Für mich war das schon eine sehr radikale Entscheidung von ihr und ich wüsste nicht, ob ich das so einfach könnte. Doch in dem Buch sind die vielen nervenaufreibenden Situationen gut beschrieben, sodass man selber keine Mutti sein muss um ihre Gedanken nachvollziehen zu können. Umso schöner war es dann natürlich, als man dann gelesen hat wie Maribeth auf ihrer kleinen Reise aufgeblüht ist und nun auch endlich Zeit hat für Dinge, die sie vorher nicht machen konnte. Man gönnt es ihr richtig und nimmt ihr ihren Entschluss einer Auszeit nicht übel. Besonders gut haben mir die durchaus sympathischen Charaktere gefallen, die nach und nach in Maribeth's Leben treten. Soviel Glück muss man auch erstmal haben. ;) Was genau noch alles in ihrer kleinen Auszeit passiert, möchte ich jetzt natürlich nicht sagen, aber es ist mit einer schönen Nebenstory verpackt - auch wenn es mir an manchen Stellen ein bisschen zu kitschig war. Aber alles noch im Rahmen. Ein durchaus lebensbejahendes Buch, wie der Titel schon vermuten lässt und perfekt dafür um selbst einmal nach einem stressigen Tag abzuschalten. 

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  • Emotional berührende Geschichte

    Manchmal musst du einfach leben
    Gluecksklee

    Gluecksklee

    19. July 2017 um 20:09

    „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman beginnt mit einem schrecklichen Ereignis im Leben von Maribeth Klein. Mit gerade einmal 40 Jahren erleidet Maribeth einen Herzinfarkt. Sie überlebt – aber noch geschwächt von ihrem Krankenhausaufenthalt fühlt sie sich von den Anforderungen ihres Alltags gänzlich überfordert und verlässt schließlich Hals über Kopf ihre Familie. Gayle Forman hat mit „Manchmal musst du einfach leben“ einen sehr berührenden Roman geschrieben, in dem es um viele Themen geht. Ein zentrales Thema des Romans ist die Auseinandersetzung mit dem Verlassen-werden und dem Verlassen. Die Autorin beleuchtet dabei aber auch sehr einfühlsam die Entwicklung von Maribeth, ihre widerstreitenden Gefühle und ihre Ängste. Neben Maribeth lernt man als Leser mit ihr zusammen neue Freunde kennen – Sunny und Todd zum Beispiel, deren Interaktionen manchmal einfach zum Schreien komisch waren. Dabei ist „Manchmal musst du einfach leben“ eine Geschichte voller Emotionen. Es gibt Momente, die nachdenklich stimmen, traurige Momente, Momente, in denen man sich zusammen mit Maribeth furchtbar aufregt und Momente, die einen zum Lachen bringen. Meiner Meinung nach bleibt die Geschichte dabei frei von Übertreibung und Kitsch, was mir sehr gut gefallen hat. Hinzu kommt, dass Gayle Forman einen wirklich wundervollen Schreibstil besitzt, der dafür sorgt, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen möchte. Mir jedenfalls hat „Manchmal muss man einfach leben“ von Gayle Forman wirklich sehr, sehr gut gefallen. Die Geschichte von Maribeth berührt die Leser emotional und nimmt sie mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich vergebe daher volle fünf von fünf Sternen für diesen Roman, den ich definitiv weiterempfehlen kann.

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  • Aus dem Leben einer berufstätigen Mutter

    Manchmal musst du einfach leben
    Wuschelchen99

    Wuschelchen99

    18. July 2017 um 20:55

    Maribeth Klein, berufstätige Mutter von Zwillingen, weiß genau, was Stress ist. Ihr Halbtagsjob bei einer Zeitschrift wurde zum Ganztagesjob. Die Kinder fordern auch allerhand Zeit, so dass Maribeth von Termin zu Termin und einem Ort zum anderen pendelt. Und plötzlich wird aus einer Routineuntersuchung eine Operation wegen eines unbemerkten Herzinfarkts. Doch wer kann schon auf die total geschwächte Ehefrau und Mutter verzichten? Maribeth ist total überfordert und trifft eine weitreichende Entscheidung. Mit dem Roman „Manchmal muss du einfach leben“ hat Gayle Forman eine unheimlich berührende, aber auch nachdenklich stimmende Geschichte geschrieben. Welche Mutter kennt das nicht? Sie ist selbst krank, doch den Rest der Familie interessiert es nicht, sie hat schließlich zu funktionieren. Man könnte meinen, Kühlschrank, Brotkorb und Spüllappen sind mit Vorhängeschlössern versehen, die nur die Mutter selbst öffnen kann. Ja Pustekuchen, da muss sie halt mal auf richtig auf den Tisch klopfen! Genau das macht die Protagonistin in diesem Buch, in dem sie krank und geschwächt wie sie ist einfach ihre Familie verlässt und sich auf die Suche nach sich selbst, ihrer Gesundheit und ihrer eigenen Herkunft begibt. Eine mutige Entscheidung! Dass sie am Ende neben vielen neuen Freunden auch endlich Zugang zu ihrer eigenen Herkunft findet sowie sich endlich mit ihrem Mann ausspricht, sind die schönen Nebenerscheinungen ihrer Suche. Unheimlich emotional, fesselnd und lebensnah – genau das sind die passenden Attribute für diesen Roman. Und nicht zu vergessen – nachdenklich! Denn ich könnte nicht sagen, ob ich solch eine Entscheidung treffen könnte.  Ich kann für meinen Teil nur eins empfehlen: Lesen! Unbedingt!

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  • Manchmal muss man einfach gehen

    Manchmal musst du einfach leben
    Marakkaram

    Marakkaram

    17. July 2017 um 22:25

    Manchmal muss man gehen ... um zurückzufinden. Luca runzelte die Stirn “Auf sich zu achten bedeutet auch, um Hilfe zu bitten.” Ein mutiges Buch, bei dem nicht nur Mütter so manches Mal einen Kloß im Hals haben werden. Dauerstress bestimmt das Leben von Maribeth; Abgabetermine, Job, Haushalt,                                private Verpflichtungen und 4-jährige Zwillinge. Da ist es fast kein Wunder,                             dass sie ihren Herzinfarkt für Magenprobleme hält und selbst die passen grad                                                                                                                          so gar nicht in die Planung... Einige Wochen später: Maribeth kommt nach einer Not-OP am offenen Herzen wieder nach Hause und muss lernen, ihr Leben ganz langsam wieder in den Griff zu bekommen. Ihr Mann hat ihr eine Erholungsblase versprochen und auch ihre Mutter ist da, um ihr den Haushalt und die Kinder abzunehmen. Und trotzdem verfallen alle sofort wieder in den gewohnten Alltagstrott. Maribeth fühlt sich komplett überfordert. Sie findet keine Ruhe um sich zu regenerieren und erstmal wieder zu sich selbst zu finden. Im Gegenteil, sie hat das Gefühl das jeder an ihr zerrt.             In einer Kurzschlussreaktion packt sie ein paar Sachen zusammen,              hebt Bargeld ab und geht. Ihrer Familie hinterlässt sie nur einen Zettel auf dem Küchentisch...                                                  ~ * ~ * ~ * Ja, das Thema ist mutig und ich war mir im ersten Moment gar nicht so sicher, ob ich das haben muss. Andererseits mag ich Gayle Forman sehr und war neugierig, wie sie es umsetzt. Das mich die Geschichte aber dann so packt und in ihren Bann zieht, damit habe ich nicht gerechnet. Womit die Autorin mich immer wieder begeistert, sind ihre Charaktere. Einfach Durchschnittstypen, Menschen wie Du und ich, mit sehr viel Liebe ausgearbeitet, so menschlich, mit alle ihren Fehlern, Stärken und Schwächen - man identifiziert sich recht schnell mit ihnen.             Das ist auch die große Stärke dieses Romans. Ich kann es schlecht in Worte fassen, aber es ist ein wenig so, als wäre Maribeth meine beste Freundin, deren Entscheidungen ich vielleicht nicht alle gutheisse, aber aktzeptiere und unterstütze. Dadurch, dass man ihren Weg und die Entwicklungen so nah miterlebt, kam bei mir auch nie das Gefühl auf, sie wäre eine Rabenmutter.                           Der Schreibstil von Gayle Forman ist klar und straight und transportiert die Emotionen optimal. Die anfängliche Überforderung war schon fast erschreckend greifbar.   Mir hat die Geschichte, mit all ihren Facetten, unheimlich gut gefallen. Es geht um viel mehr, als nur um eine Frau, die ihre Familie verlässt. Es ist eine Suche nach der eigenen Identität. Und manchmal muss man sich erst verlieren, um zulassen zu können, dass man sich wiederfindet.                                                                                       Fazit: Ein tiefgründiger sehr lebensnaher Roman, der einen innehalten lässt und nachdenklich macht. Eine Geschichte, die in mir noch lange nachhallt.

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  • ein steiniger Weg zum eigentlichen "Ich"

    Manchmal musst du einfach leben
    lillylena

    lillylena

    17. July 2017 um 18:40

     Maribeth hat das perfekte Leben. Sie ist Mitte Vierzig, konnte dank einer künstlichen Befruchtung im höheren Alter doch noch Mutter von Zwillingen werden und hat einen ordentlichen Job als Redakteurin. Sie meistert Beruf und Familie mühelos- bis ihr ein Herzinfarkt einen Strich durch die Rechnung macht.  Plötzlich wird ihr bewusst, dass sie sich selbst bei all dem Alltag komplett vergessen hat und ihr Leben endlich ist. Ihr Mann kündigt an, "eine Blase" zu erschaffen, sobald sie nach Hause kommt. Doch nichts davon geschieht. Die Familienmitglieder verhalten sich in Maribeth' Augen egoistisch und selbstgerecht. Sie weiß nicht mehr weiter und flieht. Ich hab mich zunächst schwer getan mit dem Buch. Maribeth erschien mir ziemlich weinerlich und ein wenig übertrieben. Als ich dann jedoch gemerkt habe, wie ihr Alltag tatsächlich aussieht und wie selbstgerecht sich Jason und ihre Mutter benehmen, habe ich sie verstanden. Die Flucht scheint mir aussergewöhnlich hart, denn ich könnte meine Familie nicht einfach so hinter mir lassen, doch für Maribeth war es genau das Richtige. Sie konnte sich so noch nicht geahnten Ängsten stellen und viele tolle Menschen kennen lernen.Wie hat mir der Verlauf der Geschichte gefallen? Ich habe mich immer mehr in die Protagonistin verliebt. Sie geht ihre Probleme so natürlich an und ich habe oft gedacht, ich könne mir eine Scheibe abschneiden.Ein wenig schade fand ich jedoch, dass das Familiendrama sehr einseitig beschrieben wurde. Manchmal hätte ich mir gewünscht zu erfahren, wie es Jason, Oscar und Liv während der Abwesenheit ergangen ist. Klar, am Ende wird dazu ein wenig geschrieben, aber mir persönlich war das zu wenig. Ebenso unnötig fand ich eine seichte Liebesbeziehung, die sich im Laufe des Romans entwickelt hat, da diese nichts zum Spannungsaufbau beigetragen hat. Das Buch endet meiner Meinung mach auch ein wenig abrupt und einige Handlungsstränge bleiben ein wenig in der Luft hängen, als ob sie nur Lückenfüller für die eigentliche Geschichte gewesen sind.Positiv hervorzuheben ist aber die Entwicklung von Maribeth auf ihrer Dienstreise. Sie war zu Beginn schon eine starke Frau aber zum Ende hin ist sie mir noch sympatischer, da sie auch Fehler zugeben kann und gelernt hat, auf sich und ihren Körper zu hören. Fazit: Ich selbst habe noch keine Familie und kann auch so theoretisch die Probleme nicht nachvollziehen, aber die Autorin hat es geschafft mich über alle Seiten des Buches zu fesseln. Ich konnte mit Maribeth durch Höhen und Tiefen gehen und mich auch gut in sie hineinversetzen. Am Ende bleibt ein positives Gefühl. Was ich mitnehme? Jeder braucht Menschen, die einen so lieben wie man ist, auch wenn man mal auf eine "Dienstreise" gehen muss.Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!       

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