Gebrüder Grimm Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm

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Inhaltsangabe zu „Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm“ von Gebrüder Grimm

Inhaltsverzeichnis Vorwort von Peter Dettmering Geleitwort von Friedrich Panzer Teil I Vorrede der Brüder Grimm zu Teil I Märchen Teil II Anmerkungen der Brüder Grimm zu den Märchen in Teil I Teil II Vorrede der Brüder Grimm zu Teil II Märchen Teil II Anmerkungen der Brüder Grimm zu den Märchen in Teil II Leseprobe 17 Vom süssen Brei Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Da ging das Kind hinaus in den Wald und begegnete ihm darin eine alte Frau, die wußte seinen Jammer schon und schenkte ihm ein Töpfchen, zu dem sollt' es sagen: "Töpfchen koch!" so kochte es guten, süßen Hirsebrei, und wenn es sagte: "Töpfchen steh!", so hörte es wieder auf zu kochen. Das Mädchen brachte den Topf seiner Mutter heim und nun waren sie ihrer Armuth und ihres Hungers ledig und aßen süßen Brei, so oft sie wollten. Auf eine Zeit war das Mädchen ausgegangen, da sprach die Mutter: "Töpfchen koch!" da kocht es und sie ißt sich satt; nun will sie, daß das Töpfchen wieder aufhören soll, aber sie weiß das Wort nicht. Also kocht es fort und der Brei steigt über den Rand heraus, und kocht immer zu, die Küche und das ganze Haus voll, und das zweite Haus und dann die Straße, als wollt's die ganze Welt satt machen, und ist die größte Noth und kein Mensch weiß sich da zu helfen. Endlich, wie nur noch ein einziges Haus ührig ist, da kommt das Kind heim und spricht nur: "Töpfchen steh!" da steht es und hört auf zu kochen, und wenn sie wieder in die Stadt wollten, haben sie sich durchessen müssen. Alphabetisches Verzeichnis der Märchen. Aus dem Vorwort Unser Verhältnis zu den Märchen der Brüder Grimm ist an eine bestimmte, uns von Kindheit an geläufige Wortgestalt gebunden, weshalb es fast unvermeidlich zu einer Störung dieses Verhältnisses führt, von Textvorläufern, Varianten, "Urfassungen" zu erfahren, die vom Bekannten und Altvertrauten abweichen. Es gibt die - 1975 von Heinz Rölleke herausgegebene - "Älteste Märchensammlung der Brüder Grimm", daneben die um 1947 von Friedrich Panzer besorgte Neuherausgabe der beiden Erstdruckbände von 1812 und 1815, der er den Untertitel "Vollständige Ausgabe in der Urfassung" mitgab. Gegen die Bezeichnung "Urfassung" haben sich seither kritische Stimmen erhoben. Da die Märchen bis dahin immer nur mündlich überliefert worden waren, hatten sie zweifellos vor der ersten Drucklegung schon viele Veränderungen erfahren: wie die wahre "Urfassung" aussah, wird sich nie mehr feststellen lassen. Dagegen können wir genau verfolgen, was mit der Erstdruckfassung geschehen ist und wie es möglich war, daß sie wie eine archäologische Tiefenschicht unter den von Wilhelm Grimm bearbeiteten Wiederauflagen - von 1819 bis 1857 - verschwinden konnte. Panzer fiel hier in der Tat die Rolle eines Archäologen und Neuentdeckers zu. Und da sich die späteren, oft erheblich veränderten Fassungen so tief in das allgemeine Bewußtsein eingegraben haben, besteht selbst heute noch die Gefahr, daß die Erstdrucktexte wieder von ihnen zugedeckt werden und in Vergessenheit geraten. Sie wieder greifbar zu machen und den "Dialog" von Erstdruck und Spätfassung nicht erneut abreißen zu lassen, ist das Ziel dieser Ausgabe. Zur Person: Peter Dettmering ist Nervenarzt und Psychoanalytiker (DPV) in Hamburg. Er arbeitet dort in freier Praxis. Seit 1973 ist er Mitglied im PEN. Peter Dettmering ist einer der Vorreiter im Themenbereich Psychoanalyse und Literaturwissenschafl. In seinen Veröffentlichungen beschäftigt er sich mit psychoanalytischer Interpretation von klassischen Texten. Daruberhinaus hat er die Urfassung der Grimm'schen Märchen 1985 herausgebracht. Sein Ietztes Werk mit dem Titel "Die Adoptionsphantasie", 1994 ist eine Arbeit über Adoption in Märchen und klassischer Weltliteratur, Kleist, Dostojewski, Dickens.
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