Geert Mak In Europa

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Inhaltsangabe zu „In Europa“ von Geert Mak

Europa erfahren – Geert Mak auf den Spuren des zwanzigsten Jahrhunderts
Für dieses Buch ist Geert Mak ein Jahr lang kreuz und quer durch Europa gereist. Zunächst besucht er Paris, wo das 20. Jahrhundert mit der großen Weltausstellung seinen optimistischen Anfang nahm. Zuletzt befinden wir uns in den Ruinen Sarajevos, die das Ende des blutigen Jahrhunderts markieren. In jedem Monat seiner Reise nimmt sich Mak einen weiteren Abschnitt des 20. Jahrhunderts vor und sucht die Orte auf, an denen die Geschichte in besonderer Weise Spuren hinterlassen hat. Ein bewegendes, kluges Buch, das uns zu Augenzeugen des 20. Jahrhunderts macht.
Geert Mak, der große Erzähler unter den Historikern unserer Zeit, legt mit diesem Buch sein bisheriges Hauptwerk vor. Seine Geschichte des 20. Jahrhunderts ist als ein Reisebericht angelegt und als eine Bestandsaufnahme Europas am Ende eines katastrophenreichen Jahrhunderts zu lesen. Wie kein Zweiter versteht es Mak, der Geschichte Europas im 20. Jahrhundert ein Gesicht zu geben, sie in zahllosen Details sichtbar, fühlbar, sinnlich wahrnehmbar zu machen.Auf seiner Reise sprach er mit Schriftstellern und Politikern, mit Dissidenten und hochrangigen Offizieren, mit einem Bauern aus den Pyrenäen und mit dem Enkel des letzten deutschen Kaisers sowie mit zahlreichen anderen Europäern, die ihm ihre Erfahrungen und Erinnerungen anvertraut haben. Dieses kluge und bewegende Buch macht uns zu Augenzeugen des letzten Jahrhunderts und lässt uns Europa in seiner heutigen Form besser begreifen.

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  • Rezension zu "In Europa" von Geert Mak

    In Europa

    nightwood

    26. March 2010 um 14:45

    Nicht umsonst hat Mak für dieses Buch den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung gewonnen. Ein - dickes - Kleinod europäischer Geschichte; immer erzählt zwischen Archivwühlerei und persönlichen Gesprächen Maks mit Zeitzeugen, Einwohnern und gewürzt mit eigenen Beobachtungen. Obwohl für die einzelnen Phasen der Geschichte an den zahlreichen Schauplätzen nur relativ wenig Raum besteht, wird das Geschehen lebendig, einsichtig, unglaublich und anschaulich. Auch stilistisch herausragend.

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  • Rezension zu "In Europa" von Geert Mak

    In Europa

    Jens65

    10. August 2008 um 00:01

    Mit diesem Buch hat Geert Mak etwas unglaubliches geschafft: er hat ein Sachbuch geschrieben, dass trotz seiner anschaulichen Länge (über 900 Seiten!) bis zum Schluss spannend bleibt! 1999 brach der niederländische Journalist auf, um mit dem Busmobil quer durch Europa zu reisen, von Nord nach Süd, von West nach Ost. Dabei hat er sich "chronologisch" durch die Zeit bewegt, also etwa für die "30er-Jahre" München besucht, für die Zeit Anfang der 40er Auschwitz usw. Doch ausser diesen tragisch-berühmten Orten, die jeder aus dem Geschichtsunterricht kennt, stellt er in seinem Buch auch eine Fülle von kleineren, stilleren Orten, Momenten und Personen vor. Ganz wichtig: er lässt die von ihm Interviewten Personen, seinen es Prominente oder einfache Leute, ganz zu Wort kommen, sich entfalten, und versucht nicht, erst einmal alles aus der eigenen Sicht zu kommentieren. Das Buch "endet" dann 1999 in Ungarn, das sich zu jener Zeit auf die Aufnahme in die EU vorbereitete. Fazit: ein unglaublich reiches, dichtes Werk, das nicht nur die zwei Weltkriege des 20. Jahrhunderts, sondern auch die Entstehungsgeschichte und auch die Schattenseite der "EU-isierung" Europas zeigt. Ein toller Schmöker! ;-)

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  • Rezension zu "In Europa" von Geert Mak

    In Europa

    Liisa

    07. May 2007 um 01:14

    Geert Mak reist mit seinen Lesern in diesem großartigen Buch durch Europa - das alte und das neue - und durch das 20. Jahrhundert und die europäische Geschichte während dieses Zeitraumes. Wer sich für das 20. Jahrhundert, für Geschichte, für Europa interessiert, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Sicher, es ist umfangreich, satte 700 Seiten, aber in übersichtliche Kapitel und Unterkapitel unterteilt, so dass man es gut auch in Etappen lesen kann. Mir ging es allerdings so, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte, weil es so interessant geschrieben ist. Geert Mak hat mit sog. Jahrhundertzeugen gesprochen, mit Veteranen des 1. Weltkriegs, mit blutjungen Soldaten, die in den 2. Weltkrieg geschickt wurden, mit einfachen Menschen die Zeugen anderer wichtiger Ereignisse des 20. Jahrhunderts wurden. Er beleuchtet Hintergründe zum Beispiel zu den Kämpfen in Spanien, über das Italien Mussolinis, des Duce, über die Oktoberrevolution, den Ungarnaufstand und und und ... . Mak besucht viele Orte, die eine wichtige Rolle gespielt haben, Orte die Zeugen großer Massaker wurden, Orte an denen Soldaten in Massen für hehre Ideale oder nicht einmal mehr das fielen, Orte an denen Widerstand geleistet wurde, Orte die von Katastrophen getroffen wurden, z.B. Tschernobyl und er spürt auch Orten nach, die dem kollektiven Gedächtnis schon fast wieder in Vergessenheit geraten sind und entreißt sie so - zumindest für eine Weile - dem vorzeitigen Vergessen. Erschreckend für mich als Leser immer wieder Passagen, die Szenarien beschreiben, die klingen als würden sie heutige Szenarien beschreiben. Manche stellen ja die wagemutige These auf, die Europäer hätten aus den beiden Weltkriegen gelernt, Geschichte müsse sich nicht zwangsläufig wiederholen. Es mag etwas dran sein an dieser These aber es gibt auch genug Hinweise und Verdachtsmomente darauf, dass die Menschen eben doch nicht gelernt haben. Unter der so scheinbar friedlichen Oberfläche brodeln alte Konflikte, lauern Ressentiment, Vorurteile, extremistische Ansichten aller Coleurs, Naivität und Desinteresse (die ebenso gefährlich werden können) und es reicht manchmal nur ein Funke, um sie zur Eruption zu bringen, wie die Geschichte des 20. Jahrhunderts mehr als einmal gezeigt hat - auch die jüngere Geschichte, z.B. auf dem Balkan. Wer vom Geschichtsunterricht nur dröge Jahreszahlenreihen in Erinnerung hat, hier findet er oder sie eine andere Art Geschichte zu präsentieren. Ich kann nur sagen: lesen! unbedingt lesen!

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  • Rezension zu "In Europa" von Geert Mak

    In Europa

    djclap

    17. March 2007 um 00:30

    Lesen!

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