Geir Kjetsaa Lew Tolstoi

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Inhaltsangabe zu „Lew Tolstoi“ von Geir Kjetsaa

Lew Tolstoj war nicht nur Russlands größter Dichter, er war sicher einer der bedeutendsten, wenn nicht der bedeutendste Romanschriftsteller der Welt. Er genoss bereits nach dem Erscheinen seiner ersten Romanen Weltruhm. Sein Ansehen in Russland war so groß, dass weder das Zarenregime noch die Kirche ihn zügeln oder gängeln konnten. Dabei war das Leben dieses Mannes außerordentlich widersprüchlich. In seiner Jugend galt er als Tunichtgut, der lange nicht wusste, was er werden sollte. Nach dem Erscheinen seiner großen Romane "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina" machte er eine innere Wandlung zum Asketen und Prediger der Gewaltlosigkeit durch. Er war im Laufe seines Lebens Pazifist und Kriegsgegner geworden, der die Gewaltlosigkeit zum obersten Prinzip erhob. Tolstoj hat mit dieser Lehre zahllose Anhänger weltweit gefunden. Der bedeutendste ist wohl Mahatma Gandhi gewesen Die Grundlage für seinen Glauben und die Schilderung des Tolstoismus ist nirgendwo so gut gelungen wie in diesem Werk des Autors Geir Kjetsaa. Kjetsaa, Professor für Russische Literaturgeschichte an der Universität Oslo und Vize-Präsident der Internationalen Dostojewskij-Gesellschaft hat bereits Biographien über Gogol und Gorki geschrieben. 1987 erschien im Casimir-Katz-Verlag seine Dostojewskij-Biographie in deutscher Übersetzung. In der vorliegenden Tolstoj-Biographie schildert er ausführlich das bunte, widersprüchliche Leben des Dichters, bespricht den Inhalt und den Hintergrund aller umfassenden schriftstellerischen Arbeit und beschreibt seinen politischen und moralischen Einfluss in Russland. Die Biographie wurde aus dem Norwegischen übersetzt von Dr. Ute Hempen, Bremen. Sie hat Vergleichende Germanische Philogogie und Skandinvistik, Allgemeine Sprachwissenschaft und Neuere Deutsche Literaturgeschichte studiert und ist als freie literarische Übersetzerin tätig. Dr. Ute Hempen hat bisher zahlreiche Sachbücher sowie Belletristik übersetzt.

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  • Rezension zu "Lew Tolstoi" von Geir Kjetsaa

    Lew Tolstoi
    JeunesseDoree

    JeunesseDoree

    18. March 2008 um 19:13

    Eine gelungene Beschreibung von Tolstois facettenreichen Werdegang vom orientierungssuchenden Tunichgut bis zum einsamen Asketen, der seinen eigenen Moralvorstellungen gerecht zu werden versucht. Kjetsaa schreibt unterhaltend, setzt sich kritisch mit Tolstois teilweise recht widersprüchlichen Leben auseinander, interpretiert die wichtigsten seiner Werke und geht auch auf die Auswirkungen ein, die Tolstoi auf die Menschen weltweit hatte. Das großformatige Buch glänzt durch eine schöne Aufmachung und wird zwischen den Kapiteln immer wieder durch zahlreiche Fotos aufgelockert. Tolstoi gehört für mich nicht nur zu den genialsten Schriftstellern, die je gelebt haben, sondern auch zu den Konsequentesten unter den Moralpredigern und sein Hang zum einfachen Leben unter dem christlichen Leitsatz "Die eigenen Feinde zu lieben", mag zwar in der Praxis kaum umsetzbar sein, ist aber immer noch eines der erstrebenswertesten und schönsten Ideale. Durch die Biographie wird einem erst bewusst, wie autobiographisch Tolstois Werke mitunter sind und das viele von diesen auf realen Ereignissen basieren (wer hätte z.B. gedacht, daß es eine Frau wie Anna Karenina gegeben hat?). Hätte Kjetsaa an einigen Stellen Tolstois Leben mit etwas mehr Detailreichtum beschrieben, oder ausgeschmückt, wäre das Lesevergnügen perfekt gewesen.

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