Geir Tangen

 3,9 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Seelenmesse, Totenfest und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Geir Tangen

Ein Norweger und seine Krimis: Geir Tangen wurde am 15. Januar 1970 in Norwegen geboren.  Geir Tangen betreibt Norwegens größten Krimiblog, Bokbloggeir.com, auf dem er seit 2012 Thriller und Spannungsromane rezensiert. Er lebt im norwegischen Haugesund, wo ihm auch die Idee zu seiner Trilogie über die Polizeiermittlerin Lotte Skeisvoll und den Journalisten Viljar Ravn Gudmundsson kam. In Deutschland ist er bekannt als der „Norwegische Crime-Author“.

Alle Bücher von Geir Tangen

Cover des Buches Seelenmesse (ISBN: 9783442486519)

Seelenmesse

 (13)
Erschienen am 16.10.2017
Cover des Buches Totenfest (ISBN: 9783442486526)

Totenfest

 (9)
Erschienen am 19.11.2018
Cover des Buches Höllenangst (ISBN: 9783442489695)

Höllenangst

 (7)
Erschienen am 16.09.2019

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Geir Tangen

Cover des Buches Totenfest (ISBN: 9783442486526)
TheaWolf30s avatar

Rezension zu "Totenfest" von Geir Tangen

Wie der Vater, so der Sohn
TheaWolf30vor 4 Monaten

Vorweg gesagt: den ersten Band dieser Reihe von Geir Tangen habe ich nicht gelesen.Dies ist der zweite, und es wurde immer wieder auf die Geschehnisse des ersten Bandes Bezug genommen, wobei jeder Band an sich aber eine abgeschlossene Geschichte ist. Hätte ich gewusst, was den vom Schicksal gebeuteltelten ProtagonistInnen in Teil 1 widerfahren ist, hätte ich Band 2 nicht einmal angeschaut, denn ich kann Thriller mit traumatisierten ERmittlern nicht leiden. 

Norwegen, so begreife ich beim Lesen diverser norwegischer AutorInnen allmählich, ist ein sehr gefährliches Pflaster. Ständig passiert etwas sehr Blutrünstiges. Das Land ist gepflastert von Leichen. Kein Wunder also, dass es so gut wie keinen Ermittler/ keine Ermittlerin gibt, die nicht reif wäre für 10 Jahre Psychotherapie. Die Ermittlerin hier heißt Lotte. In Band 1 wurde ihre Schwester ermordet. In Band 2 ist sie eigentlich dienstunfähig, aber arbeitet trotzdem weiter - zumindest solange, bis sie es übertreibt. Nebenbei lässt sich noch Leichen verschwinden und intensiviert ihr Verhältnis zu Viljar, einem asozialen Journalisten, der in Sachen Kindererziehung eine absolute Niete ist.

Viljar schreibt für eine norwegische Tageszeitung über Mord und Totschlag. Er ist alleinerziehender Vater eines ADHS "Kindes". Alexander ist 17, gewalttätig, ein Ungunstl wie er im Buche steht, aggressiv. So sehr ich mich bemüht habe - etwas Nettes an ihm zu finden, war unmöglich. Er schlägt Frauen, ja, sogar die ERmittlerin Lotte, und bricht ihr fast das Nasenbein. Ein echtes Herzchen also, das von seinem Vater immer wieder entschuldigt wird. Viljar findet sein Verhalten zeitweise sogar witzig und entschuldigt alles mit der ADHS Prognose. Ich kenne auch einige ADHS Kinder und Erwachsene, aber keiner schlägt Leute nieder, seltsam... Insofern war dieser Aspekt beim Lesen doppelt nervig. 

Irgendwann wird aber klar, dass Gewalt bei Vater und Sohn halt in der Familie liegt, und sie ziehen auch die brave biedere kaputte LOtte in ihr seltsames Leben hinein. Damit die SYmpathien doch noch bei den ProtagonistInnen bleiben, hat der Autor schnell noch die norwegische Neonazi-Szene eingebaut - so ein schrecklich böser Feind lenkt von den Defiziten der Hauptpersonen sicherlich ab.

Obgleich der Schreibstil flott und professionell ist, war dieser Thriller für mich einer der schlimmsten und schrecklichsten, der mir untergekommen ist. Der Plot an sich hat mich nicht angesprochen und, wie gesagt, die ProtagonistInnen waren einfach nur furchtbar und gestört.

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Cover des Buches Höllenangst (ISBN: 9783442489695)
mapefues avatar

Rezension zu "Höllenangst" von Geir Tangen

Moderne skandinavische Kriminalliteratur
mapefuevor 2 Jahren

In Haugesund, an der Südwestküste Norwegens lässt ein Serienmörder Alpträume wahr werden. Spannende, nein lustige Befragungsdialoge zwischen den Einwohnern, rau wie die Nordseeküste, und dem Kommissar. Tote bzw. Ermordete reichlich an der Zahl, zweistellig, mit phantasievollen Tötungsmethoden. Verrat, Erniedrigung, Feigheit, Verachtung, Falschheit und Hochmut; ‚Wer sich dieser Sünden schuldig machte, muss mit dem eigenen Tod rechnen‘, sagt der mörderische Rächer.

Der Thriller ist spannend erzählt, flüssig geschrieben voller Überraschungen. Kaum hat der Leser einen neuen Tatverdächtigen, ergibt sich wenig später die nächste unerwartete Wendung und alles scheint wieder ganz anders zu sein. Die Charaktere aller Protagonisten werden detailreich gezeichnet und lassen den Leser tief in ihre Seele blicken, zumindest beim Journalisten Viljar Ravn Gudmundsson und Kommissarin Lotte Skeisvoll  

HÖLLENANGST, der dritte und letzte Teil der Haugesund-Serie. Der Ersteinstieg in den dritten Teil ist völlig problemlos.

Dank an die Leser von Geir Tangen:

… Sie sind allen Klischees begegnet, die in der modernen skandinavischen Kriminalliteratur aufzutreiben sind. Der verlotterte Journalist mit dem guten Herzen, der zynische Chefredakteur, der seine Mitarbeiter jedes Mal zusammenfaltet, wenn sie nicht spuren, die geniale Kommissarin mit zwangsneurotischen Ticks, der verrückte Serienmörder mit dem unglaublichen Auge für komplizierte Plots, der unfähige Kripochef, der immer wieder hinzugeholt wird, um den Fall zu lösen, die kettenrauchende Kriminaltechnikerin mit dem bitter-sauren Blick aufs Leben. Darüber hinaus finden Sie die unwahrscheinlich nahen Verbindungen zwischen Helden und Schurken, die erschreckend schlechte Polizeiarbeit, die enormen Konflikte zwischen Medien und Polizei, die jähen Wendungen, halsbrecherischen Verfolgungsjagden, Entführungen, Schießereien und ein hysterisch konstruiertes Ende, bei dem alles in einem Knall kulminiert… (dem ist nichts hinzuzufügen).

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Cover des Buches Höllenangst (ISBN: 9783442489695)
ginnykatzes avatar

Rezension zu "Höllenangst" von Geir Tangen

„Die Hölle war genau hier – genau jetzt.“
ginnykatzevor 3 Jahren

Als im norwegischen Haugesund eine bestialisch ermordete Frau gefunden wird, steht die Polizeibeamtin Lotte Skeisvoll vor der Aufgabe herauszufinden, wer der Mörder ist und was ihn veranlasst hat, so grausam zu töten? Die Ermordete wurde mit ihrer größten Angst konfrontiert und musste Höllenqualen durchlitten haben.

Dann wird eine zweite Leiche gefunden und nun ist klar, hier treibt ein Serienkiller sein furchtbares Spiel mit seinen Opfern. Wieder ist die größte Angst das Tatmotiv, davon geht Lotte aus und auch ihre Kollegen stimmen ihr zu. 

Die Polizistin Lotte ist aber nicht nur mit dem Fall, sondern auch mit sich selbst, beschäftigt. Will sie wirklich weiter im Polizeidienst bleiben oder soll sie die Wahrheit herausschreien? Sie ist sich selbst im Weg und kann so einfach nicht weitermachen.

Was hat Viljar Ravn Gudmundsson mit Lotte zu tun und warum treffen sie immer wieder aufeinander, ja sie ermitteln sogar teilweise im gleichen Fall? Viljar, er ist gehbehindert und nicht wirklich ein Ermittler, nein er ist Journalist. Leider gehört er nicht zu den besten seiner Zunft und geht oftmals Wege, die gefährlich werden können, dieses Verhalten hat ihm auch die Verletzung an seinem Bein eingebracht.

Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig und dann wird Lotte plötzlich klar, dass sie den Opfern näher ist, als sie das gerne wahrhaben möchte. Dann schlägt der bestialische Mörder erneut zu.

Fazit:

Der Autor Geir Tangen schreibt hier den 3. Fall für Lotte Skeisvoll und Viljar Ravn Gudmundsson. Ich habe die beiden Vorgängerbücher nicht gelesen, was aber nicht zwingend erforderlich ist. 

In „Höllenangst“ werden die Opfer mit ihren größten Ängsten konfrontiert und kommen durch sie um. Diese Atmosphäre bringt der Autor sehr bildlich und detailliert rüber. Es hätte auch gereicht, wenn die grausamen Todesarten nur erwähnt, aber nicht so ausgeschmückt worden wären. Das Blut fließt ja förmlich aus den Seiten. Weniger ist mehr, sage ich jetzt, denn mein Kopfkino schaltete sich sofort ein. 

Der Schreibstil ist leicht und flüssig lesbar, so dass man das Buch eigentlich gar nicht zur Seite legen mag. Ich brauchte aber immer wieder eine Pause, nachdem erneut ein Mord so ausführlich und emotionslos dargestellt wurde, um dann weiter zu lesen. Die Kapitel sind kurz und jeweils mit einer Überschrift versehen, das braucht es auch, denn wir reisen schon ordentlich durch die norwegische Einöde hin und her.

Die Spannung, die von Anfang an hoch ist, bleibt auch fast das ganze Buch über auf diesem Level. Das Ende war mir dann aber ein wenig zu weit hergeholt und hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. So viele unfähige Beamte kann es nicht auf einen Haufen geben und das hat mich dann schon gestört.

Ein Thriller, der an Brutalität kaum zu übertreffen ist. Ich vergebe hier knappe 4 Sterne. Eine Leseempfehlung kommt hier für mich nur für diejenigen Leser, die hartbesaitet sind, alle anderen sollten die Finger davonlassen. Lest aber selbst, denn dies ist ganz allein meine Meinung.

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Geir Tangen wurde am 15. Januar 1970 in Norwegen geboren.

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