Gemma Halliday Deadly Cool

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Inhaltsangabe zu „Deadly Cool“ von Gemma Halliday

Eine kurzweilige Unterhaltung für Fans von Jugendbüchern. Alles nicht ganz neu, aber ich hatte meinen Spaß beim Lesen :)

— tuesdayblind
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  • Rezension zu "Deadly Cool" von Gemma Halliday

    Deadly Cool
    Bissfan

    Bissfan

    12. August 2012 um 15:54

    rezensiert von Shiku _________ Es gibt gewisse Dinge, die will man nicht erfahren, mal abgesehen davon, dass sie gleich gar nicht passieren sollen. Dazu gehört auch, dass einen der eigene Freund betrügt, erst recht wenn es mit der „Keuschheits-Königin“ der Schule geschieht. Aber genau das sind die Gerüchte, die Hartley Featherstone zu Ohren kommen: Josh DuPont, ihr Freund, soll mit Courtney Cline geschlafen haben. Entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, will sie Josh konfrontieren, doch statt ihm findet sie etwas ganz anderes in seinem Zimmer: Courtneys Leiche. Josh, der nun der Hauptverdächtige in einem Mordfall ist, versteckt sich vor der Polizei, bittet aber Hartley um Hilfe. So wütend Hartley auch ist, sie glaubt ihm. Doch wie soll sie seine Unschuld beweisen, zumal einiges gegen ihn spricht? Dennoch ist sie entschlossen, es zu tun, und die Hilfe ihrer besten Freundin Sam und des Herausgebers der Schulzeitung, Chase Erikson, kommt ihr gerade recht. Doch während sie versucht, den wahren Täter zu finden, tut dieser einiges daran, das Geheimnis zu wahren – auch wenn es dafür weitere Leichen geben muss. Herauszufinden, dass der eigene Freund einen betrügt und dann in seinem Zimmer auch noch über eine Leiche zu stolpern, ist schon recht … bescheiden. Aber Hartley Featherstone wäre nicht Hartley Featherstone, wenn sie nicht trotzdem irgendwie die Nerven behalten würde und so wären wir auch schon beim ersten Lob für das Buch: die Charaktere. Noch fehlt es ihnen an wirklicher Tiefe, aber die Grundvoraussetzungen sind gut. Ganz wichtig ist da natürlich die zukünftige Meisterdetektivin, die trotz der Situation ihren Humor beibehält und mit all dem, was sie tut, zeigt, dass auch eine ordentliche Portion Mut in ihr steckt – dass das nicht immer schlau ist, ist dabei gar nicht so schlimm. Sie ist 16 und scheint manchmal gar nicht richtig zu realisieren, in was für einer gefährlichen Situation sie steckt; allerdings ist es auch kaum zu glauben, dass man im Schrank des Freundes (Pardon, Ex-Freundes) über eine Leiche stolpert – wer hätte da keine Probleme, das Ganze korrekt zu verarbeiten und entsprechend zu reagieren? Trotzdem wünsch ich mir für den nächsten Band ein wenig mehr Einsicht, sowohl in ihre Person als auch von ihr. Eine Beschreibung ihres Aussehens wäre eigentlich auch nicht schlecht, denn darüber wird kein einziges Wort verloren, was seltsamerweise nur bei ihrer Figur der Fall ist. Damit alle Mädels sich wunderbar mit ihr identifizieren können, weil Hartley eben nicht eine andere Haarfarbe hat? Ist nicht nötig, Gemma, sowas funktioniert auch, wenn die Protagonistin anders aussieht. Hartleys beste Freundin ist leider eher Beiwerk als ein wirklich wichtiger Faktor in der Geschichte, was man allerdings nicht über Chase sagen kann. Chase … nun, er ist der Bad Boy des Buches, der eigentlich gar nicht bad ist, sondern vielmehr seine ganz eigene Art hat und sich nicht für andere verbiegt oder eben anpasst. Im Gegenteil zu Hart ist er sich sehr der Gefahr bewusst und letztlich war es er, mit dem ich am meisten mitleiden konnte – es kann einen schon mal in die Verzweiflung treiben, wenn man Hart sicher wissen will und ihr Dickkopf alles tut, um das Gegenteil zu erwirken! Zusammen sind die beiden ein wahnsinnig amüsantes Gespann, zwischen dem nicht nur manchmal die Fetzen, sondern oftmals auch die Funken fliegen. Die Chemie zwischen den beiden ist wunderbar und seit langem ist es mal wieder eines dieser Paare, für die ich geschwärmt habe, sobald sich die Charaktere das erste Mal getroffen haben. (Okay, vielleicht war’s auch das zweite Mal.) Letzten Endes sind es genau diese beiden, für die ich den zweiten Band definitiv lesen werde. Was die Geschichte angeht, haben mich der Humor und die eher alltäglicheren Aspekte des Buches vollkommen überzeugt, die Kriminalgeschichte kann das leider nicht ganz von sich behaupten. Ich erwarte von Hartley ganz sicher keine Ermittlungsmethoden à la Sherlock Holmes und der Fall an sich muss auch nicht den Schwierigkeitsgrad des „perfekten Mordes“ besitzen. Zunächst war es ja auch ganz spannend, doch ab einem gewissen Punkt war mir einfach klar, wer der Mörder war. Viele Optionen gab es schließlich nicht und nach kurzem Grübeln über das Motiv, war recht offensichtlich, wer es gewesen sein muss – auch wenn die Details natürlich fehlten. Auch die Frage, ob die Polizei da wirklich nichts machen konnte, bleibt, aber unter gewissen Umständen ist es gar nicht so abwegig. Von daher ließ die Spannung ab einem gewissen Punkt ab und nur diese Momente, in denen Hartley, wie gesagt, nicht die schlausten Entscheidungen trifft, konnten daran ein bisschen was ändern. Besonders zum Schluss legte die Autorin da noch mal eine große Schippe drauf. So war es am Ende ein nicht allzu spannendes, aber wahnsinnig unterhaltsames Buch mit einem Detektivgespann, das selbst mein unromantisches Herz höher schlagen lässt. Hartley und Chase können darauf zählen, dass ich auch beim nächsten Fall wieder mit von der Partie bin – vielleicht tret ich Hartley dabei auch das eine oder andere Mal in den Hintern, aber ich weiß ja, dass sie damit umgehen kann. Fast volle Punktzahl gibt’s für die Charaktere, denen es nur noch an etwas mehr Tiefe fehlt; für kurzen, aber gut unterhaltenden Lesespaß reicht vollkommen aus, was Gemma Halliday mit „Deadly Cool“ zu bieten hat. Die Kriminalgeschichte könnte etwas weniger vorhersehbar sein, aber für den Anfang war das alles doch schon mal nicht schlecht. Allein für die Interaktion zwischen Hartley und Chase lohnt sich das Weiterlesen – wer weiß, vielleicht ergibt sich der Rest auch mit der Zeit.

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  • Rezension zu "Deadly Cool" von Gemma Halliday

    Deadly Cool
    Shiku

    Shiku

    09. August 2012 um 12:26

    Es gibt gewisse Dinge, die will man nicht erfahren, mal abgesehen davon, dass sie gleich gar nicht passieren sollen. Dazu gehört auch, dass einen der eigene Freund betrügt, erst recht wenn es mit der „Keuschheits-Königin“ der Schule geschieht. Aber genau das sind die Gerüchte, die Hartley Featherstone zu Ohren kommen: Josh DuPont, ihr Freund, soll mit Courtney Cline geschlafen haben. Entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, will sie Josh konfrontieren, doch statt ihm findet sie etwas ganz anderes in seinem Zimmer: Courtneys Leiche. Josh, der nun der Hauptverdächtige in einem Mordfall ist, versteckt sich vor der Polizei, bittet aber Hartley um Hilfe. So wütend Hartley auch ist, sie glaubt ihm. Doch wie soll sie seine Unschuld beweisen, zumal einiges gegen ihn spricht? Dennoch ist sie entschlossen, es zu tun, und die Hilfe ihrer besten Freundin Sam und des Herausgebers der Schulzeitung, Chase Erikson, kommt ihr gerade recht. Doch während sie versucht, den wahren Täter zu finden, tut dieser einiges daran, das Geheimnis zu wahren – auch wenn es dafür weitere Leichen geben muss. Herauszufinden, dass der eigene Freund einen betrügt und dann in seinem Zimmer auch noch über eine Leiche zu stolpern, ist schon recht … bescheiden. Aber Hartley Featherstone wäre nicht Hartley Featherstone, wenn sie nicht trotzdem irgendwie die Nerven behalten würde und so wären wir auch schon beim ersten Lob für das Buch: die Charaktere. Noch fehlt es ihnen an wirklicher Tiefe, aber die Grundvoraussetzungen sind gut. Ganz wichtig ist da natürlich die zukünftige Meisterdetektivin, die trotz der Situation ihren Humor beibehält und mit all dem, was sie tut, zeigt, dass auch eine ordentliche Portion Mut in ihr steckt – dass das nicht immer schlau ist, ist dabei gar nicht so schlimm. Sie ist 16 und scheint manchmal gar nicht richtig zu realisieren, in was für einer gefährlichen Situation sie steckt; allerdings ist es auch kaum zu glauben, dass man im Schrank des Freundes (Pardon, Ex-Freundes) über eine Leiche stolpert – wer hätte da keine Probleme, das Ganze korrekt zu verarbeiten und entsprechend zu reagieren? Trotzdem wünsch ich mir für den nächsten Band ein wenig mehr Einsicht, sowohl in ihre Person als auch von ihr. Eine Beschreibung ihres Aussehens wäre eigentlich auch nicht schlecht, denn darüber wird kein einziges Wort verloren, was seltsamerweise nur bei ihrer Figur der Fall ist. Damit alle Mädels sich wunderbar mit ihr identifizieren können, weil Hartley eben nicht eine andere Haarfarbe hat? Ist nicht nötig, Gemma, sowas funktioniert auch, wenn die Protagonistin anders aussieht. Hartleys beste Freundin ist leider eher Beiwerk als ein wirklich wichtiger Faktor in der Geschichte, was man allerdings nicht über Chase sagen kann. Chase … nun, er ist der Bad Boy des Buches, der eigentlich gar nicht bad ist, sondern vielmehr seine ganz eigene Art hat und sich nicht für andere verbiegt oder eben anpasst. Im Gegenteil zu Hart ist er sich sehr der Gefahr bewusst und letztlich war es er, mit dem ich am meisten mitleiden konnte – es kann einen schon mal in die Verzweiflung treiben, wenn man Hart sicher wissen will und ihr Dickkopf alles tut, um das Gegenteil zu erwirken! Zusammen sind die beiden ein wahnsinnig amüsantes Gespann, zwischen dem nicht nur manchmal die Fetzen, sondern oftmals auch die Funken fliegen. Die Chemie zwischen den beiden ist wunderbar und seit langem ist es mal wieder eines dieser Paare, für die ich geschwärmt habe, sobald sich die Charaktere das erste Mal getroffen haben. (Okay, vielleicht war’s auch das zweite Mal.) Letzten Endes sind es genau diese beiden, für die ich den zweiten Band definitiv lesen werde. Was die Geschichte angeht, haben mich der Humor und die eher alltäglicheren Aspekte des Buches vollkommen überzeugt, die Kriminalgeschichte kann das leider nicht ganz von sich behaupten. Ich erwarte von Hartley ganz sicher keine Ermittlungsmethoden à la Sherlock Holmes und der Fall an sich muss auch nicht den Schwierigkeitsgrad des „perfekten Mordes“ besitzen. Zunächst war es ja auch ganz spannend, doch ab einem gewissen Punkt war mir einfach klar, wer der Mörder war. Viele Optionen gab es schließlich nicht und nach kurzem Grübeln über das Motiv, war recht offensichtlich, wer es gewesen sein muss – auch wenn die Details natürlich fehlten. Auch die Frage, ob die Polizei da wirklich nichts machen konnte, bleibt, aber unter gewissen Umständen ist es gar nicht so abwegig. Von daher ließ die Spannung ab einem gewissen Punkt ab und nur diese Momente, in denen Hartley, wie gesagt, nicht die schlausten Entscheidungen trifft, konnten daran ein bisschen was ändern. Besonders zum Schluss legte die Autorin da noch mal eine große Schippe drauf. So war es am Ende ein nicht allzu spannendes, aber wahnsinnig unterhaltsames Buch mit einem Detektivgespann, das selbst mein unromantisches Herz höher schlagen lässt. Hartley und Chase können darauf zählen, dass ich auch beim nächsten Fall wieder mit von der Partie bin – vielleicht tret ich Hartley dabei auch das eine oder andere Mal in den Hintern, aber ich weiß ja, dass sie damit umgehen kann. Fast volle Punktzahl gibt’s für die Charaktere, denen es nur noch an etwas mehr Tiefe fehlt; für kurzen, aber gut unterhaltenden Lesespaß reicht vollkommen aus, was Gemma Halliday mit „Deadly Cool“ zu bieten hat. Die Kriminalgeschichte könnte etwas weniger vorhersehbar sein, aber für den Anfang war das alles doch schon mal nicht schlecht. Allein für die Interaktion zwischen Hartley und Chase lohnt sich das Weiterlesen – wer weiß, vielleicht ergibt sich der Rest auch mit der Zeit.

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