Es war einmal … Schon wieder? Wie geht man mit langweiligen Märchen um? Man übersetzt sie ins 21. Jahrhundert in einer neuen frechen Version. So schreibt Petra Piuk hier eine wundervoll lustige Geschichte über die verrückte Froschwelt und das große Thema Freundschaft. Nebenbei erfährt man einiges über Frösche und wie man sie schützt und Naturschützer wird. Quak.
Das Buch ist im stabil broschierten haptisch hochwertigen Hardcover herausgegeben. Auf der Vorderseite glänzen eine gestanzte goldene Krone und ein goldener Teil vom Fußball. Palacio Gemma malt dazu wunderbar großzügige Bilder mit wenigen Pinselstrichen und hauptsächlich grün-weiß-schwarzen Tönen. In Jessicas Freundschaftsbuch in der Mitte schleichen sich dann weitere Farben hinein. Dazu gibt es ein wundervolles Würfelspiel als Plakat – Das Große Froschhüpfen, bei dem der mit den kleinsten Froschzehen anfängt. Zum Abschluss gibt es Gos und NoGos mit Fröschen und ein richtiges Froschquiz für Froschexpert/-innen. Das Buch ist ab sechs Jahre geeignet und enthält ausreichend Text für drei bis vier kurze Leseabende.
Es beginnt mit einem Freundschaftsbucheintrag: Jessica König mag keine Königstochter sein und spielt gern Fußball. Sie mag einmal Profispielerin beim FC St. Pauli werden und ihre Lieblingstiere sind Totenkopfäffchen, weiße Kaninchen und Frösche.
Darauf folgt eine Seite, wo sich der/die Besitzer/-in des Buchs selbst wie in einem Freundschaftsbuch eintragen kann.
Kurz wird das klassische Märchen verkürzt nacherzählt und sofort stoppt Jessica die Erzählung. Sie mag lieber ein Nicht-Märchen ohne „Es war einmal…“ und „Wenn sie nicht gestorben sind…“ hören.
Also startet die Geschichte mit „Es ist.“ Die Geschichte spielt heute im 21. Jahrhundert. Am Sonntag, dem 28. April – Save the Frogs Day- im Schloss – äh in der Zweizimmerwohnung.
Jessicas Geschwister Jana und Jonas spielen mit einem Plastikfrosch – einem Pfeilgiftfrosch und wollen nicht mit ihr Fußball spielen. Also geht sie allein in den Park. Ihre Kleidung ist schnell voller Matsch. Sie weint und zieht den Rotz hoch. Da trifft Sie auf den Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel des Froschkönigs, Josch den Frosch. Quakerlaquak, er glaubt selbst nicht an Märchen und dieses Prinzen-Tamtam. „Keine Märchenfigur wollte je einen Prinzen heiraten. Aschenputtel wollte zeitgenössischen Tanz studieren und am Broadway tanzen. Schneewittchen wollte als erst auf den Mount Everest und dann hat sie der Prinz entführt.“ „Die Königstochter wollte Goldschmiedin werden mit Ohrringen und Nasenpiercings.“
Jessica mag den Frosch und gemeinsam spielen Sie Fußball. Er spielt Stürmerin Asisat Oshoala vom FC Barcelona. Er schreibt in ihr Freunschaftsbuch und er mag Moor-Blubber-Partys. Was ist das denn? Was Frösche und Unken aus aller Welt da machen erklärt er ihr im Buch und verwandelt sie in einen Frosch. Quak. Quak.
Sie hüpfen zu so einer Party, wo Katja aka DJ Frog Queen auflegt. Plitsch Platsch.
Vielleicht war das mit dem Nicht-Märchen ja doch eine bescheuerte Idee? Im Märchen schmeckt es besser als Kakerlaken mit Würmer- und Madensoße. Da gibt’s im königlichen Speisesaal Pommes mit Ketchup und Mayo.
Was Fashionistas, Very Important Frogs, Frog’n’Roll und vieles mehr ist erfahrt ihr in der froschigen Geschichte. Füllt sich Jessicas Freundschaftsbuch?
Was ist besser: Froschsein oder Menschsein? Highfive. High Ten. Faustcheck und Abklatschen. Wer ist Jimmy und Josch, ist der wirklich ein Frosch?
Bloß gut, dass man am Ende nochmal ein bisschen Biologie und Frosch-Metamorphose bekommt.
Und Gos und No Gos im Umgang mit Fröschen. Also nicht gegen die Wand klatschen und küssen. Klar?! So wirst du zum King jeder Moor-Blubber-Party.
5 Teichrosen für dieses freche und fantastische Frosch-Märchen – äh Nicht-Märchen – oder doch?!!
Lesezeit, Wissen, Spiel und Spaß.
Quakologisch Frosch! Fallen dir noch mehr Namen mit J ein? Verrückt.