Gengoroh Tagame

 4,6 Sterne bei 54 Bewertungen
Autor von Der Mann meines Bruders 1, Der Mann meines Bruders 2 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Gengoroh Tagame

Der studierte Grafiker kam schon 1982 zum Manga zeichnen. In „Der Mann meines Bruders“ war es ihm als offen lebender Homosexueller ein Bedürfnis, seine Mitbürger für die Rechte von Schwulen und Lesen zu sensibilisieren. Dies ist seine erste All-Age-Serie, die einem breiten Publikum bekannt wurde.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gengoroh Tagame

Cover des Buches Der Mann meines Bruders 1 (ISBN: 9783551760128)

Der Mann meines Bruders 1

 (17)
Erschienen am 29.01.2019
Cover des Buches Der Mann meines Bruders 2 (ISBN: 9783551760135)

Der Mann meines Bruders 2

 (10)
Erschienen am 30.04.2019
Cover des Buches Der Mann meines Bruders 3 (ISBN: 9783551760142)

Der Mann meines Bruders 3

 (8)
Erschienen am 30.07.2019
Cover des Buches Unsere Farben 1 (ISBN: 9783551767462)

Unsere Farben 1

 (7)
Erschienen am 29.09.2020
Cover des Buches Der Mann meines Bruders 4 (ISBN: 9783551760159)

Der Mann meines Bruders 4

 (6)
Erschienen am 26.11.2019
Cover des Buches Unsere Farben 2 (ISBN: 9783551767479)

Unsere Farben 2

 (2)
Erschienen am 22.12.2020
Cover des Buches Unsere Farben 3 (ISBN: 9783551767486)

Unsere Farben 3

 (1)
Erschienen am 01.06.2021
Cover des Buches Endless Game (ISBN: 9783867876414)

Endless Game

 (1)
Erschienen am 01.12.2013

Neue Rezensionen zu Gengoroh Tagame

Cover des Buches Unsere Farben 1 (ISBN: 9783551767462)Angelsammys avatar

Rezension zu "Unsere Farben 1" von Gengoroh Tagame

Mit dem Klandestinen brechen?
Angelsammyvor 10 Monaten

Sora Itoda, ein japanischer Teenager und Schüler ist klandestin schwul. Noch niemandem hat er es gesagt, nicht einmal seiner besten Freundin seit dem Sandkasten, Nao Toda. 

Er ist ein sensibler Künstler und heimlich in den Mitschüler Kenta Yoshioka verliebt, der Baseball spielt. 

Seine Mitschüler reißen blöde, homophobe Witze und Sora sieht sich darin bestätigt, sich nicht zu outen. Sogar Kenta macht da mit. 

Dieser Widerspruch zerreißt ihn. Einerseits ist er nett und fürsorglich zu ihm und dann so etwas. 

Er schwänzt ein paar Mal die Schule, weil er sonst das Gefühl hat, zu ersticken. 

Als er auf einer Mauer beim Meer schläft, gesteht ihm ein wesentlich älterer Mann, daß er ihn gern habe. 

Irritiert, ob er das nur geträumt habe, folgt er ihm zu einem Café, seinem Café. Shiro. Hier lernt er wichtige Lektionen fürs Leben ...

Wie sehr sich Sora wünscht, "normal" zu sein. Dabei ist er es doch. Nur die anderen, die ihn nicht so annehmen würden, wie er ist, sind anormal. Homophobie ist anormal und sät Hass. 

Seine Melancholie und seine grenzenlose Einsamkeit sind hervorragend dargestellt. Woher soll er erkennen, wer schwul ist? Shiro ist der erste überhaupt, der ihn verstehen kann. In dessen Café kann er frei und unbekümmert er selbst sein. 

Was ist selbstverständlich, normativ, was nicht normal? Wer sind wir, darüber zu richten? Wer ist dennoch tut, ist selbstgerecht. Was nicht eindeutig kriminell ist ( wie zum Beispiel Pädophilie und Vergewaltigung ) und im gegenseitigen Einvernehmen geschieht, geht keinen etwas an. 

Weder die Doppelmoralisten der Amtskirche, noch den Gesetzgeber, noch die Justiz, basta! 

Gengoroh Tagame, ist ein Mangaka und Gay Erotic Artist. 1964 geboren. Er engagiert sich in seinen Werken sehr für die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Beziehungen und das gelingt ihm exzellent. 

Berührend, tiefgründig, mit authentischen Protagonisten und nachvollziehbaren Seelennöten und emotional bewegend!  

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Cover des Buches Unsere Farben 2 (ISBN: 9783551767479)monerls avatar

Rezension zu "Unsere Farben 2" von Gengoroh Tagame

Gelungene Fortsetzung!
monerlvor 2 Jahren

Meine Meinung:
Im zweiten Teil vertieft sich die schöne Freundschaft zwischen Nao und Sora, doch Nao muss Soras Coming-out erst einmal verarbeiten. Sie untersucht ihre Gefühle. War sie nicht doch ein kleines Bisschen in Sora verliebt? Hatte sie sich nicht ein wenig Hoffnung auf eine Beziehung gemacht? Soras Homosexualität bleibt ein Geheimnis zwischen ihm und Nao. Doch es wird immer schwieriger mit dem Umfeld, das davon nichts ahnt.

Sora hadert mit seinen Gefühlen zu Yoshioka und fragt sich, ober er mit ihm immer noch so gut befreundet wäre, wenn Yoshioka über Sora Bescheid wüsste. Dagegen gerät Nao in einen Konflikt mit ihrer Freundin Mizuki, die weiß, dass Nao und Sora ein Geheimnis haben, das Nao ihr aber nicht verraten darf/kann.

Café-Besitzer Shiro öffnet sich Sora gegenüber ein bisschen und erzählt ihm von seiner Vergangenheit und was er bereut.

Dieser zweite Teil thematisiert deutlich mehr die Probleme, die es geben kann, wenn man sich anderen gegenüber outet oder nicht. Auf was es alles ankommt und dass persönliche Umstände betrachtet werden müssen, dass jede*r Betroffene seinen*ihren eigenen Weg finden muss. Und dann tritt Shiros Vergangenheit wieder in sein Leben und Sora und Nao sind Zeugen des Auftritts und ziemlich verwirrt.

Zur Buchgestaltung und Zeichenstil:
Dies ist eine sehr schöne Manga-Reihe. Sie wird nach der japanischen Leserichtung von hinten nach vorne gelesen. Wer das nicht weiß, wird auf der ersten Seite darüber aufgeklärt, dass man zum vermeintlichen „Ende“ blättern soll und dass dort die Geschichte beginnt. Das Cover ist in Farbe, der Rest schwarz-weiß.

Der Zeichenstil des Mangaka gefällt mir ausgesprochen gut! Seine Zeichnungen sind klar und schlicht, und er schafft es sehr gut Gefühle in den Gesichtern der Charaktere zum Ausdruck zu bringen.

Dieses „Maske aufsetzen“, wenn Sora sich verstellt, setzt er wortwörtlich zeichnerisch um, was ich wirklich genial finde!

Die einzelnen Panels sind unterschiedlich groß und die Seiten werden durch unterschiedlich viele Panels gestaltet. Von einem Panel bis zu sechs ist alles vertreten. Somit gibt es genug Abwechslung für die Augen.

                                              

Fazit

Diese ersten Beiden Teile der Trilogie sind sehr gelungen. Sie veranschaulichen punktuell sehr gut, wie es betroffenen Jugendlichen ergehen kann und wie man als heterosexueller Mensch auf sich und andere achten soll und sensibler werden und reagieren kann. Ich hoffe, dass der letzte Band dieser Trilogie einen krönenden Abschluss verleihen wird. Absolute Kauf- und Leseempfehlung!

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Cover des Buches Unsere Farben 1 (ISBN: 9783551767462)monerls avatar

Rezension zu "Unsere Farben 1" von Gengoroh Tagame

Coming-of-Age Story
monerlvor 2 Jahren

Meine Meinung:
Wir lernen Sora kennen, der selbst weiß, dass er homosexuell ist, doch vor seinem Umfeld hält er es geheim. Dies führt immer wieder zu unangenehmen Situationen für ihn. In seiner Klasse lachen seine Klassenkameraden über homosexuelle Männer und ekeln sich vor ihnen. Er will nicht mitlachen, muss dennoch eine „Maske aufsetzen“ und so tun, als wäre er einer von ihnen. Doch er fühlt sich dabei schrecklich, sein eigentliches Ich so zu verleugnen.

Trotz der Kürze der Story, die natürlich auch dem Manga geschuldet ist, bringt Gengoroh Tagame Leser*innen dazu zu erkennen, was dieses Versteckspiel für den Protagonisten bedeutet. Es hat Auswirkungen auf seine Beziehung zur Mutter, zu Freunden und zu Menschen, die er neu kennenlernt. Heterosexuelle Leser*innen bekommen einen ersten Eindruck, wie sich das Leben eines*r Jugendlichen anfühlt, der*die ihr Coming-out noch nicht hatten. Sehr deutlich wird, wie sehr Sora einen Rückzugsort, wie das neu entdeckte Café, vermisst hat, wo er so sein kann, wie er wirklich ist und nicht aufpassen muss wie er sich gibt und was er sagt.

Der zweite Handlungsstrang erzählt die Geschichte des homosexuellen Café-Besitzers, dem Sora zufällig begegnet, sich mit ihm anfreundet und der der offen zu seiner Homosexualität steht. Doch seine Vergangenheit birgt ebenso Geheihmnisse. Wie viel wird er Sora aus seiner Vergangenheit erzählen? Wie war sein Coming-out? War es freiwillig oder wurde er goutet?

Zur Buchgestaltung und Zeichenstil:
Dies ist eine sehr schöne Manga-Reihe. Sie wird nach der japanischen Leserichtung von hinten nach vorne gelesen. Wer das nicht weiß, wird auf der ersten Seite darüber aufgeklärt, dass man zum vermeintlichen „Ende“ blättern soll und dass dort die Geschichte beginnt. Das Cover ist in Farbe, der Rest schwarz-weiß.

Der Zeichenstil des Mangaka gefällt mir ausgesprochen gut! Seine Zeichnungen sind klar und schlicht, und er schafft es sehr gut Gefühle in den Gesichtern der Charaktere zum Ausdruck zu bringen.

Dieses „Maske aufsetzen“, wenn Sora sich verstellt, setzt er wortwörtlich zeichnerisch um, was ich wirklich genial finde!

Die einzelnen Panels sind unterschiedlich groß und die Seiten werden durch unterschiedlich viele Panels gestaltet. Von einem Panel bis zu sechs ist alles vertreten. Somit gibt es genug Abwechslung für die Augen.

                                              

Fazit

Diese ersten Beiden Teile der Trilogie sind sehr gelungen. Sie veranschaulichen punktuell sehr gut, wie es betroffenen Jugendlichen ergehen kann und wie man als heterosexueller Mensch auf sich und andere achten soll und sensibler werden und reagieren kann. Ich hoffe, dass der letzte Band dieser Trilogie einen krönenden Abschluss verleihen wird. Absolute Kauf- und Leseempfehlung!


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