Genki Kawamura

 4 Sterne bei 254 Bewertungen
Autorenbild von Genki Kawamura (©Privat)

Lebenslauf

Made in Japan: Der 1979 in Yokohama geborene japanische Filmproduzent hat mit seinem ersten Roman „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“, der in Deutschland 2018 erschien, einen internationalen Bestseller geschaffen, der 2016 in Japan verfilmt wurde. Vor seiner Karriere als Schriftsteller und erfolgreicher Filmproduzent mit Produktionen wie „Your Name. - Gestern, heute und für immer“ (2016), „Geständnisse" (2010) und „Ame & Yuki - Die Wolfskinder“ (2012), hat der Schriftsteller Journalismus in Tokio studiert.

Alle Bücher von Genki Kawamura

Cover des Buches Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden (ISBN: 9783570103357)

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

(217)
Erschienen am 23.04.2018
Cover des Buches If Cats Disappeared From The World (ISBN: 9781509889174)

If Cats Disappeared From The World

(20)
Erschienen am 20.09.2018

Neue Rezensionen zu Genki Kawamura

Cover des Buches Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden (ISBN: 9783570103357)
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Rezension zu "Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden" von Genki Kawamura

bookish_jessi
Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden...

„Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ von Genki Kawamura ist ein tiefgründiges, berührendes und zugleich humorvolles Buch, das den Leser auf eine philosophische Reise mitnimmt. Der Autor schafft es meisterhaft, tiefgreifende Fragen über das Leben, den Tod und den Sinn des Daseins auf eine zugängliche und einfühlsame Weise zu behandeln. Die Geschichte folgt einem Mann, der in seiner letzten Phase des Lebens auf unerwartete Weise mit seiner eigenen Endlichkeit konfrontiert wird. Die Entscheidung, dass etwas in der Welt verschwinden muss, damit er mehr Zeit hat, stellt sich als eine faszinierende, aber auch sehr emotionale Metapher für die Dinge, die wir oft als selbstverständlich betrachten.


Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie Kawamura den Leser sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregt. Die Katze, die als eine der entscheidenden „Verschwindenden“ vorgestellt wird, spielt nicht nur eine symbolische Rolle, sondern steht auch für die Dinge, die uns lieb und wichtig sind, selbst wenn wir sie manchmal für selbstverständlich halten.


Der Schreibstil ist schlicht und klar, aber voller Wärme und subtiler Weisheit. „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Literatur dazu in der Lage ist, komplexe Emotionen und existenzielle Themen auf eine ansprechende und gleichzeitig tief berührende Weise zu behandeln.


Insgesamt ist dieses Buch eine Einladung, über das Leben nachzudenken, die schönen und schmerzhaften Momente zu schätzen und vor allem, die Dinge, die uns wirklich am Herzen liegen, nicht als selbstverständlich zu betrachten. Ein echtes Leseerlebnis, das noch lange nachhallt.

Mieser Pakt

Ein junger Mann hat einen Gehirntumor und nur noch kurz zu leben. Der Teufel höchstpersönlich erscheint in Gestalt seines Doppelgängers im Hawaii-Hemds und bietet ihm einen Deal an: Eine Sache verschwindet von der Welt, dafür darf er einen Tag länger leben. Erst alle Telefone, dann die Filme, dann die Uhren. Weißkohl, seine Katze wäre als nächstes auf dem Plan, mit den restlichen ihrer Art …


Was für eine schöne Grundidee, sie hat mich ebenso wie der Titel sehr angesprochen. Aber, die Umsetzung empfand ich doch streckenweise recht enttäuschend. So wird über die konkreten Auswirkungen der Verschwindens nur schwammig und unklar gesprochen. Die Handys verschwinden, aber ihre Nummern auf Werbeschildern bleiben? Verschwindet ohne Uhren auch das Zeitgefühl? Es wird stattdessen eher philosophiert über den Sinn und Zweck der Sachen, die verschwinden und ob ihre Abstinenz einen wirklichen Verlust darstellt.


Abgesehen davon regt die Geschichte zum Nachdenken über den Sinn des eigenen Lebens an und über Vergeudung von Lebenszeit.


Jan Katzenberger (wie passend bei dem Titel) liest überraschend holprig und manchmal zu hektisch für meinen Geschmack. Es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit gerade etwas über 3 Stunden.


Fazit: nicht ganz ausgereift, aber trotzdem irgendwie hörenswert

Cover des Buches If Cats Disappeared From The World (ISBN: 9781509889174)
Orishas avatar

Rezension zu "If Cats Disappeared From The World" von Genki Kawamura

Orisha
In order to gain something, you have to loose something

Ein junger Mann erfährt, dass er bald sterben muss. Er ist geschockt und paktiert mit dem Teufel, um noch ein bisschen länger leben zu können. Dafür muss er nur jeden Tag eine Sache aus der Welt verschwinden lassen, um dann einen Tag mehr auf Erden zu erhalten. Gesagt getan und der junge Mann beginnt munter einige Dinge verschwinden zu lassen. Gleichzeitig sucht er alte Freunde und Bekannte auf, eine alte Liebe, verbringt Zeit mit seinem Kater und beginnt nach und nach auf sein Leben und seine Familie zurückzublicken.

Was sicher als philosophisches Buch auf das Leben und seinen Wert gemeint war, ist ein Buch, dass mir irgendwie zu seicht daherkommt. Zum einen reflektiert der Hauptprotagonist erstaunlich wenig über die Dinge, die er verschwinden lässt. Wägt kaum Vor- und Nachteile des Verschwindens ab und er nimmt insbesondere denen, die ihm am nächsten stehen, ihre Freude und ihren Lebensmittelpunkt. Und hier habe ich ein ums andere Mal gedacht, was für ein Mensch tut sowas. Sicher kann man über den Mehrwehrt von bestimmten Dingen auf der Welt unterschiedlicher Meinung sein, aber Dinge haben eben immer zwei Seiten, sind nie nur gut oder nie nur schlecht. Und diese Abwägung fehlt mir komplett. Zum anderen hat mir das Ende einfach nicht gefallen, zu viel Pathos, zu viel "ich ändere nochmal alles" und das eigentliche Ende fehlt irgendwie und das fand ich schade.

Kurzum: Nicht so ganz meins, viel zu oberflächlich, wenn auch eine hübsche Idee und mit einem Ende, das ein wenig vorhersehbar war und dann eben doch nicht so richtig, das Ende war, das das Buch am Anfang verspricht.


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