Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

von Genki Kawamura 
4,1 Sterne bei100 Bewertungen
Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden
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Positiv (77):
Äxls avatar

Und der Teufel sagte, er wolle nun alle Katzen von der Welt verschwinden lassen. 🐾

Kritisch (9):
EmilyTodds avatar

Zog sich wie Kaugummi

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Inhaltsangabe zu "Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden"

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes ...
Genki Kawamura stellt in seinem Roman, von dem in Japan über eine Millionen Exemplare verkauft worden sind, die einfache Frage: Was macht ein gutes und erfülltes Leben aus?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570103357
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:C. Bertelsmann
Erscheinungsdatum:23.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.07.2018 bei steinbach sprechende bücher erschienen.

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    Vanessa-v8s avatar
    Vanessa-v8vor 2 Tagen
    Leider enttäuscht

    Allgemeine Infos Titel: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden Autor: Genki Kawamura Verlag: C. Bertelsmann Seiten: 192 Preis: 18,00€ Worum geht's? Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes... Meine Meinung Seit der Erscheinung sieht man dieses Buch auf dem Bücherforum, Bücherblog, Bookstagram, Booktube... Ganz Deutschland feiert Genki Kawamura. Und ich finde diesen Hype Mal wieder nicht berechtigt.. Das Zitat auf dem Buchrücken ließ mich Gutes erwarten: "Wie wäre es wohl, wenn alle Katzen von der Welt verschwänden?Wie würde sie sich verändern? Wie würde sich mein Leben verändern? Und wenn ich auf einmal von der Welt verschwände? Würde wie immer ein neuer Morgen anbrechen, ohne das auf der Welt sich etwas verändert hätte?". Das klingt nach sehr poetischen und philosophischen Gedanken. Und der Protagonist fragt sich auch immer wieder, wie es wäre, ohne dies und jenes zu leben, allerdings gehen seine Antworten und Entschlüsse selten darüber hinaus, dass die Menschen glücklicher ohne diese Sache wären. Dabei vergisst er, die Frage auf andere zu beziehen. Nur weil er ohne Uhr glücklicher ist, heißt es doch nicht, dass andere das auch sind. Das geht bei jedem Ding, das er verschwinden lässt, so weiter. Nur als der Teufel die Katzen verschwinden lassen möchte, hält er plötzlich inne. Und ich, als Leser, frage mich, warum gerade die Katzen? Der Protagonist erwähnt häufiger, dass die Katzen nicht uns, sondern wir sie brauchen. Aber brauchen wir, die hektische und erfolgsorientierte Gesellschaft die wir heute sind, nicht genauso die Telefone, Zeit und Filme? Was unterscheidet sie? Was macht das Leben mit Katzen mehr lebenswert? Und warum fragt sich der Protagonist nicht solche Sachen? Es war doch so viel Potenzial für philosophische Gespräche da. Zumindest lässt dieses Fehlen den Leser viel Platz für eigene Überlegungen. Trotzdem muss ich den Autor für seinen guten, bildlichen Schreibstil und die schöne, leichte Atmosphäre des Buches loben. Und auch die Charaktere waren allesamt sehr liebenswürdig und glaubhaft dargestellt. Es machte Spaß mit dem Protagonisten (dessen Namen wir komischerweise nie erfahren haben) seine letzten Tage zu erleben und die halbklassigen Witze des Teufels in Haiwaiihemden anzuhören (>>Doch, doch, er wird schon wieder normal, irgendwann. Ganz bestimmt. Gott weiß, wann ... Ich weiß es jedenfalls nicht. Ich bin ja nicht Gott ... nur der Teufel.<<) Fazit Leider fehlte mir in diesem Buch entgegen meiner Erwartungen die Philosophie und die Poetik. Die Engstirnigkeit und der Egoismus des Protagonisten nahm mir teilweise den Spaß am Lesen. Als kurzer Familienroman mit philosophischen Ansätzen sollte es sich jedoch gut lesen lassen.

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    B
    buechertraeumevor 7 Tagen
    Eine tolle Geschichte

    Melancholisch, traurig und einfach schön. Mit Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden hat Genki Kawamura einen Roman erschaffen, der zum Nachdenken über das Leben, den Tod und die wirklich wichtigen Dinge anregt.

    First things first: Schon das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker! Mir gefallen die Farben und die Gestaltung, auch wenn ich bei diesem Titel und auch nach dem Lesen der Story etwas anderes erwartet hätte.

    Die Geschichte über den jungen Briefträger und die zwei Katzen, die sein Leben geprägt haben, die Krankheit seiner Mutter und das zerüttete Verhältnis zum Vater hat mich zum Lachen gebracht und zu Tränen gerührt. Vor allem Letzteres schaffen nicht viele Bücher. Ich habe mich oft gefragt, was ich wohl tun würde. Was würde ich alles verschwinden lassen? Würde ich zulassen, dass der Teufel alle Katzen ausradiert, nur damit ich einen Tag länger leben kann? Wie wäre eine Welt ohne sie? Oder ohne mich? Genau das ist es, was dieses Buch für mich so wunderbar macht. Man kommt nicht umhin über sein eigenes Leben nachzudenken und sich mehr auf die kleinen Glücksmomente zu konzentrieren.

    Getragen wird die Geschichte auch von Kawamuras Schreibstil. Der Japaner wechselt immer im richtigen Moment von lockerer zu ernster Stimmung und versteht es den Leser teilhaben zu lassen. Man erkennt sich in dem jungen Briefträger wieder. Er ist unzufrieden, denn statt seine Träume auszuleben, tut er was vernünftig ist.Trotz vieler trauriger Momente gelingt es Kawamura immer wieder Humor in die Geschichte zu bringen. Die Katzen zum Beispiel heißen Eissalat und Weißkohl und der Teufel trägt ein buntes Hawaii-Hemd.

    Außerdem hat mir die Aufteilung des Buches sehr gut gefallen: Jeder Tag bekommt ein einzelnes Kapitel. Das gibt dem Buch Struktur und man zählt mit, fiebert mit, um jeden einzelnen Tag, der dem Briefträger noch bleibt. Und bei jedem Ding, das verschwindet, fragt man sich wieder: Wie würde mein Leben ohne Telefone, Filme, Handys oder Katzen aussehen?

    Das Buch ist mit 180 Seiten recht kurz, allerdings finde ich das angemessen. Wenn der Tod naht und jede Sekunde kostbar wird, bleibt keine Zeit für einen Roman mit Anna Karenina-Ausmaßen.

    Was mich ein kleines bisschen stört, ist das offene Ende, aber das ist ein subjektiver Eindruck, denn ich bevorzuge abgeschlossene Geschichten. Deswegen muss ich zugeben, dass es an dieser Stelle passt. So sehr es mich auch interessiert, ob es Weißkohl (dem Kater des Briefträgers) gut geht oder ob der Protagonist sein letztes Ziel erreicht hat, ein offenes Ende steht diesem Buch besser als eine Geschichte, die zu Ende erzählt ist. Denn wenn der Tod so plötzlich vor der Tür steht wie bei Kawamuras Briefträger, dann ist die Geschichte eines Menschen in der Regel auch noch nicht zu Ende erzählt.

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    E
    Elisabeth_Kahlevor 16 Tagen
    Herzzerreißend und so traurig

    192 Seiten und ich bin traurig. Anders kann ich dieses Buch nicht beschreiben.

    Kein Happy End und eigentlich sehr traurig.

    Was ist in unserem Leben wichtig? Auf was würdest du verzichten um noch einen Tag länger leben zu können?

    Diese Fragen muss sich ein einfacher Postbote stellen , der erfahren hat das er einen Tumor hat.

    Ein sehr emotionales Buch,  was auf erstaunliche Weise auch die Phasen des Todes beschreibt. Von nicht wahr haben wollen über verhandeln bis hin zur Akzeptanz. 

    Sehr eindrucksvoll werden wir als Menschen beschrieben wie wir eben alle sind. Jeder würde es so machen wie der Postbote, würden wir uns am Ende aber auch so entscheiden wie er?

    Ein Buch das zum Nachdenken anregen und mich auch zu Tränen gerührt hat.

    Ich empfehle es definitiv zu lesen, wenn man damit klar kommt das auch der Teufel und Gott drin vorkommen.

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    esb07s avatar
    esb07vor 17 Tagen
    Was wäre...?

    „Um etwas zu bekommen, muss man auf etwas anderes verzichten.“

    Ein dreißig jährige Briefträger erfährt aus heiterem Himmel, dass er Hirntumor hat und schon bald sterben müsste. Als er nach Hause kam erwartet ihn sein Doppelgänger, gekleidet mit Hawaiihemd, Sonnenbrille auf dem Stirn, der Teufel höchstpersönlich! Der Teufel macht ihm ein Angebot: Für jeden Tag, den er leben möchte, muss eine Sache von dem Welt Verschwinden. Der Briefträger willigt ein und schon nächsten Tag verschwinden alle Telefone, am zweiten Tag die Filme und am dritten Tag alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, entscheidet der Briefträger da gegen und macht etwas bemerkenswertes!


    Klingt skurril? Das ist es auch! Allein das Cover und der Titel ist anders, was mich sofort angesprochen hat. Der Autor hat eine Story erschaffen, der von ersten Seiten an mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr los gelassen hat. Der Namenlosen Protagonist, der Teufel im Hawaiihemd und der Weißkohl haben die mich oft zum schmunzeln gebracht. Aber viele fragen „Wie wäre es wohl wenn alle Uhren von Welt verschwinden?“ hat mich sehr zum nachdenken gebracht. Durch den ruhigen Erzählstil und die bildhaften Sprache wirkt die Geschichte wie ein Märchen und schon fliegt man über die 190 Seiten hin weg. Besonders hat es mir die Botschaften hinter der Geschichte sehr gut gefallen. Brauchen wir wirklich die Telefone? Was macht die Digitalisierung mit menschlichen Gefühle? Wie viel Wert schätzen wir gegenüber andere?

    Eine gut gelungene Geschichte; die zum nachdenken anregt und fassungslos zurück lässt. Sehr empfehlenswert!




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    Jessy36s avatar
    Jessy36vor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Roman, der einem zum Nachdenken bringt.
    Ein kurzer aber wunderschöner Roman

    Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden von Genki Kawamura hat mir wahnsinnig gut gefallen. Aufgefallen ist mir das Buch wegen dem Titel und dem schlichten aber wunderschönem Cover.
    Ich liebe Katzen über alles und kann mir kein Leben ohne Katzen vorstellen. Ich musste diesen Roman also unbedingt lesen.

    Inhalt (Klappentext)
    Aus heiterem Himmel erfährt ein junger Briefträger, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Der Teufel bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes......

    Genki Kawamura`s Schreibstil ist einfach gehalten und man kann die 190 Seiten in einem Rutsch durchlesen. Mir hat die Geschichte ganz gut gefallen, vorallem regt die Geschichte zum Nachdenken an. Was ist einem im Leben wichtig und auf was kann man absolut nicht verzichten. Obwohl es um ein ernstes Thema geht ist der Schreibstil sehr locker und witzig.

    Ich habe dem Buch 4 Sterne gegeben, da mir das Ende nicht ganz so gut gefallen hat. Die Geschichte hat mich zum lachen, weinen und zum Nachdenken gebracht. Daher meine absolute Leseempfehlung.

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    kimmysbookjournals avatar
    kimmysbookjournalvor einem Monat
    Was ist im Leben lebenswert?

    Ich kannte den Autor von diesem Buch nicht, aber dennoch ist mir das Buch, welches ich das erste Mal auf Instagram gesehen habe, nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Zum einen liegt es an dem schön gestalteten Cover, zum anderen aber auch an dem Titel. Solch einen Titel liest und hört man definitiv nicht oft. 

    Der Schreibstil ist relativ einfach gehalten und dadurch simpel und schnell zu lesen. 

    Als Leser stellt man sich die Frage: "Auf was kann ich überhaupt verzichten?", wenn man dieses Buch liest. Genau die selber Frage stellt sich der namenslose Protagonist. Welcher Gegenstand wird von uns wirklich gebraucht? Welcher macht unser Leben so richtig lebenswert? 

    Genki Kawamura hat sein Buch in die sieben Wochentage unterteilt und an jedem Tag geht ein Gegenstand verloren. Dabei geht er sehr poetisch vor und wirft einige Fragen auf, die einen zum nachdenken anregen. 

    Wie die Gegenstände verschwinden? Durch den Teufel. Dieser wird in dem Buch als hawaiihemdtragender Doppelgänger des Protagonisten dargestellt. Sein Auftreten und Charakter ist sehr sarkastisch, aber dennoch auf eine verdrehte Art und Weise nett.

    Der Postbote selbst, ist sehr grüblerisch und irgendwie unsicher mit sich und seinem bisherigen Leben. Er stellt alles in Frage, was in seiner Situation, keines Falls verwerflich ist. 

    Leider ziehen sich manche Stellen wie ein Kaugummi und man gerät schnell auf eine Spur der Langeweile. Kawamura rettet dies aber dann wieder, was den Leser wieder zum weiterlesen anregt. 

    Mein Fazit:
    Das Buch ist wirklich lesenswert. Durch Poesie, Humor und den vielen Denkanstößen, die der Autor einem bietet, kann man sich mit wichtigen Themen, wie beispielsweise dem Tod, auseinander setzten. Ich empfehle dieses Buch.


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    buecherigelvor einem Monat
    Ein Buch zum Nachdenken!

    Als ich zum ersten Mal den Titel gelesen habe, habe ich das Buch sofort wieder gedanklich weggelegt. Doch irgendwann habe ich mir den Klappentext und die Leseprobe durch gelesen und mich hat das Buch sofort wieder interessiert. Die Geschichte handelt, wie schon im Klappentext beschrieben, um einen Briefträger der einen Hirntumor hat. Nachdem er jeden Tag etwas von der Welt verschwinden lässt um einen Tag länger leben zu können, macht er sich Gedanken über die Wichtigkeit dieser Gegenstände. Als er zuerst Telefone verschinden lässt ist dies für ihn erst eine gute Tat und er ist zufrieden damit. Am zweiten Tag verschwinden jedoch die Filme die er so sehr geliebt hatte und entwickelt langsam Verzweiflung. Die Uhren verschinden erst am dritten Tag und der Briefträger als auch der Leser kommen auf die Gedanken das die Zeit nur die Menschen erschaffen haben. Der Leser wird in das Leben des Briefträgers mitgenommen und es zeigt sich ein trauriges Leben. Er fragt sich immer wieder wie es ist wenn er den am Ende selber von der Welt verschwindet. Der Autor lässt die Fragen immer ein bestimmtes Stückweit offen, so das der Leser automatisch zu eigenen Überlegungen angeregt wird. 

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    Kaddiesbuchwelts avatar
    Kaddiesbuchweltvor einem Monat
    Kurzmeinung: Einfach nur wunderschön.
    Was wirklich wichtig ist

    Erstmal vielen Dank an das  Bloggerportal und dem C.Bertelsmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

    Auf das Buch aufmerksam geworden, bin ich durch den Titel. Ich habe selbst zwei wundervolle Katzen, auf die ich in meinem Leben nicht mehr verzichten möchte. Als ich dann noch die Kurzbeschreibung gelesen habe, war meine Neugierde geweckt. 

    Ich möchte zuerst die Aufmerksamkeit auf dieses wunderschöne, schlicht gehaltene Cover legen. Die Kirschblüten, das hübsche Mintgrün und die Art wie der Buchtitel förmlich eingerissen ist, finde ich, für mich, sehr ansprechend.

    Genki Kawamuras Idee dieses Romanes klingt simpel. Und tatsächlich hat dieses Buch keine wirkliche Handlung, die sich Seite um Seite aufbaut um in einem dramatischen und fulminanten Finale zu enden. Der Hauptprotagonist hat noch nicht einmal einen Namen. Aber das stört auch nicht. Auch ohne seinen Namen zu kennen, wird er einem sympathisch, weil es eine Geschichte mitten aus dem Leben ist. Ein Leben, dass kurz davor ist, zu früh zu enden.

    Was zählt im Leben? Teure Gegenstände? Tolle Jobs? Jede Menge Geld? Oder sind es doch die kleinen Dinge, die in der Hektik des Lebens untergehen und meist zu kurz kommen. Dinge wie die Familie, Liebe und das Zuhören.

    Der Autor versteht es, trotz keiner großen Handlung, mit seinem Schreibstil den Leser zu fesseln und Dinge, die selbstverständlich geworden sind, in einem anderen, ursprünglichen Licht zu sehen. Wie die Uhren und die Telefone. Es macht Spaß die Zeilen zu lesen und gleichzeitig fängt man an, selbst zu überlegen, was einem wirklich wichtig ist.

    Ich habe die Charaktere in dem Buch schnell sehr lieb gewonnen. Vor allem Weißkohl. Ja, dass ist der Name des lieben Katers des Hauptprotagonisten. Dieser erfährt, dank dem Teufel, was sein Kater wirklich will. Der Teufel, der als Doppelgänger auftaucht, hilft auf seine Art und Weise den Sinn des Lebens zu begreifen. Natürlich nicht ohne sehr oft zu betonen, dass er der Teufel sei.

    Bewertung:

    "Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden" ist ein wunderschönes und sehr tiefgründiges Buch ohne große Handlung und Spannungsaufbau. Und dennoch ist es eine Lesung wert. Mich hat dieses Buch gefesselt und tief berührt. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn es auf dem ersten Blick kurzweilig ist, hallt es noch lange nach.

    Deswegen gebe ich dem Buch 5 von 5 Sternen.

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    Zombodys avatar
    Zombodyvor einem Monat
    " ( .. ) zu guter Letzt hast du erkannt, was den Wert des Lebens ausmacht - ( .. )"

    „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ ist für mich vor allem äußerlich eine wahre Perle, was nicht im Umkehrschluss bedeuten soll, dass der Inhalt scheußlich ist, er kann für mein dafürhalten nur nicht mit dem Eyecatcher selbst mithalten.


    Zunächst einmal musste ich mich an die Gestaltung des Textes gewöhnen, da das Ganze an etwas maue Tagebucheinträge erinnert und die eh schon eher sachten Emotionen wurden so nicht gerade hervorgehoben. Dennoch vermittelt die Geschichte inhaltlich so fuckin‘ viel! Vermutlich weil man daran auch einfach immer mal erinnert werden muss ; was zählt im Leben, auf was könnte man verzichten?


    Leider kratzt es aber nur an der Oberfläche und mir fehlt einfach mehr Text an der ein und auch anderen Stelle. Die anfänglichen Wiederholungen einzelner Sätze fand ich dadurch nur noch unnötiger.

    Der Schreibstil ist eigentlich recht einfach gestrickt, und für mich hat er sogar etwas abweisendes, als ob der Autor mich von der eigentlichen Intensität fernhalten wollte.


    Doch je näher sich die Woche im Buch dem Ende neigt, desto mehr bekommt man diesen Kloß im Hals. Nicht weil es hier auf einmal vor Gefühlen sprudeln würde, sondern weil der Tod näherrückt, für jeden von uns und das löst doch in den meisten – auch in mir – einfach ein ganz eigenes Gefühl aus. So konnte ich dann auch nicht verhindern das sich doch noch eine Träne davon stahl, als der drollige Postbote ( der btw bis zuletzt namenlos blieb) seine letzte Entscheidung trifft.


    Ein Fazit zu ziehen ist für mich daher einfach nur schwierig, aber da das Buch so kurz und knackig ist, verliert man auch nicht viel Zeit, falls es einem am Ende so gar nicht zusagen sollte. Dieses Buch legt viele Facetten des Lebens und Sterbens dar und man muss sich darauf einlassen wollen, am besten ganz erwartungsfrei.

    Das Preis - / Leistungsverhältnis sehe ich daher als größtes Manko. 18 € für nicht mal 200 Seiten – die auch noch mit einem mega Rand hochgepusht wurden, sind für mich in keiner Weise gerechtfertigt.


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    blaues-herzblatts avatar
    blaues-herzblattvor einem Monat
    Kurzmeinung: Dieses wunderschöne Buch macht so viel Lust aufs Blättern, kann aber leider nicht halten was es verspricht.
    Ausbaufähig

    Es geht um einen jungen Briefträger, der unerwartet mit seinem baldigen Tod konfrontiert wird. Als er sich schon damit abfinden will, tritt noch unerwarteter der Teufel selbst in sein Leben und bietet ihm einen Pakt an, ein lebendiger Tag, für den eine Sache von der Welt verschwinden muss.

    Plötzlich war es überall und ich wusste schon beim Titel, dieses Buch möchte ich lesen. Nichts leichter als das. Seitentechnisch ist es ein dünneres Format und vielleicht hätte mich das schon stutzig machen sollen.

    Die Idee des Buches fand ich vielversprechend und sehr philosophisch. Die Umsetzung hat mir gefallen, aber ist für mich ständig nur an der Oberfläche geblieben und hat auch aufgrund der Kürze des Buches leider nicht den Sprung in tiefere Gewässer geschafft. Die Sache mit den verschwindenden Dingen hatte teilweise kleine Logikfehler oder einfach Auslassungen, die gestört haben.

    Nichtsdestotrotz habe ich die Figur des Briefträgers und insbesondere seine Katze während des Lesens liebgewonnen und eine angenehme Zeit mit ihnen gehabt. Genau wie den Schreibstil, der klar und deutlich war und trotzdem viele Emotionen unter der Hand weitergegeben hat.

    Das i-Tüpfelchen in Form eines tieferen Sinnes hinter der gut aufgebauten Geschichte hat mir gefehlt, wozu auch das offene Ende beiträgt.

    Grafisch muss ich ein großes Lob aussprechen, da ich mich in das Cover Hals über Kopf verliebt habe.

     

    Fazit: Ein guter Anfang, der sich leider auf dem Weg zur Umsetzung verliert und noch viel Luft nach oben hinterlässt.

     

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