Geoff Dyer Aus schierer Wut

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Inhaltsangabe zu „Aus schierer Wut“ von Geoff Dyer

Ehrfurcht ist die Mutter aller Schreibblockaden. Das bekommt auch Geoff Dyer zu spüren, als er sein nächstes Buch angeht: eine Studie über sein Vorbild D. H. Lawrence, den Schöpfer der ›Lady Chatterley‹. Schon das Notizenmachen will nicht gelingen. Also versucht er es mit einem Roman. Den wollte er ohnehin schreiben. Aber wie soll er das schaffen, wenn er nicht einmal weiß, wo er wohnen will? Vielleicht könnte er mit seiner Freundin in Rom sesshaft werden. Oder aber ein wenig herumreisen. Aber auf der griechischen Insel Alonissos ist es einfach zu ruhig zum Arbeiten. Und auf Sizilien will erst mal seine Abneigung gegen Meeresfrüchte verarbeitet werden …
›Aus schierer Wut‹ ist das Porträt eines Autors in einer Schaffenskrise – klug, sprachmächtig und so komisch, dass es einem vor Lachen die Tränen in die Augen treibt. Gequält, gleichermaßen beschwingt und übellaunig reist Geoff Dyer durch die Welt, erzählt von seiner Unfähigkeit, ein Projekt zu Ende zu führen, geschweige denn eines zu beginnen, und lässt doch wie durch ein Wunder dieses Buch vor unseren Augen entstehen. Über alles und nichts hat noch niemand so scharfsinnig, treffsicher und vergnüglich geschrieben.

Sehr speziell

— raven1711

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  • Gewöhnungsbedürftig aber sehr gut!

    Aus schierer Wut

    Duffy

    21. October 2017 um 10:22

    Der größte Feind des Schriftstellers ist die Schreibblockade. Das weiß auch Geoff Dyer, als er eine Studie über D.H. Lawrence schreiben will, doch schon an den Vorbereitungen scheitert. Er beschließt also, stattdessen einen Roman zu schreiben, doch auch hier stößt er auf die Grundprobleme seines Lebens. Zum Beispiel die Wahl seines Wohnorts. Mit Laura, seiner Freundin, versucht er also nicht nur den Ort zum Schreiben zu finden, sondern auch endlich einen Platz für die Sesshaftigkeit. Dabei führen alle seine Reisen, die er zu diesen Zwecken unternimmt, immer wieder zu Orten, an denen Lawrence auch war, doch die Fortschritte mit einer Studie scheitern immer wieder an der gespaltenen Person des Autors, dem es einfach nicht gelingen will, auch für sein alltägliches Leben einen Kompromiss zu finden, denn alles was er hat, interessiert ihn nicht mehr, das, was er beginnen sollte, scheitert an Kleinigkeiten, endlose Diskussionen mit sich selbst führen immer wieder zu einem Ende: Dem Scheitern.Eine sehr ungewöhnliche Herangehensweise hat sich der Autor für die Beschreibung einer kreativen Krise ausgesucht. Er reist dabei viel und stellt fest, dass er nirgends in der Lage ist, ein Projekt zu beenden. Dabei muss er feststellen, dass seine Gegensätzlichkeit auch die kleinsten Bereiche seines Leben betrifft. Ob es sich um das Vorhandensein bestimmter Backwaren handelt oder um die Abneigung gegen ein ganzes Land, wenn er erst mal da ist, spielt keine Rolle. Trotzdem gelingt es ihm, durch diese Gegensätzlichkeit dennoch dieses Buch zu schreiben, was seine Nähe zu Lawrence fast wie Zufall entstehen lässt. Das schafft Dyer mit einer gut abgewogenen Mischung aus Philosophie und Humor. Er löst sein Dilemma selbst auf: Vom Erkennen der Depression bis zu ihrer Überwindung gibt es nur eine Erkenntnis aus wenigen Schritten. Der Depression entgehen, dem letzten Schritt zur Verzweiflung, "der letzten Zufluchtsstätte des Egos", auszuweichen, indem man das Interesse an einem Subjekt (in diesem Fall der Depression) verliert. Das ist das Ziel und nicht zufällig zitiert Dyer hier auch Pessoa, der in seinen Schriften ein ähnliches Denkmodell pflegt.Ein ungewöhnliches Buch, amüsant und zum Nachdenken, keine leichte Lektüre, wenn man die vielen Nuancen auch so verstehen will, wie sie gemeint sind. Ganz sicher lohnt es sich, wenn man sich darauf einlassen will. Der Rezensent hatte ein paar gute Stunden damit, weil es nachhaltig ist und passagenweise wirkt. Der Humor ist eindeutig britisch, sehr unterkühlt, aber voll auf den Punkt. Empfehlung für die, die heute noch langsam lesen können.

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  • Verhinderte Studie

    Aus schierer Wut

    YukBook

    18. March 2017 um 12:24

    Gibt es ein Projekt, das Ihr ewig vor Euch herschiebt? Dann geht es Euch wie dem Ich-Erzähler in diesem Buch. Vor Jahren beschloss er, eine Studie über den amerikanischen Schriftsteller D.H. Lawrence, sein großes Vorbild und Schöpfer der „Lady Chatterley“ zu schreiben, doch bisher ist es bei der Absicht geblieben. Dabei mangelt es nicht an den nötigen Vorbereitungen: Er hat Lawrence’ Geburtsstadt Eastwood besucht, jede Menge Biografien gelesen, Fotografien gesammelt und sich Notizen gemacht. Doch selbstkritisch stellt er fest, dass ‚sich Notizen machen’ gleichzusetzen ist mit Aufschieben. Auch an Ausreden mangelt es dem Erzähler nicht. Ein Grund, warum er noch nicht mit der Studie anfangen konnte, war eine Romanidee. Er war drauf und dran, die Studie hinzuschmeißen und sich auf den Roman zu stürzen – bis er merkte, dass die beiden Projekte derart in Konflikt gerieten, dass er besser beide Vorhaben aufgab. Seine Unentschlossenheit betrifft nicht nur sein Schreiben, sondern so ziemlich alle Lebensbereiche. Das fängt schon mit seinem Wohnort an. Von Paris – einem denkbar ungeeigneten Ort für sein Projekt, da Lawrence die Stadt überhaupt nicht mochte – zieht er nach Rom in das Apartment seiner Freundin Laura. Dort ist es im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt, um zu arbeiten. Eine Einladung von Freunden auf die griechische Insel Alonissos müsste doch die ideale Lösung sein. Dort hat er alle Zeit der Welt, verfällt jedoch in eine völlige Lethargie.Er reist an die verschiedenen Lebensorte von D.H. Lawrence, darunter Sizilien, New Mexico und Amerika, amüsiert sich über Land und Leute, findet allerdings nirgendwo den idealen Ort, um mit der Studie zu beginnen. Nicht einmal ein Zimmer in Montepulciano mit Aussicht auf die toskanische Landschaft würde sich seiner Meinung nach eignen, da man dort nur den Ausblick genießen würde, aber keinesfalls zum Schreiben käme. Seine ständig sich wiederholenden Gedanken rund um die Unmöglichkeit, zur Tat zu schreiten, betonen nur noch die Tatsache, dass er sich im Kreis dreht und keinen Schritt vorwärts kommt. Das, was der Erzähler am besten beherrscht ist, etwas nicht zu tun, sei es lesen, schreiben oder Tennis spielen. Dafür, dass Geoff Dyer sich immer wieder erfolgreich vor der Arbeit drückt, ist doch – wenn auch keine akademische Studie über D.H. Lawrence – ein origineller und schwarzhumoriger Reisebericht herausgekommen, mit dem sich so manch Kreativer, der schon mal in einer Schaffenskrise steckte, garantiert identifizieren kann.

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  • Sehr speziell

    Aus schierer Wut

    raven1711

    22. February 2017 um 10:01

    Klappentext: Ehrfurcht ist die Mutter aller Schreibblockaden. Das bekommt auch Geoff Dyer zu spüren, als er sein nächstes Buch angeht: eine Studie über sein Vorbild D. H. Lawrence, den Schöpfer der ›Lady Chatterley‹. Schon das Notizenmachen will nicht gelingen. Also versucht er es mit einem Roman. Den wollte er ohnehin schreiben. Aber wie soll er das schaffen, wenn er nicht einmal weiß, wo er wohnen will? Vielleicht könnte er mit seiner Freundin in Rom sesshaft werden. Oder aber ein wenig herumreisen. Aber auf der griechischen Insel Alonissos ist es einfach zu ruhig zum Arbeiten. Und auf Sizilien will erst mal seine Abneigung gegen Meeresfrüchte verarbeitet werden … ›Aus schierer Wut‹ ist das Porträt eines Autors in einer Schaffenskrise – klug, sprachmächtig und so komisch, dass es einem vor Lachen die Tränen in die Augen treibt. Gequält, gleichermaßen beschwingt und übellaunig reist Geoff Dyer durch die Welt, erzählt von seiner Unfähigkeit, ein Projekt zu Ende zu führen, geschweige denn eines zu beginnen, und lässt doch wie durch ein Wunder dieses Buch vor unseren Augen entstehen. Über alles und nichts hat noch niemand so scharfsinnig, treffsicher und vergnüglich geschrieben. Meinung: Geoff Dyer hat große Ziele. Er möchte eine Studie über sein großes Vorbild D. H. Lawrence verfassen. Pläne hat er jede Menge, doch die Umsetzung seines Werks scheitert an seiner Schreibblockade. Egal welchen Weg er versucht zu wählen, immer wieder steht er sich und seiner Motivation im Wege. Und an Ausreden mangelt es Dyer nicht, um sein Werk hinauszuzögern. Geoff Dyer hat es mir diesem Werk nicht einfach gemacht. Auf der einen Seite war es faszinierend zu lesen, wie es einem Menschen in einer Schaffenskrise ergeht. Auf der anderen Seite haben mich die ständigen Wiederholungen schier Wahnsinnig gemacht. Auch wenn Dyer viele Ortswechsel einbringt, so bleiben seine Ausflüchte immer die gleichen, warum er die Studie nicht anfangen oder weiterschreiben kann. Das wurde auf die Dauer sehr ermüdend. Ich musste das Buch oft pausieren und konnte es nicht an einem Stück lesen, aber trotz all der anstrengenden Passagen im Roman, sind auch sehr viele nahe Momente darin enthalten, in denen man den Autor voll und ganz verstehen kann und fühlt, wie ihn die Blockade mitnimmt. Trotzdem hat das die zahlreichen Wiederholungen nicht ganz Wett machen können, denn auch Dyers Erzählstil, hier übersetzt von Stephan Kleiner, wird dadurch anstrengender wie erhofft. Einzelne Kapitel finden sich im Roman nicht, nur Absätze unterteilen hier die Geschichte. Auch das hat das Lesens anstrengend gemacht und bei mir öfter zum Beiseitelegen des Buchs geführt. Da Dyer hier einen sehr persönlichen Bericht geschrieben hat, liest man seine Erfahrungen aus der Ich-Perspektive. Ihr merkt schon, man muss ein wenig Geduld für den Roman mitbringen, denn auch wenn hier einige Faktoren das Lesevergnügen eingetrübt haben, schlecht ist der Roman keinesfalls und es finden sich auch viele wirklich witzige und menschliche Momente im Buch. Man muss hier nur ein wenig Durchhaltevermögen an den Tag legen und sich auf die Geschichte einlassen können. Fazit: Aus schierer Wut ist ein beeindruckendes Buch, aber auch ein schwieriges. Es gab Stellen, wo ich aufgeben wollte, da der Autor sich unheimlich oft wiederholte und es scheinbar keinen Fortschritt gab, aber es gibt auch so viele menschliche und heitere Momente im Roman, die die Längen aufwerten. Von mir gibt es 3 von 5 Punkten. Vielen Dank an die DuMont Buchverlage für das Rezensionsexemplar.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    27. December 2015 um 19:56

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