Georg Büchner

 3,1 Sterne bei 1.426 Bewertungen
Autor von Woyzeck. Leonce und Lena, Woyzeck und weiteren Büchern.
Autorenbild von Georg Büchner (© http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft )

Lebenslauf von Georg Büchner

Georg Büchner, deutscher Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Revolutionär, wurde am 17. Oktober 1813 in Goddelau geboren und verstarb am 19. Februar 1837 in Zürich. Bereits drei Jahre nach seiner Geburt siedelte seine Familie nach Darmstadt über, wo er 5 Jahre später von seiner Mutter unterrichtet wurde, welche ihm Lesen, Rechnen und Schreiben beibrachte. Auch die Bibel und für sein späteres Werk wichtige Volkslieder brachte sie ihm näher, führte ihn aber auch in Werke Schillers ein. Sein Verhältnis zu seinem Vater war dagegen eher schwierig. Während der Zeit am Gymnasium interessierte er sich sehr für Naturwissenschaften, nicht aber für die Mathematik. Trotz fehlendem Interesse war er auch gut in Latein und Griechisch. Auch für Geschichte interessierte er sich sehr, besonders für die Französische Revolution. Nach dieser Zeit, im Jahre 1831, studierte er an der medizinischen Fakultät der Universität Straßburg und engagierte sich dort sehr für politische Freiheit. Ein Jahr später verlobte er sich heimlich mit Wilhelmine Jaegle. Die Zeit an der Universität nannte er später die "glücklichste Zeit". Im November 1833 wechselte er an die Universität in Gießen, wo er die Staatsgewalt und Schikane erlebte, die von der Obrigkeit ausging. In dieser Zeit soll es Büchner auch gesundheitlich schlecht gegangen sein, er war aber auch vom Angebot der Universität und den Studenten selbst nicht angetan. Später gründete er dann die Geheimorganisation "Gesellschaft für Menschenrechte", da ihm oppositionelle Bestrebungen in der Universität nicht weit genug gingen. Diese war aber wenig erfolgreich. Ab 1834 arbeitete er mit dem führenden Oppositionellen Friedrich Ludwig Weidig zusammen, deren Ideen aber nicht in die selbe Richtung verliefen. So wurde auch gegen Büchners Willen eine Flugschrift von Weidig überarbeitet, der sogenannte "Hessische Landbote" Hieraus entstammt die bekannte Parole "Friede den Hütten! Krieg den Palästen!". Diese sollte die hessische Landbevölkerung von der Idee einer Revolution überzeugen, wurde aber von Weidig an kritischen Stellen abgeschwächt. 1834 wurde eine zweite Auflage gedruckt, die aber von Leopold Eichelberg weiter abgedruckt wurde. Büchner wurde zwischenzeitlich auch zur Flugschrift vernommen, aber nicht verhaftet. Sein Ziel war dennoch die Flucht. Um dafür Geld zu sammeln schrieb er innerhalb von fünf Wochen "Dantons Tod", ein Werk über das Scheitern der Französischen Revolution, um mit einer schnellen Veröffentlichung davon Geld zu sammeln. Später wurde er steckbrieflich gesucht, da er einer Vorladung nicht nachkam. Er floh anschließend nach Straßburg, wobei das Geld anders als vorgesehen nicht vom Verkauf von "Dantons Tod" stammte, sondern von seiner Mutter, der er sich anvertraut hat. Nach der Flucht brach der Vater den Kontakt ab, sprach sich aber nicht gegen die Mutter aus, die ihn weiterhin unterstützte. 1835 zog es ihn wieder in die Richtung der Wissenschaft und er erforschte, was auch Thema seiner folgenden Dissertation wurde, mit dem Nervensystem der Fische. Die Dissertation bezog sich speziell auf Barbe. "Dantons Tod" wurde im Sommer 1835 veröffentlicht und im folgenden Winter wurde er Mitglied der Gesellschaft für Naturwissenschaft, die seine Dissertation veröffentlichte. Während dieser Zeit entstanden auch mehrere seiner schriftstellerischen Arbeiten und er übersetzte zuvor bereits zwei Dramen von Victor Hugo. Die Universität Zürich verlieh ihm die Doktorwürde für seine Arbeit und im Oktober 1836 zog er selbst dorthin und wurde privater Dozent. Später erkrankte er an der Krankheit Typhus, der er am 19. Februar 1837 im Beisein seiner Ehefrau erlag.

Alle Bücher von Georg Büchner

Cover des Buches Woyzeck. Leonce und Lena (ISBN: 9783872911476)

Woyzeck. Leonce und Lena

 (446)
Erschienen am 01.05.2008
Cover des Buches Woyzeck (ISBN: 9783746768410)

Woyzeck

 (443)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches Dantons Tod (ISBN: 9783746721149)

Dantons Tod

 (245)
Erschienen am 02.05.2018
Cover des Buches EinFach Deutsch - Woyzeck (ISBN: 9783140223140)

EinFach Deutsch - Woyzeck

 (63)
Erschienen am 01.05.1999
Cover des Buches Dichtungen, Schriften, Briefe und Dokumente (ISBN: 9783618680130)

Dichtungen, Schriften, Briefe und Dokumente

 (9)
Erschienen am 28.08.2006
Cover des Buches Lenz / Woyzeck (ISBN: 9783596901722)

Lenz / Woyzeck

 (9)
Erschienen am 01.06.2009

Neue Rezensionen zu Georg Büchner

Cover des Buches Dramatische Bibliothek / Leonce und Lena (ISBN: 9783753100616)rkuehnes avatar

Rezension zu "Dramatische Bibliothek / Leonce und Lena" von Georg Büchner

Nicht meins
rkuehnevor 3 Tagen

Mal wieder ein Klassiker, das heißt ich habs versucht. Ich hab das kurze Stück bis zum Ende gelesen, würde aber sagen, ich bin weit davon entfernt, es verstanden zu haben. Es war punktuell unterhaltsam, sogar lustig, deswegen immerhin zwei Sterne, aber die Art zuschreiben, die Art ein Stück in verteilten Rollen zu lesen und sich den Kontext, der knapp 200 Jahre zurückliegt vorzustellen, gelingt mir absolut nicht.

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Cover des Buches EinFach Deutsch - Woyzeck (ISBN: 9783140223140)S

Rezension zu "EinFach Deutsch - Woyzeck" von Georg Büchner

Leseempfehlung
some_books_4_youvor 12 Tagen

▪︎WOYZECK▪︎

... ist sogar Abi Lektüre in Deutsch

Ich hatte das Büchlein schon ein Weilchen daheim liegen und hab es jetzt gelesen. An einem Tag. Ja sogar in unter zwei Stunden. Es ging super schnell zu lesen und hat eine interessante Handlung. Diese ist zwar wenig ausformuliert aber als Drama gut zu verstehen. Dass ich mir so leicht tu hatte ich im Voraus aber absolut nicht gedacht. 

Eine kurze Lektüre, gut zu verstehen und für mich eine Zwischendurchlektüre.

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Cover des Buches Dantons Tod (ISBN: 9783746721149)beccariss avatar

Rezension zu "Dantons Tod" von Georg Büchner

Idealismus und Fanatismus
beccarisvor 7 Monaten

Georg Büchners Text kann auch heute noch mit einigem zeitgeschichtlichen Bezug gelesen werden. Die französische Revolution, deren Ursprung auf die massive Staatsverschuldung und die grosse Ungleichheit der Standesgesellschaft Ende des 18. Jahrhunderts zurückzuführen ist, bildet den Hintergrund dieses Dramas. Anhand der Hauptcharaktere Danton und Robespierre schildert Büchner eindrücklich, wohin übersteigerter Idealismus und Fanatismus führen können. Ein paar wenige selbsternannte Vertreter des Volkes – ohne dieses je befragt zu haben – führen die Revolution an, die schnell aus dem Ruder läuft und in einer Schreckensherrschaft und unglaublichem Leid endet. Was die Manipulation der Massen und die daraus entstehende Gruppendynamik bewirken kann, lässt einem erahnen, wie nah Wahnsinn und Tugend sein können. Nicht selten werden dabei Naturereignisse als Argumentationshilfe für demagogische Inhalte missbraucht.


Wenn man die heutige Welt besser verstehen will, sollte man dieses Werk lesen.

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Georg Büchner wurde am 17. Oktober 1813 in Goddelau, Hessen (Deutschland) geboren.

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