Georg Diez Die letzte Freiheit

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Inhaltsangabe zu „Die letzte Freiheit“ von Georg Diez

Der selbstgewählte Tod kann Ausdruck menschlicher Freiheit sein. Ein Umstand, der, etwa in der Debatte über Sterbehilfe, kaschiert und geleugnet wird. Doch der Wunsch, sein Ende selbst selbst zu bestimmen, ist weit verbreitet. Georg Diez zeigt auf, wie sich in unserem Umgang mit dem Sterben unsere Haltung zum Leben offenbart.

Niemand sollte schlecht sterben, der gut gelebt hat. (Giacomo Casanova)

— JulesBarrois

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    Die letzte Freiheit

    JulesBarrois

    05. October 2015 um 10:25

    Die letzte Freiheit: Vom Recht, sein Ende selbst zu bestimmen - Georg Diez (Autor), 128 Seiten, Berlin Verlag (5. Oktober 2015), 10 €, ISBN-13: 978-3827012975 Seneca sagte: „Ein Weiser wird leben, solange er muss, nicht solange er kann.“ Wer mit seinem Leben abgeschlossen hat, soll sich nicht vor den Zug werfen müssen. Das meinen auch 70 Prozent der Deutschen, die sich für ein Recht auf eine menschenwürdige Beendigung des Lebens aussprechen. Georg Diez schreibt ein eindrucksvolles Plädoyer für das Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Er kleidet seine Ausführungen zu diesem brisanten Thema in eine Rahmenhandlung um den Protagonisten Max. „Es ist die Geschichte einer Überforderung, wie sie heute, so oder so ähnlich, dauernd vorkommt.“ (Seite 13) Der Autor macht seine Meinung am Freitod von vielen aktuellen und historischen Fällen plausibel. Er spannt den Bogen von René Adler, Fritz J. Raddatz, Andreas Lubitz, Wolfgang Herrndorf, Gunter Sachs, Udo Reiter über Kurt Tucholksky, Egon Friedell, Walter Benjamin, Stefan Zweig, Walter Hasenclever, Jean Améry und Primo Levi bis zu den Anschlägen vom 11. September 2001. Dabei behandelt er all die Fragen, die uns berühren: Ist das Recht auf Leben höher einzuschätzen als die Freiheit des Einzelnen? „Können wir selbst entscheiden? Bis zu welchem Punkt können wir selbst entscheiden? Was passiert, wenn dieser Punkt verpasst wurde? Gibt es überhaupt jemand, der entscheiden sollte, außer einem selbst? Aber wenn das nicht mehr geht? Wer mischt sich dann ein? Oder früher, wer mischt sich von Anfang an ein […]? (Seite 43) Worum geht es? Es geht nicht darum, dass in Hospizen und auf Palliativstationen den Sterbenden ihre Schmerzen genommen werden und die letzten Tage und Wochen einfühlsam begleitet werden. Das ist gut und richtig. Es geht auch nicht darum, dass im Falle einer tödlichen Erkrankung lebensverlängernde Maßnahmen unterlassen werden, wenn der Patient es so verfügt hat. Auch das ist segensreich und sinnvoll. Es geht um Menschen, die nicht todkrank sind, aber in freier Entscheidung zu dem Entschluss kommen, nicht mehr weiterleben zu wollen: weil sie den Verlust ihrer Persönlichkeit im Altwerden nicht erleben wollen, weil sie einfach genug haben und, wie es im ersten Buch Moses heißt, "lebenssatt" sind. Unserer Gesellschaft lässt diese Menschen allein. Sie müssen sich ihr Ende selbst organisieren. Das kann nicht so bleiben. Für diese Menschen muss es Möglichkeiten geben, wie sie in Würde und ohne sinnlose Qualen diese Welt verlassen können. Halten wir es mit Giacomo Casanova, der sagte: „Niemand sollte schlecht sterben, der gut gelebt hat.“ Ethische Begründungen finden Sie in diesem hochbrisanten wie hochinteressantem Plädoyer. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Berlin Verlages http://www.berlinverlag.de/buecher/die-letzte-freiheit-isbn-978-3-8270-1297-5 Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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