Georg Elterlein Der Hungerkünstler

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Inhaltsangabe zu „Der Hungerkünstler“ von Georg Elterlein

'Ein schöner Ort zu sterben.' Am Tag seiner Volljährigkeit verlässt Andreas die psychiatrische Anstalt mit dem Ziel, auf einer ägäischen Insel zu verhungern. Nur durch radikale Verweigerung scheint es ihm möglich, sich von seiner Rolle als Tennisprofi, die ihm der Vater aufgezwungen hat, lösen zu können.Als Andreas erfährt, dass seine Großmutter gestorben ist, schiebt er seinen Plan jedoch auf, um sich bis zu ihrem Begräbnis um den Großvater zu kümmern. Zu dem sturen, aber warmherzigen Eigenbrötler ist sein Verhältnis ebenso innig wie schwierig. Immer wieder will Andreas abreisen, um sein Vorhaben zu verwirklichen, immer wieder aber halten ihn Ereignisse davon ab: der Konflikt zwischen Vater und Großvater, die unterschiedliche Zukunftspläne haben, die Begegnung mit einer Studentin, der er sich spröde annähert, und schließlich der Schlaganfall des Großvaters. Auf den Spuren der geheimnisvollen Vergangenheit des Großvaters gerät Andreas schließlich nahe an jenen Ort, den er für seinen Selbstmord vorgesehen hatte …Georg Elterleins fesselnder Debütroman erzählt von der Entwicklung eines jungen Mannes, der sich dem Leben verweigern will, dabei aber von der Wirklichkeit eingeholt wird, was seine Zukunft grundlegend ändert und ihn, auf Umwegen, zu sich selbst führt.Ein spannender Entwicklungsroman über einen jungen Mann, der den Tod sucht, aber das Leben findet.

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    Der Hungerkünstler
    Lelana

    Lelana

    01. September 2014 um 12:11

    Rezension: Andreas will sterben. Einmal hat er sich schon fast zu Tode gehungert und kam daher zur Behandlung in eine psychiatrische Anstalt. Am Tag seiner Volljährigkeit entlässt er sich selbst, denn das vorgeschrieben Mindestgewicht von 50kg hat er erreicht. Zu Hause angekommen, will er nur noch seine Sachen packen um auf einer griechischen Insel seinen bereits eingeschlagenen Weg zu Ende zu gehen. Doch es kommt für Andreas anders als geplant: seine Oma ist gestorben und Andreas sieht sich gezwungen seinen Großvater, den Außenseiter der Familie, zu unterstützen. Der Hungerkünstler hat mich wirklich positiv überrascht. Ursprünglich hatte ich das Buch nur als Lückenfüller aus der Bibo mitgenommen, um mal wieder etwas anderes als Fantasy zu lesen und der Klappentext um einen Tennisspieler mit Essstörungen hatte mich neugierig gemacht. Aber dass das Buch mir so gut gefallen würde, hätte ich nicht gedacht. Anfänglich hatte ich noch arge Schwierigkeiten mich in das Buch hineinzufinden, was vor allem an der österreichischen Sprache lag. War diese Hürde aber erst einmal genommen, überzeugte mich Der Hungerkünstler auf ganzer Linie. Die Charaktere waren in sich stimmig, gerade so, als hätte Georg Elterlein reale Vorbilder gehabt. Besonders ihre schrulligen Eigenheiten machten sie lebendig und dass nicht jede Handlung der Personen logisch bzw. aus der Sicht des Lesers unbedingt nachvollziehbar war, ließ sie für mich nur noch mehr wie echte Menschen wirken. Vorsichtig beschreibt der Autor, wie Andreas gezwungen ist, wieder am Leben teilzunehmen und so wieder Stück für Stück zu sich selbst findet, das ganze wirkt aber nie überzogen oder unrealistisch - Andreas' Wandel findet langsam statt und ist auch am Ende des Buches noch nicht ganz abgeschlossen. Dabei helfen die Beschreibungen des Alltags der Personen, hauptsächlich aber die anfangs ungewohnte Sprache eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Egal wie gut eine Story, oder wie gut manche Charaktere dargestellt werden, meistens bleibt für mich eine gewisse Distanz zum Buch; beim Hungerkünstler hatte ich dieses Gefühl allerdings überhaupt nicht. Ich fühlte mich gerade zu an den Ort des Geschehens versetzt. Dadurch berührte mich das Schicksal der Personen umso mehr. Fazit: Der Hungerkünstler von Georg Elterlein ist ein wirklich gelungenes Buch, dass sich sensibel mit einem heiklen Thema auseinandersetzt und sicher für jeden lesenswert, der nicht unbedingt eine rasante Story, aber facettenreiche Charaktere braucht.

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  • Rezension zu "Der Hungerkünstler" von Georg Elterlein

    Der Hungerkünstler
    libri

    libri

    24. June 2010 um 08:45

    Tolles Buch. Der Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Geschichte so fesselnd, das ich das Buch am liebsten in einer Sitzung durchgelesen hätte.
    Die Geschichte von Andreas und seinem Großvater ist fesselnd, bewegend und sehr menschlich.

  • Rezension zu "Der Hungerkünstler" von Georg Elterlein

    Der Hungerkünstler
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. May 2009 um 00:08

    Sehr, sehr gut ist dieses Buch. Es handelt von der fragilen Existenz des Menschen, von der Verletzlichkeit, von Wünschen und (Lebens-)Träumen, von Brüchen in der Biografie und von der Sicherheit und dem Mut, die nur menschliche Nähe und Verständnis erzeugen können. Sensationell gut geschrieben. Ein humanistisches Manifest.