Georg Fraberger Ohne Leib, mit Seele

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Inhaltsangabe zu „Ohne Leib, mit Seele“ von Georg Fraberger

Ich wurde 1973 ohne Arme und ohne Beine geboren, studierte Psychologie und arbeite seit über zehn Jahren an einem der größten Krankenhäuser Europas. Es gibt zwei Fragen, die mich am meisten beschäftigten: Was macht den Menschen aus? Und welchen Körper braucht er dazu? Wie viel Kilogramm darf eine Frau wiegen? Wie groß muss ein Mann sein? Wie symmetrisch soll eine Figur sein? Wozu ist ein Körper überhaupt gut? Logik und Verstand helfen bei diesen Fragen nicht weiter. Die Wissenschaft kann den Wert, den Grund und den Sinn eines Lebens nicht erklären. Es muss also mehr geben als Körper und Verstand: Die Seele ist der Kern des Menschen. Sie ist das, was uns ausmacht und steuert. Wir müssen unsere Seele frei entfalten können – erst dann ist es uns möglich, ein sinnvolles und glückliches Leben zu entwickeln. Erst dann sind wir fähig, die scheinbaren Grenzen von Körper und Geist zu überwinden.

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  • "Wie kann ich werden, wer ich sein will?"

    Ohne Leib, mit Seele

    HeikeG

    02. August 2015 um 14:20

    Cogito ergo sum - "Ich denke, also bin ich." Dieser erste Grundsatz des Begründers der neuzeitlichen Philosophie - René Descartes - wird oft zitiert, um auf etwas bei aller Skepsis zweifellos Richtiges hinzuweisen: die eigene Existenz denkender Menschen. Menschen, die seit jeher nach dem Kern ihres Wesens suchen. Die sich fragen, was ihre Essenz ausmacht? Ist es tatsächlich die Fähigkeit zu denken und Schlussfolgerungen zu ziehen? Seit Tausenden von Jahren versuchen nicht nur Philosophen zu ergründen, warum wir so ticken wie wir ticken, wie wir handeln sollten und was unser Glück befördert. Stellt man die Aussage einmal um und fragt sich, ob ich auch bin, was ich denke, muss dies allerdings ganz klar mit NEIN beantwortet werden. Denn nicht nur der Verstand und der Körper machen einen Menschen in seiner Gesamtheit aus, sondern etwas tief in uns. Etwas, das bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, aber dennoch da ist. Erst wenn man die Bedürfnisse dieser geheimnisvollen, aber wirkungsmächtigen Essenz, "dieses Selbst, dieses Ich, diesen Kern des Menschen, das, was ihn ausmacht und dem Leben erst Sinn verleiht", berücksichtigt, "kann man Ideen, Aufgaben, Projekte und Ziele verwirklichen, die jenseits körperlicher, materieller und verstandesgemäßer Grenzen liegen." Aber gerade diese sind es, die dem Leben von uns Konsumenten und Kriegern, Selbstdarstellern und Herdentieren, Glücksrittern und Freiheitskämpfern einen Sinn verleihen. Und zwar auch dann, "wenn Körper und Verstand dem natürlichen Entwicklungs- beziehungsweise Alterungsprozess folgen." Der österreichische Psychologe, der ohne Arme und Beine geboren wurde, möchte mit seinem Buch "eine grundlegende Diskussion über zahlreiche Anforderungen, die an den modernen Menschen gestellt werden", neu ermöglichen. Aus autobiografischer Perspektive, durch Erfahrungen aus seinem klinischen Alltag und auf Basis psychoanalytischer Strukturen von Sigmund Freud zeigt er auf, dass es zukünftig unabdingbar sein sollte, "die Seele neben dem Unbewussten und Bewussten in einem [wissenschaftlichen] Modell" zu verankern. Schrittweise entwickelt er in neun Kapiteln die notwendige Begründung. Fraberger beginnt damit, aufzuzeigen, dass es so etwas wie die Seele gibt, wie man seelische Bedürfnisse erkennt und im Alltag berücksichtigen kann und soll. Er erläutert deren Orientierung an Tugenden und Werten wie zum Beispiel der Liebe - der er einen eigenen, großen Abschnitt einräumt - und den Zusammenhang zwischen Schönheit, Krankheit, Geld und Glück. Einen großen Raum gibt er seinen Ausführungen zu gesellschaftlichen Werten, Normen und Regeln und deren Auswirkungen. Denn vielfach orientieren wir uns unbewusst und ohne sie wirklich zu hinterfragen an ihnen. Auch auf die Wechselwirkungen zwischen Gedanken, Gefühlen und Körper geht er umfassend ein. Als Quintessenz seines gut verständlichen, mal philosophischen, dann wieder psychologischen Einblicks in unseren "Wächter" stellt sich der Wiener immer deutlicher die Frage, warum man zwar "von Intelligenz, Leistung, lernen, Konzentration, Verhalten als auch von Begriffen wie Persönlichkeit, Bewusstsein, Ich oder Selbst" liest, aber dennoch außerhalb von theologischen Diskursen nie von einem Begriff wie Seele? "Kann es denn ohne die Berücksichtigung des Sinns im Leben, ohne das Warum, Wozu, Wofür überhaupt zu einer optimalen Entwicklung des Verstandes und der Persönlichkeit kommen?", fragt sich nicht nur Georg Fraberger. Fazit: "Ohne Leib, mit Seele" gestaltet sich als tiefsinniger, zuweilen philosophischer Diskurs über gute Lebensführung und das Erreichen eines erfüllten Daseins. Ein Buch, das eine Brücke zwischen wissenschaftlichen Theorien und praktischen Lebenserfahrungen des Autors oder seiner Patienten schlägt. "Wir müssen wieder lernen, das, worauf es ankommt, zu erkennen und zu entwickeln: Das seelische Bedürfnis, als der- oder diejenige erkannt und geschätzt zu werden, der oder die man ist - unabhängig davon, ob der Körper groß, klein, stark, schwach, jung oder alt ist. (...) Nicht aber mit dem Ziel, aufgrund dessen gesund oder glücklich zu werden, sondern um ein wertvolles und grundsätzlich sinnvolles Leben führen zu können." (Georg Fraberger)

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  • Ein ansprechendes Buch, das zur eigenen Seelenpflege und –introspektion einlädt

    Ohne Leib, mit Seele

    WinfriedStanzick

    15. January 2014 um 11:29

     Georg Fraberger ist ein klinischer Psychologe, der ohne Arme und Beine geboren wurde. Seine Vorraussetzungen, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen, waren zunächst also nicht die besten. Dennoch hat er es geschafft. Wie, das zeigt er in diesem Buch, in dem er die Frage stellt, wie viel Körper der Mensch eigentlich braucht und in dem er beschreibt, warum es sinnvoll ist und gut, sich nicht zu sehr durch und über den eigenen Körper zu definieren, sozusagen seinen „gesellschaftlichen Marktwert“ durch ihn bestimmen zu lassen.   Der Körper ist etwas sehr Zerbrechliches, kann schon in jungen Jahren jederzeit durch Unfälle oder Krankheit irreparablen Schaden erleiden. Klar, auch der menschliche Geist bzw. die Seele ist davon nicht geschützt. Bei einer geistigen Behinderung, eine seelischen Krankheit oder später durch eine Demenz etwa.   Immer wieder von persönlichen Reflexionen über sein eigenes Leben und seiner Geschichte mit seiner Behinderung geprägt, erkundet Georg Fraberger auch mit Beispielen aus seiner beruflichen Tätigkeit die menschliche Seele.   Alles, so sagt er, dreht sich nur um den Körper, nicht nur in der Werbung, sondern auch in der Medizin. Dabei sollte der Seele ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Nicht nur in jedem einzelnen Leben von jedem einzelnen Menschen. Tatsächlich bietet das Buch an vielen Stellen die Gelegenheit, ja es zwingt einen geradezu, sich mit sich selbst und seiner eigenen Seele auseinanderzusetzen.   Aber auch im wissenschaftlichen Betrieb, so Fraberger, muss die Seele einen höheren Stellenwert bekommen. Die Fixierung auf den Körper, seine Schönheit, seine Leistungskraft und seine sexuelle Anziehung auf andere führt den Menschen nicht zu seinem eigenen Sinn, sondern meist von ihm weg. Seine Seele nimmt Schaden, und wenn er nicht schon früh, oder bei den ersten Krisen, vor die das Leben ihn stellt, ihr nachgespürt und sie gepflegt hat, wird es schwer, wieder in guten Kontakt mit ihr zu kommen.   Ein ansprechendes Buch, das zur eigenen Seelenpflege und –introspektion einlädt.        

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