Georg Haderer

 4,2 Sterne bei 156 Bewertungen
Autor von Ohnmachtspiele, Schäfers Qualen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Georg Haderer (©Privat)

Lebenslauf von Georg Haderer

Geboren 1973 in Kitzbühel/Tirol. Nach einem abgebrochenen Studium, einer vollendeten Schuhmacherlehre und zahlreichen Nebenjobs (Barman, Skilehrer, Landschaftsgärtner, Redakteur) landete er im Jahr 2000 als Texter in der Werbung und wenig später in Wien. 2009 erschien sein erster Roman "Schäfers Qualen", dem bislang sechs weitere folgten. Parallel zu seiner literarischen Arbeit absolvierte Haderer das Studium der Primarstufen-Pädagogik und arbeitet als VS-Lehrer.

Alle Bücher von Georg Haderer

Cover des Buches Ohnmachtspiele (ISBN: 9783423214520)

Ohnmachtspiele

 (38)
Erschienen am 01.06.2013
Cover des Buches Schäfers Qualen (ISBN: 9783709978283)

Schäfers Qualen

 (35)
Erschienen am 30.01.2018
Cover des Buches Seht ihr es nicht? (ISBN: 9783709981252)

Seht ihr es nicht?

 (28)
Erschienen am 19.08.2021
Cover des Buches Der bessere Mensch (ISBN: 9783709978306)

Der bessere Mensch

 (27)
Erschienen am 20.08.2021
Cover des Buches Es wird Tote geben (ISBN: 9783709978269)

Es wird Tote geben

 (13)
Erschienen am 14.09.2015
Cover des Buches Engel und Dämonen (ISBN: 9783852189703)

Engel und Dämonen

 (10)
Erschienen am 04.03.2015
Cover des Buches Sterben und sterben lassen (ISBN: 9783709978399)

Sterben und sterben lassen

 (5)
Erschienen am 05.08.2016

Neue Rezensionen zu Georg Haderer

Cover des Buches Seht ihr es nicht? (ISBN: 9783709981252)Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Seht ihr es nicht?" von Georg Haderer

Gegenentwurf zur Bestsellerpampe
Thomas_Lawallvor 23 Tagen

Fernsehkrimis und die Realität sind zwei Paar Schuhe. Richtige, echte Polizeiarbeit würde in großen Teilen niemand interessieren. Sie ist langweilig, stupide und völlig unspektakulär. Nicht in Bilder umsetzbar, denn Zuschauer würden schneller um- oder ausschalten, als bei einem "Werbespot mit der Familie Putz".

Philomena Schimmer geht die Listen vermisster Personen durch, was sich zunächst recht spannend anhört, jedoch keineswegs ist, wenn man weiß, dass es allein Österreich im Jahr 2020 auf gut 10.000 "Vermisstenfälle" gebracht hat. Sie ist im "Kompetenzzentrum für abgängige Personen" (KAP), einer selbstständig agierenden Unterabteilung des BKA, beschäftigt, welches sich vorrangig mit der Koordination sämtlicher an der Suche beteiligter Behörden und Organisationen beschäftigt.

Georg Haderer nutzt jenes Kapitel, um die einjährige Pilotphase des Projektes auch und insbesondere dazu, den "bunten Haufen" der Mitarbeiter/innen ausführlich vorzustellen. Die Betonung liegt hier auf "ausführlich", denn die Personen sind es allemal wert, etwas genauer, bis sehr genau, unter die Lupe genommen zu werden. Dies sprengt einerseits gleich zu Beginn den Rahmen sämtlicher Erwartungen an einen Kriminalroman der üblichen Sorte, was andererseits für die Fans des österreichischen Autors keinesfalls eine Überraschung sein dürfte.

Lange haben sie warten müssen, denn seit "Sterben und sterben lassen" sind sieben Jahre vergangen. Den "Schäfer" wird man erst einmal vermissen, schnell lenken die aktuellen Charaktere aber von der Frage ab, wo er denn geblieben sein mag.

Natürlich gibt es auch einen Fall, der aber fast etwas in den Hintergrund gerät, dank der Lust des Autors, immer wieder die Hauptstraße zu verlassen, um sich in der Unzahl von Seiten- und Nebengassen regelrecht zu verlaufen. Das lenkt permanent ab, ist aber ungemein spannend, insbesondere wenn sich die Abzweigungen bis hin zu Rupert Sheldrakes morphogenetischen Feldern verzweigen.
Dieser anspruchsvolle Zickzackkurs ist jedoch weitaus interessanter als die geradlinige A-Z-Erzählerei oder gar die angeblich prima lesbare Bestsellerpampe.

Zudem sind die handelnden Personen, insbesondere die weiblichen, einfach zu aufregend, als sie in einer zweifellos schwergewichtigen Story zu Randfiguren zu degradieren. Allen voran Philomena Schimmer, überzeugter Single und dem Vermehrungstrieb Entwachsene. Schließlich will sie "jenes epidemische Virus namens Menschheit" nicht zur weiteren Verbreitung begünstigen. Krass auch Kollegin Annika Nebun, "die irre Ika". Insgesamt beobachtet Georg Haderer seine Figuren peinlich genau. Ihm entgehen nicht einmal "mimische Mikroexpressionen".

Um was es in diesem Buch geht? Ja, das steht im Klappentext und soll hier nicht nachgeplappert werden. Tote Wissenschaftler/innen, Entführungen, geheime Projekte, zwielichtige Konzerne oder gar eine "unsichtbare Bedrohung" sind absolut (fast) nichts neues mehr. Ganz im Gegensatz zum unübersichtlichen Gebiet der Nanotechnologie, insbesondere jenen mikroskopisch kleinen "Robotern", auch Nanobots genannt.

Helena Sartori, eines von vier Mordopfern und ehemals Wissenschaftlerin bei NATHAN, einem Pharmakonzern, scheint das Unmögliche geschafft zu haben. Angeblich gelang es ihr, mittels einer Art "Origamitechnik" winzigste "Roboter aus DNA gefaltet" zu haben. Diese könnten sich dann Krebszellen vornehmen und ihnen den Garaus machen. Leider wird diesen Winzlingen mitunter unterstellt, sie könnten sich unter Umständen zu einer ungezügelten Selbstreplikation entschließen. Au weia. Ein unbezahlbares Sammelbildchen für Verschwörungstheoretiker und deren Alben für Weltuntergangsszenarien.

Was das jetzt mit dem Buch zu tun hat? "Seht ihr es nicht?" Ja dann hilft nur eines: Lesen und es selbst herausfinden. Es lohnt sich, und schließlich muss ja auch noch das Rätsel um die verschwundene elfjährige Tochter Satoris, die einzige Überlebende des Mordanschlags auf ihre Familie, gelöst werden.

Unterhaltsam, spannend und irgendwie lustig, auch wenn einem das Lachen streckenweise im Hals stecken bleibt. Achtung: Molekülgroße Roboter, die in diesem Fall helfend einschreiten könnten, stehen derzeit noch nicht zur Verfügung!



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Cover des Buches Seht ihr es nicht? (ISBN: 9783709981252)Beate_Freitags avatar

Rezension zu "Seht ihr es nicht?" von Georg Haderer

Ein erfolgreiches Debüt
Beate_Freitagvor einem Monat

Auf dem Cover habe ich bereits nach der Antwort auf die Eingangsfrage gesucht.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist locker-leicht und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten regelrecht dahinfliegen lässt.

Die Protagonisten sind ganz besonders, ausgezeichnet skizziert, und ebenso wie die Handlungsorte sehr plastisch geschildert.

Spannend bist zum Schluss und mit einer ungewöhnlich überraschendem Ende.

 Empfehlenswert!

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Cover des Buches Seht ihr es nicht? (ISBN: 9783709981252)fredhels avatar

Rezension zu "Seht ihr es nicht?" von Georg Haderer

Schräge Ermittlerin
fredhelvor einem Monat

Philomena Schimmer arbeitet in einer Sondereinheit des BKA, die sich mit Vermisstenfällen befasst. Sie ist richtig gut in ihrem Job, weil sie sich auf ihre Intuition verlassen kann. Aber die Kehrseite der Medaille ist, dass sie die Schicksale zu nah an sich heranlässt.
Ihr neuer Auftrag beinhaltet die Suche nach einem Mädchen, das die Ermordung ihrer gesamten Familie scheinbar unverletzt überstanden hat, aber seit der Tat spurlos verschwunden ist. Ihre Mutter war eine Koryphäe auf dem Gebiet der Nanobots, bis sie sich von einem Tag auf den anderen auf einen ländlichen Bauerhof zurückzog.
Natürlich ist Philomena bei ihrer Ermittlung wieder sehr erfolgreich, kann sogar zwischendurch fast mit Leichtigkeit den Fall eines vermissten Ehemanns aufklären.

Mir hat das Buch nicht so gut gefallen. Philomena ist nämlich eine etwas schräge Persönlichkeit, die im Kontakt mit Verstorbenen steht (übrigens hat sie das von ihrer Mutter geerbt). Ihre ganze Familie ist anstrengend sonderbar, ebenso ihr Team beim BKA. Im Prinzip wird das ganze Buch von individualistischen Charakteren beherrscht. Die Gespräche sind gewollt fröhlich. Als sich circa nach der Hälfte des Krimis der Schwerpunkt auf Nanobots richtet, werden die Gedanken und Dialoge fast schon philosophisch. 

Es ist also kein Krimi, den man verschlingen kann mit atemloser Spannung, sondern dem Leser wird ein langsames Lesetempo aufgezwungen, wenn er alles verstehen will. Da ich mich außerdem auch mit keinem Protagonisten anfreunden konnte, fehlte es mir deutlich an Lesefreude. Allerdings finde ich es sehr positiv, dass hier auf die Thematik Nanobots eingegangen wird und mögliche Gefahren gezeigt werden.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Gespräche aus der Community

Du siehst es nicht. Und trotzdem kann es dir gefährlich werden … Philomena Schimmer kämpft gegen eine unsichtbare Bedrohung.

Leserunde mit Autor 

Liebe Leser*innen, 


ich freu mich sehr, euch meine neue Ermittlerin vorstellen zu dürfen: Philomena Schimmer. Und darum geht es in ihrem ersten Fall: 

Als Helena Sartori, deren Eltern und ihr Sohn tot aufgefunden werden, wird Philomena Schimmer vom Kompetenzzentrum für Abgängige Personen hinzugezogen: Die jugendliche Tochter Sartoris, Karina, ist spurlos verschwunden – und Schimmer soll sie suchen.

Helena Sartori war leidenschaftliche Wissenschaftlerin, wollte die Welt verändern mit ihrer Forschung an Nanobots. Und dann  hat sie sich einige Zeit vor ihrer Ermordung völlig zurückgezogen, in die wlanfreie Einöde. Was ist passiert? Ist ihr die Arbeit an den mikroskopisch kleinen, mit freiem Auge nicht sichtbaren Robotern entglitten – und hat das Sartori und ihre Familie in den Abgrund gestürzt? Ist Karina am Leben? Hat man sie entführt oder ist sie selbst geflohen? Quälende Fragen für Philomena Schimmer, der es immer schwerer fällt, die professionelle Distanz zu wahren, je länger von Karina jede Spur fehlt. 


Gemeinsam mit dem Haymon Verlag verlose ich 20 Hardcover-Ausgaben von "Seht ihr es nicht?" und bin gespannt auf eure Eindrücke und aufs Gespräch mit euch. 

Also nichts wie los!


Euer Georg 


151 BeiträgeVerlosung beendet

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