Georg Haderer Der bessere Mensch

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Inhaltsangabe zu „Der bessere Mensch“ von Georg Haderer

»Schräg und unkonventionell.« WDR 5 Mordsberatung

Pillengestärkt und in bester Verfassung stürzt Polizeimajor Johannes Schäfer sich in seinen neuen Fall. Hermann Born, Nationalrat im Ruhestand, liegt ermordet in seinem Arbeitszimmer, sein Kopf von Phosphorsäure fast völlig weggeätzt. Die DNA-Spur führt zu Paul Kastor, einem Kriminellen, der Schäfer zwar gut bekannt, aber seit fünfzehn Jahren tot ist.

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  • Netter Krimi mit Wien-Flair

    Der bessere Mensch

    WildRose

    16. June 2016 um 18:59

    Kurzweilig und amüsant kommt dieser Kriminalroman des Autors Georg Haderer daher. Dabei besticht Haderer mit einem sympathischen, etwas vorschrobenen Protagonisten und konnte mein Herz als Wienerin schon allein durch die Stadt gewinnen, in welcher die Geschichte sich zuträgt.
    Die Story an sich ist nicht schlecht, leider empfand ich die Auflösung als recht unausgegoren.

  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. November 2011 um 09:55

    Kurzbeschreibung: Schäfer ist zurück und er ist besser gelaunt denn je. Schließlich war der Polizeimajor in seinem letzten Fall dem Wahnsinn wesentlich näher als der Aufklärung der Morde. Der Pharmaindustrie sei Dank geht es ihm nun bestens. Fast zu gut, findet Assistent Bergmann, als sich sein Chef pillengestärkt und manisch rechthaberisch in die Ermittlungen stürzt: Ein Nationalrat im Ruhestand liegt tot in seinem Arbeitszimmer. Von seinem Kopf ist nicht mehr viel übrig, nachdem der Täter ihn mit Phosphorsäure übergossen hat. Die DNA-Spur allerdings führt zu einem Verbrecher, der seit fünfzehn Jahren tot ist. Wenig später wird ein türkisches Mädchen mit einem Messer in der Brust in der elterlichen Wohnung gefunden. In heiligem Zorn auf den tyrannischen Vater übt Schäfer Selbstjustiz und wird geradewegs nach Salzburg strafversetzt, wo der Fall eine dramatische Wendung erfährt... Zum Autor: Georg Haderer, geboren 1973 in Kitzbühel/Tirol, lebt in Wien. Nach einem abgebrochenen Studium und einer vollendeten Schuhmacherlehre arbeitete er als Journalist, Barmann, Landschaftsgärtner, Skilehrer und Werbetexter. Bei Haymon erschienen: Schäfers Qualen (2009), sein Debüt und zugleich erster Teil der Reihe rund um Polizeimajor Schäfer, sowie der zweite Teil Ohnmachtspiele (2010). Rezension: Der kontroverse Politiker Hermann Born, der zuletzt die Funktion eines Nationalrates innehatte und in seiner Gesinnung sehr rechts eingestellt war, wird tot aufgefunden, sein Gesicht und Kopf von Phosphorsäure verätzt. Somit ein neuer Fall für Polizeimajor Johannes Schäfer und seine Kollegen, die in ihren Ermittlungen aber nicht so recht vorwärts kommen. Ein weiterer Todesfall lässt die Beamten schwitzen: Ein junges türkisches Mädchen wird erstochen aufgefunden. Schäfer, der seit seinem letzten Fall unter Medikation von Psychopharmaka steht, hält alsgleich den sich verdächtig verhaltenden Vater für den Täter und lässt diesen sehr unkonventionell verhaften. Daraufhin wird er erst einmal von seinem Vorgesetzten auf Zwangsurlaub nach Salzburg versetzt, wo er weitere Ermittlungen im Fall Born tätigt, die eine ungeahnte Wendung nehmen... Mit "Der bessere Mensch" ist Georg Haderer ein weiterer, sehr gut ausgeklügelter Krimi um den Polizeimajor Johannes Schäfer gelungen, der es auch nicht an bissigem Humor fehlen lässt und den bisherigen Höhepunkt dieser Reihe darstellt. Schäfer gibt sich, wie schon gewohnt, äußerst unkonventionell und eigensinnig in seinen Ermittlungen. Durch die Tatsache, dass er auch noch unter der Einnahme von Medikamenten steht, wirkt er in seinen Gedankengängen manches Mal noch abstruser als schon bekannt, doch scheinen sie ihn in seiner Scharfsinnigkeit wiederum auch zu unterstützen. Hat mir beim Vorgänger "Ohnmachtspiele" noch etwas die Spannung gefehlt, ist diese in dem vorliegenden Roman von Beginn an gegeben, denn man rätselt als Leser fieberhaft mit, wer denn nun den rechts angehauchten Nationalrat Born umgebracht hat, was das Motiv ist und vor allem wie die tote junge Türkin in den Fall passt. Die Auflösung lässt bis zum Ende hin auf sich warten, so, wie es in einem gut durchdachten Krimi auch sein soll und kann durchaus überraschen. Einige Wendungen und Irreführungen während der Ermittlungsarbeit machen "Der bessere Mensch" zu einem lesenswerten Krimi, der vor allem wieder durch seine Hauptfigur Schäfer glänzt und besticht. Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover zeigt den Blick auf einen See mit wolkenverhangenem Himmel und mehreren aufsteigenden Möwen. Fazit: Ein Krimi, der zu unterhalten weiß und zum Miträtseln einlädt. Polizeimajor Schäfer zeigt sich in Bestform und ich hoffe, dass der nächste Fall für ihn nicht zu lange auf sich warten lässt.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    Volpina

    14. November 2011 um 16:53

    Nach der Tradition des amerikanischen hardboiled detectives ist Schäfer ein Polizist am Rande des Abgrunds, doch erfrischender Weise keiner kurz vor einem Zusammenbruch, sondern danach. Im Gegensatz zu den vielen Ermittlern, die den Kampf gegen die eigene Hoffnungslosigkeit schon aufgegeben haben, kämpft Schäfer, nicht immer mit Erfolg, gegen die Wut und den kleinen depressiven Hamster im Mühlrad, den jeder mal in seinem Kopf hat. Aber irgendwie will es mich nicht mitreißen. Potenzial ist vorhanden, aber es packt mich nicht und das Sucht-artige Verhalten immer wieder zum Buch zu greifen, wissen zu müssen, wie es weiter geht, bleibt außen vor. Lange wusste ich nicht woran es liegt. Die Geschichte ist spannend, vielschichtig und für mich nicht leicht durchschaubar. Die Personen, besonders Schäfer, sind interessant. Auch wenn das Team, trotz Georg Haderers Versuche ihnen eine Persönlichkeit einzuhauchen, eindimensional bleibt. Die Sprache ist etwas verschroben und verschachtelt und gerade das mag ich besonders. Eine Sprache, die sich wie Schäfers Gedanken manchmal überschlägt und sich erholsam wenig mit Umgangssprache abgibt. Was also ist der Grund für den verschleppenden Lesegenuß? Es ist die zerrissene Krimihandlung. Im anfänglichen Teil des Buches prüngelt Schäfer mal an diesem mal an jedem Fall, schwimmt, radelt, rennt auf dem Drogenhoch oder gräbt sich aus diversen Stimmungslöchern, er gibt sich einem wunderbare, verbale Schlagabtausch nach dem anderen mit Bergmann hin oder hängt in den klebrigen Netzen seiner eigenen Gedanken fest. Das alles hab ich gern gelesen, aber es fügt sich nicht organischen ineinander. Der Spannungsbogen hoppelt rauf und runter, wie Schäfers Serotoninspiegel. Die Handlung an sich bleibt etwas zäh, auch wenn es mir viel Spaß gemacht hat, Schäfer zu begleiten. Und am Ende bleibt nicht nur Schäfer auf einigen offenen Fragen sitzen. Ich habe das Gefühl, dass schlussendlich die zerfaserte Struktur der Handlung ihren Tribut gezollt hat und nicht jeder verschwundene Faden vom Autor geplant fallengelassen wurde. Dieser Krimi ist trotzdem eine echte Empfehlung. Trotz einiger Kritikpunkte schafft es die Geschichte mich zu begeistern, über alles hinweg zu sehen und das, dies muss ich gestehen, hauptsächlich wegen Schäfer und ein wenig wegen Bergmann und, nicht zu vergessen, auf Grund der herrlichen verkopften Sprache. Für den geradlinien, aber wahrlich nicht plumpen, Humor von Georg Haderer gibt es dann noch einen extra Stern. Ich werde die Ermittler in dieser Reihe sicherlich weiter begleiten und auch die beiden verpassten Bände "Ohnmachtspiele" und "Schäfers Qualen" irgendwo auftreiben und wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Ausführliche Rezension auf dem Wortsplitter Blog: http://wp.me/pN7E1-zc

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    hebersch

    13. October 2011 um 08:29

    Obwohl immer noch nervlich angeschlagen und in Behandlung, übernimmt Major Schäfer den Mord an einem rechts stehenden Politiker. Kurz darauf wird ein Verbrecher getötet und es treten Parallelen auf. Im heißen Sommer Wiens überschalgen sich die Ereignisse, als bekannt wird, dass DNA-Spuren auf einen schon länger verstorbenen Mörder hindeuten und "nebenbei" findet sich eine tote, junge türkische Frau, was scheinbar ein "Ehrenmord" war. Das sind die Fakten, aber was diesen wunderbaren Krimi um einen ausgebrannten Kriminalisten auszeichnet, ist die Sprache, der Humor und das Engagement für das Gute. Für mich ist der Titel ein Highlight der diesjährigen Lesesaison.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    Sternenstaubfee

    09. October 2011 um 12:43

    Der Polizist Johannes Schäfer erholt sich gerade von einer Depression und steht noch voll unter dem Einfluß seiner Medikamente, als ein Mord seine Aufmerksamkeit fordert. Ein Nationalrat im Ruhestand wurde ermordet; sein Kopf mit Säure übergossen. Schäfer und seine Kollegen haben alle Hände voll zu tun, den Täter zu fassen... * Meine Meinung * Ein sehr durchdachter und intelligenter Krimi, denn man in Ruhe lesen und genießen sollte! Mir hat er sehr gut gefallen. Der Einstieg fiel mir noch ein wenig schwer, aber hat man sich erst mal eingelesen, dann mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Figur des Johannes Schäfer ist originell und sympathisch auf seine ganz eigene Art. Man versteht nicht immer, was er macht oder warum, und einiges kann man sicher auch nicht gutheißen, und dennoch kommt er sympathisch rüber. Das Ende des Buches hat mir gut gefallen und war nicht unbedingt vorhersehbar. Ich freue mich nun auf die Fortsetzung!

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    Anka2010

    25. September 2011 um 20:01

    Gute Krimis mit außergewöhnlichen Kommissaren kommen nicht nur aus Skandinavien! Ein guter Krimi benötigt Spannung, einen undurchsichtigen Fall, einen Täter, den der Leser im besten Fall erst am Ende entlarvt, einen eigensinnigen und doch auf irgendeine Weise sympatischen Ermittler, eine authentische Geschichte, die das Geschehen abrundet und einen kleinen spritzer Humor. All das besitzt "Der bessere Mensch". Georg Haderer konnte mich mit seinem neuen Krimi überzeugen. Mit Polizeimajor Schäfer hat er einen eigenwilligen und interessanten Hauptprotagonisten geschaffen, an den ich mich jedoch erst gewöhnen musste. Er ist keinesfalls makellos, ganz im Gegenteil, er hat seine Macken, die nicht nur seinen Assistenten Bergmann aufstöhnen lassen, doch gerade deshalb gewinnt er mehr und mehr an Sympathie. Der Anfang liest sich ein bisschen stockend und ich habe einige Seiten benötigt, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch irgendwann fliegen die Seiten wie von selbst und ich konnte Seite an Seite mit dem Polizeimajor auf Spurensuche gehen. Erst der Mord am ehemaligen Politiker und Nationalrat Born, dann eine erstochene Türkin. Schäfer und sein Assistent Bergmann haben alle Hände voll zu tun. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig und Major Schäfer kämpft aufgrund der Einnahme starker Medikamente regelmäßig mit Stimmungsschwankungen, die ihn einen folgenschweren Fehler begehen lassen. Konsequenz: Strafversetzung nach Salzburg. Doch der kuriose Mord an Nationalrat Born lässt ihn nicht los und so führt er seine Ermittlungen fort, denn auch der Täter scheint seinen Schauplatz verlegt zu haben... Der Fall ist in sich abgeschlossen und es ist nicht zwingend notwendig, die zwei vorherigen Krimis gelesen zu haben. Ich werde mein Versäumnis aber nachholen, denn ich möchte mehr über Schäfer und seine Vorgeschichte erfahren. Schäfers dritter war mein erster und ganz bestimmt nicht letzter Fall aus der Feder von Georg Haderer. Jeder Fan von niveauvollen Krimis kommt voll auf seine Kosten und wird mit einer gut ausgeklügelten, authentischen, sympatischen und spannenden Geschichte belohnt.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    depe58

    25. August 2011 um 18:02

    »Die große Neuentdeckung aus Österreich«, so steht es auf der Rückseite auf dem Buch. Ich kann dem nur voll und ganz zustimmen, da die Geschichten von Georg Haderer spannend und empfehlenswert sind. »Der bessere Mensch« ist mein zweites Buch von Georg Haderer und ich muss sagen, dass es mir besser gefällt als das daor. Die Geschichte wird immer verworrener bis kurz vor Schluss. Der Hauptcharakter, Major Schäfer, wird mir in diesem Fall noch einmal genau beschreiben. Was mir an den Krimis von Georg Haderer am besten gefällt, ist die Tatsache das der Autor meiner Meinung nach realistische Charaktere erstellt. Diese Charaktere haben ihre Fehler, man kann sich diese gut vorstellen und sich teilweise gut in die Situationen hinein versetzen. Mir persönlich gefällt der Hauptcharakter sehr. Zur Geschichte allgemein kann ich nur wieder zitieren: »Schäfers dritter Fall - furios, komisch und berauschend in jeder Beziehung« (Quelle: Schutzumschlag). Viele Leser haben allgemein ein Problem mit übersetzen Krimis & Thriller. Es gibt viele die einmal ein original auf deutsch geschriebenes Buch lesen wollen. Es gibt viele, die immer mal neues entdecken wollen. Jedem kann ich nur »Der bessere Mensch« von Georg Haderer empfehlen. Was mir ganz zum Schluss noch einfällt: Georg Haderer stellt einen Klassen bezug zum Titel her. In welchen Sinne dies thematisch geschieht will ich hier leider nicht Spoilern.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    sab-mz

    24. August 2011 um 19:20

    Major Schäfer läuft in seiner liebenswerten Art trotz seiner Depressionen und seiner Selbstzweifel wieder zur Hochform auf. Haderer schreibt auch den 3.Fall wieder mit viel Humor ,einem österreichischen Augenzwinkern und Lokalkolorit. Eine Leiche ,die man kaum erkennt,weil das Gesicht mit Phosphorsäure übergossen wurde,eine DNA-Spur eines bereits seit 15 Jahren toten Verbrechers. Wie geht das?? Dann gibt es noch ein totes Mädchen. Schäfer lässt sich in seiner Manie zur Selbstjustiz hinreissen.Darauf wird er nach Salzburg zwangsversetzt. Alles verquickt mit seinem Assistenten Bergmann,der seinen Chef lieber nicht sehen würde,eine Strafversetzung und ein Ende mit dem keiner gerechnet hätte. Ich kann auch diesen Krimi von Georg Haderer nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    kleinfriedelchen

    15. August 2011 um 11:05

    "Nur mehr mit diesen Pillen funktionierte er noch... war das überhaupt noch er, zu dem sie ihn gemacht hatten... hatte er sich nicht längst schon einer fremden Kontrolle übergeben... ein besserer Mensch zu sein, haha, lieber Oberst, er hatte Lust, seine Waffe zu ziehen und das ganze Magazin auf diese verkommene Menschheit rund um ihn zu feuern." Ein Rechtsextremist und ehemaliger Politiker wird tot in seinem Haus aufgefunden; von seinem Kopf ist dank Phosphorsäure nicht mehr viel übrig. Wollte jemand dem Mann sein böses Gedankengut aus dem Kopf löschen? Schäfer, nach seinem letzten nervenzehrenden Fall dank Medikamenten und rücksichtsvollen Kollegen wieder halbwegs auf dem Damm, wird nicht so recht schlau aus dem Vorgehen des Täters. Denn allen Anschein nach wurde der Mann erst betäubt, bevor er mit Säure übergossen wurde. Mögliche Täter gibt es viele: politische Feinde, ehemalige Nazi-Opfer oder eigentlich jeder, dem die Ansichten des Politikers verhasst waren. Doch bald schon müssen die Ermittler feststellen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, denn als Schäfer zu einem Mann abgeordert wird, der dringend Polizeischutz benötigt, bemerkt er schon im Hausflur den stechenden Geruch der Phosphorsäure... ________ Meine Meinung Schäfers nunmehr dritter Fall konnte mich wieder eindeutig für sich gewinnen. Nach ein paar etwas zähen Seiten ging es auch schon spannend los. Es wird nach Hinweisen gesucht, Verdächtige werden aufgespürt und nebenbei bringt Schäfer seinen Kollegen Bergmann mal wieder fast zum Verzweifeln mit seiner Hau-drauf-Art. Doch diesmal sieht es nicht gut aus für Schäfer. Seit seinem letzten Fall geht es psychisch mit ihm eher weiter berab. Er befindet sich zwar in Therapie und kriegt auch Medikamente, aber sein emotionales Gleichgewicht braucht so seine Zeit, um sich wieder einzupegeln. So wechseln sich trotz Pharmaka unkontrollierte Gewaltausbrüche, Wutanfälle und dann wieder übermütige Heiterkeit täglich ab und machen Schäfer langsam aber sicher immer unbrauchbarer für die Ermittlungen. Da bleibt eine Strafversetzung nach Salzburg nicht aus. Aber wie es nunmal nur Kriminalermittlern passieren kann, verfolgt ihn sein Fall auch hier und der Mörder scheint sich an Schäfers Fersen geheftet zu haben. Schäfers Art ist wirklich einzigartig in der Landschaft der Kriminalermittler und gerade seine Macken machen ihn so sympathisch, auch wenn sie seine Vorgesetzten eher in den Wahnsinn treiben. Wobei auch Schäfer ihnen zustimmen muss, dass er ohne seine Marke wohl schon selbst im Gefängnis sitzen würde bei seiner häufig nicht legalen Vorgehensweise. Auch dieses Buch kann man wieder lesen, ohne die Vorgänger kennen zu müssen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen und Bezüge zu früheren Fällen sind sehr spärlich. Aber um die persönliche Entwicklung Schäfers und die Beziehungen zu seinen Kollegen zu verstehen, empfiehlt es sich schon, die Vorgänger zu kennen. Der Fall diesmal war wieder gewohnt spannend, auch wenn ich nach ein paar ersten Hinweisen ziemlich schnell einen Verdacht hatte, wer der Täter sein könnte, und der wurde auch bestätigt. Dadurch ist das Buch allerdings nicht weniger fesselnd geworden. Trotzdem erschien mir die Auflösung des Falles leider etwas unausgereift, manches schien doch noch nicht ganz geklärt. Aber so wird der Leser in die gleiche Situation wie Schäfer versetzt: auch er zweifelt daran, ob der Fall wirklich ganz aufgeklärt ist und ob die wahren Täter entkommen sind. Vielleicht werden die Unklarheiten in einem zukünftigen Fall ja nochmal aufgerollt. Ich jedenfalls freue mich auf weitere Schäfer-Krimis.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    Klusi

    05. August 2011 um 22:53

    „Das Böse braucht kein Motiv“ Polizeimajor Schäfer ermittelt wieder. Ein ehemaliger Nationalrat wurde ermordet, und der Täter hat ganze Arbeit geleistet. Der Kopf des Opfers hat sich aufgelöst, denn er wurde mit Phosphorsäure übergossen. Eine weitere, kopflose Leiche und Spuren von Phosphorsäure bei einem Einbruch lassen den Eindruck entstehen, dass der Täter mit seinen Hinterlassenschaften ein Zeichen setzen wollte. Schäfer geht seinen neuen Fall mit frischer Tatkraft an, wenn er auch zuerst einmal ziemlich ratlos dasteht, denn an einem der Tatorte wurden Haare des Mörders gefunden, und die DNA-Spur führt zu einem Verbrechen in der Vergangenheit, zu einem Täter, der eigentlich schon seit 15 Jahren tot ist. Als eine junge Türkin erstochen in der Wohnung ihrer Eltern gefunden wird, sieht Schäfer rot. Er lässt den verdächtigen Vater des Mädchens verhaften und geht dabei nicht gerade zartfühlend vor. Nach diesem Fall von Selbstjustiz schickt ihn sein Vorgesetzter nach Salzburg, damit sich die Wogen in der Öffentlichkeit etwas glätten können. Schäfer ist frustriert, weil ihm der Fall des Phosphorsäure-Mörders zu entgleiten droht, aber dann ergeben sich neue Anhaltspunkte, und Schäfer ist wieder mittendrin im Geschehen. Da ich im Februar Georg Haderers „Ohnmachtspiele“ gelesen habe, war es am Anfang seines dritten Krimis, als würde ich alte Bekannte wieder treffen. Neben Schäfer sind auch der sympathische Kollege Bergmann und die forsche Polizistin Kovacs wieder mit von der Partie. Die aktuellen Fälle bearbeitet das Team, wie gewohnt, mit viel Scharfsinn und knochentrockenem Humor. Dass der Polizeimajor noch immer, wegen seinem erst kürzlich überstandenen Burnout, in psychologischer Behandlung ist und mehr oder weniger regelmäßig Medikamente nimmt, veranlasst Bergmann zu der Bemerkung, Schäfer sei seit seiner Krankheit viel sensibler und menschlicher geworden. Schäfer jedoch zweifelt manchmal an sich, denn er muss zugeben, dass Objektivität und Toleranz nicht immer seine Stärke sind, wie sein kürzliches Vorgehen gegen den türkischen Verdächtigen gezeigt hat. Dass er dies vor sich selbst zugibt, macht ihn besonders glaubhaft. Schäfers konfliktreiches Innenleben und seine komplexen Gedankengänge werden offen gelegt und wirken manchmal fast philosophisch. Auch wenn er sich äußerlich nicht viel anmerken lässt, macht er sich doch seine Gedanken, inwieweit die Medikamente sich auf sein Seelenleben und seine Reaktionen auswirken. „Der bessere Mensch“ ist ein facettenreicher, raffiniert angelegter Kriminalroman, der nicht nur pfiffige Polizeiarbeit zeigt, sondern auch in die Tiefe geht und klar aufzeigt, wie verschwommen und durchlässig oft die Grenze zwischen Gut und Böse ist.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    Buechersuechtig

    05. August 2011 um 16:28

    3. Band der Major Schäfer-Reihe DIE GESCHICHTE... Major Schäfer und sein Assistent Bergmann werden zu einem grausigen Tatort im Wiener Stadtteil Grinzing gerufen. Der Rechtsextremist und Ex-Nationalrat Hermann Born wurde in seiner Villa mit Phosphorsäure übergossen und dadurch getötet. Bei der Tatortuntersuchung finden sich DNA-Spuren von einem Verbrecher, der bereits seit 15 Jahren tot ist. Die Ermittler geraten in's Grübeln... Als wenig später ein türkisches Mädchen erstochen aufgefunden wird und Schäfer den Vater ungerechtfertigt verhaften lässt, wird der Polizeimajor strafversetzt... MEINE MEINUNG: Der 3. Fall der Major Schäfer-Reihe trägt den Titel "Der bessere Mensch" und überrascht mit einer ansprechenden, aber (für einen Krimi) eher untypischen Covergestaltung. "Der bessere Mensch" beginnt 1984 mit dem verwirrenden Prolog und schwenkt danach in die Gegenwart. Seit den Geschehnissen in "Ohnmachtspiele" sind einige Monate vergangen, inzwischen ist es Ende Juni und die Hitze macht Schäfer schwer zu schaffen. In diesem Band lernen wir den jüngsten Major bei der Wiener Kriminalpolizei sehr gut kennen, denn wir begleiten den Polizisten vom Aufstehen bis zur Bettruhe und erfahren, was er wann einkauft bzw. isst, dass er einen neuen Nachbarn bekommen hat, dass er mit dem Rad zur Arbeit fährt und mit seinem Adjutanten joggen geht, da er mit seinen 42 Jahren schön langsam Fett ansetzt. Außerdem leidet Johannes Schäfer seit 2 Jahren an Depressionen und Panikattacken, weshalber diversen Tabletten kräftig zuspricht und versucht, sein Problem mittels Therapeuten in den Griff zu bekommen... Nachdem ich den Protagonisten im Vorgängerband sehr vielschichtig und authentisch fand, kann ich dem im 3. Band nicht ganz zustimmen. Der Polizeimajor ist mit seinen privaten Problemchen so beschäftigt, dass die Ermittlungsarbeit ein wenig in den Hintergrund tritt. Mit seinen Vorgesetzten bzw. deren Ansichten hat der sturköpfige Major mit langjähriger Erfahrung im Polizeidienst noch immer zu kämpfen und lässt sich oft von seinem Bauchgefühl leiten. Sein Assistent Bergmann spielt leider abermals eine unbedeutende Nebenfigur, obwohl Bergmann ein ausbaufähiger Charakter wäre. Und wieder hat es Georg Haderer geschafft, mit so vielen Nebencharakteren, Namen und Dienstgraden um sich zu werfen, dass es einen ganz schön verwirrt. Da gibt es z.B. Oberst Kamp, Chefinspektor Strasser, Mugabe, Schreyer, Leitner, Kovacs etc. Weniger wäre hier mehr gewesen... Dieser österreichische Krimi fängt ganz unterhaltsam an, wird dann halbwegs spannend, um ziemlich bald einen Gang hinunterzuschalten. Leider verzettelt sich der Autor unerklärlicherweise auffallend hartnäckig in Nebensächlichkeiten, die mit den Ermittlungen überhaupt nichts zu tun haben, so dass sich die 328 Seiten lange Handlung streckenweise sehr dahinzieht. Zum Ende hin wird dem Leser noch eine ordentliche Portion Unglaubwürdigkeit serviert und lässt die Leserschaft dieses Werks mit einigen offenen Fragen zurück. Erzählt werden die Geschehnisse aus der Perspektive von Johannes Schäfer, der uns auch Einblick in seine Gefühls- und Gedankenwelt gewährt. Dadurch können wir auch gut mit dem aufmüpfigen Major mitfühlen. Leider wurde die Polizeiarbeit für meinen Geschmack etwas vernachlässigt - schade, denn davon hätte ich gern mehr gelesen. Als Handlungsorte leisten uns zum größten Teil die österreichische Hauptstadt Wien, aber auch die Stadt Salzburg gute Dienste. Georg Haderer schreibt durchaus fesselnd, verliert sich allerdings für meinen Geschmack zu sehr in unbedeutende Belanglosigkeiten, was von der eigentlichen Story ablenkt und flüssiges Lesen erschwert. FAZIT: Leider konnte mich der 3. Fall mit dem starrköpfigen Wiener Polizeimajor nicht wirklich überzeugen. Wer allerdings gern Kriminalromane mit einer gehörigen Portion Lokalkolorit liest und mehr über den schrulligen Ermittler erfahren möchte, ist hier richtig. Deshalb vergebe ich für "Der bessere Mensch" gute 2 1/2 STERNE.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    sarahsbuecherwelt

    05. August 2011 um 12:18

    Der Titel „Der bessere Mensch“ ist der dritte Teil einer Krimi-Reihe rund um den Kommissar Schäfer. In seinem letzten Fall, der erst harmlos anfing, musste Schäfer sich um einen Serienmörder der besonderen Art kümmern. Endlich ist Schäfer wieder zurück und dank einiger Pillen ist er auch wieder einsatzfähig, was nach seinem letzten Fall eher schlecht aussah. Für Schäfer geht es auch gleich zur Sache. Ein bekannter Pensionär wird tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden. Selbstmord kann er hier ausschließen, denn wer übergießt seinen Kopf freiwillig mit Säure. Sein potentieller Mörder ist jedoch schon seit einigen Jahren verstorben, was Schäfer vor ein gewaltiges Rätsel stellt. Doch damit nicht genug. Eine weitere Leiche, ein junges Mädchen, wird mit einem Messer tot aufgefunden. Für Schäfer ist diese Leiche zu viel und er begeht Selbstjustiz am vermeintlichen Täter. Diese Aktion führt weitreichende Konsequenzen mit sich, die Schäfer anfänglich nicht überblicken kann. Aber Schäfer wäre nicht Schäfer, wenn er daraus nicht das Beste machen würde und ihn sämtliche Komplikationen nicht noch mehr anspornen würden. Da mir Schäfer schon ein bekannter Protagonist aus seinem vorherigen Fall war, dauerte es nur wenige Seiten bis ich wieder in dieser Figur steckte. Wer Schäfer nicht kennt, wird einige Seiten mehr brauchen, aber durch die gelungene Auffrischung und die zusätzlichen Details kann es gar nicht lange dauern, bis man sich in diesen Charaktere hineinversetzen kann. Anfänglich empfand ich den „neuen“ Schäfer jedoch etwas befremdlich, da er auf den ersten Blick durch seinen letzten Fall doch etwas aus der Bahn geworfen wurde. Nichtsdestotrotz sind seine Handlungen und Gedanken nachvollziehbar und werden später sogar wieder sympathischer. Auch der neue Fall hat es in sich. Spannend, mitreißend und detailliert, wird der Leser an das Mordopfer und die gesamte Situation herangeführt. Wer nach dem Klappentext Angst bekommt, dass es vielleicht zu detailliert und damit nichts für schwache Nerven ist, kann hiermit beruhigt werden. Zwar verwendet Georg Haderer einen sehr bildhaften, lebendigen und authentischen Stil, trotzdem achtet er darauf, dass es nicht zu brutal und blutrünstig zugeht. Leichen werden nicht bis ins blutigste Detail beschrieben. Vieles erahnt man, anderes liest man und zusammen bekommt man einen guten Überblick des Tatortes. Durch immer neue Wendungen, Indizien und Verbindungen kommt beim Lesen kaum Langeweile auf. Man versucht als Leser mitzuraten wie alles zusammenhängt und wird erst am Schluss durch einen absolut packenden Schluss auf die richtige Fährte gelenkt. Dieser ist logisch, lässt keine Fragen offen und passt zur eigentlichen Reihe. Was will man also mehr von einem Krimi. Während mich im letzten Buch noch die langatmigen Passagen rund um die Personalisierung des Morddezernates gestört haben, kann ich hier nicht sagen, dass mich auch nur ein Punkt, wie zum Beispiel die Selbstjustiz, der Pillenkonsum oder ähnliches gestört haben. Es passte alles perfekt hinein und nahm dem Krimi an keiner Stelle die Spannung. Diesmal hat es der Autor rundum geschafft mich mit seinem Werk zu überzeugen. Daher kann ich es ohne Einschränkung empfehlen. ===Bewertung=== Der dritte Fall von Georg Haderer in der Schäfer-Reihe besticht durch absolute Spannung, einmalige Kriminalentwicklungen und durch authentische Charaktere. Er lässt den Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappen und bekommt dafür fünf Sterne.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    Bellexr

    05. August 2011 um 10:12

    Das Böse in etwas Gutes verwandeln . Nationalrat a. D. Born liegt tot in seinem Arbeitszimmer, sein Gesicht mit Phosphorsäure verätzt. Wer begeht nur so eine grausame Tat? Polizeimajor Johannes Schäfer aus Wien begibt sich zusammen mit seinem Assistenten Bergmann auf Spurensuche. Doch trotz größter Bemühungen ergeben sich weder ein Motiv noch eine heiße Spur. Dank der Pharmaindustrie schwankt Schäfers Gemütszustand momentan ziemlich und als er Tage später an einem weiteren Tatort ein erstochenes türkisches Mädchen vorfindet, geht er voller Vorurteile davon aus, dass nur der Vater der Täter sein kann. Da auf seinen Befehl hin dessen Verhaftung nicht unbedingt gesetzeskonform verläuft, wird Schäfer von seinem Vorgesetzten Kamp in Zwangsurlaub nach Salzburg geschickt. Dort geht er den kaum vorhandenen Spuren im Fall Born auf ziemlich unkonventionelle Weise weiter nach und bald nimmt der Fall eine äußerst unerwartete Wendung. . Georg Haderer erzählt hier eine Story, die sich zum Schluss völlig anders entwickelt als anfangs gedacht. Denn der Politiker Born war als Alt-Nazi bekannt, hatte entsprechend viele Feinde und so vermutet die Polizei erst einmal den Mörder aus diesem Umfeld. Doch irgendwie lässt sich hier einfach kein Motiv ableiten, geschweige denn einen Verdächtigen ermitteln. Schäfer hat immer mehr das Gefühl, einem Phantom hinterher zu jagen. Und so erfährt man auch erst ganz zum Schluss die Identität des Mörders, welches Motiv sich hinter dem Mord verbirgt und kann die komplizierten Zusammenhänge, die einem durch Schäfers kruden Gedankengänge auch nicht immer ganz klar sind, dann verstehen und logisch nachvollziehen. . Um sein Nervenkostüm wieder in Einklang zu bringen, nimmt Schäfer seit seinem letzten Fall auf ärztliche Anweisung hin die verschiedensten Tabletten ein. Diese kommen seinem Gemütszustand scheinbar sehr zu gute, denn Schäfer strotzt vor Energie und guter Laune, sehr zur Überraschung seiner Untergebenen und insbesondere seinem Assistenten Bergmann. Dieser erkennt seinen Chef kaum wieder. Allerdings wird ihm auch ziemlich schnell klar, dass Schäfer in seinem Verhalten immer eigenwilliger und unkontrollierbarer wird und eine Pressekonferenz zum neuen Fall nicht vorhersehbare Konsequenzen haben könnte. Und so überrascht es einem auch nicht wirklich, dass Schäfer beim Fall der jungen Türkin ausrastet. . Während des gesamten Krimis wirkt Schäfer wie aufgezogen, ja fast schon hyperaktiv. Dies überrascht einen zwar ein wenig im Vergleich zu den anderen Krimis, doch irgendwie auch nicht wirklich. Schließlich war der Polizeimajor in seiner Ermittlungsarbeit und auch in seinem Verhalten immer schon ein wenig eigenwillig gewesen und seine verqueren Gedankengänge, die meist zur Lösung des Falls führen, sind jetzt nur noch ein wenig ausgeprägter. Sehr zum Leidwesen seines Teams tritt aber auch seine bestimmende, ja regelrecht rechthaberische Seite immer mehr zutage. Man könnte jetzt meinen, dass Schäfer hierdurch ziemlich arrogant wirkt, dem ist aber überhaupt nicht so. Ganz im Gegenteil, irgendwie nimmt man ihm dieses eigenwillige Verhalten nicht übel und auch sein Team und vor allem Bergmann lassen sich hiervon nicht nachhaltig beeindrucken. . Der Schreibstil von Georg Haderer ist gewohnt flüssig und stellenweise richtig humoristisch. Die manchmal so herrlich kruden Gedankengänge von Schäfer und seine oft so unkonventionellen Ermittlungsansätze haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Die Spannung hält sich durchweg auf hohen Niveau, einfach auch aus dem Grund, dass bis zum Schluss absolut nicht ersichtlich ist, wer und welche Gründe hinter dem Mord an Born stehen, welche Zusammenhänge zu einem Einbruch eines Bekannten des Nationalrats a.D. bestehen und was denn nun der Mord an der jungen Türkin mit dem Fall zu tun haben soll. Hinzu kommt ein Täter mit einem äußerst rätselhaften und absolut unlogischen Verhalten. . Zusätzlich erfährt man auch wieder etwas aus Schäfers Privatleben. Hierbei geht Georg Haderer ein wenig auf Schäfers Beziehung zu Isabelle ein, die sich zwischenzeitlich zur Fernbeziehung entwickelt hat, da die Staatsanwältin nun in Den Haag arbeitet und auch ein Wiedersehen mit Schäfers Bruder ist dabei. Allerdings ist dies alles wohldosiert und die Ermittlungsarbeit von Schäfer steht hier eindeutig im Vordergrund. . Fazit: Ein spannender und gleichzeitig auch humoristischer Krimi mit einem Protagonisten, der einem in seiner eigenwilligen Art nur sympathisch sein kann und einer absolut unvorhersehbaren Story.

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  • Rezension zu "Der bessere Mensch" von Georg Haderer

    Der bessere Mensch

    dark_angel

    05. August 2011 um 08:53

    Dank der Pharmaindustrie geht es Polizeimajor Johannes Schäfer besser denn je, zumindest solange er seine Tabletten gegen Depressionen und Panikattacken einnimmt. Sein Assistent Bergmann ist jedoch skeptisch, ob das auf lange Sicht gut geht. Fast schon zu euphorisch und rechthaberisch kommt sein Chef daher; ob er da nicht vielleicht selbst an der Dosis geschraubt hat? Indessen stürzt sich Schäfer mit vollem Elan in die Ermittlungen des Mordes an einem Nationalrat, der tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden worden ist. Der Täter muss wohl einen immensen Hass auf sein Opfer gehabt haben, denn er hat ihn mit Phosphorsäure übergossen. So kompliziert die Lösung des Falls ist, so einfach wirkt der Fall des ermordeten türkischen Mädchens, das wenig später mit einem Messer in der Brust in der Wohnung ihrer Eltern gefunden wird. Wutentbrannt gehen bei Schäfer alle Sicherungen durch... Konsequent ist es dem Autor Georg Haderer gelungen, den Charakter seines eigenwilligen Ermittlers weiter zu entwickeln und dadurch noch mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Auch dessen Assistent rückt im Zuge des Geschehens mehr in den Vordergrund, so dass man ihm gerne etwas mehr Handlung einräumen möchte. Die Handlung gestaltet sich wie gewohnt spannend und unterhaltsam. Schäfer lässt es sich natürlich auch hier nicht nehmen, in der oberen Riege gegen seinen Chef aufzubegehren und auf seinen Standpunkt zu beharren. Der Leser hat uneingeschränkten Zugang zu Schäfers Gedanken und darf selbst miträtseln, wer hinter den Morden steckt. Auch hier fehlt es nicht an trockenem Humor und Seitenhieben. Sehr schön sind auch so manche Denkanstöße, über die sich der Leser selbst seine Gedanken machen kann, wenn es beispielsweise um die Überlegung von Gut und Böse geht.

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