Georg Haderer Schäfers Qualen

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Inhaltsangabe zu „Schäfers Qualen“ von Georg Haderer

Der Kriminalbeamte Johannes Schäfer wird aus Wien in seine ehemalige Heimatstadt Kitzbühel abkommandiert, um einen brutalen Mord aufzuklären. Der Kitzbüheler Unternehmer Steiner wurde bewusstlos geschlagen und anschließend an ein Gipfelkreuz genagelt. Noch während Schäfer sich in seiner ungeliebten früheren Heimat einrichtet, geschieht ein zweiter grausamer Mord: Baulöwe Krassnitzer wurde bei lebendigem Leib einbetoniert, und er ist nicht das letzte Opfer. Schäfer muss bei seiner Spurensuche tief in die Vergangenheit eintauchen, auch in seine eigene, die nicht immer ruhmreich war ...

Der Auftakt zu einer neuen Krimi-Serie, deren Protagonisch kein einfacher Mensch, aber ein genialer Ermittler ist.

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Absolut lesenswert

— Lienz
Lienz

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen"

    Schäfers Qualen
    ElkeK

    ElkeK

    10. August 2017 um 09:57

    Inhaltsangabe: Johannes Schäfer ist knapp über 40 und hat es ziemlich schnell und mit unkonventionellen Mitteln zum Major bei der Kriminalpolizei Wien gebracht. Seine Erfolgsquote ist stark. Das ist auch der Grund, weshalb er von seinem Vorgesetzten ins malerische und berühmte Kitzbühel geschickt wird. Dort passieren seltsame Morde. Einer wird auf dem Gipfel ans Kreuz geschlagen, ein anderer Mann bei lebendigem Leibe einbetoniert. Ein dritter Mord sieht wie ein Selbstmord aus. Für Schäfer ist ziemlich schnell klar, das es zwischen diesen Männern eine Verbindung gibt. Doch die unerfahrenen Beamten vor Ort tun sich nicht nur mit den Morden, sondern auch mit der ständigen Abwesendheit Schäfers schwer. Aber nicht nur die Morde liegen Schäfer quer im Magen. Offensichtlich macht ihm auch seine eigene Vergangenheit zu schaffen, denn er stammt aus diesem Ort und hat nicht immer die allerbesten Erinnerungen daran. Mein Fazit: Dies ist der Debüt-Roman von Georg Haderer und der Autor hat uns in der Leserunde begleitet. Der Roman hebt sich durch einige Punkte positiv hervor. Zum einen hat der Autor einen ziemlich verschrobenen, aber dennoch sympathischen Charakter mit Johannes Schäfer geschaffen. Er hat seine Stärken und Schwächen und das macht ihn authentisch wie auch glaubwürdig. Ich konnte mich sehr gut mit ihm identifizieren. Zum anderen ist die Handlung klassisch und sehr spannend aufgebaut. Die Dialoge sind fetzig und haben Tempo und zeugen von einer gewissen Glaubwürdigkeit. Und die Landschafts-Beschreibungen von Kitzbühel beweisen mir, das der Autor diesen Ort selbst gut kennt. Auch die Einflechtung von kleine Anekdoten zum Ort oder Personen ist durchaus gelungen und löst die Situation etwas. Allerdings gibt es zwischendurch auch Passagen mit viel zu langen Sätzen. Diese sind teilweise so unglücklich ausgedrückt, das ich sie zwei- oder dreimal lesen musste, um das alles zu verstehen. Und was bei Krimis häufig der Fall ist, so sind in diesem Roman auch viel zu viele Personen involviert, die irgendwie eine Rolle spielen (könnten). Das ansich macht es ja spannend, wer denn nun der Mörder ist. Es kann aber auch zuweilen sehr verwirrend sein. Für ein Erstlings-Werk muss ich jedoch rundum sagen: Sehr gelungen und bekommt daher 4 von 5 Sternchen. Anmerkung: Die Rezension stammt aus September 2009.

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  • Heimatbesuch

    Schäfers Qualen
    walli007

    walli007

    10. May 2016 um 18:39

    In Kitzbühel wird der Unternehmer Steiner bei einer Wanderung überwältigt und ans Gipfelkreuz gehängt. Die Wiener Polizei entsendet Major Johannes Schäfer an den Ort des Geschehens zur Unterstützung der dortigen Dienststelle. Man erwartet von Schäfer, dass er sich in Kitzbühel besonders gut zurechtfindet, schließlich ist es die Stadt seiner Jugendjahre. Als ganz so einfach erweist es sich allerdings nicht, denn einiges aus seiner Vergangenheit möchte Schäfer allzu gerne vergessen. Seine Eltern besucht er nur selten, seine gescheiterte Beziehung macht ihm zu schaffen. Immer wieder in Gedanken an die Vergangenheit verliert er manchmal die Gegenwart aus dem Blick. Schon bald allerdings geschieht ein zweiter Mord, der es an Grausamkeit durchaus mit dem ersten aufnehmen kann. Nicht umsonst beginnen die Ermittler zu rätseln, welche Verbindung es zwischen den Toten geben könnte. Gemeinsamkeiten drängen sich erstmal nicht auf. Da muss wohl in der Vergangenheit gegraben werden. Mit untrüglicher Spürnase und unzweifelhaft vorhandener Kenntnis der Örtlichkeiten und des Menschenschlages nimmt Schäfer eine Witterung auf. Sie treibt ihn auf Wege, in die seine Kollegen manchmal kaum folgen möchten. Manchmal am Rande des so eben noch Erlaubten, immer hartnäckig und dickköpfig, grummelt und hadert sich Schäfer durch den Fall. Er gräbt und gräbt, tatsächlich gräbt er etwas aus. Der erste Fall mit Major Johannes Schäfer bietet einen Ermittler mit urigen Charakter, der vielleicht eher durch Zufall auf die richtige Seite gefallen ist, wie er selber klug und einsichtig bemerkt. Mit seinen akribischen und intensiven Nachforschungen, die immer mal sehr aus dem Bauch heraus erfolgen, dechiffriert Schäfer eine vertrackte Geschichte. Nie und nimmer wäre damit zu rechnen gewesen. Hat man doch den Ort mehr unter touristischen Gesichtspunkten gespeichert, würde man dort kaum ein Verbrechen vermuten. Gefesselt wird man eines Besseren belehrt und freut sich darüber, besonders gut unterhalten worden zu sein.

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  • Major Schäfer ermittelt ...

    Schäfers Qualen
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    01. February 2016 um 17:17

    Schäfers Qualen/Georg Haderer Major Johannes Schäfer ist ein schwieriger Mensch, hat aber die höchste Aufklärungsquote bei Gewaltverbrechen. Daher „übersieht“ sein Chef manche eigenwillige Ermittlungsmethode. In seinem ersten Fall kehrt er in seine Heimatstadt Kitzbühel zurück. Der Tummelplatz der Reichen und Schönen wird von einer grauslichen Mordserie erschüttert. Ohne sein gewohntes Wiener Ermittlungsteam, muss sich Schäfer mit den örtlichen Beamten einmal zusammenraufen. Georg Haderer legt interessante Spuren, die das eine oder andere Mal in einer Sackgasse münden. Das Ende ist ein wenig überraschend. Ich hätte einen ganz anderen in Verdacht gehabt. Ich finde es schön, wenn der Autor die Leser ein bisschen an der Nase herumführt.

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    Gurke

    Gurke

    04. March 2012 um 17:32

    Kitzbühel wird von dem stadteigenen Tourismusverband als wahres Paradies für Wanderer und Skifahrer angepriesen und auch sonst vereint die Alpenregion viele positive Attribute, welche zum Verweilen und Entspannen einladen. * Major Johann Schäfer hat seine Kindheit dort verbracht, ist allerdings froh nun beruflich in Wien und damit weit weg von den Erinnerungen seiner Jugend zu sein, die mit dem trauten Bild der heilen Bergwelt so gar nichts gemeinsam haben. Als im beschaulichen Tirol aber ein Geschäftsmann ans Gipfelkreuz genagelt aufgefunden wird, ist schnell klar, dass die Kitzbühler Dorfgendarmen bei diesem heiklen Fall die Unterstützung eines erfahrenen Ermittlers benötigen, der den Verantwortlichen aufspürt und die Sicherheit der wichtigen Urlaubsgäste wiederhergestellt ist. Die Wahl des Vorgesetzten fällt dabei auf den Major, da er nicht nur ortskundige und damit das Vertrauen der Bewohner auf seiner Seite hat, sondern auch eine ausgezeichnete Aufklärungsquote vorzuweisen hat. Widerwillig macht sich Johann Schäfer auf den Weg in seine Heimat und noch bevor die Recherche beginnen kann, wird schon die nächste Leiche gefunden, dessen Tod der Grausamkeit einer Kreuzigung in nichts nachsteht – er wurde lebendig einbetoniert und alle ahnen, dass das erst der Anfang war. * Mit „Schäfers Qualen“ ist Georg Haderer ein spannendes Debüt gelungen, das nicht nur durch einen interessanten Plot, sondern vordergründig durch seinen kauzigen Protagonisten überzeugt. Auf dem Revier kann nämlich selbst sein engster Assistent den Erfolg des Eigenbrötlers nicht durchschauen und resigniert, wenn sein Chef Münzen auf dem Tisch hin-und herschiebt, um dabei einen Geistesblitz zu erzielen. Schäfer hält sich bewusst nicht an konventionelle Methoden und bei einem Bierchen oder nächtlichen Absacker kann es auch schon einmal passieren, dass er interne Neuigkeiten an seine Gesprächspartner weitergibt. Der Alkohol ist neben seiner verlorenen Jugendliebe Maria zudem sein größtes Laster und dieser kleine Schwachpunkt, die ein Hüter des Rechts nach Ansicht der Gesellschaft besser nicht mit zum Dienst bringt, machen ihn in meinen Augen sehr menschlich . Der Autor versucht erst gar nicht seinen Helden in den Himmel zu loben, trotzdem ist er ein genialer Spurensucher mit echtem Tiroler Charme, der mit österreichischer Gemütlichkeit, die Neider gerne auch als Faulheit beschimpfen könnten, auf seine eigene und sehr sympathische Art und Weise dem Mörder immer näher kommt. * Ein kleiner Kritikpunkt richtet sich an teilweise sehr lange Sätze, die mich - verbunden mit der Sprunghaftigkeit von Schäfers Gedanken - etwas verwirrten und diese Stellen dann den Lesefluss stoppten. Gleichzeitig unterstreicht Georg Haderer damit aber auch die Fähigkeit seines Hauptakteurs aus offensichtlich unzusammenhängenden Fetzen mit einer Leichtigkeit die Kernpunkte freizulegen und diese zu einem neuen, logischen Ganzen zu basteln. Verstehen können und sollen wir Leser seine Ideen nicht, zumal er weder uns noch seinem verzweifelten Vorgesetzten über Fortschritte auf dem Laufenden hält. Dadurch lüftet sich aber auch erst zum Schluss der Nebel und wir dürfen über einen Täter staunen, der uns das ganze Buch über an der Nase herumgeführt hat. * Für einen Debüt-Krimi war „Schäfers Qualen“ wirklich sehr schlüssig aufgebaut und mit einem eigenen Stil versehen, der dem erfahrenen Autoren in nichts nachsteht. Mittlerweile sind schon zwei weitere Fälle für den Major im Haymon Verlag erschienen („Ohnmachtsspiele“ August 2010 und „Der bessere Mensch“ September 2011) und ich kann es kaum erwarten, bis diese auch als Taschenbuch erhältlich sind – das Cover der dtv-Ausgabe finde ich einfach viel stimmungsvoller. :-)

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    Wolfgang237

    Wolfgang237

    30. January 2012 um 18:33

    Nachdem ich bei einer Lesung Georg Haderer mit Ausschnitten aus seinen Schäfer-Krimis gehört habe, war ich überzeugt, dass ich die Romane zur Gänze lesen möchte.

    Die Lektüre des Schäfer-Debüts hat mich nicht enttäuscht. Ein wirklich gelungener Krimi der Lust auf mehr davon macht. Ich glaube auch, dass es nicht lange dauern wird bis wir Kommissar Schäfer erstmals im Film sehen können.

  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    Bellexr

    Bellexr

    20. January 2011 um 15:25

    Der "hölzerne" Schäfer . In Kitzbühel, dem Heimatort von Major Schäfer, wird ein Mann ermordet und am Gipfelkreuz aufgehängt. Major Schäfer soll Amtshilfe leisten und reist von Wien in seine Heimatstadt, um die dortigen Ermittlungen zu leiten. Kaum angekommen geschieht ein weiterer Mord. Dieses Mal wurde ein Mann bei lebendigem Leib einbetoniert, nur noch sein Kopf ragt heraus. Wer ist zu solch grausamen Morden fähig und vor allem, welches Motiv steckt hinter den Morden? Major Schäfer geht diesen Fragen nach und wird bei seinen Ermittlungen ein ums andere Mal auch mit seiner Vergangenheit konfrontiert. . Georg Haderer hat mit seinem Major Johannes Schäfer einen Ermittler der etwas anderen Art erschaffen. Recht unkonventionell geht dieser seinen Ermittlungen nach, wobei diese von Schäfer mit Vorliebe alleine durchgeführt werden. An dieses eigenwillige Verhalten müssen sich seine Kollegen in Kitzbühel erst einmal gewöhnen. So ist es bei Major Schäfer auch nicht ungewöhnlich, seine Ermittlungen in einer Kneipe durchzuführen, um so ein wenig mehr über die Mordopfer zu erfahren. Auch wenn dies zur Folge hat, dass er morgens vor seinem Hotelzimmer, eingewickelt im Flurteppich und einem mordsmäßigen Kater, wieder aufwacht. . Der Fall gestaltet sich von Anfang an sehr komplex. Doch mit seinen verworrenen Gedankengängen, denen seine Kollegen meist gar nicht und selbst der Leser manchmal nicht sofort folgen können, stellt Schäfer schon recht bald fest, dass das Motiv der Morde - und es soll nicht bei den Beiden bleiben - in der Vergangenheit zu finden ist. Doch welches Motiv genau steckt dahinter? Hat es etwas mit der damaligen Entführung des Sohns eines Großindustriellen zu tun, steckt gar ein zurückliegender Banküberfall dahinter oder hat etwa die RAF ihre Finger im Spiel? So präsentiert der Krimi immer wieder neue Wendungen, Verdächtige gibt es eigentlich bis zum Schluss nur wenige bis gar keine und - wie gesagt - das Motiv verschließt sich einem ebenfalls. . So ist die Story durchweg äußerst spannend angelegt und der flüssige, lockere und stellenweise auch recht nachdenkliche und dann wieder humoristische Schreibstil von Georg Haderer sorgt dafür, dass man sich durchweg hervorragend unterhalten fühlt. Über das Privatleben von Schäfer erfährt man eher wenig, hier werden nur vereinzelt Andeutungen gemacht und der Krimianteil liegt hier klar im Fokus. Trotzdem lernt man den Major sehr schnell kennen, dieser wirkt äußerst sympathisch und gerade sein Charakter mit den vielen Ecken und Kanten lassen ihn sehr authentisch wirken. . Fazit: Ein absolut gelungenes Krimidebüt mit einer gut durchdachten Story und einem Protagonisten, der einem mit seinen Eigenarten fast augenblicklich sympathisch wird.

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2010 um 11:30

    Zwei Arbeiter warten bereits bei einem Kompressor mit ihren Presslufthämmern, als Schäfer die Erlaubnis erteilt, den Toten freizulegen. Kaum in Kitzbühel angekommen, geschieht der zweite Mord. Walter Krassnitzer, Inhaber einer Baufirma, fand ein außerordentlich unschönes Ende. Er war mit dem Steiner Simon, dem ersten Opfer, den sie auf dem Karstein ans Gipelkreuz gehängt haben, gut bekannt. Noch ein Unternehmer weniger, und es scheint klar zu sein, dass hier gewisse Zusammenhänge bestehen und fürs Erste zufällige oder spontane Taten ausgeschlosen werden können. Das dritte Opfer, der Autohändler Horst Gasser, lässt nicht lange auf sich warten, und hier macht Schäfer am Tatort eine nicht unbrisante Entdeckung, die ihm schier die sprichwörtlichen "Schuhe" auszieht. Die schwarzen Slipper von Gasser stehen oben im Turm, doch als er unten unsanft ankam, trug er andere! Doch auch er soll nicht das letzte Opfer gewesen sein ... Bei einer feucht-fröhlichen Zechtour brachte Schäfer zuvor in Erfahrung, dass es wohl endlich einmal die richtigen erwischt hätte, denn schon was die beiden ersten Opfer so an Dreck am Stecken gehabt hätten, ginge nicht einmal auf die Haut von "überzüchteten Rindern". Sie wären immer dabei gewesen, wenn es irgendwo etwas zu holen gegeben hätte. Da gab es schon mal einen Selbstmord, weil der Krassnitzer dem Obernauer das Haus weggenommen habe. Schäfer tappt im Dunkeln, zumal er sich in seiner alten Heimat nicht unbedingt wohl fühlt. Von seinem Chef, Oberst Kamp, von Wien zu den Tiroler Kollegen nach Kitzbühel beordert, spürt er die Last vergangener Tage, die ihn immer wieder leicht aus der Spur bringt. Er erinnert sich z.B. an den deutschen Studienkollegen, der den Tiroler an sich vor dem Hintergrund der steilen Gebirgswände, die ihn seit eh und je umgeben, als "beschützt und beschränkt" charakterisierte, und wie er dem Berliner zwecks Bestätigung dessen Meinung ein volles Glas Bier ins Gesicht geschüttet hatte. Wütend war er damals, rücksichtslos und dumm, und er schämt sich heute dafür. Auch findet er ohne Mühe seinen alten Schulweg wieder, dort wo er im Herbst durch Berge von Ahornblättern gerannt ist. In der Gegenwart sind es jedoch seine Erinnerungen, durch die er jetzt springt, und überall nimmt er Streiflichter vergangener Tage wahr, ob es nun die selbstgebastelten Feuerwerksknaller waren, die er mit seinem Bruder auf die Forellen im Teich geworfen hatte oder jene Bank, wo er einst mit Maria gesessen hatte. Er erinnert sich an die ersten Berührungen und Zärtlichkeiten und fragt sich, warum alles zerbrechen musste. Welchen Grund nur mochte es gehabt haben, dass er alles kaputt machen musste ... All das sah er bereits kommen, als er noch im Zug - aus Wien kommend - saß, denn der Duft der alten Tage kam bedrohlich näher und er wog noch immer schwer. Und während er auf seinem Laptop noch die Ermittlungsakten des ersten Falles durchging, formierten sich erste Puzzleteile vor seinem geistigen Auge, die es noch zu präzisieren galt. Vergangenheit und Realität sind strikt zu trennen, aber Schäfer hatte alle Mühe damit. Fest stand für ihn jedoch schon nach dem ersten Mord, dass dies eine Tat gewesen sein musste, die nicht der Zufall diktiert hatte, sondern zu jenen Verbrechen gehört, die von langer Hand geplant wurden. Es reichte dem Möder nicht, einen "Menschen bloß abzuschaffen", sondern die Tat wurde mit viel Mühe und Leidenschaft geradezu inszeniert - wohl von einem, der "Gerechtigkeit spielt". Dies wiederum beunruhigte Schäfer über jedes Maß, denn es gibt ja "genügend Ungerechte" sowie "Irre und Gierige" in der Stadt, weshalb weitere Verbrechen fast zwangsläufig folgen müssten. Bereits diese erste Einschätzung traf ins Schwarze, denn Schäfer war ja noch nicht einmal in Kitzbühel angekommen, als der zweite Mord schon Geschichte war ... Schäfer ist anders. Ganz anders. Vielleicht einer der letzten Helden - allerdings der wenig angepassten Sorte! Georg Haderer hat in seinem furiosen Krimi-Debut eine Figur entwickelt, die uns zutiefst menschlich erscheint. Er kann traurig sein, ja schier verzweifeln, hat Versagensängste, hat manchmal Lust, alles kurz und klein zu schlagen, und er macht Fehler. Er kommt uns bekannt vor. Es muss diesen Schäfer irgendwo geben. Der ist nicht erfunden, der läuft irgendwo herum. So viel ist sicher. Und er ist keiner, der seine Fälle mit gezogenem Revolver löst. Im Gegenteil, denn er lässt seine Glock lieber im Wandtresor, denn so ist er "einstweilen vor ihr sicher". Einen Vergleich mit anderen Autoren kann und muss ich mir ersparen, denn er ist überflüssig. Seine Sprache ist detailreich und ausgefeilt bis zur letzten Silbe und sein Humor vielgestaltig - ob es nur Schäfers drollige Selbstgespräche sind, irrwitzige Telefondialoge oder brachiale Vergleiche ... wobei die von Pfarrer Danninger noch harmlos sind! Ebenso sinnlos wäre es, den Major Schäfer mit anderen Figuren zu vergleichen, beispielsweise mit Wieningers Marek Miert, bloß weil der ebenfalls aus Österreich kommt. Schäfer ist eigenständig und nicht reproduzierbar. Es wütet ein Ungeheuer in ihm. Sein Verstand kämpft mit seiner Emotionalität. Der geniale Ermittler zweifelt an sich selbst und verzweifelt fast an dem, was war, was er tat und was ihn prägte. Doch diese scheinbare Zerbrechlichkeit ist vielleicht der Schlüssel für seine verblüffende Kombinationsgabe, seine außergewöhnliche Intuition und seine Ermittlungsmethoden, die so gar nichts Methodisches haben. Für den Leser ist es ein Glück dabei zu sein, wenn es in Schäfers Kopf zu rühren beginnt. Georg Haderer bemüht hier den Vergleich mit dem Inhalt eines Kochtopfs, der auf einer Herdplatte ganz hinten im allerletzten Winkel des Ermittlerhirns auf kleiner Flamme behutsam erwärmt wird: Es ensteht das "erste Aroma einer Ahnung"! Schön, mit diesem Eigenbrötler ein Stück des Weges gehen zu dürfen ... und ein herausragendes Krimi-Debut nicht verpasst zu haben! © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    zimmer

    zimmer

    29. October 2009 um 13:43

    Ein rätselhafter Mord in der Tourismushölle Kitzbühel bringt den erfolgreichen Polizeimajor Schäfer von der Wiener Mordkommission zurück in seine Heimatstadt. Noch nicht einmal angekommen stellt sich heraus, dass es bei einem Mord nicht bleibt und jemand alte Rechnungen zu begleichen scheint. Neben dem ewig lauernden Mörder, der Schäfer schon mal wortwörtlich die Schuhe auszieht, muss sich der Major allerdings mit noch ganz anderen Dämonen herumschlagen: Seiner eigenen Vergangenheit und vielen damit zusammenhängenden, offenen Wunden. Wieder ein neuer, österreichischer Krimiautor, wieder die Entdeckung des Jahres, wieder ein eigenwilliger Ermittler, und wieder ein hochgelobtes Debut, das man gern mit Wolf Haas vergleicht. Wie man vielleicht ein wenig bemerkt, hat mich die Lobhudelei, die ich im Vorfeld gelesen habe, doch sehr skeptisch gestimmt. Diese Versprechen wurden schon von vielen gemacht, und die wenigsten konnten sie halten. Nach dem Lesen der Lektüre muss mich allerdings eingestehen, dass ich mich nur zu gern in die Reihen des positiven Medienechos begebe und zum Großteil allem zustimmen kann. Nur nicht einem: Ein neuer Wolf Haas ist das auf alle Fälle nicht. Gottseidank nicht! Wolf Haas Bücher kann nur Wolf Haas schreiben. Georg Haderer macht sein eigenes Ding, und erschafft mit Major Schäfer einen sehr schrägen, aber unglaublich sympathischen Protagonisten. Es ist ziemlich spannend zu sehen, wie sich Schäfer durch die Rückkehr in seine alte Heimat verändert. Er zweifelt an seinem Genie und scheint sich mehr mit dem Ausweichen und “Nicht-Aufwärmen” alter Geschichten zu beschäftigen, als mit den Fällen an sich. Die Ermittlung lässt er schon mal gern am Polizeiposten, er selbst gibt sich dann mit viel zu ausschweifenden Tatortbesichtigungen oder Vernehmungen im Wirtshaus ab, wo man nach einem guten Vogelbeerschnaps anscheinend alle Informationen kriegt. Wenn man sich nur am nächsten Tag noch erinnern könnte. Gerade diese Ecken und Kanten machen Schäfer zu einer sehr greifbaren Person. Die Entscheidungen, die von den Kollegen durchaus angezweifelt werden, erschienen zumindest mir total schlüssig und nachvollziehbar. Allerdings wohl eher, weil ich als Mensch so gehandelt hätte, und nicht als Polizeimajor und Ermittlungsleiter. Die Geschichte bzw. der Fall selbst erinnert in Sachen Skurrilität dann doch etwas an die frühen Simon Brenner Krimis, auch wenn der schräg-eigenwillige Schreibstil von Wolf Haas hier natürlich gänzlich fehlt. Was jetzt aber nicht bedeutet, dass Haderers Schreibe flach wäre, ganz und gar nicht. Gerade ein paar bewusst eingesetzte Stilmittel, wie die indirekte Rede für schnellere und alltägliche Handlungsabläufe sowie die zum Brüllen komischen Telefongespräche, sind mir so in dieser Art noch nie untergekommen, und sozusagen das i-Tüpfelchen für die skurrile Krimigeschichte. Dennoch, all jenen, die nie mit Haas warm geworden sind und schräge Krimis sowie eine eher konventionellere Sprache bevorzugen, möchte ich “Schäfers Qualen” auf jeden Fall ans Herz legen. Mein bisheriges Krimi-Highlight und, ja, tatsächlich, meine liebste Neuentdeckung. Ich freu mich nach dem gelungenen Debut auf jeden Fall auf weitere Geschichten!

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    schlumeline

    schlumeline

    07. October 2009 um 17:16

    Schäfers Qualen ist der Debütroman des Autors Georg Haderer. Johannes Schäfer, Major bei der Wiener Kriminalpolizei, wird aus dienstlichen Gründen nach Kitzbühel entsandt. Dort soll er einen Mord an einem Unternehmer aufklären, der an einem Gipfelkreuz aufgehängt wurde. Johannes Schäfer hadert mit sich selbst, denn Kitzbühel ist sein Heimatort und mit dieser Gegend und den dort lebenden Menschen scheint er nicht wirklich abgeschlossen zu haben. Dennoch begibt sich Schäfer auf die Reise. Bereits kurz nach seiner Ankunft gibt es ein zweites Mordopfer und die Serie scheint nicht abzureißen. Schäfer ermittelt hier auf eine sehr eigenmächtige Art und Weise und stößt nicht nur einmal an seine Grenzen. Dennoch ist er überall hoch angesehen und kann schnell auf Leute zu gehen. Eine interessante Persönlichkeit hat der Autor hier geschaffen, der einen ausgefallenen Humor an den Tag legt.Die Kapitel sind recht kurz gehalten, die Dialoge präzise. Das Buch enthält für meinen Geschmack ein wenig zu viel Lokalkolorit und die Ideen des Kommissars bei der Aufklärung des Falles kommen mir oft etwas zu plötzlich und werden inhaltlich nicht vollständig aufgeklärt. Alles in allem ein schönes Debüt mit einigen Ecken und Kanten.

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    sab-mz

    sab-mz

    21. September 2009 um 11:40

    Ein neuer Star am Krimihimmel? meiner Meinung nach ja,der Autor hat das Zeug einer der neuen Stars zu werden. Ein toller Krimi,Major Schäfer von der Wiener Kriminlapolizei muss in seine Heimat nach Kitzbühel ,um einen Fall zu lösen.Neben einer spannenden Krimihandlung erwartet den Leser ein Rückblick in Schäfers Vergangenheit,ein Blick auf alte Beziehungen in seiner Heimat in der Gegenwart.Vieles für den Major ist gewohnt,einige Personen haben sich geändert. Wer ist der Mörder??Alte Beziehungen helfen ihm Einblick in das Geschehen zu bekommen.Und das alles geschrieben in einer erfrischenden Art,nicht altbacken oder trocken. Ich will nicht zuviel verraten,aber den Leser erwartet ein rundum gelungener österreichischer Krimi.

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    Kiara

    Kiara

    20. September 2009 um 21:40

    Inhalt: Polizeimajor Schäfer von der Wiener Kriminalpolizei wird wegen zwei ungewöhnlichen Mordfällen nach Kitzbühel abberufen. Ein Unternehmer wurde an einem Gipfelkreuz aufgehängt, ein weiterer Mann wird tot in einer Grube aufgefunden. Die beiden Mordfälle scheinen zusammenzuhängen, doch bleibt es dabei oder schlägt der Täter erneut zu? Meine Meinung: Im Klappentext wird Georg Haderer mit folgenden Autoren verglichen: "Spannend wie Arne Dahl, emotional wie Fred Vargas und abgedreht wie Wolf Haas." Hui, da wird die Messlatte gleich sehr hoch gehängt, denn all diese Autoren sind ja wahre Meister ihres Genres. So habe ich mich auch mit entsprechenden Erwartungen an die Lektüre begeben und muss sagen, dass sie diese Erwartungen nicht halten konnte. Denn an diese drei Großen kommt Georg Haderer dann doch noch nicht ganz heran. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten. Bei Polizeimajor Schäfer handelt es sich um eine interessante Figur mit allerhand Ecken und Kanten, die frei von Klischees ist und neben der Polizeiarbeit in Kitzbühel auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird. Der Fall, in dem er ermittelt, hebt sich mit seiner Skurilität vom Einheitsbrei der Kriminalromane ab und wird bis zum überraschenden Ende von Seite zu Seite spannender. Fazit: "Schäfers Qualen" ist ein Krimi, der mich zwar nicht vollends mitreißen konnte, aber trotzdem spannend und vor allem "anders" ist und mich auf den 2. Fall von Schäfer freuen lässt. Über den Autor: "Schäfers Qualen" ist das Debüt des 1973 geborenen Georg Haderer. Er lebt in Wien und arbeitet als Werbetexter. Ein weiterer Roman über Polizeimajor Schäfer ist bereits im Entstehen.

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    dark_angel

    dark_angel

    19. September 2009 um 16:59

    In Kitzbühel wird ein Unternehmer an einem Gipfelkreuz hängend tot aufgefunden. Der Polizeimajor Johannes Schäfer wird sogleich in seine alte Heimatstadt beordert, um den rätselhaften Mord aufzuklären. Schäfers Ermittlungsmethoden sind meist abstrakt, intuitiv und nicht für jedermann nachvollziehbar. Doch da er eine ansehnliche Aufklärungsquote vorweisen kann, lassen ihn seine Vorgesetzte gewähren. Nun muss er sich nicht nur mit einer Reihe von Morden beschäftigen, sondern auch mit seiner eigenen Vergangenheit, seiner Jugendliebe und den ständigen Zweifeln an sich selbst. Doch kaum ist er dort angekommen, ereignet sich bereits ein weiterer Mord, der mit dem ersten in Verbindung zu stehen scheint... Georg Haderer hat mit "Schäfers Qualen" ein überaus viel versprechendes Debüt zu einer neuen Krimi-Reihe geliefert. Es handelt sich um einen Kriminalroman der eher ruhigeren Art, das ohne literweise vergossenes Blut oder brutalen Beschreibungen der Mordopfer auskommt. Was aber nicht heißen soll, dass es nicht spannend ist. Die Spannung bleibt bis zum Ende konstant und der Leser darf die ganze Zeit über miträtseln, wer der Mörder ist. Außerdem ist dem Autor mit Polizeimajor Schäfer ein überaus glaubhafter Charakter der unkonventionellen Art gelungen. An manchen Stellen hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich der Autor fast ein wenig zu sehr auf den Hauptcharakter konzentriert hat und dabei die Nebenfiguren etwas vernachlässigt hat. Klasse fand ich hingegen so manche Dialoge, die fetzig, humorvoll oder mit Seitenhieben gespickt waren. Es war eine spannende und unterhaltsame Lektüre mit einem sympathischen Ermittler und intelligent konstruiertem Fall. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt :-)

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    taciturus

    taciturus

    14. September 2009 um 12:35

    Major Schäfer von der Kripo Wien wird in seinen Heimatort Kitzbühel entsandt um den Tiroler Kollegen bei der Bewältigung eines Mordes Unterstützung zu bieten. Ein Mann wurde auf einem Berggipfel ermordet und ans Gipfelkreuz gebunden. Schon bald folgt ein weiterer Mord, der ebenfalls an Symbolik keine Wünsche übrig lässt. Georg Haderer ist es gelungen, mit seinem Debüt, einen spannenden und unterhaltsamen Krimi zu schreiben. Ohne besondere Brutalität, aber mit einer umso ausgereifteren Geschichte schafft er es eine große Spannung aufzubauen. Dabei erschafft er mit Major Schäfer einen sympathischen und glaubwürdigen Ermittler. Kein Superman, aber auch kein Nervenwrack, auf dessen Schultern die gesamte Last der Welt ruht. Kombiniert mit dem Team vor Ort, atmosphärischer Schilderung von Ort, Menschen und Ermittlungen. Wenn man sich endlich damit abgefunden hat, dass das Buch leider bereits ausgelesen ist, erfreut einen die Information auf dem hinteren Flügel des Schutzumschlages, dass Georg Haderer bereits an einem weiteren Krimi mit Schäfer schreibt.

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  • Rezension zu "Schäfers Qualen" von Georg Haderer

    Schäfers Qualen
    Natasha

    Natasha

    10. September 2009 um 17:21

    Ein Krimidebüt aus Österreich, das sich gewaschen hat: Polizeimajor Schäfer wird aus Wien an seinen Heimatort Kitzbühel gerufen, nachdem sich dort ein grausamer Mord ereignet hat. Noch bevor er ankommt, gibt es bereits den zweiten Toten und die Serie reißt nicht ab. Ein Killer ist unterwegs, der vor nichts halt macht und dem offenbar nicht beizukommen ist. Schäfer, trotz seiner eher unkonventionellen Methoden erstaunlich erfolgreich, geht von seinem Hotelzimmer aus den winzigen Spuren nach, die der Mörder hinterlässt, fällt bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in Tiefschlaf, isst sich durch alle Gaststätten und Cafés der Gegend und schafft es trotzdem, das Geflecht aus früheren Verbrechen, Filz und sogar RAF-Terrorismus zu durchdringen. „Schäfers Qualen“ ist der wunderbare Auftakt zu einer Reihe, die hoffentlich noch viele Folgen hat…ein überaus sympathischer, wenn auch nicht ganz einfacher Ermittler, der überall aneckt, mit seiner Vergangenheit in Kitzbühel offenbar ganz und gar nicht abgeschlossen hat, dazu ein Haufen merkwürdiger Randfiguren und eine richtig böse Geschichte, die hinter allem steckt. Das ist nicht nur spannend bis zum Schluss, sondern hat seinen ganz eigenen Charme, wenn etwa von Telefonaten, die Schäfer reichlich führt, immer nur eine Seite zu lesen ist. Das hat was…genau wie die steten Zweifel Schäfers an sich selbst und seinen Ideen, seine teilweise ziemlich krausen Gedankengänge und merkwürdigen Alleingänge. Mit ihm hat Georg Haderer ein echtes Original geschaffen, von dem wir hoffentlich bald wieder hören werden!

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