Georg Hermann Spielkinder

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Stöbern in Klassiker

Der Steppenwolf

Der Spiegel, der die 'Fratze' der Wahrheit zeigt, wird von den Dummen gehasst.

Hofmann-J

Die schönsten Märchen

Ich liebe es. Kindheitserinnerungen wurden wieder wach.

Sasi1990

Der alte Mann und das Meer

Großartige Erzählung eines großen Dichters!

de_schwob

Das Fräulein von Scuderi

Man mag es, oder nicht. E. T. A. Hoffmann hat jedoch den ersten Kriminalroman geschrieben, in welchem eine Frau die Hauptrolle spielt.

AnneEstermann

Effi Briest

Ein Roman über ein trauriges Frauenschicksal im 19. Jhrd

FraeuleinHuetchen

Stolz und Vorurteil

Egal wie oft ich dieses Buch in die Hand nehme: es ist und bleibt eines der besten Werke von Jane Austen!

Janine1212

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Spielkinder" von Georg Hermann

    Spielkinder
    Huebner

    Huebner

    01. January 2011 um 10:58

    Georg Hermann "Spielkinder" Band 1 der großen Georg-Hermann Romane- und Romanfragmente verspricht mehr als ein Spätrealistisch- bzw. frühnaturalistisches Abbild der Ständegesellschaft im Berlin vor 1900. Georg Hermann besticht in seinen Charakterdarstellung durch gnadenlose Ehrlichkeit und eine überraschend nüchterne Sprache, die man von seinen Zeitgenossen eben nicht erwarten würde. Seine leichte Sprache würde genausogut ins 21.Jh. passen, zeitlos, könnte man meinen. Und doch geht es um seine Kindheitserinnerungen in einem von Börsenkrisen und Arbeitslosigkeit geprügelten Preußen der 1870er (Roman verfasst 1897). Herr Geiger verliert alles. Der Schwager, ein Aristorkrat, knöpft ihm das letzte Hemd ab. Somit gerät der junge Georg mitsamt der Familie in Armut und Demütigung. Um mich, um uns zu ernähren, lief er [der Vater] Tag für Tag von mrgens bis abends umher, duckte sich und kroch vor Lumpen und Schwinderln [...] um uns den Fluch des Daseins möglichst wenig fühlen zu lassen." (S. 87) Die Sicht auf die Kellerkinder, die Waschweiber und die Straßenhausierer verändert sich schlagartig, wenn man auf dem Billardtisch schlafen muss, weil das restliche Mobiliar verpfändet wurde und wenn es statt Schokoladenmus trockene Semmel gibt. "ich hatte einstmals an Gott und Unsterblichkeit geglaubt, ja ich hatte sogar gebetet. das tat ich schon längst nicht mehr." (S. 90) Da gibt es aber noch Lies (Lisa) Weise aus dem Kellerloch, die Georg so gern küsst, schon im zarten Jünglingsalter und die schon mit 13 an Selbstmord denkt, weil der Vater säuft und prügelt und die Mutter prügelt und säuft. Lies fällt, Georg muss ohne sie weitermachen. Das "Verflechten von gebundener und ungebundener Rede" zeigt das Experimentelle von Georg Hermann, dessen "Inspiration am stärksten durch visuelle Wahrnehmung" und "geheimnisvolle Beleuchtungen" angeregt wird. (Gert Mattenklott.) "Männern gehört das Leben, nicht Spielkindern!" I.Hübner

    Mehr