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LEXI

vor 3 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Georg Lehmacher: Keine Angst, wir kommen. Unfassbare Geschichten vom Rettungsdienst, erschienen im September 2014 bei `fontis – Brunnen Basel.

Zu dieser Leserunde gibt es keine Verlosung, hier wird mit eigenem Exemplar gelesen.

In Großstädten hört man das Martinshorn der Rettungsfahrzeuge täglich. Unfälle werden regelmäßig von Radio und Fern- sehen vermeldet. Kinder lernen die Notruf-nummer „112“ schon in der Grundschule. Die Rettungssanitäter sind bekannt – die Geschichten, die sich hinter ihren Einsätzen verbergen, oft nicht. Georg Lehmacher arbeitet seit über 30 Jahren im Rettungs-dienst. In seinem aktuellen Buch „Keine Angst, wir kommen“ erzählt er, was alles hinter dem Tönen der Sirenen stecken kann.
Völlig überfordert, dennoch froh, Menschen helfen zu können. Lehmachers Geschichten sind schonungslos offen und doch niemals voyeuristisch. Einfühlsam erzählt er von tragischen Verkehrsunfällen und schweren Schicksalsschlägen, wie dem plötzlichen Kindstod eines Babys oder dem tödlichen Herzinfarkt eines Patienten. Dramatisch sind die Erinnerungen an seinen ersten Einsatz: ein Verkehrsunfall, ausgelöst durch einen be- trunkenen Fahrer. Lehmacher muss sich um einen schwer verletzten Mann kümmern. Er hat Angst zu versagen, schreibt in der Retrospektive: „Vier Wochen als Praktikant mitfahren, zwei auf dem Krankentransport-wagen, dann sechs Wochen Zivildienstschule, davon eine Woche Staats-bürgerkunde. Ich bin völlig überfordert!“ Doch Georg Lehmacher freut sich auch mit den Menschen, denen er helfen kann. Zum Beispiel mit der Frau, deren Hebamme nicht zur Hausgeburt erscheint: Der Einsatz endet im Aufzug des Krankenhauses. Dort – nur wenige Meter vom Kreißsaal entfernt – bringt die Frau einen kerngesunden Jungen zur Welt.

Frage nach dem Sinn des Lebens
Eine der großen Stärken des Autors ist es, nicht bei seinen Patienten stehen zu bleiben. Seine Episoden werfen immer wieder die Frage auf: Wie soll man umgehen mit dem Leid, das täglich in dieser Welt geschieht? Phasenweise ringt Lehmacher regelrecht mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. „Wie dünn der Faden wohl ist, an dem unser Leben hängt?“, fragt er sich, nachdem für einen älteren Mann jede Hilfe zu spät kommt. Der Rettungssanitäter versteht es, die seelische Belastung, die die Einsätze mit sich bringen, anschaulich zu machen. Besonders ernüchternd ist für ihn die Machtlosigkeit gegenüber dem Tod: „Wenn man gerade dann, wenn man es unbedingt will, sowieso nichts ausrichten kann, warum dann dieser Dienst?“

Falsche und richtige Antworten
Zynismus – obwohl im Rettungsdienst weit verbreitet – hält Georg Lehmacher für die falsche Antwort. „Der Zynismus leugnet etwas, an das ich trotz aller Fehlbarkeit immer geglaubt habe: den guten Kern, den jeder Mensch in sich trägt“, sagt der Autor. Leid sieht er als Chance, zu reifen und über das eigene Leben nachzudenken. „Ich glaube, dass die Dinge, die wir täglich erleben – die positiven, aber auch gerade die wirklich schlimmen –, uns Denkanstöße geben, die sehr wichtig sind“, meint Lehmacher. Bis heute fährt er seine Rettungseinsätze mit der Hoffnung, helfen zu können. Auch sein Buch versteht Lehmacher als Hilfe: Es soll Leser dazu anregen, sich eigenen schweren Situationen zu stellen und sie zu verarbeiten.


Falls sich jemand anschließen möchte und sich das Buch ebenfalls besorgt, ist er ganz herzlich dazu eingeladen.

Bitte in diesem Fall ein kurzes posting in der LR schreiben, damit ihr euch untereinander bezüglich des Lesebeginns absprechen könnt.

Autor: Georg Lehmacher
Buch: Keine Angst, wir kommen

eskimo81

vor 3 Jahren

Ich würde gerne mitlesen :-) Wer hat noch Lust? Wann starten wir?

irismaria

vor 3 Jahren

Ich lese auch mit.

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irismaria

vor 3 Jahren

Kapitel 24 bis Ende
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eskimo81 schreibt:
Wie oder ob er überhaupt zum Glauben kommt, ist mir aufgrund des Buches unklar. Lediglich im Interview gibt es Hinweise darauf.

das Interview fand ich sehr interessant und hätte gerne mehr über den religiösen Aspekt im Buch gelesen

eskimo81

vor 3 Jahren

Kapitel 24 bis Ende
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@irismaria

das Interview war wirklich sehr aufschlussreich. Aber wie Du schreibst, ich hätte mehr davon im Buch erwartet...

mabuerele

vor 3 Jahren

Kapitel 13 bis 23
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Erschrocken war ich über die Anweisung, sich in Amerika nicht als Arzt zu erkennen zu geben. Die Ärztin im Flugzeug wirkte ziemlich hilflos.

Die Geschichte mit dem alten Ehepaar fand ich berührend erzählt.

eskimo81

vor 3 Jahren

Kapitel 13 bis 23
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@mabuerele

Das fand ich auch erschreckend, aber ich denke, es ist wirklich so, dass Amerika noch andere Gesetze hat und man viel schneller verklagt werden kann...

mabuerele

vor 3 Jahren

Kapitel 24 bis Ende
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Die letzte Geschichte gehört mit zu den Besten. Die junge Frau hat überlebt.

Das Interview war sehr interessant.

mabuerele

vor 3 Jahren

Kapitel 13 bis 23
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Auch Rettungssanitäter sind einmal genervt - das ist menschlich verständlich.

Was bleibt ist das Lächeln - schöner Gedanke!

mabuerele

vor 3 Jahren

Fazit / Rezension
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Meine Rezi steht bei Alpha-Buchhandlung und hier:

http://www.lovelybooks.de/autor/Georg-Lehmacher/Keine-Angst-wir-kommen-1118563275-w/rezension/1122617534/

http://www.amazon.de/review/R2HJ9BGCG6MDVS/ref=cm_cr_rdp_perm

http://www.buch.de/shop/home/rezensent/?rezensent=72261&jumpId=4560549

http://wasliestdu.de/rezension/realistisch-2

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