Georg Milzner

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Digitale Hysterie, Die amerikanische Krankheit und weiteren Büchern.

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Georg MilznerOphelias
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Ophelias
Ophelias
 (1)
Erschienen am 18.05.2009
Georg MilznerDie amerikanische Krankheit
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Die amerikanische Krankheit
Die amerikanische Krankheit
 (1)
Erschienen am 20.10.2010
Georg MilznerDigitale Hysterie
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Digitale Hysterie
Digitale Hysterie
 (1)
Erschienen am 09.06.2016
Georg MilznerEricksons Söhne
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Ericksons Söhne
Ericksons Söhne
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Erschienen am 01.03.2005
Georg MilznerJenseits des Wahnsinns
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Jenseits des Wahnsinns
Jenseits des Wahnsinns
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Erschienen am 03.05.2010
Georg MilznerZwischen Wartburg und Wewelsburg
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Zwischen Wartburg und Wewelsburg
Zwischen Wartburg und Wewelsburg
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Erschienen am 01.04.2011
Georg MilznerWir sind überall, nur nicht bei uns
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Wir sind überall, nur nicht bei uns
Wir sind überall, nur nicht bei uns
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Erschienen am 18.09.2017
Georg MilznerTheorie und Transfer
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Theorie und Transfer

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Rezension zu "Digitale Hysterie" von Georg Milzner

Mein Eindruck
Ghostreadervor 2 Jahren

Das Buch von Georg Milzner versucht auf über 250 Seiten und 10 Kapiteln, den Beweis anzutreten, das der Computer, oder der Umgang mit dem PC, die Beschäftigung damit, unsere Kinder weder krank noch dumm machen soll. In seiner Einleitung will er Antworten auf die Computerisierung der Kinder und Jugendlichen geben und uns Eltern die Angst vor der Technisierung und die Veränderungen die bereits vor unserer Tür stehen, nehmen. Die Sorgen der Eltern, warum die Kids einen so hohen Zeitaufwand für Computerspiele und Facebook unterwegs sind, ausräumen. Die ersten 20 Seiten klingen verheißungsvoll, versprechen Antworten und zeigen Wege auf. Aus seiner Sicht ist das Computerproblem eigentlich ein Beziehungsproblem. Auch die Möglichkeit einer Computersucht wird vom Autor untersucht, wobei es an sich schon sehr komplex ist, wie eine Sucht generell definiert wird, diese Definition wird intensiv untersucht und zahlreiche Beispiele werden aufgezeigt , die alle Gewöhnungscharakter haben aber keinesfalls Suchtcharakter aufweisen. Berühmtheiten wie Goethe oder die Beatles kommen ins Spiel, in Verbindung mit ihren Drogen- und Alkoholkonsum, aber ohne Suchtveranlagung. Doch auch Netzwerke wie Facebook & Co. Kommen unter die Lupe, mit deren Auswirkungen und Gefahren.

Am Schluss gibt es noch Anmerkungen zu jedem der zehn Kapitel, plus zahlreiche weiterführende Literaturhinweise.

Ein Buch, das sehr in die Tiefe geht, doch wie überall ist alles nur eine Frage der Betrachtung und Bewertung.

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Rezension zu "Die amerikanische Krankheit" von Georg Milzner

Rezension zu "Die amerikanische Krankheit" von Georg Milzner
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Fast haben wir uns als Öffentlichkeit schon daran gewöhnt. ln bestimmten Abständen überraschen uns Sondermeldungen, dass irgendwo in Deutschland, häufiger noch in Amerika, aber das berührt uns ja nicht besonders, wieder ein junger Mann schwer bewaffnet in eine Schule eingedrungen ist und viele Menschen mit sich in den Tod gerissen hat. Die mediale Hype ist dann gewaltig, Sondersendung reiht sich an Sondersendung, Politiker reden in Talkshows ihre alten Formeln herunter, Fachleute und solche, die es sein wollen, versuchen das Phänomen zu erklären und auch die Kirchen bleiben bei den anstehenden Trauergottesdiensten, wiederum medial hochamtmäßig inszeniert, ihre Stimme nicht schuldig.

Und dann gehen alle wieder zur Normalität über, und den betroffenen Familien bleiben nur eine notdürftige Therapie und Selbsthilfegruppen. Wirklich erklären kann niemand, warum junge Männer so etwas tun.

Der Psychologe und Psychotherapeut Georg Milzner versucht in dem hier vorliegenden Buch einen größeren, gesellschaftskritischen Erklärungsansatz. Er nennt den Amoklauf das „Symptom einer zerbrechenden Gesellschaft“. Nachdem er über neun Kapitel den Amoklauf ausführlich kulturgeschichtlich und sozialpsychologisch analysiert hat, kommt er im letzten Kapitel auf die gesellschaftlichen Prophylaxemaßnahmen zu sprechen und sieht bei den Medien eine entscheidende Aufgabe, die er zugleich aber kritisch in Frage stellt:
„Ob es möglich wird, dass eine Kultur, die sich so sehr dem Hype verschrieben hat wie die unsere, Sensationen wie den Amoklauf planmäßig ignoriert? Die Trauer der Betroffenen ehrt, Akte der Solidarität findet, die still sind und nachhaltig, und Berichterstattungen ahndet? (…) Tatsächlich glaube ich, dass der Amoklauf einen Hinweis darauf enthält, dass wir als Kultur wieder zu schweigen lernen müssen. Rituale des Trauerns und der Solidarität werden wir entwickeln können, sie existieren ja im Ansatz schon, aber die Stille und den Schmerz wieder zu verbinden, das wird eine kulturelle Aufgabe von einiger Größe sein…“

Insbesondere deshalb, darauf erlaubt sich der Rezensent hinzuweisen, weil die über Jahrhunderte tragenden Elemente der christlichen Religion offenbar für die Mehrheit der Bevölkerung ihre tröstende und heilende Funktion eingebüsst haben. Ob es dafür wirklich dauerhaften und nachhaltigen säkularen Ersatz geben kann, bezweifle ich.

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