Georg Schattney

 4.3 Sterne bei 15 Bewertungen
Georg Schattney

Lebenslauf von Georg Schattney

Georg Schattney (*1969, Aachen) hat Geschichte, Politik und Literatur in Buenos Aires, Heidelberg und Köln studiert. Seine Berufslaufbahn begann er Ende der Neunziger Jahre im Frankfurter Finanzsektor. Er hat unter anderem für die Deutsche Börse und die Deutsche Bank gearbeitet und tiefe Einblicke in die Strukturen und Wirkungsmechanismen des Finanzkapitalismus gewonnen. Die Auseinandersetzung mit den Folgen der herrschenden Wirtschaftsphilosophie hat zur Entstehung des vorliegenden Romans geführt, der vom Literarischen Colloquium Berlin mit einem Stipendium gefördert wurde. Georg Schattney lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Frankfurt und setzt sich in seiner Arbeit für eine stärkere Nachhaltigkeit der Finanzmärkte ein.

Alle Bücher von Georg Schattney

Argentinisches Roulette

Argentinisches Roulette

 (15)
Erschienen am 02.01.2017

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Rezension zu "Argentinisches Roulette" von Georg Schattney

Rezension zu "Argentinisches Roulette"
Zsadistavor 3 Jahren

September 1998. Das Omega-Team steht ganz oben auf dem internationalen Finanzparket. Doch nach dem Höhenflug kommt auch der tiefe Fall. Zunächst muss jeder sehen, dass er die letzten heißen Kartoffeln für sich aus dem Feuer holt. In den nächsten Jahren schaffen die vier des Teams, Wolfgang Willarth, Suki Kwak, Mascha Ivanova und Fjodor Kerenin wieder zu ansehnlicher Größe zu kommen. Als dann die Anschläge des 11. September 2001 einige Fragen in der Finanzwelt aufwerfen, werden die vier vom IWF als sogenannte Ermittler eingestellt. Was steckt dahinter, dass manche vor diesem Anschlag Geld transferiert haben. Zufall? Wissen? Kann man der Sache und den Geldner soweit nachgehen, dass man Aufklärung findet? Das Omega-Team ist gut, aber ist es auch so gut, dass es hinter die Fassade blicken kann?

„Argentinisches Roulette“ ist ein sehr tiefgründiges Buch. Auf keinen Fall kann man es mal flott oder nebenbei durchlesen. Ich musste zeitweise sogar Pausen einlegen um das gelesene sacken zu lassen. Die kompletten Ausführungen zu der Finanzwelt, Aktien, Börse, Geldverschiebungen sind absolut interessant. Allerdings für mich etwas schwer zu verstehen gewesen. Manches habe ich daher dann auch zweimal gelesen.

Was mir nicht so gefallen hat, war der Nebenstrang mit der Musik-Gruppe „The Doors“. Ich kenne die Lieder und Texte nicht, somit konnte ich mit den Anfangssätzen zu jedem Kapitel nichts anfangen. Auch dass Wolfgang der illegitime Sohn von Jim Morrison sein sollte und dies immer wieder zur Sprache kam, irritierte mich mehr, als es mir gefallen hätte. Auch fand ich die mystische Seite mit einer Prophezeiung seitens Morrison nicht sehr passend für die restliche Geschichte.

Dem Autor ist es soweit gelungen, ein sehr interessantes und tiefgreifendes Buch zu schreiben. Dem Leser sollte aber auch klar sein, dass das Buch einem viel abverlangt. Gerade, wenn man sich in der Finanzwelt und den damit zusammenhängenden Begriffen nicht auskennt.

Am Ende möchte ich noch erwähnen, dass das Cover zwar sehr schön ist, aber dem Inhalt nicht gerecht wird. Ich könnte mir vorstellen, dass Leser dieser Materie nicht unbedingt bei dem Cover zugreifen würden.

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elmidis avatar

Rezension zu "Argentinisches Roulette" von Georg Schattney

Brandaktuell!
elmidivor 3 Jahren

Nein, dieses Buch hat mich nicht gepackt, ich musste mich sogar regelrecht durchbeißen. Trotzdem habe ich das Lesen nicht bereut.

„Argentinisches Roulette“ ist ein brandaktueller Roman zur Finanzkrise. Viele Male hatte ich bei den aktuellen Griechenland-Nachrichten ein gruseliges Gefühl – als wiederhole sich das Gelesene parallel in der Realität. Kann es sein, dass hinter all dem die Absicht von für uns gesichtslosen, aber sehr realen Akteuren steht – die etwa das ganze System zu Fall bringen wollen und auch noch daran verdienen? Der hintergründige und unauffällige Finanzjongleur in diesem Buch heißt Tantani und die Gruppe um Wolfgang Willarth ist im Auftrag des IWF unterwegs, um ihn dingfest zu machen. Nein, es tut sich kein Thriller auf, keine spannenden Gangsterjadgen – wir bleiben in der Hochfinanz und hier liegen die markterschütternden Mittel der Jagd. Milliarden werden ums hunderfache gehebelt und so eingesetzt, dass ganze Nationen vor dem Staatsbankrott stehen. Alles wirklich nur Fiktion? Die Rolle des IWF, die Not der – diesmal – argentinischen Regierung, die auferlegten Sparprogramme gegen die Bevölkerung durchzusetzen und die Wut des Volkes – besonders in der zweiten Hälfte des Buches sind wir mitten drin in dieser Misere.

Ein kritisches und zum Nachdenken anregendes Buch über die Finanzkrisen mit vielen philosophischen und mystischen Elementen. Lesenswert!!!

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fredhels avatar

Rezension zu "Argentinisches Roulette" von Georg Schattney

Big Money
fredhelvor 3 Jahren


Was bringt mich dazu, ein Buch, das ich weder mag noch in seiner Ganzheit verstehe, mit fünf Sternen zu bewerten? Nun, es sind Sätze wie der folgende: "...Nichts drückt die Idee der Unendlichkeit klarer aus als die menschliche Dummheit. ...", die, selbst wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen werden, noch lange im Kopf nachhallen und alle möglichen Assoziationen erwecken.
Der Roman hat mich intellektuell überfordert, denn ich bin weder Philosoph noch Finanzexperte. Insofern ist es ein Nischenbuch für eben diesen Personenkreis. (Was zum Beispiel eine elegante Lösung darstellt auf die Frage: was schenke ich dem Vorstandsvorsitzenden zum Jubiläum, ohne mich zu blamieren).
In die richtige Hände gelegt, ist "Argentinisches Roulette" von Georg Schattney ein ganz phantastischer Roman, denn der Autor versteht es  mit Sprache zu jonglieren und dabei das Wirken auf den Finanzmärkten sowohl zu hinterfragen, als auch satirisch darzustellen. Wer sich mit der Materie auskennt, wird seine helle Freude an den Formulierungen haben und nicht eine Sekunde Langeweile verspüren.
Aber wir normale Romanleser sollten lieber in unseren gewohnten Bahnen bleiben.

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Gespräche aus der Community

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GSchattneys avatar
Liebe Lovely-Books-Community,

zunächst einmal freue ich mich, euch heute meinen ersten Roman mit dem Titel "Argentinisches Roulette" vorstellen zu dürfen. Dann möchte ich euch herzlich einladen, euch eines von 20 Rezensionsexemplaren zu sichern, die mir mein Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Bitte schreibt mir bis 8. Mai, ob ihr mitlesen wollt, dann schicke ich die Bücher los. Alternativ bekommt ihr gerne auch ein E-Book für eure Reader. Wer also Lust hat auf ein spannendes Buch zu aktuellen Themen, der wird (so hoffe ich) beim argentinischen Roulette fündig. 

Der Roman ist eine Art "Apocalypse Now" - literarisch neu vertont für unsere Tage und unterlegt mit dem düsteren Soundtrack der Doors. Die Geschichte führt in den Dschungel der Hochfinanz, in dem Länder wie Argentinien oder Griechenland mal eben auf der Strecke bleiben, und beschreibt den Höllenritt von vier gerissenen Börsenprofis durch die Finanzkrisen des neuen Jahrtausends. Packend wie ein Thriller, unterhaltsam wie der frühe Tarantino und faktenreich wie ein Sachbuch. 

Zum Inhalt: Herbst 2001. Nach den Anschlägen des 11. September wird die Börsenaufsicht auf verdächtige Geschäfte aufmerksam. Wollen Terroristen das Weltfinanzsystem destabilisieren? Ein Team aus vier Top-Bankern soll diese Frage klären. Die Jagd auf die Drahtzieher führt sie rund um den Globus - und von der hektischen Welt des schnellen Geldes ins stille Schattenreich der mächtigen Finanzinstitutionen. Sie endet in Buenos Aires - mitten im Chaos der argentinischen Finanzkrise. Spät wird den Bankern klar, dass sie sich auf ein Spiel mit tödlichem Ausgang eingelassen haben: das argentinische Roulette! 

Erste Leserrezensionen findet ihr auf amazon und auf der Webseite zum Roman auch die ersten Rezensionen in Blogs und in der Presse:
http://argentinisches-roulette.de

Ich bin schon sehr gespannt auf meine erste Leserunde auf Lovely Books und euer Feedback. Ich bitte um Verständnis, dass ich aufgrund dreier kleiner Kinder zu Hause und einem ziemlich vollen Schreibtisch im Büro vielleicht nicht jeden Tag für euch da sein kann.

Herzlich
Georg Schattney  

N
Letzter Beitrag von  Nachtschwärmervor 3 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Georg Schattney wurde am 18. Dezember 1969 in Aachen (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 20 Bibliotheken

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