Georg Schwikart Abgekanzelt: Protokoll einer Inquisition

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Inhaltsangabe zu „Abgekanzelt: Protokoll einer Inquisition“ von Georg Schwikart

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    Abgekanzelt: Protokoll einer Inquisition
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    04. February 2013 um 14:36

    Georg Schwikart ist ein bekannter Religionswissenschaftler und Schriftsteller, der mit seinen Büchern in der Vergangenheit Kindern und Erwachsenen nicht nur die Grundlagen des christlichen Glaubens und seiner Traditionen nahe gebracht hat, sondern auch den Respekt und die Achtung vor den anderen Versuchen der Weltreligionen, Gott zu verstehen, vermittelte. Auch neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller ist er ehrenamtlich in seiner Gemeinde tätig, was man übrigens vielen seiner Bücher abspürt. Er ist ein überzeugter katholischer Christ, der sich irgendwann entschließt, seiner Kirche und den Menschen noch mehr zu dienen und eine insgesamt vierjährige Ausbildung zum Diakon beginnt. Ohne Probleme wird er, der nicht nur seinem Bischof, sondern in auch in anderen Teilen des Landes ein bekannter Mann ist, zu dieser Ausbildung zugelassen. Noch mehr ehrenamtliche Arbeit leistet Schwikart in dieser Zeit, äußert sich aber auch immer wieder einmal zu dringend nötigen Reformen, die er seiner Kirche empfiehlt. Als die Zeit der Prüfungen zum Diakon kommt, verweigert ihm der Kölner Kardinal Meisner am Vorabend der Zulassung zum Diakon dieses Amt. Nach einer anonymen Beschwerde auf Schwikart aufmerksam geworden, hängt sich der als sehr konservativ geltende Meisner an einer einzigen Aussage Schwikarts auf, die ihm dessen Untauglichkeit für das geistliche Amt angeblich zeigt. In diesem Buch beschreibt Georg Schwikart seine Geschichte einer unglaublichen Auseinandersetzung und Ringen mit einer Kirche, die geistliches Amt und eigene Meinung offenbar nicht zusammen denken kann. Es ist ein trauriges Dokument, das dennoch an keiner Stelle zu einer Abrechnung gerät, sondern das als Aufforderung verstanden werden will, seinen christlichen Glauben unbedingt zu leben, nicht zu schweigen über Unrecht – und wenn es ein muss, dies auch au0erhalb kirchlicher Strukturen zu leben. „Ich fühle mich in keiner Kirche zu Hause. Ich fühle mich in allen Kirchen zu Hause. Ich bin evangelisch, ich bin katholisch, ich bin ein Christ.“

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