George Bernard Shaw Pygmalion.

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Inhaltsangabe zu „Pygmalion.“ von George Bernard Shaw

Im Vorwort zu seiner Komödie schreibt George Bernard Shaw: "Es ist einem Engländer unmöglich, den Mund aufzumachen, ohne sich den Hass oder die Verachtung irgendeines anderen Engländers zuzuziehen. Deutsch und Spanisch sind Fremden zugänglich, Englisch ist nicht einmal Engländern zugänglich." Die gesellschaftliche Stellung eines Menschen sei eine Funktion seiner Sprache, glaubt Professor Henry Higgins und will es beweisen, indem er einer Londoner Blumenverkäuferin Sprachunterricht erteilt und sie nach Abschluss der Dressur erfolgreich als Herzogin ausgibt. Ungekürzte und unbearbeitete Textausgabe in der Originalsprache, mit Übersetzungen schwieriger Wörter am Fuß jeder Seite, Nachwort und Literaturhinweisen.

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  • Rezension zu "Pygmalion." von George Bernard Shaw

    Pygmalion.
    FabAusten

    FabAusten

    13. April 2012 um 17:47

    Pygmalion Professor Henry Higgins ist ein sehr von sich eingenommener Sprachwissenschaftler. Obwohl er zu einer Koryphäe seines Faches aufgestiegen ist, schwächelt er in menschlichen Belangen. Privat ist er ein eiserner Junggeselle und hat auch fest vor, dies zu bleiben. Frauen hält er für im besten Fall uninteressante und im schlimmsten Fall für nervige Lebewesen. Eines Abends geht er zu Feldforschungszwecken zum Covent Garden, um den dortigen Dialekt der einfachen Bevölkerung zu studieren. Das Theater entlässt gerade seine Besucher in die Nacht und zahlreiche Straßenhändler versuchen, ihnen noch einen letzten Kauf zu unterbreiten. Eine von ihnen ist die Blumenverkäuferin Eliza Dolittle, die genau das verkörpert was man "harte Schale weicher Kern" nennt. Auch Colonel Pickering, ein ebenfalls berühmter Linguist, verlässt gerade das Theater und zufällig treffen die Drei aufeinander. Die Begegnung endet schließlich in einer Wette zwischen den Männern, denn Higgins ist überzeugt, dass er Eliza die Sprache der „Upper Class“ beibringen kann und es so schafft, dass diese sie als Herzogin akzeptieren würde. Pickering hält dagegen und da Eliza sich die Chance auf ein besseres Leben nicht entgehen lassen möchte, lässt sie sich von dem Professor unterrichten. Higgins sieht sie in der darauf folgenden Zeit als Studienobjekt mit dem er seine fachlichen Fähigkeiten und seine These unter Beweis stellen kann, während Eliza sich in ihn verliebt und nicht so dumm ist wie er es gerne hätte. Sie bemerkt sehr wohl, dass er sie herablassend behandelt und so erteilt sie ihm eine Lehre fürs Leben.... Das Theaterstück wurde 1913 uraufgeführt und spielt auch zu jener Zeit. George Bernhard Shaw nahm die antike Sage des Bildhauers Pygmalion zum Vorbild, der seine Traumfrau aus Stein erschafft, sich in sie verliebt bis sie schließlich zum Leben erwacht. Als das Theaterstück in London auf die Bühne kam, verursachte es ziemlich Furore, denn es enthält viele Schimpfwörter. Kaum nachvollziehbar, wenn man sich heute das Fernsehprogramm ansieht. Mir hat das Stück sehr gut gefallen und während man es liest, ist man sich stets bewußt, dass es fürs Theater verfaßt wurde. Man kann sich die Bühne und die Szenen richtig vorstellen. Der Schreibstil ist witzig, leicht, ironisch und spöttisch. Jeder kriegt sein Fett weg, allen voran der selbstgefällige Professor und die Snobs der „Besseren Gesellschaft“. Die Figuren schließt man schnell ins Herz. Selbst den rauhbeinigen Higgins, aber auch Elizas trunksüchtigen und verantwortungslosen Vater und allen voran die kratzbürstige Blumenverkäuferin selbst, die das Herz auf dem rechten Fleck und Haare auf den Zähnen hat. Ein Happy End gibt es natürlich auch. Die Sprache ist gut verständlich und transportiert den Witz des Stückes und seiner Charaktere sehr gut. Großartig ist das später entstandene Musical My Fair Lady, welches 1964 mit Rex Harrison und Audrey Hepburn verfilmt wurde. Beide stellen die Charaktere Higgins und Eliza kongenial dar. Die Musicalsongs wie "Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen" und "Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht" sind nur zwei der unzähligen Melodien, die heute noch berühmt und beliebt sind. Sowohl das Theaterstück als auch das Musical sind demnach absolut zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Pygmalion." von George Bernard Shaw

    Pygmalion.
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. January 2011 um 11:42

    Das Drama "Pygmalion" von George Bernard Shaw aus dem Jahr 1913 verarbeitet den Ovidschen Pygmalion-Stoff, in dem ein Bildhauer sich in eine von ihm erschaffene Statur verliebt. Diese wird dann tatsächlich von Aphrodite zu einer lebendigen Frau gemacht. Shaw überträgt den Stoff auf die Londoner Gesellschaft: Der Professor Henry Higgins trifft auf die arme Blumenverkäuferin Eliza und möchte eine Dame aus ihr machen. Er erreicht sein Ziel und schafft es, Eliza auf einer Party als Herzogin auszugeben, jedoch verlässt sie ihn darauf. Es wird deutlich, dass Higgins nicht Eliza selbst liebt, sondern nur das, was er erschaffen hat, gleichsam sein Werk - so wie der Künstler seine Statur liebt. Das Drama liest sich sehr flüssig und unterhaltsam, regt aber auch sehr zum Nachdenken an, da die Charaktere so unterschiedlich sind und der Stoff eine sehr hohe Bedeutung hat. Es wurde als "My Fair Lady" vertont und verfilmt und ist Shaws bekanntestes Stück.

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  • Rezension zu "Pygmalion." von George Bernard Shaw

    Pygmalion.
    Adnava

    Adnava

    28. July 2010 um 17:16

    Inhalt: Die Blumenverkäuferin Eliza Doolittle hadert mit ihrem Schicksal. Als sie auf den Sprachwissenschaftler Higgins trifft, bittet sie ihn, sie zu unterrichten, damit sie nicht mehr einen so schlimmen Akzent hat und ihren eigenen Blumenladen eröffnen kann. (Sie soll zu einer Lady gemacht werden.) Das Buch ist Grundlage für den Film „My fair lady“. Bewertung Text: Lasst mich zuerst sagen, dass ich mich echt total kaputtgelacht habe an gewissen Stellen. Es ist einfach urkomisch, wenn Eliza mit Higgins streitet oder Higgins von seiner Mutter die Kappe gewaschen bekommt. Doch trotz allem Humor und Satire ist dieses Buch ein grosses Stück Gesellschaftskritik und ich fand es auch total interessant zu lesen, wie sehr die Sprache einen Menschen auf eine niedere Stufe setzen konnte (beziehungsweise möglicherweise heute immer noch kann). Da ich das Buch in der Schule gelesen habe, ist es schwer zu sagen, ob das Buch tatsächlich einige wenige Längen hat oder ob diese Längen nur im Zusammenhang mit dem abgehackten Lesen stehen. Es könnte also Längen haben. ;) Gut finde ich, wie die Verwandlung Elizas hervortritt und wie sie dabei ihren innersten Kern nicht verliert. Das Buch regt zum Nachdenken an und lässt einen das soziale System (auch noch heutzutage!) hinterfragen. Bewertung Cover / Gestaltung: Wie so oft gibt es zu einem Reclam Buch einfach nichts zu sagen, was die Gestaltung betrifft. ;) Ich denke, ihr versteht das. Hier könnte ich jedoch noch kurz etwas zum Stil Shaws anmerken: Shaw wollte eine Sprachreform einführen und hat deswegen einigen Wörtern im Englischen neue Schreibweisen zugeteilt. Es gibt z.B. kaum mehr Apostrophe: so heisst es z.B. dont anstelle von don’t. Diese Eigenheiten wurden erhalten. Fazit: Gesellschaftskritik auf dem Silbertablett serviert.

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