Die Novelle erzählt aus dem Leben des Schweizer Uhrmachers Rudolf Stadler, der im 17. Jahrhundert in den Orient auswanderte, wo er zunächst in Konstantinopel für den Herrscher des Osmanischen Reiches arbeitete, und schließlich in Isfahan beim persischen Schah landete, wo er großen Ruhm erlangte, schließlich aber tief fiel.
Rudolf Stadler gab es wirklich, und die Geschichte erzählt von seinem tatsächlichen Leben, das natürlich fiktiv unterfüttert wird, denn seine tatsächlichen Gedanken, vieles was er erlebt hat, und die Gespräche die er geführt hat, sind sicher nicht überliefert.
Die Erzählweise passt gut zum orientalischen Setting, immer wieder werden Anekdoten eingestreut, auch von Menschen, denen Stadler unterwegs begegnet und die aus ihrem Leben erzählen. So erfährt man manches über das Leben dort zur damaligen Zeit. Der Protagonist kam mir aber leider nicht wirklich nahe, stellenweise fand ich ihn sogar eher unsympathisch, zum Beispiel, als er osmanische Würdenträger zum Narren hält, so dass mein Interesse an seinem Leben recht schnell nachließ, und der Roman meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte.
Das Setting ist ansprechend, der Protagonist dagegen kam mir wenig nahe, am Ende hat mich die Novelle nicht so unterhalten, wie ich es mir erhofft hatte. Am ehesten empfehlen kann ich die Novelle daher jenen, die sich für diese Zeit interessiert und etwas über eine eher unbekannte historische Persönlichkeit erfahren möchten.
George Gaio Mano
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Der fränkische Uhrmacher
Neue Rezensionen zu George Gaio Mano
Eine wunderbare Erzählung mit einem sehr angenehmen Schreibstil. Der Autor schreibt sehr bildhaft, so daß man das Gefühl hat man ist mittendrin. Ein tolles Cover rundet das Ganze ab.
Eine Geschichte über Mut, Entschlossenheit, Liebe und die Art am Glauben festzuhalten.
Eine Novelle wie ein orientalisches Märchen, wie ich finde. Der Schweizer Uhrmacher Rudolf Stadler macht sich im 17. Jahrhundert auf den Weg nach Persien und ins Ungewisse. Gefährlich und abenteuerlich ist die lange Reise, aber sie lohnt sich für ihn. Er arbeitet am Hofe des Schahs, hat ein sehr gutes Auskommen, ist zufrieden.
Leider fällt er eines Tages in Ungnade und bekommt die volle Härte der dort herrschenden Gesetze zu spüren. Ein tragisches, aber leider wahres Ende nach einer wahren Begebenheit.
Eine schöne Abwechslung zur sonstigen Lektüre, informativ und heute noch gut zu lesen, wenn auch mit anfänglichen kleinen Schwierigkeiten, bis man sich an den Schreibstil gewöhnt hat.
Gespräche aus der Community

Man liest nicht oft eine Novelle über einen Schweizer Uhrmacher im Persien des 17. Jahrhunderts, die von einem Amerikaner in Japan auf Deutsch geschrieben wurde. Rudolf Stadler wird Uhrenmeister am Hof des persischen Schahs und erlangt dessen Freundschaft; aber dann beleidigt er einen wichtigen Geistlichen. Ein literarisches Kleinod.
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