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Rezension zu "Nachrichten von den Pelew-Inseln in der Westgegend des Stillen Oceans" von George Keate

Faszinierende Begegnungen
Yolandevor einem Jahr

George Keate (1729 - 1797) war ein englischer Dichter und Reiseschriftsteller. Er war ein enger Freund von Voltaire und galt als der Alpenenthusiast unter den englischen Rokokoautoren und -malern. Er lernte Kapitän Henry Wilson kennen und aus dessen Tagebucheinträgen und mündlichen Gesprächen verfasste er den Reisebericht "Account of the Pelew Islands, from the journals of Capitain Henry Wilson an some of his officers, shipwrecked there in the Antelope in August 1783". Das Buch erschien 1788 in England und wurde von Georg Foster ins Deutsche übersetzt. (Quelle: Wikipedia)


Georg Foster (1754-1794) war ein deutscher Naturforscher, Ethnologe und Reiseschriftsteller mit schottischen Vorfahren. Er nahm an der zweiten Weltumseglung James Cooks teil und lieferte wichtige Beiträge zur vergleichenden Länder- und Völkerkunde der Südsee. 
Schon als Kind begleitete er seinen  Vater auf Studienreisen nach Russland und England. Als Anhänger der französischen Revolution war er aktiv an der Gründung der Mainzer Republik (1793) beteiligt. Nach deren Scheitern lebte Foster in Paris. Trotz seinem Entsetzen über die Terrorherrschaft der Jakobiner wandte er sich nicht von seinen revolutionären Idealen ab. Foster starb mit 39 Jahren an einer Lungenentzündung in Paris. (Quelle: Wikipedia)

Die "Nachrichten von den Pelew-Inseln" erzählen die Geschichte des Postschiffs Antelope, das im August 1783 vor den damals unbekannten und unentdeckten Pelew- oder Palau-Inseln auf ein Riff auflief und Schiffbruch erlitt. Es schildert das Aufeinandertreffen des Kapitäns Henry Wilson und seiner Crew mit den Inselbewohnern, die zuvor noch niemals einem weißen Menschen begegnet waren. Diese Die Begegnungen verlaufen freundschaftlich, auch wenn das Misstrauen, besonders auf englischer Seite gegenüber den "Wilden" groß ist. Die Crew baute aus den Schiffswrackteilen und den vorhandenen Materialien, die sie auf der Insel vorfanden ein kleineres Ersatzschiff und konnte damit im Dezember 1783 nach Macao segeln.

Ich hatte dieses Buch 2008 schon einmal gelesen und damals wie heute war ich fasziniert von diesen Beschreibungen. Die Entdeckung unbekannter Inseln und Völker wäre in unseren heutigen aufgeklärten Zeiten wohl nur vergleichbar, wenn wir auf irgendwelche Aliens treffen würden. Die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der vermeintlich primitiven Bevölkerung ist beeindruckend. Auch die Neugier und die Bereitschaft sich mit diesen Fremdlingen auseinander zu setzen finde ich außerordentlich. Im Gegensatz dazu waren die englischen Seeleute nicht besonders wissbegierig, auch wenn am Ende des Buches ein wenig die Flora und Fauna der Insel, sowie die Lebensgewohnheiten der Insulaner erklärt werden. Die Antelope war natürlich kein Forschungsschiff und die Crew hatte vor allem das Bestreben wieder nach Hause zu kommen, aber den Unterschied finde ich schon bezeichnend.
Auf die Dauer werden die Erzählungen allerdings etwas langweilig, viele Begegnungen sind doch sehr ähnlich und so manches wird doppelt und dreifach erklärt. Deswegen gibt es von mir einen Stern Abzug. Trotzdem ist es ein aufregendes und spannendes Buch aus einer Zeit, als solche Entdeckungen noch möglich waren.






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