George L. Mosse Die Geschichte des Rassismus in Europa

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte des Rassismus in Europa“ von George L. Mosse

Mosse stellt die Geschichte des Rassismus in den Zusammenhang mit der europäischen Geschichte. Indem er die einzelnen Entwicklungsphasen beschreibt, kann er zeigen, wie und warum rassistisches Denken in alle gesellschaftlichen Bereiche, v. a. in die Wissenschaften, eindringen konnte. Der Autor untersucht außerdem die wechselseitigen Beziehungen zwischen Rationalsimus und Christentum sowie den Verfall der humanistischen Tradition in Europa. Schließlich setzt er sich mit der Herausbildung von Stereotypen wie der "überlegenen" und "minderwertigen" Rasse auseinander, die am Ende zur "Endlösung der Judenfrage" durch die Nationalsozialisten geführt hat.

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  • Rezension zu "Die Geschichte des Rassismus in Europa" von George L. Mosse

    Die Geschichte des Rassismus in Europa

    Sokrates

    22. September 2011 um 21:38

    George L. Mosse, amerikanischer Professor in Madison/Wisconsin, hat seine Geschichte des Rassismus in kleine Aufsätze gegliedert, die jeweils für sich einen Teil der Geschichte abdecken; beendet werden die Aufsätze mit einem umfangreichen Fußnotencorpus. Das Buch ist leicht verständlich und auch für Laien lesbar geschrieben, Vorkenntnisse – v.a. bei den Personen – wären jedoch von Vorteil. . Mosse stellt bereits zu Beginn fest, dass die Wurzeln des modernen Antisemitismus im 18. Jahrhundert zu suchen sind. Damals erlebte die Physiognomie als Wissenschaft ihren Anfang; der Mensch wurde nach Ethnien und äußerem Erscheinungsbild klassifiziert. Von da war es kein weiter Weg mehr bis zur Hinzudichtung bestimmter Charaktereigenschaften, die speziell an physiognomischen Merkmalen festzumachen wären. Gleichzeitig war die gesamtgesellschaftliche Stimmung geprägt von Romantik und Nationalismus und einer Geburt der Stereotypen, die zu einer wahren Ikonographie derselben ausreifte. Aus der sich formierenden Wissenschaft entstand das Bedürfnis, das „Normale“ als Antipode zum Unnormalen zu definieren. Der europäische Rassismus wurzelte im 18. Jahrhundert damit eindeutig im Intellektualismus; er war keine Strömung unter „den einfachen Leuten“, sondern bedurfte der nachhaltigen Reflektion durch Wissenschaft und Philosophie. Verbunden mit der Physiognomie war der Mensch des frühen 18. Und beginnenden 19. Jahrhunderts viel unterwegs in der Welt: man reiste, brachte Reise- und Lebensberichte mit. Der ethnische Horizont erweiterte sich enorm, auch die kulturellen Eindrücke aus anderen Kulturkreisen, die mitunter noch weit hinter der europäischen zurücklagen. Mitte des 19. Jahrhunderts setzte Gobineau den tatsächlichen Beginn der Rassenkunde, zusammen mit Chamberlain und anderen begründete man die eigentliche „Grundströmung“ der Rassenlehre – so wie sie bereits von Wagner vertreten wurde und schließlich Grundüberzeugung der Nationalsozialisten wurde. . Das Buch überzeugt durch Detailfülle, einfache, aber eindringliche Beschreibungen und seinen Umfang, der trotz aller Detailfülle überschaubar gehalten wurde. Alles Wesentliche und seine Zusammenhänge werden ausführlich und verständlich beschrieben. Meiner Meinung ein Grundwerk über die Geschichte des Rassismus in Europa seit dem 18. Jahrhundert.

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