George MacDonald Fraser Flashmans Lady

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Inhaltsangabe zu „Flashmans Lady“ von George MacDonald Fraser

Der Roman beginnt scheinbar harmlos mit einem Cricket-Spiel, aber dann muss Harry Flashman nach Singapur und – auf der Suche nach seiner entführten Gemahlin Elspeth, die ihren Entführer gar nicht so übel findet – nach Borneo und Afrika. Im fremdenfeindlichen Madagaskar lernt Harry die gefährliche Königin Ranavalona I. und ihre Eigenarten beim Herrschen und im Bett kennen. Während des anglo-französischen Angriffes auf Fort Tamatave versucht er, mit Elspeth von der Insel zu fliehen.

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    Flashmans Lady

    TheRavenking

    01. August 2015 um 16:43

    Der Roman beginnt scheinbar harmlos mit einem Cricket-Spiel, aber dann muss Harry Flashman nach Singapur und – auf der Suche nach seiner entführten Gemahlin Elspeth, die ihren Entführer gar nicht so übel findet – nach Borneo und Afrika. Im fremdenfeindlichen Madagaskar lernt Harry die gefährliche Königin Ranavalona I. und ihre Eigenarten beim Herrschen und im Bett kennen. Während des anglo-französischen Angriffes auf Fort Tamatave versucht er, mit Elspeth von der Insel zu fliehen. Flashmans Lady ist der sechste Teil der Flashman-Papers, Harry Flashmans fiktiver Memoiren, folgt aber chronologisch auf Teil 1. Worum geht es: Nachdem er durch den ansonsten katastrophal fehgeschlagenen Afghanistanfeldzug zum Kriegshelden aufgestiegen ist, sonnt sich Harry Flashman im Ruhm. Von allen Seiten hagelt es Einladungen, wovon Mrs. Flashman ganz begeistert ist. Man genießt das Gesellschaftsleben der High Society in vollen Zügen. Durch einen Zufall entdeckt Flashman seine Liebe zum Cricket-Spiel wieder. Wir erfahren, dass er zu seiner Schulzeit einer der besten im Team war und sogar eine Profikarriere hätte starten können. Nun trifft er auf einen alten Schulkameraden, der ihn zu einem Freundschaftsspiel einlädt. Dort läuft es so gut, dass bald weitere Spiele folgen. Flashman verhilft seinem Team zum Sieg und seine Leistung wird sogar von berühmten Cricket-Spielern gewürdigt. Zunächst dreht sich also alles um Sport. Ich kenne mich mit diesem beeindruckenden britischen Nationalsport nicht aus, glücklicherweise gibt es aber für Cricket unwissende deutsche Leser einen Anhang, in dem die wichtigsten Begriffe erklärt werden. Wussten Sie übrigens, dass Mick Jagger ein großer Cricket-Fan ist? Und sein Bandkollege Keith Richards ist ein großer Fan der Harry-Flashman-Romane. Da haben sich wohl zwei Schwerenöter gefunden. Aber bleiben wir bei der Handlung: Abseits des Spielfeldes machen die Flashmans eine interessante Bekanntschaft. Solomon Haslam hat die Manieren eines britischen Gentlemans, verfügt reichlich über finanzielle Mittel und scheint den Flashmans große Sympathien entgegenzubringen, bzw. vor allem Lady Flashman. Der undurchsichtige Ausländer beginnt eine immer größere Rolle im Leben Flashys und seiner Gattin zu spielen. Flashman ist ganz schön eifersüchtig, was ihn nicht daran hindert mit anderen Frauen anzubändeln. Doch seine Untreue wird entdeckt und dann meldet sich auch noch die Wettmaffia bei ihm. Es wird eng für unseren Helden. Flashys Zeit in wohltuender Muße ist schon sehr bald wieder vorbei und es geht auf zu einer Weltreise, nach Singapur und Sarawak und ins finstere Madagaskar. In den Kampf gegen Kannibalen und Piraten, wobei Flashman, stets darauf bedacht die eigene Haut zu retten, doch immer tiefer ins Schlammassel gerät. Auch diesmal hat Fraser einige faszinierende historische Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts ausgegraben. So wie James Brooke, den weißen Radscha von Sarawak. Der Abenteurer gründete mit nur wenigen Unterstützern ein eigenes Königreich in Borneo und bekämpfte die Piraten und kannibalistischen Kopfjäger, wodurch er die Verehrung der Einheimischen erlangte. Für Fraser stand er für die gute Seite des britischen Kolonialismus. Auch wenn liberale Politiker in daheim zu diskreditieren versuchten. Eine weitere interessante Gestalt (wenn auch auf weniger positive Art), die in dem Buch auftaucht, ist Ranavalona I., Königin von Madagaskar, unter deren Schreckensherrschaft Zehntausende zu Tode gefoltert und ermordet wurden. Die furchtbare Herrscherin wurde in den vorherigen Flashman-Bänden immer wieder am Rande erwähnt, nun ist es endlich soweit: Wir erfahren, was Flashman bei ihr widerfahren ist. Fraser erzählt mit großem Vergnügen von den schier unglaublichen Verhältnissen in diesem seltsamen Inselreich, dessen Geschichte heute längst in Vergessenheit geraten ist. Flashman über Ranavalona: „Ihre Bedürfnisse waren einfach: Sie brauchte nur reichlichen Nachschub an Opfern, die sie verstümmeln und an denen sie sich weiden konnte, dann war sie glücklich. Das merkte man zwar nicht, wenn man sie anschaute, und ich habe in der Tat manche Leute sagen hören, sie sei einfach völlig wahnsinnig und wisse nicht mehr, was sie tue; aber das ist eine alte Ausrede zu der Durchschnittsmenschen Zuflucht nehmen, weil sie nicht glauben möchten, dass es Leute gibt denen es Spaß macht, anderen Schmerzen zuzufügen. „Der ist wahnsinnig“, - sagen sie, aber das sagen sie nur, weil sie in dem Tyrannen auch ein bisschen von sich selbst erkennen und das gern schnell verdrängen möchten, wie sich das für wohlerzogene kleine Christen gehört. Wahnsinnig? Ja doch, Ranavalona war in vieler Hinsicht vollkommen wahnsinnig, aber nicht, was Grausamkeit anbelangt. Da wusste sie genau, was sie tat, war bemüht die Sache noch besser zu machen, und empfand tiefe Befriedigung dabei – und das ist die Expertenmeinung des freundlichen alten Dr. Flashman, der selber ein altgedienter Leuteschinder ist.“ Doch trotz blutrünstiger Königinnen, Urwaldschlachten und jeder Menge schlüpfriger Szenen ist Flashmans Lady doch ein eher durchwachsenes Leseerlebnis. Das liegt daran, dass (Fraser untypisch) diesmal die Handlung nicht wirklich überzeugen kann. Es fühlt sich eher so an als hätte der Autor drei unabhängige Kurzromane miteinander verbunden. Der Cricket-Teil ist eindeutig zu lang, während der Teil um James Brooke für meinen Geschmack viel zu kurz ausfällt und dann muss Fraser auch noch ganz schön hanebüchene Wendungen aus dem Hut zaubern, um Flashman am Ende noch nach Madagaskar zu bringen. Dafür opfert er auch den Bösewicht, der im finalen Drittel einfach mir nichts dir nichts von der Bildfläche verschwindet Fazit: Wer Harry Flashman kennen lernen möchte sollte nicht zu Flashmans Lady greifen. Das ist einer der schwächeren Teile der Reihe, Fans, die Flashy bereits ins Herz geschlossen haben, mögen das Verzeihen, Neueinsteiger dürften dagegen weniger geduldig sein. P. S. Wenn Sie das N-Wort nicht mögen, d. h. selbst in satirischer Form anstößig finden, sollten Sie einen hohen Bogen um dieses Buch machen. Flashman ist zutiefst politisch unkorrekt, sexistisch, rassistisch, feige, egoistisch mitunter sogar grausam. Verständlich also, wenn nicht alle ihn lieben, mir ist der alte Schweinehund mittlerweile aber einfach ans Herz gewachsen.

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