George Macdonald Fraser

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von The Flashman, Flashman and the Tiger und weiteren Büchern.

Alle Bücher von George Macdonald Fraser

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The Flashman

The Flashman

 (2)
Erschienen am 18.01.2012
Flashman and the Tiger

Flashman and the Tiger

 (1)
Erschienen am 29.08.2011
Flashman and the Dragon

Flashman and the Dragon

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Erschienen am 19.09.2012
Flash for Freedom!

Flash for Freedom!

 (0)
Erschienen am 19.09.2012
Flashman and the Mountain of Light

Flashman and the Mountain of Light

 (0)
Erschienen am 18.01.2012
Flashman at the Charge

Flashman at the Charge

 (0)
Erschienen am 08.03.2012
Flashman in the Great Game

Flashman in the Great Game

 (0)
Erschienen am 05.10.2011
Flashman's Lady

Flashman's Lady

 (0)
Erschienen am 19.03.2012

Neue Rezensionen zu George Macdonald Fraser

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Rezension zu "Flashman and the Tiger" von George Macdonald Fraser

Schwanengesang eines alten Schwerenöters
TheRavenkingvor 7 Monaten

Flashman and the Tiger war das vorletzte Buch über seinen Serienhelden Harry Flashman, welches George Macdonald Fraser veröffentlichte. Danach folgte nur noch Flashmans Feldzug über den Abessinienkrieg, bevor Frasers Tod die Leser einer der unterhaltsamsten historischen Abenteuerfiguren der Weltliteratur beraubte.

Der Band enthält drei kürzere Geschichten, die uns jeweils einen Protagonisten präsentieren, der bereits in die Jahre gekommen ist und kein vollständiges Vertrauen in seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten mehr setzen kann.

The Road To Charing Cross ist der umfangreichste der drei Texte und kann als klare Fortsetzung zum Roman Royal Flash betrachtet werden. So wie dort, ist auch hier die Handlung in zwei Abschnitte geteilt. Im ersten lernt Flashman eine verführerische Frau kennen, Jahre später begegnet sie ihm in einer anderen Umgebung erneut. Flashman wird in eine Verschwörung um Kaiser Franz Joseph verwickelt und trifft auf den Sohn eines alten Widersachers.

The Subtleties of Baccarat ist wesentlich weniger interessant, da es einen heute weitgehend in Vergessenheit geratenen politischen Skandal zum Thema hat. Zumindest hat Flashmans Ehefrau Elspeth hier eine größere Rolle.

Die titelgebende Erzählung, Flashman and the Tiger schließlich ist das Highlight, handelt es sich doch hier um ein Flashman-Sherlock-Holmes-Crossover. Flashman begegnet im Zulu-Krieg Colonel Sebastian „Tiger“ Moran, dem späteren Handlanger Professor Moriartys. George Macdonald Fraser verwebt hier sehr gekonnt fiktive Figuren mit wahren historischen Begebenheiten.

Im weiteren Verlauf erzählt er die Geschichte um die Ermordung des ehrenwerten Ronald Adair, bekannt aus der Sherlock-Holmes-Episode „Das leere Haus“ noch einmal aus einem etwas anderen Blickwinkel.

Das Rache-Motiv kehrt hier erneut zurück. Wie so oft erwartet Flashman auch hier eine böse Überraschung, und am Ende zeigt er sich als gebrechlicher alter Greis von seiner verletzlichsten Seite. Doch die Sympathien des Lesers hat er auch diesmal sicher.

Die Namen Sherlock Holmes und Dr. Watson werden zwar nie erwähnt, aber für den Leser ist klar, um wen es sich bei den Gestalten handelt, die im Finale auftauchen und für Gerechtigkeit sorgen.

Flashman and the Tiger eignet sich gut als Abschluss der Flashman-Serie und hinterließ bei mir bittersüße Gefühle, zumal Harry Flashman, anders als James Bond, nicht mehr zurückkehren wird.

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T

Rezension zu "The Flashman" von George Macdonald Fraser

Nobody does it better!
thrillchillfritzvor 4 Jahren

Das ist der erste Roman in einer ganzen Reihe von Büchern über einen arroganten Feigling, dem es im britischen Weltreich (und darüber hinaus) des 19. Jahrhunderts immer wieder gelingt, mit einem Tapferkeitsorden aus den wichtigsten Ereignissen herauszukommen. Flashman war überall dabei, wo es brenzlig wurde, hat überlebt und auch noch guten Sex gehabt. Im ersten Band geht es um den Afghanistan-Feldzug. George W. Bush hätte das Buch lesen sollen, bevor er US-Truppen hingeschickt hat - vielleicht wären dann auch keine deutschen Soldaten dort gestorben. MacDonald Fraser hat Stil, Witz und eine sehr differenzierte Sicht der Dinge (was man von seinem "Helden" nicht behaupten kann.) Wer wirklich wissen will, was los war, sollte die Romane lesen.

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L

Rezension zu "The Flashman" von George Macdonald Fraser

Britischer Humor vom Feinsten
Lesemanievor 5 Jahren

Der achtzigjährige Sir Harry Paget Flashman blickt auf sein Leben zurück und erzählt in den Flashman-Manuskripten von seinen Abenteuern im Dienste ihrer Majestät, der Königin Victoria.

Dieser erste Band der Manuskripte beginnt mit Flashmans Eintritt ins Elfte Dragonerregiment. Der Siebzehnjährige ist wegen Trunkenheit und ungebührlichen Verhaltens der Schule verwiesen worden. Sein Vater ist nicht begeistert, erfüllt dem Sohn jedoch den Wunsch, sich in die britische Armee einzukaufen. Flashman wünscht sich gezielt das Elfte Regiment aus, da diese Einheit gerade von einem langjährigen Einsatz in Indien zurückgekehrt ist, sodass es unwahrscheinlich ist, dass sie bald wieder ins Feld gesandt werden. Flashman wittert daher die Möglichkeit, in schneidiger Uniform eine ruhige Zeit in Canterbury zu verbringen: „I was bent on as much fun and vicious amusement as I could get“. Allerdings kommt er damit nicht ohne Konsequenzen durch. Nach einem Duell mit einem Kameraden wird er nach Schottland versetzt – nur vorübergehend versichert ihm sein Vorgesetzter, der Earl of Cardigan. Da der junge Mann sich nicht bessert muss er nach einem weiteren Schnitzer aus dem Elften Regiment ausscheiden und wird nach Indien versetzt.  

Flashman beschreibt sich selbst als “a scoundrel, a liar, a cheat, a thief, a coward – and, oh yes, a toady” mit nur sehr wenigen Talenten. Ein gutes Gehör für Sprachen gehört dazu. Und so kommt es, dass er, der Feigling, schon bald an einen richtigen Krisenherd seiner Zeit entsandt wird: nach Afghanistan. Oft dank purer Ahnungslosigkeit, Missverständnissen und mit viel Glück macht Flashman sich bei diesem ersten Einsatz einen Namen als unerschrockener Diener ihrer Majestät in Kabul, Gandamak und bei der Belagerung von Jalalabad.

Zu Beginn des Buches erklärt Flashman: „Some human faults are military virtues, like stupidity, and arrogance, and narrow-mindedness”, und es ist dank dieser Eigenschaften, dass er im Militär aufsteigt – was sehr viel Lesespaß bereitet. Inspiriert wurde die Figur durch ein Buch von Thomad Hughes: Tom Brown’s School Days. Hier wird der Protagonist, Tom Brown, von einem Mitschüler namens Flashman schikaniert, bis der wegen Trunkenheit die Schule verlassen muss. George MacDonald Fraser hat diese Figur mit viel Phantasie nun selbst zum Protagonisten werden lassen. Dabei ist ein absoluter Antiheld herausgekommen, der mit schonungloser Offenheit sein Leben seziert und ungeschönt Erpressung, Bestechung, Täuschungsmanöver und Misshandlungen zugibt und zugleich einen zynischen Blick auf die britische Armee und Gesellschaft im viktorianischen Zeitalter wirft. Das Buch strotzt vor schwarzem, sehr britischem, Humor und belohnt den Leser der damit umzugehen weiß mit urkomischen Situationen. Während Flashman und die meisten anderen Figuren satirisch überspitzt sind, ist der historische Hintergrund (in diesem ersten Band der Reihe ist das der Erste Anglo-Afghanische Krieg 1839-1842) sehr sorgfältig recherchiert und dargestellt.

Diese Rezension wurde auch auf lesemanie.com veröffentlicht.

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