George Orwell 1984

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Inhaltsangabe zu „1984“ von George Orwell

Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das sogenannte "Neusprech". Zusammen mit dem sogenannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschriebt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschende Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst. Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen.

Düster und aufwühlend. Das Buch hinterlässt kein gutes Gefühl in Anbetracht derzeitiger internationaler Entwicklungen

— cherisimo

Genial, obwohl nicht gewollt gibt es eine Anspielung auf Google.

— KKTVCAM

Schwere Kost in vielerlei Hinsichten, dennoch lohnt sich die Geschichte über den absoluten Überwachungsstaat.

— Beyond

Sehr bedrückende Stimmung.. eine wirklich interessante Dystopie!

— libreevet

Ein moderner Klassiker (wobei sich das Buch von Ray Bradbury besser für den Unterricht eignet (Seitenumfang))

— steffilam

Mir wird beim Lesen übel. Ein Werk, das prägt, bewegt und gekannt werden muss.

— notthatkindofagirl

Ein Buch so wichtig und aktuell wie nie zuvor. Sollte jeder mal gelesen haben.

— Antje_Haase

Nicht umsonst zum Klassiker dystopischer Literatur geworden!

— cynthor

Sehr interessantes Buch, welches zum nachdenken anregt und man auf jeden Fall gelesen haben sollte.

— Jennyandbooks

Wieder mal gelesen. Genial, wie Orwell unsere Zeit vorhergesehen hat.

— prueher

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Ein Klassiker, der es verdient hat! Man muss sich aber auf die antiquierte Sprache einstellen.

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    1984

    KKTVCAM

    11. October 2017 um 16:14

    George Orwell schrieb dieses Buch vor vielen Jahren, es ist also alt aber trotzdem Brandaktuell. In der fiktiven Diktatur (Ozeanien) ist Individualität verboten und Fake News sind an der Tagesordnung! Würde Orwell heute noch leben, würde er Ozeanien wohl in Amerika umbenennen. Das Buch ist beklemmend und die Figuren gut integriert, allerdings sind die Handlungen der Figuren nur nebensächlich. Super Buch!

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  • Emotional mitreißend

    1984

    funne

    07. October 2017 um 19:50

    Die Welt wie Winston Smith sie kennt ist kalt. Emotionen werden versucht den Menschen abzugewöhnen, ebenso wie jegliche zwischenmenschliche Verbindungen, und sogar die Gedanken. Jeder, der sich auch nur annähernd gegen diese Lebensform stellt, wird aus dem Verkehr gezogen. Dazu reicht ein kleines Zucken des falschen Gesichtsmuskels im falschen Moment, der sofort von einem der vielen versteckten Kameras aufgezeichnet wird, und man wird niemals existiert haben. Viele Menschen begehen solche Verbrechen nicht, da sie nicht einmal auf die Idee kommen, etwas anderes als die Regierung Big Brothers zu wollen. Doch Winston begeht den Kapitalfehler: Gedankenverbrechen...Meine Meinung:Ein Klassiker; ein Buch, von dem man auf jeden Fall schon einmal gehört hat, wenn man nicht sogar schon die Art der Gesellschaft kennt. Und Big Brother, die Serie mit den Kameras überall, kennt ja nun wirklich jeder.   Aber gelesen? Das haben vielleicht die Wenigsten. Ich selbst habe mich nur an das Buch gewagt, weil ich es unter dem Namen "Klassiker" gehört habe und in dem Bereich etwas mehr herumkommen wollte.   Und was soll ich sagen? Anders als erwartet ist das Buch KEIN schnöder altmodischer Schinken. Anstatt es sachlich lesen zu können hat es unterschiedlichste Emotionen aus mir herausgeholt, auf die ich gar nicht vorbereitet war. Vor allem einfach, weil der Verlauf so unterwartet ist. Ich dachte, es sei eine Dystopie im Sinne von Die Tribute von Panem, doch falsch gelegen. Da denkt man, Klassiker haben nichts drauf als das gute alte Buch-Schema, und dann wird man so überrascht...   Ich habe mit Winston gehofft und rebelliert, und bin in tiefste Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit gestoßen worden. Das Buch hat mich mitgenommen und, ja ich weiß nicht wie positiv das ist, ausgelaugt. Ich muss schon sagen, da ich es rezensiere finde ich dass ich dazusagen sollte, dass man damit rechnen muss etwas negative Gefühle zu erfahren. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu sensibel :D   Auf jeden Fall ein Lese-Erlebnis! Kann ich nur weiterempfehlen, vor allem wenn ihr den Titel von eurer Liste ungelesener Klassiker abarbeiten möchtet.   PS: Ganz davon abgesehen wird das Thema der dauerhaften Überwachung immer aktueller.http://funneswelt.blogspot.de/2017/10/rezension-george-orwell-nineteen-eighty.html

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    • 2415
  • Dystopie-Klassiker

    1984

    cynthor

    10. July 2017 um 16:53

    Inhalt In einer nicht allzuweit entfernten Welt haben sich alle Staaten zu drei großen Machtblöcken zusammengeschlossen: Ozeanien, Eurasien und Ostasien befinden sich in abwechselnden Konstellationen miteinander im Krieg. Der „Historiker“ Winston arbeitet im Ministerium für Wahrheit und passt täglich die Vergangenheit an die aktuellen politischen Gegebenheiten an. So werden beispielsweise Produktionszahlen gefälscht und alte Bündnispartner als Kriegsgegner von jeher behandelt. Andere Kontrollmechanismen der Inneren Partei unter ihrem Diktator, der schlicht als „Großer Bruder“ agiert, sind Totalüberwachung und Einführung der Sprachvariante „Neusprech“, die es schwer macht, Kritik am Staatsapparat zu üben. Winston beginnt eine gefährliche Beziehung mit der parteikritischen Julia. Gemeinsam versuchen sie, Kontakt zu Rebellen aufzunehmen,  werden aber gefangen genommen.  Julia und Winston werden mit Folter und Gehirnwäsche umerzogen. Meinung 1984 ist wohl mit Abstand die bekannteste Dystopie, die andere Klassiker wie Brave New World aufgrund „besserer“ Voraussagen und einer größeren Realitätsnähe bei weitem übertrifft. Grund dafür mag auch die Genauigkeit sein, mit der Orwell zukünftige Entwicklungen vorhergesagt hat: Ursache und Ziel von neusten Sprachkonzepten wie „political correctness“ oder „genderization“ mögen von der Absicht hinter der Neusprech-Entwicklung grundverschieden sein, Debatten um den feinen sprachlichen Unterschied zwischen „Studenten“ und „Studierende“  erinnern immer öfter an Orwells linguistischen Albtraum. Um eine dritte Neusprech-Variante zu erleben, reicht es allerdings schon, aktuellen Schülergenerationen zu lauschen… Doppeldenk, also die Fähigkeit, nicht nur an die Wahrheit unterschiedlicher, sondern sogar fundamental entgegengesetzter Thesen zu glauben, findet inzwischen auch immer weiter Verbreitung. Nicht im Sinne eines vielleicht noch förderlichen Multitaskings, sondern aufgrund einer überaus komplexen Welt mit vielen Ansprüchen, Informationsüberflutung und Verstrickungen. Weiterer großer Pluspunkt sind die detaillierten Folterszenen und Beschreibungen der Gehirnwäsche-Praktiken, die zeigen, wie aus dem selbstbewussten Revolutionär ein gebrochener Mensch ohne eigenen Willen wird. Besonders die Instrumentalisierung von Raum 101 als absolut schrecklicher Ort, an dem Winston schließlich das verrät, was ihm am wertvollsten war – seine Liebe zu Julia – ist zugleich berührend und erschreckend. Fazit: nicht umsonst haben zahlreiche Ideen und Begriffe wie „Neusprech“ oder „Big Brother“ aus Orwells Dystopie Einzug in die alltägliche Lebenswelt gefunden. Problematisch ist allenfalls, dass aufgrund der vielen Nutzung dieser Begrifflichkeiten ihre immense Bedeutung viel leichter unterschätzt und vergessen wird. Sonnige Tage und erholsame Nächte! PS: Wem der Stil meiner Rezension bzw. die Auswahl der vorgestellten Bücher gefällt, findet auf meinem Blog (https://cynthor.wordpress.com) weitere „Bücherschätze“ und auch Infos zu meinem eigenen gesellschaftskritischen Fantasy-Roman „Ethopia – Erwachen“.

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    • 5
  • Krasse Geschichte!

    1984

    somedreaming

    19. June 2017 um 21:21

    Am Anfang kam ich nicht richtig rein, da sich mir die viel umworbende Aktualität nicht erschlossen hat. Nach und nach habe ich aber erkannt, was damit gemeint ist, vor allem im Bezug auf Trumps "Fake News". Für andere Bezüge ist mein politisches Allgemeinwissen wohl zu gering.
    Für meinen Lesegeschmack waren mir einige Stellen zu brutal. Das Kophfkino überfordert mich da teilweise.

  • 1984 (engl)

    1984

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. June 2017 um 15:53

    Just as expected from a classic novel, I was fascinated from the beginning, George Orwell describes a dystopian world,where I think we already live in, the fictional dictator 'big brother' , leader of oceania, who wields total power over the people, what you eat, what you wear, your career, when you have to be at home, when you have to wake up, everything is decided by 'big brother', you are not allowed to speak bad about him, even to think bad, you are closely watched by 'him' every hour,.... when I read the part that they are watching the people through the television, I freaked out, I think this is a must-read, but don't forget 'big brother is watching you'!!

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  • 2+2=4 oder doch 3,5,6..?

    1984

    xlxn

    17. April 2017 um 20:22

    Ich habe mich mit der englischen Version beschäftigt, da wir es momentan im Unterricht behandeln. Inhalt (Englisch): „Winston Smith works for the Ministry of Truth in London, chief city of Airstrip One. Big Brother stares out from every poster, the Thought Police uncover every act of betrayal. When Winston finds love with Julia, he discovers that life does not have to be dull and deadening, and awakens to new possibilities. Despite the police helicopters that hover and circle overhead, Winston and Julia begin to question the Party; they are drawn towards conspiracy. Yet Big brother will not tolerate dissent - even in the mind. For those with original thoughts they invent Room 101…“ (Quelle: Klappentext) Das Buch ist in drei Teilen aufgeteilt. Zuerst beginnt der Roman mit einem Bild des Alltags in einem dystopischen Überwachungsstaat. Anschließend handelt der zweite Teil von Winstons Weg in den inneren Widerstand und endet mit seiner Verhaftung durch die Gedankenpolizei. Bevor seiner Verhaftung führt er eine Beziehung mit einer jungen Frau, die beide gut miteinander auskommen. Im letzten Teil wird seine Gefangenschaft, seine Folter und die Umerziehung sowie das Geschehen nach seiner Freilassung beschrieben.  Cover: Auf dem Cover sieht man ein Auge, welches als Symbol für "Big Brother" stehen könnte, da oftmals das Zitat "Big Brother is watching you" erwähnt wird. ich finde es passend und die Farbauswahl ist ebenfalls gelungen. Es wirkt weder zu düster, noch zu paradiesisch.  Meine Meinung: • Aufbau: [Achtung Spoiler!] Ich finde, dass der Aufbau gut gelungen ist. Der Leser bekommt anfangs Informationen mit, die später intensiver ausgeführt werden. Außerdem liegt der Fokus zuerst auf den Protagonisten und später wird auf die Handlung zurückgegriffen. Das heißt, man bekommt etwas über Winstons Gedankengang und Alltag mit und später wird einem aufgeklärt, wie die Parteien funktionieren und wie generell dieses komplexe System abläuft. Den letzten Teil finde ich am schockierendsten, da Winston von O’Brien festgehalten wird und nicht nur befragt, sondern auch belehrt, umgestimmt und zur Akzeptanz geführt wird. Dann erfährt man, dass Julia und Winston sich gegenseitig betrügen und das Ende bleibt einem ziemlich offen und man wird mit lauter Fragen zurückgelassen.  Ab hier komme ich zu einem Punkt, den ich negativ anmerke. Ich finde es nicht gut, dass Orwell (gefühlte) 8-9 Seiten von einem anderen ausgedachten Buch (von Goldstein) zitiert. Der Leser kriegt zwar eine detailliertere Erklärung von dem komplexen System, jedoch würde ich es viel interessanter finden, wenn Orwell schreiben würde, dass Winston das Buch zum Teil gelesen und anschließend eine Diskussion mit Julia darüber geführt hat, somit würde man die Sichtweise von den beiden mitbekommen und es würde sich nicht in die Länge ziehen. (Selbst Julia ist beim Vorlesen eingeschlafen..) • Schreibstil: Hier kann ich nur sagen, dass ich viele neue Wörter entnehmen und trotzdem den Kontext verstehen konnte, ohne jedes mal ein neues Wort im Duden nachzuschlagen. Man sollte sich hierbei beim Kauf überlegen, ob man sich in der englischen Sprache 'sicher‘ fühlt, da es recht anstrengend/komplex ist und man nicht vieles verstehen könnte, vor allem weil es wie eine Art Biografie aufgebaut ist und zusätzlich oftmals lange Erklärungen vorhanden sind.  Im Allgemeinen finde ich Orwells Vorahnung erstaunlich, da er ein schockierendes Bild von einer düsteren Zukunft entwirft, welches einige Parallelen zu unseren heutigen Zeit besitzt. Ich würde es jedem empfehlen, die düstere Zukunftsversionen bevorzugen und Bücher, die komplex aufgebaut sind (Fast einem Sachbuch ähneln). Außerdem finde ich es wichtig, wenn sich die Menschheit weiterhin mit diesem Thema auseinandersetzt, da man bisher nur spekulieren kann, wie es in naher Zukunft aussehen könnte.  Bildquelle: https://www.amazon.de/Nineteen-Eighty-four-George-Orwell/dp/0141036141

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    • 4
  • Ein atemberaubendes Buch

    1984

    CorinaPf

    24. March 2017 um 20:43

    Inhalt:Es geht um Wiston Smith, der im Jahre 1984 lebt. Doch es ist nicht so wie wir es kennen. Nein es wird durch Fernseher und Spitzeln beherrscht. Niemand darf sich gegen den Bruder stellen, sonst wird er ohne umwege getötet oder er verschwindet und wird nie wieder gesehen. Wiston beschließt durch kleine Aktionen sich gegen den großen Bruder zu stellen. E beginnt Tagebuch zu führen, was verboten ist. Er kauft sich immer wieder kleine Erinnerungstücke, dies ist auch verboten. Niemand darf davon erfahren sonst wird er verhaftet oder noch schlimmer in die Abteilung der Liebe gebracht. Von dort kommt man nicht wieder zurück. Doch diese kleine Aktionen sind nichts, denn er lernt eine junges Mädchen kennen in das er sich verliebt und sie fangen eine geheime Beziehung an. Dies darf nicht passieren, eigentlich. Wiston lebt in dauernder Gefahr gefasst zu werden aber er will die Liebe zur Julia nicht aufgeben. Gibt es für die beiden eine Zukunft?Protagonist:Am Anfang ist Wiston ein Mann der sich von Alkohol ernährt und sich wenige Gedanken über sein Leben macht. Doch nach und nach empfindet er immer wieder groll gegenüber dem großen Bruder und entwickelt sich so immer weiter.Schreibstil:Es ist alles sehr genau beschrieben und es wird im Buch öfters etwas wiederholt, doch dass ist gut, denn wenn man sich diese Welt in der Wiston lebt besser kennen lernen will muss man manche Wörter immer wieder lesen um diese zu verstehen. Auch wird nicht so sehr auf die Geühlswelt der Liebenden eingegangen sondern auf die Angst und auf die Spannung etwas verbotenes zu tun. Die Liebesgeschichte ist hierbei nur zweitrannig. Für mich ist es faszinierend das Buch zu lesen und wie weit Georg Owell gedacht hat. In der jetztigen Zeit werden wir über Computer Handy und Fernseher schon leicht überwacht, wie wir jetzt, alle schon in den Medien gelesen und gehört haben. Dieses Buch wurde in einer Zeit geschrieben wo 1984 noch in der Zukunft war. Doch es ist heute noch so aktuell wie vor 60 Jahren, oder in der jetzigen Zeit noch mehr als in jeder voherigen Zeit. Für mich kann das Buch daher nur 5 Sterne bekommen.   

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    • 4
  • Keine leichte Kost, aber ein absolutes "Must Read"

    1984

    Hermione27

    22. March 2017 um 16:19

    Die 1949 erschienen Dystopie von George Orwell "1984" ist verstörend, aber sicherlich aktuell wie nie. Der Roman besteht aus drei Teilen, in denen wir die 39jährige Hauptperson Winston Smith, der in England lebt, begleiten. Im ersten Teil erleben wir den streng kontrollierten und durchgetakteten Alltag der Hauptperson im totalitären Staat Ozeanien, der sich im Krieg mit einer der anderen beiden global Großmächte (Eurasien und Ostasien) befindet. Die Partei des englischen Sozialismus hat alles unter Kontrolle, die Bürger werden permanent überwacht ("Big Brother is watching you"). Im Krieg sind die Verbrauchsgüter knapp - wenn überhaupt, gibt es Einheitskleidung, Einheitslebensmittel, Einheits-Alles. Jegliche Pluralität und Individualität wird unterbunden. Sexualität, Nähe, Beziehungen zwischen Mitmenschen werden unterdrückt. Auch die Sprache wird neu geordnet, der Wortschatz wird reduziert, überflüssige Worte werden aus der Sprache gestrichen. Die Vergangenheit wird "korrigiert", indem z.B. Zeitungsartikel umgeschrieben werden, wenn Personen aus Zeiten der Revolution in Ungnade bei der Partei gefallen sind o.ä. Im zweiten Teil des Buches erleben wir kleine Fluchten der Hauptperson und z.T. ein kleines Glück. Es gibt eine geheime Liebesbeziehung und einige kleine geheime Freiheiten, die Winston sich nimmt. Der dritte und letzte Teil ist jedoch vollkommen düster. Das Negative spitzt sich zu und das Buch nimmt kein gutes Ende. Insgesamt ist der Roman der verstörend, er regt aber auf jeden Fall zum Nachdenken an und er ist aus meiner Sicht ein absolutes "Muss". Vieles erinnert an die DDR oder auch an Nazi-Deutschland oder an Stalin. Im Zusammenhang mit der aktuellen Situation in den USA: An einigen Stellen taucht im Buch sogar schon der Begriff "post-faktisch" auf und sogar im Nachhinein wird die Vergangenheit "korrigiert", indem alte Zeitungsberichte umgeschrieben werden. Ich kann diesen Roman wirklich jedem nur ans Herz legen!

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  • Interessant und erschreckend.

    1984

    Nelebooks

    18. March 2017 um 17:50

    Inhalt: "Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das sogenannte "Neusprech". Zusammen mit dem sogenannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschriebt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschende Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst. Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen."Cover: Dieses Cover erweckt auf jeden Fall Aufmerksamkeit. Es ist recht schlicht und führt doch dazu, dass man es sich genauer anschaut.Schreibstil: Der Schreibstil ist gut zu lesen.Meinung: Alles ist sehr gut und detailliert beschrieben, weshalb ich mir alles gut vorstellen konnte, auch war ich so mitten im Buch. Es wird eine andere Welt beschrieben, die sehr erschreckend ist. Das Buch hat mich von Anfang an in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Es war sehr interessant und andersartig. Generell war die Stimmung sehr bedrückt und beklemmend und auf jeden Fall kein heiteres Buch. Auch ist es kein Buch für zwischendurch - man sollte es schon recht konzentriert lesen.Fazit: Eine interessante Geschichte, die sehr erschreckend ist.(c) Nelebooks

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    • 5
  • Zeitlos. Staubtrocken. Erschreckend.

    1984

    wandablue

    05. March 2017 um 21:02

    Zeitlos. Staubtrocken. Erschreckend. Eric Arthur Blair alias George Orwell schrieb den Roman 1984 in seinen letzten Lebensjahren. Er starb 1950 auf den Hebriden (geboren 1903 in Indien). Der Zweite Weltkrieg und das Erleben des Nationalsozialismus waren also noch sehr lebhaft in seinem Bewusstsein, die Gräuel des Stalinismus frisch. Dass 1984 anders gelesen 1948 ergibt, darüber muss man keine Worte verlieren. Das Buch ist so berühmt, dass man nicht im Einzelnen auf seinen Inhalt eingehen muss. Die Mechanismen eines totalitären Staates sind, so scheint es, zeitlos. Allerdings ist 1984 ein Roman, der das Zerbersten des Menschlichen im Totalitarismus derartig drastisch schildert, dass einem, vor allem im letzten Teil, die Spucke wegbleibt. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum die Bevölkerung aller möglicher Staaten dennoch immer wieder Sehnsucht nach „dem starken Mann“ hat, „America first“ toleriert oder „Erdogan for ever“ plärrt oder was auch immer es ist, dass Menschen gleich welcher Couleur, Feindbilder nicht hinterfragen und nicht mit der Wimper zucken, wenn Regimekritiker unter fadenscheinigen Vorwänden in Haft genommen und mundtot gemacht werden. Offenkundige Lügen sind gesellschaftsfähig, ja erwünscht, solange sie patriotischen Anstrich und Unterhaltungswert haben. "Es bedarf einer nicht nachlassenden Flexibilität im Umgang mit Tatsachen." !!!Sicherlich ist, so aktuell das Werk auch scheinen mag, es doch in erster Linie eine Gesellschaftskritik temporärer Missstände gewesen. So ist das Buch auch nicht ein Unterhaltungsroman, sondern eben das: eine Kritik und eine Abrechnung mit Bestehendem. So spricht Handlung und Sprache uns heute nicht mehr so an. Die Erläuterungen des Romans sind oft lehrreich, aber staubtrocken trotz mancher zeitlosen Wahrheit, die auch Bertholt Brecht immer wieder so gut in Worte zu fassen vermochte, wenn er betonte, dass die unten, unten bleiben müssten, damit die, die oben sind, oben bleiben können. Dazu passen die Zitate: "Wurde Wohlstand erst einmal Allgemeingut, würde er keinen Rang mehr verleihen“ und "Auf lange Sicht war eine hierarchische Gesellschaft nur auf der Basis von Armut und Unwissenheit möglich."Die Lektüre von Orwells Roman 1984 ist kein ungetrübtes Vergnügen, dennoch sollte man ihn vielleicht einmal gelesen haben. Die Warnung vor der staatlich gewollten, gleichgültigen Dummheit der Massen, „Delstop bedeutet schützende Dummheit" ist nämlich eine ernstzunehmende. Fazit: Zeitlos. Staubtrocken. Erschreckend. Kategorie: Roman, SF. Verlag: Ullstein, 40. Auflage, 2017

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    • 9
  • Ein Roman der Gegensätze

    1984

    Benne_

    03. March 2017 um 20:22

    George Orwell schrieb 1984 eine Dystopie, die eine böse Zukunft zwar übertrieben darstellte, jedoch auch einiges vorwegnahm, was heute schon Realität ist.Winston Smith lebt im Gebiet Ozeaniens, eine der drei Weltmächte, die durch eine totalitäre Regierung die Einwohner kontrolliert. Ständige Überwachung durch Teleschirme, tägliche Hassausbrüche gegen den Staatsfeind und der kollektive Gedanke ist Alltag in seinem Leben. Aber Winston denkt anders als alle anderen, die von der Partei kontrolliert werden. Die Gefahr besteht darin, dass die Partei revolutionäre Gedanken unterdrückt, sodass sie ständig die Macht besitzt.Der Leser begleitet demnach Winston Smith auf ein gefährliches Abenteuer, das startet als er Gedanken gegen die Regierung hegt. Winston besteht auf Individualität, die Partei auf Kollektivität. Als Winston Julia kennenlernt, die ebenso denkt wie er, keimt neue Hoffnung in ihm auf. Mit ihrer Hilfe versucht er etwas zu verändern, das ist aber viel schwieriger als erhofft.Der Inhalt ist klar definiert: Winston versucht gegen die Partei anzukämpfen, in einer Welt in der der einzelne Mensch nichts wert ist. Die Thematik ist dafür viel schwieriger zu begreifen. Orwell zeigt Sozialkritik, vermischt Fiktion mit Realität und entwirft eine ins Detail geplante Gesellschaft, mit neuer Sprache, neuer Ideologie bzw. Weltanschauung und neuer Geschichte, sodass ich als Leser das Ausmaß des Romans beim ersten Lesen kaum begreifen konnte. Alleine die durch ihn erdachte Sprache „Neusprech“, welche die gewöhnliche Sprache im Jahr 1984 ablösen soll, ist so kompliziert, dass erst die 11. Auflage der Sprache vollkommen ist. Diese hat sogar eine eigenständige von der Handlung des Romans abgelöste Erklärung am Ende des Buches. Neusprech soll die Gedanken der Menschen kontrollieren. Da Sprache das wichtigste Mittel der Menschen ist – zur Kommunikation, Artikulation, Gefühlsausdrückung – können die Menschen durch Neusprech nur noch das zum Ausdruck bringen, was die Partei will. Alles andere existiert in der Sprache nicht, wurde reduziert und kann nicht mehr vermittelt werden. Begriffe wie „Doppeldenk“, „Gedankendelikt“ oder Ähnliche waren für mich schwer zu begreifen, da sie auf einem komplett anderen Konzept fundieren, als das, welches mir vertraut ist. Deshalb war es so erstaunlich in eine Gesellschaft einzutauchen, die auf komplett andere, fremde und unvertretbare Grundprinzipien aufgebaut ist und trotzdem funktioniert. George Orwell beschreibt die Welt in 1984 so bildhaft und präzise, dass ich manchmal dachte, die Handlungen würden so bzw. könnten so wirklich passieren. Das Gelesene hat sich sehr echt angefühlt. Der Schreibstil war für mich also perfekt, um die Handlung selbst zu unterstützen.Im Kontext des zweiten Weltkrieges und unter Rücksichtnahme auf verschiedene Regimes hat George Orwell mit „1984“ einen Roman geschaffen, der an die Menschheit appellieren soll. Indem er überspitzt eine Regierung darstellt, die totalitär die Menschen unterdrückt und in ihrer Individualität massiv einschränkt, möchte er wahrscheinlich jedem Leser klarmachen, dass es – selbst wenn es unwahrscheinlich ist – eine solche Welt entstehen kann. Einige Grundzüge dieser Herrschaft sind in ähnlichem Maße in der Geschichte oder der Gegenwart zu finden. Meiner Meinung nach sollte jeder 1984 zumindest einmal lesen. Mir selbst hat es gezeigt, dass ich glücklich sein kann und so eine Welt nicht existiert. Ich lebe in einem Land mit Meinungsfreiheit, ohne vollkommene Gedankenkontrolle oder Gesellschaftshierarchie.

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  • Ein wichtiges Buch mit nachhaltiger Wirkung

    1984

    mesu

    01. March 2017 um 17:14

    Dieses Buch beschäftigt einen noch lange. Es ist nicht leicht zu lesen, aber wichtig. Die Geschichte handelt von Winston der in einem Staat lebt, wo alles kontrolliert wird. Überall gibt es Kameras, die Kleidung, das Essen, die Arbeit, die Freizeit ... alles ist vorgeschrieben. Die sogenannte Gedankenpolizei überwacht und unterdrückt die Menschen. Winston probt den Widerstand, aber wird er es schaffen.?Die eindringliche Sprache und die beklemmenden Szenen lassen den Leser gebannt weiterlesen. Dieses Buch ist auch heute noch aktuell. Unbedingt lesen.

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  • Eines der wichtigsten Bücher über Totalitarismus, nicht einfach zu lesen

    1984

    Federfee

    01. March 2017 um 14:26

    Grandios in seiner politisch-gesellschaftlichen Weitsicht, aber auch verstörend und deprimierendDies ist eine Dystopie in drei Teilen, ein schwarzseherisches Buch über totalitäre Staaten, eines, das ich für ungeheuer wichtig halte, um Tendenzen von heute zu erkennen, aber auch für schwierig zu lesen, weil es so viel Wichtiges und Nachdenkenswertes enthält, das man es mit einmal Lesen gar nicht erfassen kann.Passend zur düsteren Grundstimmung kommt das Cover daher, die ganze Buchgestaltung, denn selbst die Buchschnitte sind schwarz. Beim Lesen gleiten die Finger immer wieder über die erhabenen Stellen vorne und hinten: die Zahl 1984, die sich in einem weißen Oval befindet, ein Auge, das sich selbst innerhalb der Zahl 8 wiederfindet.So erweckt schon das Cover den Eindruck von totaler Überwachung – wer kennt nicht das Zitat "Big Brother is watching you"!Im ersten Teil lernen wir Winston Smith und seine Umwelt kennen, seine erbärmlichen Lebensumstände, seine geschichtsverfälschende Arbeit und die totale Überwachung durch die Partei, den Großen Bruder, dessen Konterfei man überall sieht und das an Stalin erinnert. Nichts ist vor der Partei sicher, denn in jeder Wohnung gibt es einen Tele-Screen, der nicht nur Parolen sendet, sondern auch visuell und akustisch überwacht. Außer im Dunkeln gibt es keine Privatsphäre.Es gibt auch kein menschliches Miteinander, sämtliche sozialen Strukturen sind zerstört. Jeder lebt für sich alleine, jeder misstraut jedem.Und doch gibt es im zweiten Teil eine Liebesgeschichte, über der von Anfang an die dunklen Wolken der Angst vor Entdeckung schweben. Und es kommt wie es kommen muss …Mitten im zweiten Teil gibt es einen Bruch und ein schwierig zu lesender Teil beginnt, eine komprimierte Darstellung eines totalitären Systems, seiner Mittel und Hintergründe. Ich kann nicht behaupten, dass ich alles verstanden habe.Der zweite Teil endet mit einem Paukenschlag und den dritten hätte ich am liebsten abgebrochen: Folter und Gehirnwäsche. Am Ende bleibt ein leeres, gleichgültiges menschliches Wrack zurück …Trotz der pessimistischen Weltanschauung, trotz einiger schwieriger Passagen halte ich das Buch für eines der besten, das ich je gelesen habe. Vieles erinnert an vergangene Zeiten (Stalinismus, Nazis) und – schlimmer noch – man meint, Tendenzen herauszulesen, die man auch heute beobachten kann.Themen: die Mechanismen der Macht totale Überwachung von Personen die Rolle, die Technisierung dabei spielt soziale Isolierung des Einzelnen Vernichtung der individuellen Persönlichkeit Verletzung der Menschenwürde Manipulation z.B. durch Fälschung der geschichtlichen Vergangenheit oder durch Eliminierung von Wörtern, die bestimmte Gedanken verhindern sollen die Rolle von Kriegen u.v.m.

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    • 5
  • George Orwell - 1984

    1984

    Jari

    25. February 2017 um 10:55

    Ein Klassiker, der mir in meinem Leben immer wieder begegnet ist und schon seit Jahren eine grosse Faszination auf mich ausübt. Warum ich so lange mit dem Lesen von "1984" gewartet habe? Ich weiss es nicht. Einerseits hat es sich nie ergeben, andererseits wusste ich, dass dieses Buch wahrscheinlich starken Eindruck auf mich machen wird. Das tat es dann auch - ich habe sogar davon geträumt! Ich habe das Buch in zwei Ausgaben gelesen, einmal auf Deutsch und einmal auf Englisch. Das lag vor allem daran, dass ich es natürlich im Original lesen wollte, mir aber nicht zutraute, genug zu verstehen. Also wechselte ich über längere Strecken hin und her, blieb dann aber doch beim Original hängen. Orwells Sprache ist viel melodiöser, tiefer und beeindruckender als die Übersetzung. Ich wurde noch  mehr in diese bedrohliche Welt hineingezogen, fühlte mich sogar beim Lesen beobachtet. Erschreckend ist Orwells Präzision, wie er bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg eine Entwicklung vorhergesehen hat, die zwar in den 80ern noch nicht so weit war, aber unterdessen sehr fortgeschritten ist. Man kann nicht entkommen, auch Winston wird das über kurz oder lang einsehen müssen. Unsere Gesellschaft ist diesbezüglich noch immer extrem blauäugig und erst vor ein paar Monaten hat die Schweiz dem Schweizerischen Geheimdienst mehr Macht erlaubt, als es die amerikanischen (!) Dienste haben. Je länger ich mich  mit dem Buch beschäftige, desto mehr läuft es mir kalt den Rücken runter. Nicht weil die Geschichte so intensiv war (was sie natürlich ist), sondern wegen ihrer Aktualität. Schon heute wird in den Zeitungen und Zeitschriften gelogen wie gedruckt - wie weit ist es da noch hin zu einem Büro wie Winstons? Der den ganzen Tag Fakten verändert, damit sie auch ja passen? „Wer die Macht über die Geschichte hat, hat auch Macht über Gegenwart und Zukunft.“ Viele mögen denken, dass ich wohl überreagiere, aber ich beobachte die Entwicklungen in unserer Welt und oft gefällt mir nicht, was ich sehe. Doch was tue ich? Oft fühle ich mich wie Winston anfangs - es gefällt mir nicht, aber was kann ich allein schon tun? Im Buch setzt Winston die Hoffnung in die Proles, aber wir werden nie erfahren, ob sich diese Hoffnung erfüllt hat/erfüllen wird. "1984" ist ein Werk, das vermag, Augen zu öffnen, das die Wahrheit spricht, wenn man nur hinhört und hinsieht. Ebenfalls bin ich gespannt, wie das Leben in zehn oder zwanzig Jahren sein wird, wenn ich das Buch vielleicht wieder in Hand nehme und es noch einmal lesen werde. Vielleicht nehme ich dann diese Rezension hervor (falls es sie dann noch geben wird) und vergleiche diese Leben miteinander...

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