George Orwell Farm der Tiere

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Inhaltsangabe zu „Farm der Tiere“ von George Orwell

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Immer wieder großartig!

— Himmelfarb
Himmelfarb

Fabel-Hafte Kritik am erdegang des russischen Kommunismus.

— cynthor
cynthor

Erschreckend nah an der Realität und so wichtig zu lesen! Könnte es einfach immer und immer wieder lesen. Absolutes Muss!

— Cailess
Cailess

Ein genialer gesellschaftskritischer Roman, der immer aktuell und wichtig bleiben wird.

— libreevet
libreevet

Ein leicht geschriebenes Buch, das trotzdem sehr schockierend ist. Ich fand es wirklich gut zu lesen, wenn ich mich auch teilweise dazu überwinden musste weiter zu lesen. In den letzten Kapiteln wurde die Thematik ziemlich traurig (bei Kapitel sieben ,glaube ich war das, hatte ich sogar tränen in den augen) jedoch fand ich das Ende nicht so toll, wie ich es mir erhofft hatte. Es war vorhersehbar. Trotzdem ein unheimlich gutes Buch und ich denke jeder muss es mal gelesen haben .

— _sinnxlos
_sinnxlos

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  • Dystopie anhand vermenschlichter Tiere

    Farm der Tiere
    cynthor

    cynthor

    03. June 2017 um 12:21

    Inhalt Auf der Farm des Bauern Jones übernehmen die Hoftiere unter Führung der intelligenten Schweine die Macht. Sie stellen ihre eigenen Gesetze auf, nach denen sie leben wollen, und beginnen, die bis dahin mehr oder weniger brachliegende Farm in einen blühenden Betrieb umzubauen. Zuerst führen die beiden Schweine Napoleon und Schneeball noch gemeinsam die „Revolution“ voran. Dann  allerdings lässt Napoleon Schneeball vom Hof jagen, weil dieser angeblich die Farm wieder an den menschlichen Besitzer verkaufen wollte. Ohne einen geistig ebenbürtigen Gegner ist es  für Napoleon leicht, mehr und mehr Macht an sich zu reißen. Meinung Dass Orwells „Farm der Tiere“ durchaus als Parabel auf die gesellschaftliche Entwicklung Russlands, insbesondere hinsichtlich der kommunistischen Revolution gelesen und verstanden werden kann, wird oft beschrieben – und meistens auch besser, als ich es könnte. Deswegen an dieser Stelle der Blick auf die Parallelen des „Märchens“ zur heutigen Gesellschaft. Was am meisten auffällt, ist die Art, wie Orwell die verschiedenen Tiergattungen anthropomorphisiert, bzw. umgekehrt, typisch menschliche Verhaltensmuster passenden Spezies zuordnet. Wer sich die heutige Gesellschaft genauer ansieht, wird nicht umhin kommen zu bemerken, dass Orwell diese Typen zwar überspitzt, aber gekonnt beschreibt. Da wären zum einen die Pferde, die am ehesten als Gutmenschn, pardon Guttiere, durchgehen können. Sie erfüllen das Klischee dieses Menschenschlags – etwas naiv, gutmütig, aber sehr willig und überaus tatkräftig – in vollendeter Weise. Die übervorsichtigen Hühner entsprechen den Verzagten, die aus Prinzip (wohlgemerkt nicht aufgrund von Argumenten) gegen jegliche Neuerung sind. Die Schafe, die kaum mehr als blöken können, und Sinnbild der dumpfen, manipulierbaren, gesichtslosen Masse darstellen. Der Esel Benjamin ist Stellvertreter der „Ich habe es ja gesagt“-Leute, der Zyniker, die zwar durchaus das Recht auf ihrer Seite haben, aber unfähig oder nicht willens sind, dafür einzutreten. Die Hunde sind die indoktrinierten Soldaten, folgen treu ergeben und ohne selbst zu denken ihrem (An)führer. Und zuletzt die intelligenten, raffgierigen Schweine, die verderbteste Gattung von allen, die hemmungslos manipuliert und betrügt. Sie wollen nicht das größte Stück vom Kuchen – sie wollen ihn ganz, und es gelingt ihnen dabei sogar, ihre Gefräßigkeit als Opfer für die Allgemeinheit zu verkaufen! Aber all diese Tiere sind nicht nur fiktive Figuren einer alten Geschichte – sie alle sind Teil unseres alltäglichen Lebens, wir treffen ständig auf ihre realen Verkörperungen, und es täte gut, den einen oder anderen sanft darauf hinzuweisen. Wie auch in „1984“ ist ein großes Thema Orwells die Geschichtsfälschung bzw. –umdeutung. In „Farm der Tiere“ äußert sie sich auf zwei Arten. Zum einen wird Schneeball Stück für Stück vom Helden zum Verräter stigmatisiert. Nur weil die Tiere kaum schriftlichen Aufzeichnungen, sondern bloß ein lückenhaftes Gedächtnis besitzen, können sie derart fehlgeleitet werden. Zum anderen ändern sich die Gesetze, die für die Tiere gelten, ständig – und immer zum Vorteil für die Schweine. Aus „Kein Tier soll Alkohol trinken“ wird „Kein Tier soll Alkohol trinken im Übermaß.“, „Alle Tiere sind gleich.“ mutiert zu „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.“, und weil kaum jemand lesen kann, bleibt auch dieses Verbrechen unbemerkt, was etwas an „political correctness“ und Gendergerechtigkeit erinnert, die z.T. sehr verwirrende Blüten treiben. Es bleibt dazu nur ein Satz zu sagen,  der in der einen oder anderen Formulierung oft zitiert wurde und vermutlich Santanaya zugeschrieben werden kann: Wer die Fehler der Vergangenheit vergisst (oder aus ihnen nicht lernt), ist verurteilt, sie zu wiederholen. Abschließend noch ein Wort über den Schluss der Fabel: Orwell hat eines der ausdruckstärksten Buchenden geschaffen. Die Blicke von den Schweinen zu den Menschen und wieder zurück, bzw. die Ununterscheidbarkeit der Spezies, sind schlicht und ergreifend genial. Sonnige Tage und erholsame Nächte! PS: Wem der Stil meiner Rezension bzw. die Auswahl der vorgestellten Bücher gefällt, findet auf meinem Blog (https://cynthor.wordpress.com) weitere „Bücherschätze“ und auch Infos zu meinem eigenen gesellschaftskritischen Fantasy-Roman „Ethopia – Erwachen“.

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    • 7
  • Die Wahrheit

    Farm der Tiere
    Mrs-Jasmine

    Mrs-Jasmine

    31. October 2016 um 12:30

    Ich bin begeistert und erschüttert zugleich. Dieses Buch wird immer aktuell bleiben. Er ist erschreckend wie klein der Kleine Mann wirklich ist, wie leicht man sich manipulieren lässt und wie viel man vergisst, verdrängt und glaubt! Dieses Buch regt wirklich zum nachdenken an und lässt einem nicht mehr aufhören zu lesen!

  • Grandios umgesetzt!

    Farm der Tiere
    Book_Bug

    Book_Bug

    04. September 2016 um 10:42

    Ein vielfach gerühmtes Werk, ein Klassiker - ich kann dem nur zustimmen. Besonders interessant ist die russische Geschichte hier dargestellt und verarbeitet. Nach dem Aufstand der Tiere gegen ihren Bauern bewirtschaften sie selbst die "Farm der Tiere" und sind anfangs auch sehr erfolgreich. Doch langsam beginnt sich abzuzeichnen, dass es nicht alle mit dem Grundsatz "Alle Tiere sind gleich" so genau nehmen. Mir gefielen die Charaktere äußerst gut, jedes Tier hat seine Eigenheiten und tritt in seiner ganz eigenen Weise auf. Besonders lieb gewonnen hatte ich den Esel Benjamin, der zwar sehr liebenswürdig ist, aber eben auch seine Macken hat. Dadurch, dass die Geschichte Russlands von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts in so einfach verständliche Form gebracht wurde, erscheint einem der Fortgang plausibel. Natürlich waren die tatsächlichen politischen Entwicklungen viel komplexer, doch zum Verstehen der Mechanismen ist das Buch ideal. Leider war mein Wissen über die historischen Entwicklungen und Personen nicht umfänglich genug, um jedes Bild auf Anhieb zu verstehen (zum Glück hilft das Internet da gut weiter). Ich vermute, dass es Kindern noch schwerer fällt, alles zu verstehen, und kann deshalb nicht ganz nachvollziehen, warum viele Schüler es lesen müssen/mussten. Natürlich sind die Amerikaner da an erster Stelle zu sehen, was sich wohl auf ihre Abneigung gegen über Russland (bis heute) zurückführen lässt. Als Erwachsene bin ich sehr überzeugt von dem Buch und kann es jedem empfehlen, der gern Parabeln liest. Eine tolle Sache!

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  • Der Staat der Tiere

    Farm der Tiere
    Dorfwolf

    Dorfwolf

    30. March 2016 um 17:31

    "Farm der Tiere" ist eine Geschichte über Schweine, welche Anfangs mit den anderen Tieren ihre Farm erobern. Später ergreifen diese das Kommando und unterdrücken die anderen Tiere. Sie verändern auch die Regel zu ihrem Gunsten.Das Buch endet, als die Schweine sich so verändert haben, dass sie von den Menschen nicht mehr zu unterscheiden sind.Das Buch war aus dem Grund hervorragend, da es durch den kuriosen Auswechseln von Tieren und Gesellschaften, der Geschichte eine andere Wirkung verleite und das Thema, mit welchem es sich befasste somit leichter verständlich werden lies.

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  • Von guten Vorsätzen und deren Scheitern

    Farm der Tiere
    Betsy

    Betsy

    Ein wahrer Klassiker, der heute noch genauso aktuell und brisant ist wie damals. Es geht in diesem Märchen bzw. dieser Parabel um die Herren-Farm, welche durch eine Rebellion der Tiere von diesem, angeführt von den Schweinen Schneeball und Napoleon, übernommen und neu organisiert wird. Ausgerichtet mit einigen Regeln, die die Tiere untereinander vereint und sie niemals so werden wie ihre ehemaligen Unterdrücker die Menschen. Diese neue Ordnung auf der Farm, die nun die Farm der Tiere heißt, bekommt den Namen Animalismus und läuft frei nach dem Motte: "Vierbeiner gut, Zweibeiner schlecht." Doch nach und nach verändern sich auch hier die Machtverhältnisse und die Regeln werden angepasst, bis es eine neue Hierarchie gibt, nach der es zu Leben heißt. "Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher" Wer hat diesen Satz nicht schon einmal gehört? Obwohl mittlerweile George Orwells Buch über die Farm der Tiere oftmals in der Schulzeit gelesen wird, war dies bei mir nicht der Fall und endlich habe auch ich es geschafft, dieses Buch zu lesen. Für mich ist es berechtigterweise ein Weltklassiker geworden, da es einfach, aber sehr anschaulich vermittelt, wie aus den verständlichsten Gründen für eine Rebellion und dem nachfolgenden Sieg der alles besser machen soll und alle eint, doch nach einiger Zeit wieder durch Missbrauch einzelner ein neues unterdrückendes System entsteht. Die Strömung des Animalismus, die Titulierung als Genossen und die Anspielung auf Trotzki und Stalin anhand des Machtkampfes der 2 klugen Schweine Schneeball und Napoleon, lassen hier eindeutig einen Bezug auf die Russen zu. Diese offensichtliche Anspielung, sowie deren Darstellung als Schweine, war für die damalige Zeit (wie auch in diesem Buch ein ausführliches Nachwort des Autors zeigt), für viele Verleger ein heikler Aspekt und wurde darum auch für eine Veröffentlichung abgelehnt. Zu Beginn läuft alles prima, aber wie in einer wirklichen Gesellschaft, muss jemand das Steuer übernehmen und dafür Sorge tragen, dass ein reibungsloser Ablauf der Arbeit und der Ressourcen gewährleistet ist. Da die Schweine eindeutig die klügsten Tiere auf der Farm sind, fällt ihnen diese Aufgabe zu, wobei die zwei klügsten sich hier zu Beginn die Arbeit teilen. Auch als Schneeball den anderen Schreiben und Lesen beibringen will, wird hier sehr gut veranschaulicht wo die Grenzen der verschiedenen Tiere liegen. Langsam entwickelt sich ein Ablauf mit dem, je nach Tier und seinem Charakter, alle anfänglich sehr zufrieden sind und alles daran setzten, dass ihre Farm auch ihre Farm bleibt. Doch nach und nach kommt es zu Veränderungen, die sich schleichend vollziehen und von den Schweinen vorangetrieben wird. Zwar lässt die Tiere so einige neue Gegebenheit stutzig werden, aber wenn die klugen Schweine dies so sagen, dann wird es wohl schon seine Richtigkeit haben. Hatte man noch so edle und hochtrabende Visionen von der Zukunft, sieht man hier das sich dies im Laufe der Zeit ändern kann und man durch die Androhung wieder ins alte System zurück kehren zu müssen, wo es einem doch jetzt viel besser gehe, die neuen Gegebenheiten immer wieder bereitwillig akzeptiert werden. "Der Mensch dient einzig und allein seinem eigenen Interesse. Und unter uns Tieren soll vollkommene Eintracht, vollkommene Genossenschaft im Kampf herrschen. Alle Menschen sind Feine. Alle Tiere sind Genossen." Die Geschichte ist beklemmend und beschreibt die schleichende, geplante Machtübernahme eines Einzelnen, mit der Folge das man letztendlich ein Regime gegen ein anderes austauscht. Wer will die ihm freiwillig gegebene Macht schon teilen, wo er mit seinem Mitregierer immer über alles herumdiskutieren muss, wenn man, was oft der Fall ist, nicht einer Meinung ist? Da braucht es Taktik und Gerissenheit sowie Intelligenz um sich seines Gegeners zielbringend zu entledigen. Napoleon, der vielleicht nicht so redegewandt ist wie Schneeball, hat diese Eigenschaften zur Genüge und verwendet die Schwächen der Gruppe gegen diese, um sie für immer zu Bürger der 2. Klasse zu redigieren und von ihm abhängig zu machen. George Orwells Geschichte ist wahrhaftiger als man es wohl erwarten würde. Denn obwohl es hier um Tiere geht, stellen diese doch gekonnt verschiedene Charaktertypen bei uns Menschen dar. Da gibt es die, die sich klüger als alle sind, die Mitläufer, die treuesten Anhänger, diejenigen die sich einer Meinung enthalten, die die anfangen nachzufragen und die Beschöniger. Alles also nur zu menschliche Charakterzüge. Der gemeinsame Feind und das Ziel vom besseren Leben eint einander, doch wie im wahren Leben ist dies nur von kurzer Dauer. Es folgt die langsame Anpassung und Angleichung an die vorherigen Verhältnisse und man schmiedet neue Allianzen um zu profitieren und auch von den Menschen für voll genommen zu werden. Fazit: Orwell zeigt einfach, aber schonungslos wie man nach einem scheinbaren Befreiungsschlag, wieder in ein neues System kommen kann, in dem es erneut Unterdrücker und Unterdrückte gibt. Dies geschieht schleichend und mit viel Intelligenz, denn wer will sich die Macht schon teilen, wenn er selbst über den anderen steht. Wer gibt sich schon mit dem Sieg zufrieden, wenn er danach nicht mehr Rechte bekommt als alle anderen. Der Auort veranschaulicht gut, dass egal aus welch guten Gründen eine Rebellion beginnt und durchgeführt wird, dass man sich mit dieser auch selbst verändert und mehr will.

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    • 2
  • Farm der Tiere

    Farm der Tiere
    Miamou

    Miamou

    Eines Nachts versammeln sich alle Tiere in der großen Scheune einer Farm um Old Major zu lauschen. Der preisgekrönte alte Eber hatte einen Traum, in dem die Tiere der Farm jede Form der Unterdrückung abschütteln und nicht mehr für Bauer Jones arbeiten müssen. Er zeichnet ihnen eine blühende Zukunft und ruft sie zur Rebellion auf. Kurz darauf stirbt Old Major, und es scheint, als nehme alles weiterhin seinen gewohnten Lauf. Doch die Schweine, die als die intelligentesten Tiere der Farm gelten, und hier besonders der wuchtige Napoleon, der einfallsreiche Schneeball und der redegewandte Schwatzwutz, arbeiten die Lehren Old Majors zu einem Denksystem aus, dem sie den Namen Animalismus geben. Erst einige Monate später kommt es für alle Beteiligten überraschend doch zur angekündigten Rebellion, als Bauer Jones, wieder einmal vergisst, die Tiere zu füttern und diese in die Futterkammer eindringen. Bauer Jones wird von seinem Hof vertrieben, die Farm erhält den Namen „Die Farm der Tiere“ und es wird von nun an nach den Regeln der Tiere gelebt. *********************************************************** „Farm der Tiere“ musste ich damals als Schullektüre im Englischunterricht lesen. Das ist jetzt über 10 Jahre her und damals war ich natürlich alles andere als begeistert von diesem Buch. In absolut pubertätsgesteuerter Zeit hat man ja auch nicht wirklich einen Kopf für diese Art von Lektüre und dann kam noch dazu, dass wir in der Klasse damals kaum Aufklärung darüber bekamen, was das Buch eigentlich für eine Botschaft hat. Erst vor kurzem kam ich aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit wieder dazu, das Buch zu lesen. Ein 16 – jähriger Bursch kam von der Schule mit „Farm der Tiere“ zurück und dann haben wirs gemeinsam gelesen. Er hat den politischen Hintergrund des Buches aufgesogen wie ein Schwamm, was ich natürlich sehr toll fand, weil man es ja wirklich erst dadurch versteht. George Orwell ist mit „Farm der Tiere“ eine Parabel geglückt, die vor schwarzem Humor und bissigen Spott wirklich geradezu trieft. Schon alleine, dass die Schweine im Verlauf des Buches die Position der diktatorsich - herrschenden Klasse einnimmt spricht bereits für sich. Aber auch aller anderen Tiere hatten wirklich extrem spannende Rollen und wenn man die Interpretation jedes einzelnen kennt, so bekommen alle ihre Schärfe und Logik. Besonders berührend das Schicksal des Pferdes Boxer, das mir wirklich die Tränen in die Augen trieb. Mit dem Protest der Hennen, der den „Holodomor“ in der Ukraine darstellt, konnte ich auch noch mein geschichtliches Wissen aufbessern. Ich hatte das Glück eine Ausgabe zu lesen, in der im Nachwort George Orwells Meinung „Zur Pressefreiheit“ abgedruckt war. Auch hier thematisiert er in äußerst kritischer Art, welche Steine ihm, warum in den Weg gelegt wurden, damit er „Farm der Tiere“ veröffentlichen konnte. Sehr spannend ebenfalls, wie er auf die Idee kam dieses Buch zu schreiben: Er beobachtete einen Burschen, der ein Pferd mit der Peitsche antrieb. Orwell dachte sich, dass wenn dem Pferd bewusst sei, welche Kräfte es eigentlich hat, der Junge keine Macht über es hätte. Genauso verglich er die Ausbeutung des Proletariats durch die Reichen. Auch wenn ich mit diesem Buch (vor ca. 10 Jahren) einen absoluten Fehlstart hatte, so bin ich doch sehr überzeugt davon, dass man es lesen sollte. Es zeigt sehr unverblümt die Anfänge des Sozialismus und des Kommunismus, der dann schließlich durch Verdrehung in den Stalinismus und dessen Gewaltherrschaft übergeht. 

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    • 2
  • Rezension zu "Farm der Tiere" von George Orwell

    Farm der Tiere
    marcelsarman

    marcelsarman

    Die Tiere auf der Farm von Mr. Jones haben ihr bisheriges, arbeitsreiches und mühsames Leben satt. Sie verjagen ihren Peiniger Mr.Jones und verwalten und bewirtschaften die Farm fortan in Eigenregie. Die Schweine setzen sich an die Spitze der Bewegung und besonders die Schweine Napoleon und Schneeball wetteifern um die Führungsposition innerhalb der Bewegung. Schließlich setzt sich Napoleon durch und Schneeball wird von der Farm verjagt und gilt fortan unter den Tieren der Farm als Verkörperung des Bösen schlechthin. Es werden die sogenannten Sieben Gebote erlassen, an die sich jedes Tier in Zukunft zu halten hat. Demnach ist alles, was auf zwei Beinen geht, ein Feind, soll kein Tier in einem Bett schlafen, Alkohol trinken oder ein anderes Tier töten. Mit der Zeit werden diese Gebote jedoch nach und nach modifiziert und es erweist sich, dass sich einige Tiere (die Schweine und ihre Helfer die Hunde) als gleicher erachten und Sonderrechte für sich in Anspruch nehmen. Geht etwas, wie der Aufbau einer Windmühle, schief sind stets äußerer Einflüsse oder ein böser Saboteur schuld, nie liegt es an mangelnder Planung oder an dem Versagen der herrschenden Schweine. Die Schweine schlafen nach einigen Jahren in Betten während die anderen Tiere nach wie vor auf dem Boden schlafen müssen und einige Schweine trinken auch Alkohol. Zu diesem Zweck werden die Sieben Gebote nachträglich geändert oder großzügig ausgelegt. Aus: kein Tier soll in einem Bett schlafen wird kein Tier soll in einem Bett mit Leinentüchern schlafen oder aus kein Tier soll Alkohol trinken wird kein Tier soll Alkohol im Übermaß trinken. Die anfängliche Idee der Gleichheit existiert nur noch pro forma denn längst sind die Schweine die herrschende Tierart und die übrigen Tiere schuften für die Schweine. Schließlich beginnen die Schweine Kontakte zu den vorher verdammten menschlichen Farmbesitzern zu pflegen und die übrigen Tiere machen eine erstaunliche Entdeckung, als sie die Schweine bei ihrer Zusammenkunft mit den Menschen beobachten. Bewertung: Die Funktionsweise einer Diktatur und die Manipulation durch totalitäre Regime werden durch diese Fabel verdeutlicht. Die Herrschenden nehmen für sich in Anspruch nur das Beste für ihre Untertanen zu wollen, dabei ist ihnen jedes Mittel der Manipulation und nachträglichen Geschichtsklitterung recht. In letzter Konsequenz gelten die Gebote nur für die anderen Tiere, die Schweine passen die Gebote ihren Bedürfnissen an. Orwell ist es in dieser berühmten Fabel gelungen, die Schwächen von autoritären Massenbewegungen zu verdeutlichen. Es wird so lange und so penetrant etwas Falsches behauptet, bis es von den Tieren, besonders den Schafen, als richtig erachtet wird. Diese geniale Fabel enthält viele Verhaltensweisen oder gruppendynamische Prozesse, die dem aufmerksamen Leser sicher auch schon bei seinen Mitmenschen aufgefallen sind. Dieses leidenschaftliche und genial geschriebene Plädoyer für eine echte Demokratie hat 5 Sterne verdient.    

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    • 6
    Irve

    Irve

    03. January 2015 um 20:37
  • fabelhaft

    Farm der Tiere
    dominona

    dominona

    17. October 2014 um 10:13

    Eine Fabel, die beschreibt, wie man von Abhängigkeit und Knechtschaft über Selbstbestimmung zurück in Abhängigkeit gedrängt werden kann, wenn man den Mund hält, alles glaubt, was einem erzählt wird und sich keinen Deut auf seinen eigenen Verstand verlassen kann. Schleichend werden Regeln verändert und nach und nach alles so zurechtgezimmert, wie es dem Oberhaupt gerade passt. Welche Greultaten dabei verübt werden, lässt sich wunderbar beobachten. lesen - kopf schütteln und besser machen.

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  • Manche sind gleicher

    Farm der Tiere
    Bibliomania

    Bibliomania

    11. October 2014 um 18:08

    Wahrscheinlich kennt jeder George Orwells "Farm der Tiere". Sei es aus dem Unterricht, oder aus Eigeninteresse. Bei mir war es nun auch so weit. Die Farm von Bauer Jones beherbergt viele verschiedene Tiere, die unter Jones' Herrschaft leiden: Hungersnot, harte Arbeit und Prügel sind nicht selten, da Jones ständig trinkt. Ein Schwein, Old Major, erzählt den Tieren noch kurz vor seinem Tod seine Vision, dass die Tiere bald die Farm übernehmen werden. Dazu kommt es dann auch als die Tiere Jones und seine Familie verjagen. Zu Beginn geht es auch allen Tieren besser: es ist reichlich zu essen vorhanden, alles, was an Knechtschaft erinnert, wird abgeschafft und sogar ein Ruhebereich für alternde Tiere geschaffen. Doch nach und nach stellt sich heraus, dass die Schweine, die als besonders intelligent gelten und die klügsten Tiere der Farm sind, mehr und mehr Kontrolle und Macht auf der Farm übernehmen... Eine Allegorie auf die Sowjetunion, als auf die Revolution der Stalinismus folgte. Eingängig, dennoch leicht zu verstehen und sogar grausam an einigen Stellen. Besonders gefallen hat mir der Name des "Oberschweins": Napoleon. Obwohl mich das Buch nicht vom Hocker gerissen hat, denke ich, Farm der Tiere sollte man kennen.

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  • Eine kurze Geschichte der Sowjetunion

    Farm der Tiere
    TimFinnegan

    TimFinnegan

    Auf der Farm von Mr. Jones erheben sich eines Nachts die Tiere gegen ihren Herren und übernehmen die Kontrolle. Unter Anführung der Schweine errichten sie eine klassenlose Gesellschaft, doch die Ideale der Rebellion geraten nach und nach in Vergessenheit. Die Farm der Tiere liest sich wie ein Geschichtsbuch, wie eine kurze Geschichte der Sowjetunion von der Revolution bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. In einigen der tierischen wie auch menschlichen Charaktere erkennt man historische Persönlichkeiten wie Lenin, Stalin oder Hitler wieder. George Orwell brachte die Entwicklung von den großen Idealen, auf denen die Sowjetunion begründet wurde, hin zu Parteiendiktatur, Propaganda und Schreckensherrschaft in diesem kleinen Büchlein erschreckend genau auf den Punkt. Der letzte Satz gehört schließlich zu den besten Sätzen, die ich je in einem Buch gelesen habe: "Die Tiere draußen blickten von Schwein zu Mensch und von Mensch zu Schwein, und dann wieder von Schwein zu Mensch; doch war bereits unmöglich zu sagen, wer was war." Fazit: Das brillant geschriebene Buch ist auf gewisse Weise auch erschreckend. Der historische Kontext verleiht ihm noch einmal besondere Würze (auch wenn er das Ende vorwegnimmt).

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    • 4
  • Fabelgeschichte

    Farm der Tiere
    Nicky00

    Nicky00

    16. May 2014 um 22:03

    Die Tiere auf der Herren-Farm sind entrüstet, wie sie für die Menschen schuften müssen und planen deshalb eine Rebellion gegen den Farmbesitzer Jones. Gemeinsam gelingt es ihnen, Jones in die Flucht zu schlagen und sie taufen die Farm in ,,Farm der Tiere'' um.  Jedes Tier hat nun eine Aufgabe und alle werden, zunächst noch, gleich behandelt. Die beiden Schweine Schneeball und Napoleon lernen lesen und schreiben und führen die Korrespondenz der Farm. Leider sind sie unterschiedlicher Meinung mit der Zukunft der Farm. Schnell bilden sich zwei Gruppen, die einen sind für Schneeballs Pläne, die anderen für die von Napoleon. Eines Tages, als Napoleon nicht mehr mitansehen kann, dass sich immer mehr Tiere auf die Seite von Schneeball stellen, schlägt er ihn mit seinen Kampfhunden in die Flucht. Von da an beginnt das Zeitalter des Absolutismus.  Ich musste dieses Buch für die Schule lesen. Am Anfang war es interessant, doch dann wurde es zäh. Der Schluss gefällt mir gar nicht.  Das Buch ist eher eine Fabelgeschichte, da die Tiere sehr vermenschlicht wurden. 

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  • Animalismus

    Farm der Tiere
    Kerry

    Kerry

    06. October 2013 um 21:57

    Die Tiere auf der Herren-Farm von Mr. Jones haben es nicht leicht. Mr. Jones selbst ist dem Alkohol sehr zugetan und lässt seine Tiere schuften bis zur Erschöpfung und gibt ihnen nicht genügen Futter. Der weiße Keiler Old Major hatte einen Traum und rief daraufhin alle Tiere der Farm zu sich. Er träumte davon, dass eines Tages alle Tiere frei sein würden und nicht mehr unter der Knechtschaft der Menschen ihr Dasein fristen müssten. Auch dass die Tiere ihr eigenes Futter erwirtschaften könnten, ohne dass sie von dem Menschen abhängig wären. Drei Tage später schlief Old Major in einer März-Nacht für immer ein. Mit der Farm ging es immer weiter bergab und Mr. Jones kümmerte sich immer weniger. Eines Tages im Juni vergaß er ganz, die Tiere zu versorgen, sodass sich diese in ihrer Not selbst bedienten. Als Mr. Jones dies mitbekam, wollte er die Tiere mit Gewalt daran hindern - und wurde mit samt seinen Gesellen von der Farm vertrieben. Ein späterer Versuch, die Farm zurück zu erobern, scheiterte ebenfalls. Nun sind die Tiere an der Macht. Unter der Führung der Schweine, die ja die klügsten Tiere auf der Farm sind, bewirtschaften alle Tiere, ob Hunde, Pferde, Ziegen oder Schafe, die Farm gemeinsam, als freie Tiere und es gelingt ihnen tatsächlich, die Ernteerträge zu steigern und ein unbeschwertes gemeinschaftliches Leben zuführen. Doch nach und nach verändert sich die Situation auf der Farm. Die Schweine verwandeln die Gemeinschaft der Farm nach und nach in eine Diktatur - ihr Anführer: Napoleon ... Animalismus! Der Plot wurde durchaus spannend erarbeitet, jedoch stand bereits von Anfang an fest, in welche Richtung sich das Buch entwickeln würde und auch das Ende war nicht wirklich überraschend. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei mir hier die jeweiligen Veränderungen in den Charakteren sehr gut gefallen haben. Diese waren zwar vorhersehbar, dennoch hat mir die Umsetzung sehr gut gefallen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass das Buch bei mir für eine kurzweilige Unterhaltung sorgte.

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  • Rezension zu "Farm der Tiere" von George Orwell

    Farm der Tiere
    LESETANTE_CARO

    LESETANTE_CARO

    27. January 2013 um 10:39

    Farm der Tiere musste ich in der 8. Klasse in der Schule lesen. Anfangs war ich keineswegs begeistert. Ich habe mich gefragt, warum wir als pubertierende Tiergeschichten lesen mussten, bis ich hinter den Sinn der Geschichte kam. George Orwells Fabel ist ein Bild von Russland in der Zeit der Russischen Revolution um 1917 und den darauf folgenden Jahren. Beginnend mit der Beendigung der Unterjochung der Menschen unter dem Zaren, wird eine Gemeinschaft gebildet in der alle gleich sind. Aber leider sind Menschen (oder diesem Fall die Schweine) machthungrig und so verschiebt sich das Machtgefüge auch diesesmal und die Untertanen sind wieder Untertanen. Im Prinzip hat sich also nichts geändert. Man muss als Leser schon verstehen, worum es in diesem Buch geht, sonst fällt das Verständnis dafür schwer. Aber das Buch gehört (schulisch gesehen) zu den literarischen Pflichtprogrammen und sollte wenn möglich, von allen gelesen werden.

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  • Rezension zu "Farm der Tiere" von George Orwell

    Farm der Tiere
    lesemaus

    lesemaus

    12. January 2013 um 22:05

    Dieser Roman, ich sehe es eher als Fabel, beschreibt die Entstehung eines kommunistischen Staates. In vielen Interpretationen und Rezensionen beziehen sich die Autoren auf die UddSR. Aber aus meiner Sicht besteht auch eine Ähnlichkeit zum Regime von Mao. Von der Revolution zur Unterdrückung beschreibt Orwell in klaren und verständlichen Worten. Die verschiedenen Menschencharaktere werden den richtigen Tieren zugeteilt. Mir hat besonders der letzte Satz des Romanes gefallen ("Die Tiere draußen blickten von Schwein zu Mensch und von Mensch zu Schwein, und dann wieder von Schwein zu Mensch; doch war bereits unmöglich zu sagen, wer was war."), da alle gleich sind, egal welcher Religion oder Ideologie sie angehören. Das Nachwort in diesem Roman vom Autor gibt eine Einblick in die Schwierigkeiten der Veröffentlichung des Romanes und warum dies so war. Aber einige Sätze verwirren, dass diese sich in ihrer Aussage widersprechen, wie in diesem Beispiel: "Falls die intellektuelle Freiheit, die zweifellos ein hervorstechendendes Merkmal westlicher Zivillisation gewesen ist, überhaupt einen Sinn hat, dann den, däss jeder Recht haben soll, das zu sagen und zu drucken, wäs er für die Wahrheit hält, vorausgesetzt nur, es fügt dem Rest der Gemeinschaft nicht unverkennbar Schaden zu." Fazit: Der Roman gehört zur Weltliteratur. Ist leicht und schnell gelesen. Also ran an den Roman!! :D

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  • Rezension zu "Farm der Tiere" von George Orwell

    Farm der Tiere
    literat

    literat

    09. August 2012 um 23:16

    Lese ich immer wieder und finde es auch immer wieder lehrreich. Was bin ich? kein Schwein, hoffentlich kein Schaf, ganz sicher kein Pferd, am liebsten der Esel.

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