George Orwell Nineteen Eighty-Four

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Inhaltsangabe zu „Nineteen Eighty-Four“ von George Orwell

Winston Smith works for the Ministry of Truth in London, chief city of Airstrip One. Big Brother stares out from every poster, the Thought Police uncover every act of betrayal. When Winston finds love with Julia, he discovers that life does not have to be dull and deadening, and awakens to new possibilities.

Ja natürlich ist es überspitzt und plakativ. Aber es ist brillant, man bedenke, dass es 1948 (!) geschrieben wurde. Hat mich sehr gefesselt

— Godelewa
Godelewa

Eine beängstigende Dystopie, die keineswegs abwegig scheint. Orwells Zukunftsvision hat sich bereits in vielen Aspekten verwirklicht.

— November
November

Eine starke und schaurige Dystopie, die den Leser mit einem beklemmenden Gefühl zurücklässt.

— Darcy
Darcy

Beängstigend realistisch und aktueller denn je!

— Phantasienreisen
Phantasienreisen

Das Zukunfts-Buch schlechthin, welches mich lange beschäftigt und auch sehr geprägt hat...

— LadyOfTheBooks
LadyOfTheBooks

von der ersten bis zur letzten Seite beklemmend. Und doch grandios. Man legt es nicht weg. und fühlt sich unwohl, beim Blick ins Jetzt.MUSS!

— AnMich_09
AnMich_09

Brillante Analyse des Totalitarismus. Bleibt beunruhigend aktuell. Spaß hat mir das Lesen trotzdem nicht gemacht.

— Endorfinchen
Endorfinchen

Orwell war seiner Zeit meilenweit voraus, denn heute ist sein Werk aktueller denn je. Ein echtes Meisterwerk.

— Gulan
Gulan

Überragende Dystopie, die erschreckend nah an unserer heutigen Welt ist. Hinterlässt den Leser fassungslos.

— Wortwanderin
Wortwanderin

Wenn man es so liest, denkt man sich, so weit weg ist das ja nicht...

— Natalie1968
Natalie1968

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  • Eine starke und schaurige Dystopie

    Nineteen Eighty-Four
    Darcy

    Darcy

    26. September 2016 um 11:39

    "'How many fingers am I holding up, Winston?' 'Four.' 'And if the Party says that it is not four but five - then how many?' 'Four.' The word ended in a gasp of pain." In "1984", erstmals erschienen im Jahr 1949, beschreibt der englische Autor George Orwell (1903-1950) das Leben seines Protagonisten Winston Smith in dem fiktiven totalitären Superstaat Oceania, der sich aus dem amerikanischen Kontinent, den Inseln im Atlantik, Australasien und dem südlichen Teil Afrikas zusammensetzt. Der Rest der Welt ist in die beiden Superstaaten Eurasia und Eastasia aufgeteilt, gegen die Oceania seit Jahrzehnten schon Krieg führt. Winston wurde wahrscheinlich 1944 oder 1945 geboren, sodass er zu Beginn der Geschichte wohl 39 Jahre alt ist. Ganz sicher sein kann er sich nicht, da in seiner Welt das Regime, die Partei, jegliche Fakten ständig ihren Ansichten anpasst. So werden zum Beispiel Wirtschaftsprognosen nachträglich nach unten korrigiert, falls sie sich nicht bewahrheiten, damit es hinterher so aussieht, als wären die Erwartungen übertroffen worden. Die Partei meint außerdem, dass die Welt und auch die Vergangenheit lediglich in den Köpfen der Menschen existieren. Auch die Existenz von Naturgesetzen wird bestritten. Die Partei allein entscheidet, was der Wahrheit entspricht. "Everything faded into mist. The past was erased, the erasure was forgotten, the lie became truth." Wer durch nonkonformes Verhalten auffällt, wird festgenommen, gefoltert und umgebracht, woraufhin jeder Beweis für seine Existenz ausgelöscht wird. Bei der Aussicht auf ein solches Schicksal fällt es schwer zu beurteilen, ob Winston, wie es zunächst den Anschein hat, tatsächlich der einzige Bewohner Oceanias ist, dem es irgendwie gelingt, sich der allumfassenden Gehirnwäsche durch die Partei zu entziehen, oder ob andere genauso denken wie er, sich aber nicht trauen, die Stimme zu erheben. Zudem gilt es tatsächlich bereits als schweres Verbrechen, systemkritische Gedanken zu hegen ("Thoughtcrime"). "'Do anything to me! [...] Is there anybody else you want me to give away? I don't care who it is or what you do to them. I've got a wife and three children. You can [...] cut their throats in front of my eyes [...] . But not room 101!'" Die Menschen wissen nur wenig über die Vergangenheit und die Welt, wie sie vor der Machtergreifung durch die Partei, mit Big Brother an ihrer Spitze, war. Ob es Big Brother, der in Form von riesigen Postern, die sein Gesicht zeigen, omnipräsent ist, wirklich gibt, weiß auch niemand genau. Im Sinne des Prinzips "Doublethink" wird den Menschen abverlangt, gleichzeitig mehrere einander widersprechende Aussagen im Kopf zu haben und an jede davon zu glauben. Außerdem hat die Partei "Newspeak" erfunden, welches nach und nach die traditionelle Sprache, "Old English" genannt, ersetzen soll. Seine Entwickler brüsten sich damit, dass Newspeak die einzige Sprache ist, in der es Jahr für Jahr weniger Begriffe gibt. Darüber hinaus ist es der Partei gelungen, die meisten Formen natürlichen Verhaltens, besonders Emotionen und Liebe zwischen den Menschen zu beseitigen. Zwar werden Eheschließungen zur Zeugung von Kindern zum Zweck des Fortbestands des Staates weiterhin geduldet, jedoch nur, falls keine intimen Gefühle im Spiel sind. Auch Winston ist verheiratet, allerdings haben er und Katharine sich vor zehn Jahren getrennt und seitdem keinen Kontakt mehr. Katharine wird einerseits als äußerlich schön, andererseits aber als "the most stupid, vulgar, empty mind that he had ever encountered" beschrieben; in dem Buch wird sie nur am Rande erwähnt. Alle Kinder treten im Alter von sieben Jahren der Organisation "The Spies" bei, wo sie lernen, anstelle ihrer Familie vielmehr die Partei zu lieben, weshalb sie nicht einmal vor der Denunziation ihrer Eltern zurückschrecken. Die Gesellschaft Oceanias besteht aus drei Schichten, den Mitgliedern der Inner und der Outer Party und den Proletariern. Letztere sind Winstons einzige Hoffnung, dass irgendjemand das System stürzen könnte. Leider handelt es sich bei ihnen lediglich um eine unpolitisch und von der Partei bewusst dumm gehaltene Masse. Trotzdem ist unter ihnen noch am meisten Menschlichkeit zu finden. Die Mitglieder der Outer Party, zu denen auch Winston zählt, fristen eigentlich ein ziemlich freudloses und tristes Dasein, so gibt es zum Beispiel regelmäßig Schwierigkeiten bei der Beschaffung verschiedener Grundgüter. Einzig die Mitglieder der Inner Party dürfen sich an ein bisschen Luxus erfreuen. "the object was not to stay alive but to stay human" Winston arbeitet im Ministry of Truth, wo er für die beschriebene Überarbeitung der Berichte sorgt, die der Partei nicht mehr gefallen. Obwohl er die Partei hasst, macht ihm die Arbeit Spaß, da zumindest einige Aufgaben ihn intellektuell fordern. Schon bevor er sie persönlich kennenlernt, fällt Winston Julia bei der Arbeit im Ministerium auf, zunächst löst ihr Anblick allerdings einiges Unbehagen bei ihm aus und er kann sie nicht ausstehen. Dann übergibt sie ihm eines Tages aus heiterem Himmel eine Nachricht mit dem Inhalt "Ich liebe dich". Im Folgenden beginnen die beiden damit, sich regelmäßig zu treffen, wobei sie dies stets heimlich tun müssen, da die Partei eben außereheliche Liebesbeziehungen verbietet. Die Beziehung zwischen Winston und Julia ist zu Beginn auch nicht von besonderer Emotionalität geprägt, sondern dient hauptsächlich der Befriedigung ihrer sexuellen Triebe, außerdem stellt sie einen Akt des Widerstands gegen die Partei dar. Im Laufe der Geschichte verlieben sie sich dann aber doch noch richtig ineinander. Julia ist mit 26 Jahren deutlich jünger als Winston und wird von ihm als schön bzw. körperlich anziehend empfunden. Sie ist im Fiction Department angestellt, wo sie mit den Maschinen arbeitet, die neue Bücher schreiben. Julia hasst ebenfalls die Partei, kritisiert sie, im Gegensatz zu Winston, aber nicht grundsätzlich, sondern nur, wenn durch deren Vorgehen Einfluss auf ihr persönliches Leben genommen wird und macht sich nicht so tiefgründige Gedanken über die Thematik. Ihrer Meinung nach lässt sich an der Situation ohnehin nichts ändern, weshalb sie ihre Energie nicht verschwenden möchte. Nach außen hin tarnt Julia ihre Ansichten durch vermeintlich besonders engagierte Ausführung ihrer parteilichen Pflichten. Zu Anfang der Geschichte beginnt Winston damit, einige seiner systemkritischen Gedanken in einem Tagebuch niederzuschreiben. "His pen had slid voluptuously over the smooth paper, printing in large neat capitals - DOWN WITH BIG BROTHER [...] over and over again, filling half a page." In seiner Wohnung im heruntergekommenen London gibt es einen kleinen Bereich, in dem er sich von seinem "Telescreen" unbeobachtet fühlt; es handelt sich dabei um einen Fernseher, der sich nicht ausschalten lässt und der pausenlos Sendungen ausstrahlt und jede Bewegung und jedes Geräusch der Hausbewohner aufnimmt. Über Winstons Vorgesetzten O'Brien, ein Mitglied der Inner Party, nehmen er und Julia Kontakt zu der mysteriösen "Brotherhood" auf, welche die einzige Form des organisierten Widerstands gegen die Partei darstellt. Mir hat dieses Buch äußerst gut gefallen, da ich es sehr faszinierend und spannend fand; ich wollte immer wissen, wie es (mit Winston) weitergeht und ob es ihm und eventuellen Anhängern vielleicht sogar gelingt, die Partei und das System zu stürzen. Manchmal war das ganze aber auch sehr komplex und daher anstrengend zu lesen. Am meisten hat sich für mich der Teil gezogen, in welchem ein Auszug aus "dem Buch" (THE BOOK) der Brotherhood abgedruckt ist, das Winston liest. Dieser Teil zog sich über etwa 40 Seiten, er wirkte sehr theoretisch und mit der Geschichte ging es währenddessen überhaupt nicht voran. Er enthält außerdem sehr viele Wiederholungen von Gedanken, die Winston vorher schon gehabt hatte. Als Protagonist war Winston mir sehr sympathisch. Er scheint zunächst kein Held im klassischen Sinn zu sein, sondern eher mittelmäßig, jedoch fand ich es wirklich bewundernswert, dass er seine kritischen Gedanken trotz der widrigen Umstände nicht aufgibt, was sicherlich einfacher gewesen wäre. Die Wandlung, die er gegen Ende der Geschichte mitmacht, war für mich deprimierend, dafür aber sehr realistisch. Auch sonst fand ich das Ende des Buches wirklich gut gemacht. Von Anfang an rechnet Winston jeden Moment damit, aufzufliegen und gefasst zu werden. Julia erschien mir ebenfalls als eine interessante Figur, wenngleich ich sie aufgrund ihrer eher ignoranten und weniger idealistischen bzw. prinzipientreuen Haltung weniger mochte als Winston. Weiterhin hat mir gefallen, wie sich einige Aspekte in "1984" auf die Schrecken von Orwells Zeit, der selbst entschiedener Gegner des Totalitarismus war, beziehen. Zum Beispiel erinnerten mich die Organisationen "The Spies" und "Youth League" für Kinder und Jugendliche an die Hitlerjugend im nationalsozialistischen Deutschland. Das gleiche gilt für die fehlende Bereitschaft der Bevölkerung Oceanias, sich gegen das politische System aufzulehnen aus Angst vor der schrecklichen Bestrafung. Eine starke und schaurige Dystopie, in der Orwell eine düstere und kalte Welt kreiert, die den Leser mit einem beklemmenden Gefühl zurücklässt. Wenigstens kann man davon ausgehen, dass das meiste von dem, was in Oceania geschieht, wohl zumindest praktisch niemals umsetzbar wäre. "You were the dead, theirs was the future. But you could share in that future if you kept alive the mind as they kept alive the body, and passed on the secret doctrine that two plus two make four."

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  • Ein Meilenstein

    Nineteen Eighty-Four
    ThomasMajhen

    ThomasMajhen

    20. August 2016 um 19:41

    Ich habe das Buch als eBook gelesen, nicht die hier abgebildete Printausgabe. Die Formatierung war eine Katastrophe, kein Inhaltsverzeichnis, falsche oder sogar fehlende Interpunktion, auseinander gerissene Sätze. Aber die Qualität des eBooks möchte ich hier nicht bewerten, sondern den Roman als solchen.Das Buch malt eine düstere Zukunftsvision (aus damaliger Sicht) eines totalen Überwachungsstaates, die auch heute noch durchaus vorstellbar wäre. Nicht umsonst wird Orwell immer wieder aufs Neue zitiert, wenn es um Fragen des Datenschutzes und persönlicher Freiheiten geht. Die Sprache des Romans ist einfach und lässt sich flüssig lesen. Gleichzeitig fesselt die Geschichte, die einen permanent in einen bedrückten, schon beinahe deprimierten Dämmerzustand versetzt. Ich habe das Buch in zwei und einem halben Tag durchgelesen, am Ende fühlte ich mich wirklich ein wenig niedergeschlagen. Wenn das ein Autor schafft - wow!Meiner Meinung nach sollte Orwells 1984 schon in der Schule durchgenommen werden.

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  • Erschreckend realistisch

    Nineteen Eighty-Four
    Marysol14

    Marysol14

    23. May 2016 um 16:06

    Eigentlich "nur" Schullektüre... und dann doch zu einem Buch geworden, zu dem ich mich äußern muss und möchte. Zur vollständigen Rezension: http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2016/02/nineteen-eighty-four.html Okay, der deutsche Klappentext ist echt dürftig. Daher mal kurz in eigenen Worten: Im London der Zukunft herrscht Armut und Krieg. Gegen wen, dass weiß keiner so genau. Auch Winston und Julia, die Hauptprotagonisten, Angehörige der "Mittelschicht" nicht. Sie wissen aber, dass in ihrem total überwachten Leben ohne Freiheit schon der Gedanke an Rebellion tödlich sein kann. Denn er, Big Brother, sieht und hört alles. Offen das System kritisieren kommt also nicht in Frage, doch als sie Kontakt zu einem der Mitglieder der Widerstandsgruppe um Goldstein bekommen, scheint sich alles zum Guten zu wenden... Nicht. Natürlich nicht. Dieses Buch ist Gesellschaftskritik pur. Romantik und Happy- End passen da nicht, denn auch in unserer Gesellschaft, die Orwells Zukunftsvision zu verblüffend und erschreckend ähnlich ist, gibt es für viele kein gutes Ende. Umso beklemmender die Geschichte, denn auch wenn die Charaktere weder sympathisch noch heroisch sind und nicht mal viel tun, so realistisch ist das Bild doch. Unterdrückung, Manipulierung und Gewalt, sowohl auf psychischer und physischer Ebene. Und selten ist das Thema digitaler Überwachung so aktuell wie heutzutage. Nicht umsonst ist "Big Brother" zum Bonmot geworden. Der Bundesnachrichtendienst hat übrigens den diesjährigen BigBrother- Award für sein Lebenswerk bekommen, nur mal so am Rande. Dieses Buch ist nicht schön, vielleicht nicht mal spannend und ganz sicher keine leichte Lektüre. Aber es ist brilliant und stimmt nachdenklich. Vor allem, wenn man sich vor Augen hält, wie berechenbar die Natur des Menschen und sein fehlendes politisches Engagement zu sein scheint, wenn wenige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg ein erschreckend realistisches Bild unserer Welt im 21. Jahrhundert gezeichnet werden konnte. Mich haben besonders die Auszüge aus dem Buch der Widerstandsgruppen fasziniert, da sie das durchaus ambivalente Denken und Handeln der höchsten politischen Ebene erklären und aufdecken. Gerne hätte ich da das letzte Kapitel noch gelesen ^^ Obwohl als Pflichtbuch gelesen und vor allem analysiert, möchte ich doch noch kurz auf die typischen Kriterien eingehen. Der Schreibstil ist recht gewöhnungsbedürftig und gleichzeitig unglaublich real. Man kann als Leser den dreck, die Kälte und die Bombendetonationen förmlich spüren. Spannung wird nicht so sehr durch die eigentlich Handlung aufgebaut, viel eher durch das Konstrukt, die Zukunftsvision. Man möchte einfach wissen, was Orwell noch so im Petto seiner Imagination  hat.     Fazit: Ein schwieriges und beklemmendes Buch, dass erschreckend realistisch ist und mich noch lange beschäftigen wird...

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  • Big Brother is watching you

    Nineteen Eighty-Four
    dominona

    dominona

    13. October 2014 um 09:26

    Winston Smith weiß das und obwohl er im Sinne der Parolen erzogen wurde weiß er auch, dass etwas nicht stimmt und er beginnt gegen das System zu rebellieren. Die von Orwell erschaffene Atmosphäre im Buch ist beklemmend und erinnert an "Schöne neue Welt". Ein Überwachungsstaat und wie er funktioniert - bis zuletzt, aber die Hoffnung auf Winstons Sieg bleibt. So stellt man sich unweigerlich die Frage: gibt es einen Ausweg?

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  • Fantastisches Buch

    Nineteen Eighty-Four
    fastreader

    fastreader

    17. September 2014 um 22:31

    Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich bald die Gelegenheit bekomme, das Theater dazu zu sehen. Da ich sowieso gerade Englisch lerne, habe ich beschlossen, es im Original zu lesen und das nicht bereut. Das Buch ist toll geschrieben, und macht alles beängstigend real. Es hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, ob eine Gesellschaft, wie sie in dem Buch beschreiben wird, tatsächlich möglich sein könnte. Zwischendurch gibt es Passagen, die ein wenig in die Länge gezogen sind, wie z.b. das Buch, das Winston liest, aber sonst ist es genial.

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  • Leserunde zu "George Orwell: 1984" von George Orwell

    Nineteen Eighty-Four
    mieken

    mieken

    Ich versuchs jetzt mal mit einem Thread :)

    Es gibt keine Bücher zu gewinnen!
    Wir wollen das Buch im Rahmen einer Subabbau-Leserunde lesen
    Es darf aber gerne jeder mitlesen, sofern er sich das Buch besorgt..

    Leserundenbeginn: 26.01.2014

    • 177
  • Orwells Vermächtnis: Bitte selbst denken!

    Nineteen Eighty-Four
    MarkusDittrich

    MarkusDittrich

    16. March 2014 um 20:05

    Dieser Roman ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Romane der Zwanzigsten Jahrhunderts. Orwells Zukunftsvision hat keinen Deut an Schrecken verloren, auch wenn das sogenannte „Orwell-Jahr“ inzwischen dreißig Jahre hinter uns liegt. Die Geschichte spielt in einem totalitären Staat, in dem die Tyrannei so umfassend ist, dass nicht nur die Handlungen, sondern vor allem die Gedanken der Menschen 24 Stunden am Tag kontrolliert und – was noch wichtiger ist – massiv beeinflusst werden. Winston Smith, ein unscheinbarer Typ, der als kleiner Beamter in einem Büro arbeitet, begeht das einzige, das unverzeihliche „Verbrechen“, eigene Gedanken zu denken. Indem er ein Tagebuch führt, sich in die Kollegin Julia verliebt, Kontakte zu „Unpersonen“ aus dem Widerstand sucht, Fragen nach der Vergangenheit und der Wahrheit stellt, führt er den eigenen Untergang herbei. Er kommt in die Mühlen der sogenannten „Gedankenpolizei“, deren erklärtes Ziel ist, jeden Abtrünnigen nicht nur einfach hinzurichten – nicht sofort jedenfalls -, sondern ihm davor so lange unter Folter das Gehirn zu waschen, bis er an seinem eigenen Denken, der eigenen Wahrnehmung, dem eigenen Sein zweifelt. Diese Art Story kommt uns bekannt vor. Inzwischen gibt es für diese Art „Science Fiction“ sogar eine Genrebezeichnung – Dystopie – die alle Nase lang durch Rezensionen und Blogs geistert. Gerade in letzter Zeit spielen viele populären Romane in einer Zukunft, die nicht mehr so nett und lustig wie das Star-Trek-Universum ist. Aber umgekehrt wird ein Schuh daraus: Orwell ist die Quelle dieser Gattung, sein 1984 war neben Huxleys Schöne Neue Welt die erste Zukunftsvision dieser Art und ist bis heute mit Abstand die Düsterste, denn dieser Roman behandelt nicht nur den äußeren Kampf des Menschen gegen den Staat, sondern dringt bis zum Kern der Finsternis vor, dem Kampf gegen sich selbst. Niemand danach hat jemals den Albtraum einer hypermodernen Diktatur so konsequent zu Ende gedacht. Orwell beschreibt einen grauenerregendes Staat, in dem ständig Krieg, Hunger und Mangel herrscht, jedoch nicht aus Notwendigkeit, sondern einzig und allein mit dem Ziel, das „hilflose Vieh“, das Volk also, in Dummheit zu halten. Jeder Mensch wird per „Televisor“ zentral überwacht, aber auch unterhalten; die Sprache wird durch zentrale Order systematisch vereinfacht, ja verarmt (mit jedem Jahr ist das Wörterbuch kleiner) um jeden Widerspruch schon im Keim undenkbar, weil unformulierbar zu machen; die Geschichtsschreibung wird systematisch verfälscht, die Menschen nach Plan aufgehetzt. Fiktive Feindbilder laufen über die Mittagspause per Video-Stream in sogenannten „Hass-Sendungen“, um die Frust und Aggression der Untertanen in Loyalität zum Staat zu verwandeln. Und das alles ist nur der normale Alltag in der Beschreibung. Als Winston Smith in die Mühlen der Gedankenpolizei kommt, zeigt sich erst wirklich der Abgrund hinter diesem System. Orwell schrieb dieses Buch praktisch auf dem Totenbett zu Ende; totkrank und nach den Enttäuschungen britischer Linker in der Zeit des Stalinismus offenbar immer noch von der Idee getragen, dass der menschliche Geist wenigstens auf dem Papier - also dem Papier seiner Dichtung - den Sieg über Tyrannei, systematischer Dummheit und Gewalt davontragen könnte. Dieses Buch ist ein Muss!

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  • Ein Klassiker mit Gänsehautcharakter

    Nineteen Eighty-Four
    Porcelaine87

    Porcelaine87

    11. February 2014 um 15:33

    Wir schreiben das Jahr 1984. Die Welt hat sich verändert. Sämtliche Länder der Erde wurden zu drei riesigen Supermächten zusammengefasst: Ozeanien, Eurasien und Ostasien. Ein ewig andauernder Krieg zwischen ihnen hält die Menschheit fest im Griff. Dabei wissen die Bewohner der „neuen Länder“ meist nicht einmal, gegen welchen Staat gerade Krieg geführt wird. In den politischen Wirren wird der Einzelne von einem totalitären Regime regiert. Alles ist bis ins letzte Detail geregelt und unterliegt einer strengen Überwachung. Persönliche Freiheit, Besitz, ja selbst die Sprache wird vom „Großen Bruder“ vorgegeben. Die Masse wird durch eine zweifelhafte Ideologie beherrscht und entfernt sich immer mehr von dem Sinnbild eines selbstständig denkenden und handelnden Wesens. Zuwiderhandlungen werden sofort bestraft und bedeuten im schlimmsten Fall die vollständige Auslöschung einer Person. Hilfreich dafür sind vor allem die vier großen Ministerien, die vom totalitären Staat kontrolliert werden und für die Umschreibung der Geschichte, für Propaganda oder die Unterdrückung aufständiger Personen verantwortlich sind. In dieser unmündigen Gesellschaft treffen wir den Protagonisten Winston Smith, welcher einen Hauch von Menschlichkeit in sich trägt und getrieben von zahlreichen Fragen, Bedürfnissen und Erinnerungen gegen das Regime rebellieren möchte. Doch wird der revolutionäre Funke überspringen und den Impuls liefern, den Staat in seiner Form niederzuringen? George Orwell hat mit seinem Roman „1984“ ein wirklich sehr gutes Buch geschaffen, welches den Leser fesseln als auch abschrecken wird. Gerade in der heutigen Zeit wird der Nerv des Rezipienten, welcher sich tagtäglich mit Spähaffären und dergleichen konfrontiert sieht, sicherlich getroffen werden und das Schreckensbild aus dem Roman prägt sich unbewusst ein. Orwell hat dabei ein meisterliches Geschick bewiesen, indem er den Leser detailliert in die Staatsapparatur einweiht und ihm im gleichen Zug einen realistisch wirkenden Romanhelden an die Seite stellt, welcher die richtigen Fragen aufwirft und auf den Weg in ein menschliches Leben zurückzufinden sucht. Man wird immer tiefer in den Bann des Buches gezogen. Spätestens in dem Abschnitt des Romans, in welchem dem Leser ermöglicht wird, das verboten Buch des Staatsgegners Emmanuel Goldstein zu lesen, wird man sich als heimlicher Verbündeter Winstons im Kampf gegen die Staatsapparatur fühlen. Ein sehr gutes Buch mit einem erschreckenden Ende, das jeder gelesen haben sollte.

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  • Ein Buch, das bleibt

    Nineteen Eighty-Four
    berenstein

    berenstein

    02. January 2014 um 23:20

    Ein wirklich epochales Werk. Es ist zeitlos und auch heute noch absolut lesenswert, und das nicht alleine nur aufgrund seiner Thematik. Auch die Sprache dieses Buches, klar und präzise, wortmächtig und formvollendet, besticht und begeistert immer noch. Mich zumindest. Es ist ein Klassiker, ein MustRead! und das verdientermaßen. 1984 ist eine der prägnantesten und wichtigsten Dystopien. Es ist politisch und philosophisch, verliert dadurch aber nicht seinen literarischen Wert. Bei der ersten Lektüre hat mich nicht nur die politische Un-Vision gepackt, sondern gleichermaßen auch die darin beschriebenen menschlichen Beziehungen und der Versuch, durch die Schaffung einer Neusprache das Denken der Menschen zu modifizieren. Noch immer faszinieren mich diese Aspekte. Das Buch hat für mich, auch nach mehrmaliger Lektüre, nicht an Kraft verloren. Winston und Julia, die Annäherung der beiden, die Momente der Intimität, der Akt des Verrats; Winstons Arbeit im Ministerium für Wahrheit, seine Beteiligung an der Verfälschung der Wahrheit; die permanente Bedrohungs- und Kriegssituation, das Leben in einem totalitären System. All das und noch viel mehr macht dieses Buch aus, macht es zu Orwells Meisterstück.

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  • Leserunde zu "The Uncommon Reader" von Alan Bennett

    The Uncommon Reader
    Reclam

    Reclam

    Rote Reihe Special! It was the dogs' fault! Wären die Hunde nicht gewesen, hätte die Queen den Bücherbus im Palasthof gar nicht bemerkt, hätte nicht aus Höflichkeit ein Buch mitgenommen und... mit dem Lesen begonnen. So aber entdeckt sie die Wonnen des Lesens und der Literatur, mit ganz ungeahnten Folgen und nicht unbedingt zur Freude ihrer Umgebung. Wir lesen Alan Bennetts "The Uncommon Reader" (deutsch: Die souverände Leserin"), diese "herrliche Hommage an Elizabeth II. und die Literatur", wie die Süddeutsche Zeitung das Buch bezeichnete, als zweites Buch in unserem Special "Rote Reihe" im englischen Original. bücherÜBERberlin sprechen ebenfalls kurz und knapp über das Buch: Ihr möchtet mitlesen? Wenn ihr die liebenswürdige Hauptfigur in ihrer Muttersprache kennenlernen und mitlesen wollt, dann schreibt hier Buchtipps, die auf der Leseliste der Queen nicht fehlen sollten. Ich mache einmal den Anfang und empfehle Franz Kafka "Das Schloß", weil darin Willkür und Bürokratie u.a. sehr gut dargestellt sind. Und was meint ihr? Welches Buch darf auf dem Nachttisch der Queen nicht fehlen?

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    • 275
  • Ein Must-Read für jeden.

    Nineteen Eighty-Four
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. August 2013 um 09:04

    Wow, ich bin immer noch sprachlos. Nachdem ich sehr viele positive Stimmen über George Orwell und seine Werke gehört hatte, musste ich einfach selbst probieren und mich überzeugen. Was soll ich sagen, ich bin überzeugt! So sehr sogar, dass ich gleich seine ganzen anderen Werke auf meine Wunschliste gesetzt habe. "1984" ist ein Meisterwerk, was jeder gelesen haben sollte. Ich mochte schon vorher Dystopien, allerdings habe ich sie bisher nur im Jugendbuch-Format erlebt. Aber diese Dystopie übertrifft alles. Vielleicht bin ich auch nur so begeistert, weil ich die ganzen politischen Geschehnisse als Politikwissenschaftsstudentin so faszinierend finde. Das ist ein fünf Sterne Buch ohne gleichen, aus dem man sehr viel lernen kann und das zum Nachdenken anregt. Der Protagonist Winston ist weder sehr sympathisch, noch unsympathisch. Er existiert in einer Welt, welche durch die Partei etabliert wurde. Big Brother is watching you. Allgegenwärtig muss man mit Überwachung rechnen und das Weltbild der Partei wird einen schon von Kindesbeinen an indoktriniert. Jeder, der auch nur unorthodoxe Gedanken hat, wird ausgeschalten als ob er nie existiert hätte. Allerdings beginnt heimlich Winston Dinge zu hinterfragen, verstärkt wird dies als er Julia trifft, der es ähnlich ergeht. Doch dieses Unterfangen bleibt nicht gefahrenlos. Man kann gar nicht anders als sich zu fragen, was hätte ich gemacht? Wäre ich wirklich so anders? Auch sind die ganzen politischen Parallelen zur realen Welt äußerst interessant, vor allem vor dem Hintergrund, dass das Buch schon 1949 veröffentlicht wurde. Ich kann nur sagen, dass ich froh bin dieses Buch endlich gelesen zu haben.

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  • Meisterwerk!

    Nineteen Eighty-Four
    spreek9

    spreek9

    31. July 2013 um 20:37

    Schulzeit. 1984. Lesen. Bloß nicht! Wurde mir in Schulzeiten die unglaubliche Tiefe und Tragweite dieses Buches nicht bewusst, lese ich es heute immer wieder sehr gerne. Was ich damals kaum oder nur sehr bruchstückhaft interpretieren konnte lässt, gerade in Verbindung mit unserer heutigen, stark digitalen und vernetzten Welt, immer wieder Raum für neue und eigene Interpretation. Gleichermaßen ein unglaublich fesselnder aber auch verstörender Roman über Totalitarismus und die Gefahren die dieser in sich birgt. 

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  • Rezension zu "Nineteen Eighty-four" von George Orwell

    Nineteen Eighty-Four
    sabisteb

    sabisteb

    02. February 2013 um 19:11

    Who controls the past controls the future: who controls the present controls the past London, April 1984. Der 39 Jahre alte Winston Smith, Mitglied der Partei arbeitet für das „Ministerium für Wahrheit“. Seine Aufgabe besteht darin, Fakten und Daten und Worte rückwirkend der Parteilinie anzupassen. Winston jedoch kommen immer mehr Zweifel an der Partei, er begeht Gedankenverbrechen, er schreibt Tagebuch, etwas das aufgrund der nahezu flächendeckenden Videoüberwachung auch im Privaten so gut wie unmöglich ist, er besucht die Viertel der Proletarier und versucht herauszufinden, was vor der Partei war und er beginnt eine sexuelle Beziehung zu einer 27jährigen, zur Keuschheit verpflichteten Parteigenossin. 1984 ist zweifellos ein dystopischer Klassiker. Orwell beschreibt eine Welt, in der jeder Bürger komplett überwacht wird. Viele seiner Ideen sind, vor allem für die Entstehungszeit des Romans, revolutionär wie die komplette Kameraüberwachung (heute teilweise im öffentlichen Bereich der Normalzustand und mit der Vorratsdatenspeicherung sogar deutlich extremer als Orwell es sich jemals erträumt hat), die extreme Geschichtsfälschung (eine historische Tatsache zu jeder Epoche, heute, durch elektronische Medien in der Cloud sogar einfacher, als Orwell es sich jemals hätte träumen können) und vor allem, durch Neusprech oder Newspeak und das Konzept, wie Sprache die Gedanken widerspiegelt. Die Umsetzung jedoch, lässt in meinem Augen streckenweise etwas zu wünschen übrig. Der erste Teil des Buches, der diese Welt unter Ingsoc beschreibt, ist genial, wenn auch durch nahezu kompletten inneren Monolog und Beschreibungen ohne wirkliche Handlung, teilweise etwas träge. Der zweite Teil ist langweilig. Eine Affäre eben, als wenn in jedes Buch ebenso etwas hinein muss. Julia ist farblos, diese ganze Beziehungskiste einfach nur gähnend langweilig. Seine Theorie „What was more important was that sexual privation induced hysteria, which was desirable because it could be transformed into war-fever and leader-worship.” Ist eher lächerlich. Wer also keinen Sex hat ist hysterisch und will Krieg führen? Wie erklärt man sich da wohl Nonnen und Mönche und Dauersingles, die keinen umbringen? Es geht aber noch weiter „There was a direct intimate connexion between chastity and political orthodoxy. For how could the fear, the hatred, and the lunatic credulity which the Party needed in its members be kept at the right pitch, except by bottling down some powerful instinct and using it as a driving force? The sex impulse was dangerous to the Party, and the Party had turned it to account.” Aha, wir haben es schon immer gewusst. Konservative Politiker haben keinen Sex, nur so kann man die Politik der CDU/CSU und FDP erklären. Das einzige Highlight des zweiten Teils ist das verbotene Buch, das Winston liest, das einige sehr interessante und wahre Gedanken formuliert: „Even since the end of the nineteenth century, the problem of what to do with the surplus of consumption goods has been latent in industrial society.” - Orwells Lösung: Krieg, unsere: geplante Obsoleszenz. “In the long run, a hierarchical society was only possible on a basis of poverty and ignorance.” - Auch hier sind wir auf dem besten Wege, das umzusetzen. Harzt IV und akkumulation des Kapitals in den Händen immer weniger Menschen zu Stabilisierung einer hierarchischen Gesellschaft. Einsparungen in der Bildung und Fernsehsender wie RTL2 sorgen für die Verdummung. „. It is deliberate policy to keep even the favoured groups somewhere near the brink of hardship, because a general state of scarcity increases the importance of small privileges and thus magnifies the distinction between one group and another.” - Das Ausspielen der Schichten gegeneinander spielt man in diesem Staat auch sehr gerne, befördert durch die Medien und deren ausgerichtete Berichterstattung: Hartz IV Empfänger gegen die Ausländer, die angeblich die Arbeit wegnehmen. Die noch Arbeit habenden, gegen die angeblich faulen Hartz IV Empfänger. „In principle it would be quite simple to waste the surplus labour of the world by building temples and pyramids, by digging holes and filling them up again, or even by producing vast quantities of goods and then setting fire to them.” – Das lässt mich an Stuttgart 21 und den Berlinger Flughafen denken. “They are then overthrown by the Middle, who enlist the Low on their side by pretending to them that they are fighting for liberty and justice. As soon as they have reached their objective, the Middle thrust the Low back into their old position of servitude, and themselves become the High.” – Leider auch nur allzu wahr. So war es bei der französischen und auch bei der russischen Revolution. Der dritte Teil des Romans ist einfach nur noch zäh wir Kaugummi. Winston wird gefoltert: gähn. Ausgesöhnt hat mich nur der Anhang über Newspeak und wie das beschneiden der Sprache die Gedanken einengt. Einige, vor allem grammatikalische Vereinfachungen fand ich jedoch durchaus logisch und nützlich. Fazit: Ähnlich wie Philipp K. Dick hat Orwell visionäre Ideen jedoch hapert es ein wenig an der Umsetzung als spannender Roman.

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  • Rezension zu "Nineteen Eighty-Four" von George Orwell

    Nineteen Eighty-Four
    Tami

    Tami

    30. December 2012 um 23:01

    Mein Lieblingszitat Dieses Buch ist gefüllt mir erwähnungswürdigen Zitaten. Eines davon also jetzt: Freiheit bedeutet die Freiheit, zu sagen, daß zwei und zwei vier ist. Gilt dies, ergibt sich alles übrige von selbst. Genre Ein Wunderwerk der Science-Fiction. Auch wenn es in 1984 spielt. Was passiert? Die Welt ist aufgeteilt in nur noch drei Supermächte, die in irgendeiner Konstellation immer im Krieg miteinander stehen. In Ozeanien herrscht das ideologische der Partei mit ihrer Verkörperung: dem Großen Bruder. In Ministerien, die die Vergangenheit verändern und den Menschen das nehem, was sie menschlich macht, arbeitet der 39-Jährige Winston Smith. Gegen seinen Willen lehnt sich sein Verstand gegen das System auf. Ein Leben unter ständiger Überwachung in der ein falscher Wimpernschlag als Verrat gelten kann, versucht er seinen Verrat an der Partei zu verbergen und gleichzeitig zu verstärken. Meine Meinung Dieses Buch verschluckt einen, aber nicht auf die Art, die der Leser erwartet. Alles ist düster und kalt. Orwell nimmt keine Rücksicht auf den Leser und das merkt man. Man bekommt die nackte Wahrheit der Welt in 1984 ins Gesicht geschmissen und muss selbst sehen, wie man damit klarkommt. Die Vorstellungen, die von der Partei vertreten werden sind genauso abwegig wie logisch. Unbewusst findet man sich nach und nach mit diesen Idealen ab, bis sie einem normal erscheinen. Und dann wacht man auf und fragt sich: “Warum das alles?” Genau diese Frage verfolgt dich. Verfolgt Winston Smith. ” Das WIE begreife ich: Das WARUM begreife ich nicht.” Orwell erschafft seine Figuren wie sie sein sollten. Wie sie sein müssen. nicht wie wir sie gern hätten. Aber was mich immer mehr gefesselt hat, war die Unausweichlichkeit. Die Unausweichlichkeit, die schon ab der ersten Seite da war und der sich unser Verstand trotzdem zu entziehen versucht. Ein Meisterwerk, das leider viel zu viele Bezüge zu uns, unserer Zeit und unserer Gesellschaft aufzeigt. In einem Satz… Überwältigend, krass, berauschend, brutal - ein Buch, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

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  • Rezension zu "Nineteen Eighty-Four" von George Orwell

    Nineteen Eighty-Four
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    15. August 2012 um 11:24

    Eigentlich kennt man das Buch ja aus der Schule. Und eigentlich wollte ich nur etwas Nostalgie betreiben. Und nebenbei ein bißchen Englisch üben. ... und dann bin ich erschrocken. Als junger Mensch ermißt man vielleicht die Tragweite nicht. Oder zu meiner Schulzeit waren die Umstände noch nicht so weit entwickelt wie heute. Wie auch immer: Das Buch wird mit jedem Tag aktueller. Grandios, wie Orwell schon vor über 60 Jahren eine Welt beschreiben konnte, die wir heute in vielen Bereichen erleben: Vorgegebene Meinung, der man sich nicht widersetzen darf; eigenes Denken wird geahndet; Maßstäbe verschieben sich; sprachliche Begriffe verändern ihre Bedeutung in erschreckendem Maß - und mit ihnen die herrschende Ideologie. 1984 gehört schon lange zur klassischen Pflichtlektüre, aber es ist sicher kein Fehler, es immer mal wieder durchzugehen. Ich habe das Buch mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gelesen!

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