George Packer Die Abwicklung

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Inhaltsangabe zu „Die Abwicklung“ von George Packer

Der Bestseller aus den USA – das epochale Buch zur Lage der Nation!National Book Award 2013 und New York Times-BestsellerNiemand kann mit Sicherheit sagen, wann die Abwicklung begann – wann die Bürger Amerikas zum ersten Mal spürten, dass die Bande sich lösten. Dass der Glaube an die gemeinsame Zukunft nicht mehr gültig ist. Doch irgendwann bemerkten es alle: Tammy, Fabrikarbeiterin, Dean Price, gläubiger Kleinunternehmer, Matt, Irak-Kriegsveteran, aber auch die vermeintlichen Gewinner wie Oprah Winfrey, Rapper Jay-Z oder der PayPal-Gründer Peter Thiel.Das große Versprechen von Glück und Wohlstand für alle gilt nicht mehr. Institutionen und Werte sind ausgehöhlt. Es zählt nur noch eine Macht: das organisierte Geld.Mittels eindringlicher Portraits schafft der preisgekrönte Autor George Packer eine einzigartige literarische Collage, die eine Nation in Auflösung zeigt. Das große Sachbuch, das über Amerika hinaus auch uns die wesentliche Frage stellt: In welcher Welt wollen wir leben?

Ein Sachbuch, dass sich gar nicht wie ein Sachbuch liest!

— trivia_brain
trivia_brain

Ein Sachbuch-Roman, der mit eindringlichen Patchwork-Beschreibungen die Entwicklung der US-Gesellschaft von 1978 bis 2013 nachzeichnet.

— Galadries
Galadries

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  • Amerika 3.0

    Die Abwicklung
    trivia_brain

    trivia_brain

    18. August 2015 um 13:20


  • Ein beeindruckender Sachbuch-Roman

    Die Abwicklung
    Galadries

    Galadries

    28. April 2015 um 13:42

    Was früher nur dem Roman gelang - das Porträt einer Gesellschaft zu zeichnen - gelingt George Packer in seinem preisgekrönten Sachbuch. Das Buch ist in drei Abschnitten unterteilt. Innerhalb der Abschnitte beschreibt Packer die Lebensrealitäten von verschiedenen einfachen US-Bürgern sowie einiger Promis. So entsteht ein Geflecht aus persönlichen Geschichten, die zur Geschichte eines Landes verschmelzen. Dabei ist die Perspektive von Packer nicht neutral - Dreh- und Angelpunkt seiner Schilderungen ist die Finanzkrise von 2008. Im Hintergrund ist stets die Frage spürbar, wie es dazu kommen konnte - und welche Auswirkungen es auf die Menschen hatte. Das Buch beginnt mit Ereignissen im Jahr 1978 und zeichnet dann die schleichenden Entwicklungen nach. "Die Abwicklung" meint dabei das langsame zersetzen der Regeln, die seit Roosevelt die US-amerikanische Gesellschaft bestimmten. Und die Geschichten, die Packer schildert, fesseln auch emotional: Wir leiden mit Tammy Thomas, die verzweifelt versucht, sich und ihre drei Kinder in einer vom industriellen Niedergang betroffenen Stadt durchzubringen. Wir beäugen misstrauisch Jeff Connaughton, der zunächst als politisch engagierter Student geschildert wird und im Verlaufe seines Lebens zum politischen Lobbyisten wird. Wir bangen mit Dean Price, ob seine nächste unternehmerische Idee ihm endlich den verdienten Wohlstand bescheren wird - und ahnen schon, dass es auch böse enden kann. Das Porträt der US-amerikanischen Gesellschaft rundet Packer mit kurzen Einsprengseln über US-Promis ab, die diese Epoche geprägt haben. Viele davon sind in Deutschland wenig bekannt. Wer weiß hierzulande schon, das Sam Walton WalMart gegründet hat? Und wer kann den Namen Elizabeth Warren zuordnen? Es ist also auch - für alle, die es interessiert - eine Einführung in die US-amerikanische Kulturgeschichte neueren Datums. Packer gelingt dabei virtuos die Verbindung von Erzählstrukturen, die aus dem fiktionalen Genre kommen, mit Aspekten der journalistischen Reportage.

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  • Nachdrückliche Leseempfehlung!

    Die Abwicklung
    Havers

    Havers

    17. November 2014 um 18:45

    George Packer ist ein mehrfach preisgekrönter Sachbuchautor und Journalist, der dem Redaktionsteam des renommierten „New Yorker“ angehört. Seine neueste Veröffentlichung „Die Abwicklung: Eine innere Geschichte des neuen Amerika“ wurde 2013 mit dem National Book Award ausgezeichnet. Hier schaut er mit sezierendem Blick auf sein Heimatland und beschreibt die politischen und ökonomischen Veränderungen in den vergangenen Jahren und deren Auswirkungen auf die amerikanische Gesellschaft. Da er dies mit Hilfe von exemplarischen Lebensläufen macht, bildet er das höchst beeindruckende Porträt einer Gesellschaft ab, die sich mittlerweile meilenweit von dem Gedankengut entfernt hat, das sie in früheren Zeiten auszeichnete. Diese Einzelschicksale, die sich George Packer über die Jahre genauer anschaut und begleitet, lassen sich aber gleichsam verallgemeinern. Als Beispiel seien hier nur zwei „Stellvertreter“ genannt: Tammy Thomas steht für die aktiven, afroamerikanischen Frauen aus der Arbeiterklasse, die sich bei Problemen nicht entmutigen lassen sondern die Ärmel aufkrempeln und zupacken. Und Dean Price ist der typische Selfmademan, ein Stehaufmännchen und hängt noch immer der Überzeugung an, dass in den Vereinigten Staaten jeder seines Glückes Schmied ist und es vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen kann. Es sind die einfachen Menschen, deren Lebensumstände sich nach der Finanzkrise dramatisch verschlechtert haben und die auf lange Sicht auf der Strecke bleiben. Die Besitzenden, die Politiker, die Banker und die Superreichen merken davon kaum etwas. Ja, sie wollen davon auch nichts wissen, sind sie doch der Überzeugung, dass ihnen das, was sie ihr Eigen nennen, rechtmäßig zusteht. Und deshalb scheuen sie keine Mittel und Wege, um diese Zustände zu zementieren, auch wenn dadurch der Traum von Amerika auf der Strecke bleibt. Melancholie und Wehmut liegt über diesem Sachbuch, das den Verlust der alten Werte, die Amerika groß gemacht haben, betrauert. Packer berichtet, er wertet nicht und unterfüttert die Biografien mit Fakten und detaillierten Hintergrundinformationen, was seine Schilderungen umso beeindruckender macht. Nachdrückliche Leseempfehlung!

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  • Von amerikanischen Träumen und Wahrheiten

    Die Abwicklung
    Babscha

    Babscha

    05. September 2014 um 00:27

    Das preisgekrönte Sachbuch des Journalisten George Packer versucht sich an einer inneramerikanischen Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Realitäten der vergangenen drei Jahrzehnte. In permanent wechselnden Auftritten lässt er hierzu von der Fabrikarbeiterin über den politischen Berater bis zum PayPal-Gründer verschiedenste Menschen mit ihren teils bewegenden Lebensgeschichten zu Wort kommen und bindet diese ein in den Kontext der historischen Ereignisse von Rezession, Bankenkrise, Immobilienblase, Silicon Valley und so fort. Heraus kommt das unvorteilhafte Bild eines sich immer wieder selbst destabilisierenden Amerika mit unfähigen oder korrupten Politikern, einer Nation, in dem der Egoismus und die materielle Gier des Einzelnen die ganze Nation wiederholt ins Wanken gebracht haben. In der ganze Industriezweige und Landstriche wegbrechen mit der Folge ungezählter Arbeitsloser, einer Welt, in der die Ober- und Unterschicht systembedingt zementiert sind, die Mittelschicht aber laufend kleiner und jedem immer noch erzählt wird, der Traum vom Tellerwäscher zum Millionär wäre machbar. Was Packer dann am Beispiel der Vitae ausgewählter Promis wie Oprah Winfrey oder Shawn „Jay-Z“ Carter für Einzelfälle auch belegt. Ebenso berichtet sein Werk, und das macht es wirklich bedeutend und lesenswert, aber auch vom unbeugsamen, krisengestählten (Überlebens)Willen des Einzelnen, von den Visionen einzelner kluger Köpfe, die das Land immer wieder aus dem Dreck ziehen und ihm den schillernden Glanz verleihen, den es in der allgemeinen Wahrnehmung ja durchaus noch hat. Ein sehr interessantes, anspruchsvolles Buch, das sowohl aufgrund seines Umfangs wie auch wegen des streckenweise tiefen Abstiegs in historische innerpolitische Sachzusammenhänge allerdings einen so konzentrierten wie ausdauernden Leser fordert.

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