A Dance With Dragons

von George R. R. Martin 
4,4 Sterne bei130 Bewertungen
A Dance With Dragons
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Absolutes HighFantasy-Highlight! Martin zieht einen in den Bann, aus dem man es selbst kaum schafft sich zu lösen! Großartig!!!

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Tolle Fortsetzung, die mir besser gefallen hat als der vorherige Band, da es ein Wiedersehen mit einigen meiner Lieblingsfiguren gab.

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Inhaltsangabe zu "A Dance With Dragons"

HBOs hit series A GAME OF THRONES is based on George R R Martins internationally bestselling series A SONG OF ICE AND FIRE, the greatest fantasy epic of the modern age. A DANCE WITH DRAGONS is the fifth volume in the series. A beautifully presented slipcased edition of A DANCE WITH DRAGONS.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780006486114
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:16 Seiten
Verlag:Voyager Books
Erscheinungsdatum:09.03.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 09.08.2011 bei Random House erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Darcyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Fortsetzung, die mir besser gefallen hat als der vorherige Band, da es ein Wiedersehen mit einigen meiner Lieblingsfiguren gab.
    Rezension zu "A Dance with Dragons" von George R. R Martin


    Achtung, diese Rezension enthält Spoiler für diejenigen, die noch nicht die vorherigen Teile der Reihe gelesen haben!


    “He should have stayed a frog. Not all men are meant to dance with dragons.”

     

    „A Dance with Dragons“, erschienen 2011, ist der fünfte Teil der Reihe „A Song of Ice and Fire” von George R. R. Martin. Wie der Autor in einer Notiz zu Beginn anmerkt, wird in diesem Band die Geschichte rund um diejenigen Figuren weitererzählt, die im vorherigen gänzlich gefehlt hatten: Tyrion Lannister ist aus Kings Landing geflohen, nachdem er seinen Vater Tywin erschossen hat und außerdem fälschlicherweise verdächtigt wird, seinen Neffen König Joffrey ermordet zu haben. Er befindet sich auf dem Weg zu Daenerys Targaryen, um ihr seine Dienste anzubieten.

    Daenerys hat in der von ihr eroberten Stadt Meereen im fernen Osten der bekannten Welt mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Immer wieder werden fallen ihre Gefolgsleute den „Söhnen der Harpyie“ zum Opfer, die sie erpressen wollen, die Kampfarenen der Stadt, Schauplätze einer Art von Gladiatorenkämpfen, wiederzueröffnen. Statt bereits nach Westeros weiterzuziehen, um dort Königin zu werden, entschließt sie sich vorerst in Meereen zu bleiben, bis dort Ruhe eingekehrt ist.

    Unterdessen hat es Jon Snow als 998. Lord Kommandant der Nachtwache auch nicht leicht. Seine Entscheidung das Freie Volk, zum Schutz vor ihrem gemeinsamen Feind, den Wiedergängern, die Mauer passieren zu lassen und mit ihm zusammenzuarbeiten, stößt bei vielen seiner Männer auf starke Ablehnung.


    Andere Hauptcharaktere wie Arya, Sansa und Bran Stark und Cersei Lannister kommen in diesem Band relativ selten vor. Mir hat allerdings gut gefallen, von allen wenigstens einmal auf die eine oder andere Art etwas erfahren zu haben, um hinsichtlich ihres Verbleibs nicht gänzlich im Dunkeln zu tappen.

    Auch die Weiterentwicklung der Figuren hat mir in „A Dance with Dragons“ wieder sehr gut gefallen. So scheint Tyrion Lannister, den ich beim letzten Mal besonders vermisst hatte, zu Beginn des Buches von allen Lebensgeistern verlassen, findet nach und nach aber zu seiner gewohnten Form zurück, trotz weiterer großer Hindernisse und Gefahren auf seinem Weg. Daenerys Targaryen habe ich dafür bewundert, wie es ihr weiterhin gelingt sich als Herrscherin zu behaupten und wie sie trotz aller Widerstände gegen die Sklaverei kämpft. Ähnlich ging es mir mit Jon Snow und seinem Vorhaben dem Freien Volk zu helfen. Sein Hadern mit den schwierigen Entscheidungen, die trotz seiner jungen Jahre auf seinen Schultern lasten, wurde sehr gut deutlich. Er bemerkt selbst, wie ihn die Wahl zum Lord Kommandanten der Nachtwache einsam gemacht hat, da, wie ihm sein Vater beigebracht hat, dass er nicht gleichzeitig Freund und Anführer für seine Männer sein kann.

    Die Reihe ist definitiv keine leichte Kost, jedoch gewöhnt man sich als Leser an Martins eher komplexen und detailreichen Schreibstil. Viele der Figuren sind mir außerdem mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Es gab in „A Dance of Dragons“ einige überraschende und interessante Wendungen, aber es bleiben auch wieder einige offene Fragen. Leider lässt die Veröffentlichung des folgenden Teils „Winds of Winter“, die bereits jeweils für die letzten beiden Jahre angekündigt gewesen war, noch immer auf sich warten.

     

    Insgesamt wieder eine gelungene Fortsetzung der Reihe, die mir ein bisschen besser gefallen hat als der vorhergehende Band, da ich darin auf einige meiner Lieblingsfiguren hatte verzichten müssen, die diesmal wieder mehr im Vordergrund der Handlung standen. Dazu gab es einige sehr interessante Entwicklungen.

     

    “So many years, so many wars, so many kings … you’d think someone would have made a peace.”

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    BooksandTeas avatar
    BooksandTeavor 6 Monaten
    Toll!

    Genauso toll wie die Bücher zuvor! Auch hier ist nur die Hälfte der Charaktere anwesend und auch hier ist das überhaupt nicht schlimm!

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    Aglayas avatar
    Aglayavor einem Jahr
    Kaum Langeweile trotz riesigem Umfang

    "A Dance with Dragons" ist der fünfte Band der Reihe "A Song of Ice and Fire", auf der die bekannte TV-Serie "Game of Thrones" basiert. Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf und sollten daher in der Reihenfolge der Veröffentlichung gelesen (oder gehört) werden.

    Die Handlung ist hier praktisch unmöglich zusammenzufassen, da sie aus unzähligen verschiedenen Einzelsträngen besteht, die immer in der dritten Person aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten erzählt werden, der zu Beginn des Kapitels genannt wird. Die meisten Figuren sind bereits aus den Vorgängerbänden bekannt, aber auch in fünften Band der Reihe werden wieder neue Charaktere vorgestellt (die meist ebenso schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind). Weil es so viele Stränge sind, passiert für die einzelnen Figuren trotz des riesigen Umfangs des Buches (die Hörbuchversion umfasst rund 50 Stunden) scheinbar nicht sehr viel, und doch bringt dieser Band die Handlung doch deutlich weiter als der Vorgänger.

    50 Stunden Hörbuch sind eine lange Zeit, und doch wird es nur selten langweilig. Lediglich einige Längen, in denen nicht viel passiert und die jeweiligen Figuren ihren gewohnten Alltag durchlebten, zogen sich etwas in die Länge. Durch die endlose Anzahl Figuren wechselt der Fokus immer wieder, sodass es mir oft schwer fiel, den Überblick zu behalten und mir zu merken, wer jetzt gerade mit wem wo war (dass zurzeit gerade die 7. Staffel der Serie im TV läuft machte die Sache nicht gerade einfacher, da ich so immer an zwei verschiedenen Stellen der Geschichte war…).

    Wie auch die Vorgänger wird der fünfte Band der Reihe in englischen Original von Roy Dotrice gelesen. Ich bin immer noch etwas skeptisch, was seine Darstellung anbelangt, da er viele Namen sehr ungewohnt (und anhand der Schreibweise auch nicht wirklich nachvollziehbar) ausspricht und vielen Figuren eine Stimme verleiht, die deutlich "dümmer" klingt, als der Charakter eigentlich nahelegen würde.

    Mein Fazit
    Kaum Langeweile trotz riesigem Umfang.

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    Miserables avatar
    Miserablevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: In der Mitte zieht es sich leider stark.
    Teilweise etwas schleppend

    A Dance with Dragons konzentriert sich auf die Geschehnisse an der Mauer sowie in Essos. Nachdem Jon Snow Lord Commander der Nachtwache geworden ist, führt er so einige Neuerungen ein, mit denen die meisten nicht glücklich sind. Wird er sich als neues Oberhaupt behaupten können? Daenerys hat große Schwierigkeiten, die Stadt Meereen zu halten. Innerhalb der Stadtmauern befinden sich Rebellen die bestrebt sind, die Königin zu stürzen. Mit Lord Varys' Hilfe ist Tyrion die Flucht nach Pentos gleungen. Doch dort hält es ihn allerdings nicht lange, und er begibt sich auf die Suche nach der Königin der Drachen. Reek, das Spielzeug von Ramsay Bolton und ehemaliger Prinz der Eiseninseln, kämpft darum, einerseits seinem Meister zu gefallen und andererseits seinen Namen und seine Ehre als Theon Greyjoy wieder zurückzugewinnen.
    George R. R. Martin hatte in diesem und im Vorgängerband A Feast for Crows die Handlung aufgeteilt. In A Feast for Crows ging es hauptsächlich um King's Landing und um Arya und Sansa. Im fünften Band treffen wir endlich wieder auf Jon Snow, Tyrion Lannister und Daenerys Targaryen. Ab der Mitte des Bandes sind beide Bücher zeitlich auf einer Ebene angelangt, und einige Charaktere, die schon im vierten Band eine Stimme hatten, sind wieder anzutreffen. Das führte dazu, dass manche Handlungsstränge etwas weit auseinandergezogen waren. Einigen Figuren wird wenig Platz eingerämt, anderen dafür umso mehr - der nächste Band wird also zeigen, wie sich alles wieder zusammenfügt und was die Figuren in der "Erzählabwesenheit" getan haben. Dern Anfang war außerdem etwas verwirrend, da die Handlung quasi noch einmal zurückgespult worden ist bis zum Ende von Band 3 (A Storm of Swords). Andererseits hat es Martin geschafft, das Zurückspulen so zu nutzen, das man im vierten Band zwar Dinge gehört hat, sie im 5. Band dann aber live erlebt und vielleicht auch gemerkt hat, dass nicht alle in A Feast for Crows so gut informiert waren.
    Neben den altbekannten Erzählern gibt es auch hier wieder vereinzelt neue wie Quentyn, Prinz von Dorne oder Melisandre. Besonders über Melisandres Einblick habe ich mich gefreut, auch wenn er eher kurz war. Ihr habe ich nämlich schon immer mit Misstrauen gegenüber gestanden und deswegen war ich ganz besonders neugierig, was ihre Beweggründe sind und wie ihre Innensicht ist.Die stärksten Kapitel gehörten aber Cersei in der zweiten Hälfte des Buches. Das, was ihr widerfährt, rüttelt an ihrer Substanz und charakterisiert sie mehr, als Beschreibungen es je könnten.
    Am Anfang habe ich mich direkt in das Buch verliebt, eben weil ich Tyrion und co. im Vorgänger doch ziemlich vermisst habe. Schnell kam aber auch eine kleine Ernüchterung, denn A Dance with Dragons zieht sich streckenweise sehr. Einige Figuren, allen voran Daenerys, tun nicht wirklich viel. Sie sitzt in Meereen fest und führt eine Verhandlung nach der anderen. Nach einiger Zeit wurde das doch etwas ermüdend, und ich wünschte mir mehr Action. Die bekam ich dann zum Glück auch im letzten Drittel, und es gab wieder einmal so viele Wendungen und neue Entwicklungen, dass ich hoffe, dass sich Martin mit dem sechsten Band, The Winds of Winter, beeilt.

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 4 Jahren
    Ich fühle mich wieder ausgezeichnet unterhalten

    Nach dem Mord an Tywin ist Tyrion auf der Flucht und landet schließlich in Essos. In Meereen muss Daenerys feststellen, dass Regieren mit jedem Untertan mehr komplizierter wird und auch ihre Drachen sorgen für allerhand Probleme. Und an der Mauer steht Jon vor einer Entscheidung wie sie noch kein Kommandant vor ihm treffen musste.

     Mit „A dance with dragons“ knüpft Martin zunächst wieder am Ende von Band 3 an und verfolgt nun die Handlungsstränge, für die in Band 4 kein Platz war. Endlich, endlich erfährt der Leser wie und wohin Tyrion verschwunden ist und auch die Entwicklung der Geschehnisse in Meereen wird nachgeholt. Martin hat mich damit glücklich gemacht, dass er eine von mir liebgewonnene Nebenfigur wieder aufs Spielfeld holt; doch natürlich gibt es auch wieder zahlreiche neue Charaktere, die sich ins Spiel um den eisernen Thron einmischen. Besonders eine Entwicklung hat mich völlig aus den Socken gehauen, denn Martin erweckt hier einen Totgeglaubten zum Leben. Wer das ist verrate ich natürlich nicht, nur so viel: diese Person dürfte die Karten zumindest teilweise neu mischen.

    Wie schon bei allen vorherigen Bänden hat mich der Autor mit seiner bildhaften Sprache schnell an die Seiten gefesselt, mir eine komplexe und spannende Handlung unterbreitet und mich mit interessanten Charakteren unterhalten. Die Figuren entwickeln sich weiter, doch nicht immer zum Guten. Gerade Tyrion, der bei mir bisher ein großer Sympathieträger war, ging mir in diesem Band doch eher auf die Nerven, weil er ständig im Selbstmitleid versinkt und muffelig durch die Gegend watschelt. Doch auch diese Weiterentwicklung der Charaktere ist eine Kunst und sorgt dafür, dass es immer spannend bleibt. Wer die anderen Bände kennt, weiß, dass man eigentlich immer und überall überraschende Wendungen zu erwarten hat und auch dieses Mal ist es nicht anders ; )

    Ein bisschen wehmütig habe ich das Buch nach der letzten Seite zugeklappt. Denn jetzt heißt es warten. Warten auf Band 6 und den Winter.

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    suse9s avatar
    suse9vor 4 Jahren
    Jetzt könnte der Winter kommen und die Bücher mit Schnee bedecken,

    denn der 5. Teil der Saga zieht sich dann doch so sehr, dass ich letztendlich erleichtert war, das Ende erreicht zu haben. Sicher findet man in „A Dance with Dragons“ wieder jede Menge Intrigen, Geheimnisse, Schlachtgetümmel und Komplotte, aber dabei trifft man auf so viele Charaktere mit ähnlich klingenden Namen, dass ich zeitweise Gefahr lief, den Überblick zu verlieren. Ich vertrete zwar die Ansicht, dass der Leser sich schon selbst bemühen muss, alle Personen richtig zuordnen zu können, aber hier war es schlicht gar nicht nötig, da sie sich oft in unwichtigen Nebenhandlungen verloren.

    Es ist nicht so, dass mir der 5. Band gar nicht gefiel, denn schließlich habe ich ihn ja zu Ende gelesen, aber ich hatte oft den Eindruck, dass George R.R. Martin selbst die Lust an seinen Helden verloren hat und es ihm egal ist, was aus ihnen wird. Natürlich gab es auch Lichtblicke während des Lesens. Einige Kapitel waren schon spannend geschrieben. Auch hatte ich Spaß daran, meiner Fantasie freien Lauf zu lassen und zu rätseln, worauf alles hinauslaufen würde. Die Lösungen für einige Geheimnisse habe ich mir schon zusammengesponnen und würde gerne wissen, wie richtig ich damit liege. Dennoch überwiegt die Enttäuschung über das Buch, da ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass hier Seite um Seite geschunden werden sollte. Vielleicht war es so, dass Teil 4 und 5 doch als ein Buch geplant waren, diese aber dann geteilt und mit Kapiteln aufgefüllt wurden. Anders kann ich mir das Auf und Ab an Spannung und Langeweile nicht erklären.

    Das altbewährte Prinzip, einen Knaller ziemlich am Schluss des Buches zu zünden, wurde auch hier wieder eingehalten, allerdings hat mich dieser – wenn auch unvorbereitet – dann doch nicht bis ins Herz getroffen. Zwar muss wieder einer meiner Sympathieträger dran glauben, aber wer weiß, wer weiß, was da noch wieder für Zauberspuk geschehen wird, um der Handlung wieder eine überraschende Wendung zu geben, die dann für mich keine Überraschung mehr wäre. Manches wetzt sich eben ab.

    Das Spiel mit den Charakteren übertreibt der Autor meiner Meinung nach in dem 5. Buch etwas. Mir gefiel es bislang eigentlich recht gut, dass oft nicht vorhersehbar war, wie sich ein Protagonist verhalten würde. Es gab kein Weiß und Schwarz sondern nur Grau. Das machte die Handelnden menschlich und sympathisch - vielleicht zu sympathisch. Ist Tyrion zu sehr von der Leserschaft geliebt worden? War das für ihn gar nicht vorgesehen oder langweilte den Autor diese Sympathiewelle, auf der Tyrion schwamm? Denn hier im 5. Band darf er sich nicht von seiner besten Seite zeigen. Er nörgelt, quengelt, verliert sich in Selbstmitleid. Wo ist der Charme geblieben, der Witz, die Gerissenheit? Schade, dass Tyrion nicht Tyrion bleiben durfte.

    Als ich mit „A Dance with Dragons“ begonnen hatte, hoffte ich noch, dass George R.R. Martin sich mit dem Folgeband beeilen würde, damit die Wartezeit nicht so lang wäre. Nun, er kann sich ruhig noch ein wenig Zeit nehmen, vielleicht ein paar Kürzungen vornehmen, einige sich ständig wiederholende kursiv geschriebene Sätze streichen und mal wieder ein Buch wie „A Storm of Swords“ vorlegen.

    Kommentare: 2
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    brudervomwebers avatar
    brudervomwebervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch voller Verwandlungen, Masken, Betrug, Verrat, Hoffung. Winter is coming - aber "The Winds of Winter" lassen leider auf sich warten!
    Metamorphosen, Teil 2

    Wie sein Zwilling "A Feast for Crows" widmet sich auch George R. R. Martins Folgeband "A Dance of Dragons" im wesentlichen einem Aspekt, nämlich dem der Verwandlung seiner Figuren.

    Während "A Game of Thrones", der erste Teil dieser inzwischen opulent und fesselnd geratenen Saga mit Namen "A Song of Ice and Fire", die Exposition der Sieben Königreiche und ihrer Länder, Häuser und Legenden vornahm und den Grundstein für jenen Konflikt legte, der dann im Band zwei, "A Clash of Kings" seinen kriegerischen Höhepunkt fand, welcher sich nach dem Geschlagenwerden der großen Schlachten als eine Fülle an Mikrokonflikten aktionsreich in den kleineren Scharmützeln von "A Storm of Swords" fortsetzte, zeigten sich viele Fans der Romanreihe ernüchtert von dem doch gemächlicheren Tempo und dem vermeintlich handlungsarmen Geschehen des vierten Bandes, "A Feast for Crows".

    Wie schon zu diesem Band geschrieben, täuscht auch hier der erste Eindruck. Es geschieht mitnichten nichts, vielmehr vollzieht sich das, was hier geschieht, nicht im Raum, sondern in den Figuren. Es wird zugegeben viel gereist, aber wie in einem Road Movie ist die Reise hier ein Symbol für eine Verwandlung, für eine Reise zu sich selbst, während sich der lange Sommer in einen grimmen Winter verwandelt. Martins Protagonisten sind im letzten bislang erschienen Band "A Dance with Dragons" noch sehr viel weiter auf der Welt von Westeros und jenseits davon verstreut, und ihre Reisen durch fremde Lande führt sie fort von ihrem alten Selbst und hin zu einer neuen Identität, einer neuen Aufgabe, einer neuen Rolle, die sie sowohl im Leben als auch im Roman zu spielen haben.

    Vielen wird dieser fünfte Roman allein deswegen besser gefallen als der vierte, weil Tyrion Lannister und Jon Snow, zwei der populärsten und illustresten Figuren der Saga nach ihrem (fast) vollständigen Fehlen in "A Feast for Crows" wieder in zentralen Rollen zu finden sind.

    Aber in der Tat zeigt sich "A Dance with Dragons" auch erzählerisch umtriebiger. Stärker noch als im vorigen Band wechselt Martin die Perspektiven innerhalb der Erzählung, die etwa Parallel zu den Anfängen des Zwllings beginnen, am Ende aber weit über diesen hinausreichen und im Zuge dessen auch die Figuren des anderen Erzählstrangs wieder einflechten und deren Geschichte weiterspinnen. So erweckt dieses fünfte Buch nicht nur durch den beständigen Wechsel zwischen Westeros und dem fernen Meereen am quasi anderen Ende der Welt, das Umschalten zwischen Norden und Süden, Westen und Osten, einen weit virileren und ereignisreicheren Eindruck, sondern auch dadurch, dass er dem Leser stets zwingt, sein inzwischen erworbenes Wissen über Handlung, Figuren, Zusammenhänge anzuwenden, um sich orientieren zu können.

    Daenerys Targaryen, Jon Snow und Tyrion Lannister sind die zentralen Figuren des Bandes, flankiert von eine Fülle anderer wie Davos Seaworth, Bran Stark, Theon Greyjoy, Quentin Martell, Barristan Selmy, Arya Stark, Cersei Lannister oder Asha Greyjoy sowie nochmals so vieler sonstiger, die oft nur ein oder zwei Kapitel aus ihrer Perspektive beisteuern. Zugegeben gibt es einige Kapitel und Figuren, deren Notwendigkeit für die Geschichte sich unmittelbar nicht erschließt, was Martin in diesem Fall einen Stern kostet, aber ich hege unvermindert die Hoffnung, dass am Ende all die inzwischen etablierten Erzählstränge zu einem fulminanten Ganzen zusammenlaufen werden.

    Den Hauptfiguren gemeinsam ist, dass sie mit sich und der Rolle hadern, welche ihnen im Game of Thrones zugedacht ist: Daenerys, die zwischen ihrer Pflicht als Königin von Meereen und ihrer Sehnsucht als junge Frau hin- und hergeworfen ist und die Kontrolle über ihre Kinder, die Drachen zu verlieren droht; Jon Snow, der als Boy Commander der Night Watch, die sich an weltlichen Konflikten nicht beteiligt, zwischen dem selbsternannten König Stannis Baratheon, den Wildlingen jenseits der Wall und den schwindenden eigenen Brüdern der Wache einen mörderischen Spagat wagen muss; Tyrion, der mit einer Fülle von Decknamen im Exil auf allerlei Irrwegen hierhin und dorthin getrieben wird und am Ende trotz aller Verwandlungen sich selbst noch am treusten bleibt; aber auch Theon Greyjoy, der unter der Folter Ramsay Boltons sich in die Kreatur Reek verwandelte, dem die zusehends verblassende Erinnerung an sein früheres Selbst nackte Angst einflößt; auch Arya Stark, die als einzige der Figuren nicht darauf aus zu sein scheint, inmitten verschiedener Rollen ihre Identität zu finden, sondern vielmehr danach trachtet, sie zu verlieren; auch alle übrigen, die in fremde Masken, Rollen, Identitäten gezwungen werden, umgeben von anderen, die ebenfalls an diesem Maskenball teilnehmen und derer man sich so gewiss sein kann wie seiner selbst ... nämlich gar nicht.

    Eines steht fest: Winter is coming ... und es ist grausam, dass die Veröffentlichung des nächsten Bandes, "The Winds of Winter" noch nicht einmal abzusehen ist.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Erfüllt keine meiner Erwartungen

    Ich habe "A Dance With Dragons" nicht zu Ende gelesen und es ist fraglich, ob ich es jemals beenden werde. Von Buch 1-3 war ich fasziniert, ich habe sie verschlungen und konnte sie kaum aus der Hand legen. Buch 4 zog sich schon und wies etliche Längen auf, weshalb ich auch einige Pausen und fast ein Jahr brauchte, um damit fertig zu werden. Lieder ist Buch 5 nicht sonderlich besser, dauernd wird nur gegessen, neue, mir unsympathische Charaktere eingeführt und selbst die Geschichten meiner eigentlichen Lieblinge (zB. Dany) begeistern mich nicht mehr. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob ich dieses Buch jemals wieder in die Hand nehmen werde -  andere Leser mögen viel Spaß damit haben, für mich war - zumindest bis zu dem Punkt, bis zu dem ich es gelesen habe - es leider eine Enttäuschung.



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    Novembers avatar
    Novembervor 5 Jahren
    I am the sword in the darkness...

    "Words are wind."
    Ein Satz, der immer wieder in "A Dance with Dragons" auftaucht und doch so ganz und gar nicht für George R. R. Martin gilt. Seine Worte sind Feuer und Eis, Stahl und Blut, Schicksal und Untergang. Sie bringen auch im 5. Band auf über 1100 Seiten (Engl. TB) die Welt von Westeros, the Lands of the Summer Sea & Free Cities zum Vibrieren, Bangen und Hoffen. 

    Daenerys versucht eine Stadt zu halten und Frieden zu schaffen, derweil ihre Feinde von allen Seiten näher kommen. Tyrion findet sich plötzlich in einem Leben fern von den Annehmlichkeiten der Hochgeborenen wieder und Jon Snow steht mehr und mehr mit dem Rücken zur Wand, während er sich mit aller Macht bemüht, seiner neuen Verantwortung gerecht zu werden. Intrigen werden im Dunkel der Nacht geschmiedet und Verrat mit einem Lächeln auf den Lippen begangen. Stolze Häupter erfahren Pein und Schande, namenlose Mädchen tragen die Gesichter der Toten und in den Flammen jagt eine Version die nächste.
    In mancher Hinsicht erscheint das Buch vielleicht etwas auf der Stelle zu treten, weil die Protagonisten oft an einem Ort bleiben, aber das täuscht. Martin schafft es nach wie vor unerwartete Wendungen einzuweben, wohlgehütete Geheimnisse zu enthüllen und meine Befürchtungen wahr werden zu lassen, indem er wieder (fröhlich) die Sense unter den Charakteren schwingt.
    Jetzt heißt es warten bis der nächste Band - The Winds of Winter - erscheint, denn vielleicht ersteht nochmal so mancher Toter aus dem Grabe auf - hoffentlich.

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    Kathafees avatar
    Kathafeevor 6 Jahren
    Rezension zu "A Dance With Dragons: Book 5 of A Song of Ice and Fire (Song of Ice & Fire 5)" von George R. R. Martin

    Für mich ist es schwierig eine richtige Rezi von diesem Band zu schreiben ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Außerdem ist die Lektüre jetzt auch schon wieder ein Weilchen her. Deswegen hier nur kurz meine Meinung:

    Gewohnt episch verfolgen wir das Schicksal unserer Lieblinge und einiger anderer neuer Figuren auch in diesem Teil des Spiels um den Thron. Handlungsmäßig geht es erst in der zweiten Hälfte wieder voran, und ab da lohnt sich das Buch erst richtig. Die Story ist mit vielen Intrigen, Cliffhangern und unerwarteten Ereignissen gespickt und lässt viel Raum für Spekulationen offen.
    Oooh wie sehr ich mir wünsche, dass der 6. Teil bald erscheint traurig

    Von mir gibt's 9/10 Punkten, weil die Serie als Gesamtwerk uneingeschränkt empfehlenswert ist!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    K
    Ich fiebere schon gespannt dem neuen Teil vom Lied von Eis und Feuer entgegen, aber mein Englisch reicht nicht aus, damit ich das Buch wirklich mit Spaß lesen kann. Weiß jemand, wann der erste Teil davon in deutsch veröffentlicht wird? Wir Band 9 erst dann veröffentlicht, wenn alle anderen Bände in Neuauflage veröffentlicht wurden? Sowohl beim Blanvalet Verlag als auch in Google finde ich garnichts brauchbares.
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    DerKomissars avatar
    A Dance with dragons ist ja nun schon wieder seit gut einem Monat erschienen!!! Endlich!!! Leider finde ich überall nur das riesengroße Hardcover Format. Weiß jemand ob es in absehbarer Zeit auch in einem handlicheren Format erscheint? Oder gibt es das vielleicht schon? Ich meine, ist ja super, dass es nun überhaupt endlich erschienen ist, aber das Format ist nicht gerade alltagstauglich :D.
    winnephews avatar
    Letzter Beitrag von  winnephewvor 7 Jahren
    Hm also hier ist ein Link wo es als Paperback steht. Der Preis würde ja auch passen. http://www.bookdepository.co.uk/Dance-with-Dragons-George-Martin/9780002247405 (ich nehme an Englisch ist ok?) Ich habe auch ewig drauf gewartet bin aber nun arg am Zweifeln ob ich es mir zulegen soll. Habe viele sehr schlechte Kommentare dazu gelesen.
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