George R. R. Martin A Feast for Crows

(144)

Lovelybooks Bewertung

  • 196 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 13 Leser
  • 23 Rezensionen
(55)
(63)
(22)
(4)
(0)

Inhaltsangabe zu „A Feast for Crows“ von George R. R. Martin

The fourth volume in the hugely popular and highly acclaimed epic fantasy. There is passion here, and misery and charm, grandeur and squalor, tragedy, nobility and courage.

Ziemlich enttäuschend und in der Mitte echt langweilig... Aber dennoch geht die Geschichte weiter und ich kann Nr.5 kaum erwarten!

— Dreamcatcher13
Dreamcatcher13

Ich hab nur noch ein Buch was mach ich dann? Going to the wall. 😂

— Büchermäuschen
Büchermäuschen

Leider nicht so überzeugend und spannend, wie die anderen Teile vorher. Auch die Perspektiv-Wahl fand ich nicht so gelungen und langatmig!

— LadyOfTheBooks
LadyOfTheBooks

Nicht so Action-geladen wie die vorherigen Bücher, viel Politik und Beziehungen stehen im Mittelpunkt. Dennoch ein sehr gutes Buch.

— marcel110891
marcel110891

Im Vergleich zu den vorhergehenden Bänden nicht besonders aufregend. Hoffentlich reißt der 5. Band das Ruder wieder herum ;-)

— Calypso49
Calypso49

Obwohl ich die Serie sehr lobe, ist dieser Band eher nicht so gut ausgefallen

— Jamii
Jamii

Stöbern in Fantasy

Empire of Ink - Die Kraft der Fantasie

Dieses Buch macht süchtig!

saras_bookwonderland

Ewigkeitsgefüge

Ein düsterer und spannender Roman, der sein Potenzial leider nicht ganz ausschöpft

EmelyAurora

Nordische Mythen und Sagen

Eine wunderbare Nacherzählung der nordischen Mythen. Sehr lesenswert.

sechmet

Cainsville - Dunkles Omen

Spannende Story mit vielschichtigen Charakteren und einem guten, psychologischen Spannungsaufbau

Nisnis

Schwarzer Horizont

Zwar viele Wendungen und keine uninteressante Welt, aber oberflächliche Charaktere und gewollt vorangetriebene storyline.

kornmuhme

Secrets - Das Geheimnis der Feentochter

Düster, spannend, romantisch, absolut genialllll

clauditweety

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Valar Morghulis - All Men Must Die

    A Feast for Crows
    Schlehenfee

    Schlehenfee

    06. November 2015 um 17:27

    Nach der Roten und der Purpurnen Hochzeit werden die Karten in Westeros neu gemischt. Die Flusslande und der Norden stehen unter neuen Herrschern, auf den Eiseninseln wird ein uraltes Ritual abgehalten, um einen neuen Anführer zu bestimmen und in der Haupstadt versucht Cersei Lannister, Macht auszuüben und die Tyrells auszustechen, immer verfolgt von der Prophezeiung von Maggy the Frog. Nachdem mir der Vorgänger „A Storm of Swords“ kaum Luft zum Atmen gelassen hat, so überschlugen sich die Ereignisse, geht es in „A Feast for Crows“ ruhiger zur Sache. Vor allem Cersei steht im Mittelpunkt. Erstmals gibt es Kapitel in der ersten Person von ihr, so dass der Leser einiges ihrer Motive und Hintergründe erfährt. Sie ist sehr verbittert und besessen von einer Prophezeiung, die ihr als Kind gemacht wurde. Trotzdem ist sie mir nicht sympathischer geworden und ich fand die Ereignisse in King's Landing zu kleinschrittig. Immerhin ist jetzt die Bühne bereitet für das Endspiel in der Hauptstadt. Auch von Cerseis Zwillingsbruder Jaime erfährt man, wenn auch oft oft wiederholend, wie die von Tyrion gesäten Zweifel für eine Entfremdung von seiner Schwester führen. Wirklich packend wurde das Buch dann auch gegen Ende hin, als sich endlich wieder etwas ereignete. Vor allem die Belagerung von Riverrun und das Rededuell zwischen Jaime und dem Blackfish Brynden Tully war ein Höhepunkt. Ebenso wie die Machenschaften von Petyr Baelish im Vale und Aryas Erfahrungen in Braavos. Mit Dorne und den Martells führt George R.R. Martin einen neuen Schauplatz und eine neue mächtige Familie ein. Leider blieben sie mir noch etwas fremd. Ein weiterer Charakter begibt sich auf eine Wanderschaft, die dem Leser den Charakter näherbringt und selbigen eine Entwicklung durchmachen lässt. Während viele Leser Briennes Odyssee durch die Riverlands auf der Suche nach Catelyn Starks Töchtern langweilig finden, habe ich diese Kapitel eher im Hinblick auf Charakterentwicklung gelesen und wurde nicht enttäuscht. Alles in allem war mir zu viel King's Landing und Cersei im vierten Band des Lieds von Eis und Feuer, so dass ich nicht ganz so gefesselt von der Handlung war.

    Mehr
  • Leider nur mittelmäßig

    A Feast for Crows
    Jamii

    Jamii

    27. July 2015 um 15:04

    George R. R. Martin ist, meiner Meinung nach, einer der besten Autoren, dieser Zeit, aber trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, hat er mich mit diesem Buch eher enttäuscht. Ich bin von der Serie ziemlich überzeugt und deswegen, fand ich es einerseits interessant, einmal etwas mehr von den Charakteren zu erfahren, aber trotzdem fehlt es dem Buch großteils an Spannung. An den Kapitelenden ist diese da und natürlich sehr gut beschrieben, aber es gibt halt nicht nur Kapitelenden und der Rest ist eher etwas lahm und zarch. Mich hat dieses Buch nicht unbedingt überzeugt, aber hoffentlich schafft es das nächste wieder :)

    Mehr
  • A Feast for Crows

    A Feast for Crows
    SuSa

    SuSa

    07. April 2015 um 21:03

    Ein kurzer Einblick Balon Graufreud ist tot. Robb Stark und Renly Baratheon sind tot. Joffrey Baratheon ebenso. Vom ehemaligen Krieg der fünf Könige ist nur noch Stannis Baratheon übrig geblieben. Doch auf den Eisernen Thron wurde nach Joffreys Tot sein achtjähriger Bruder Tommen gesetzt. Als Königin-Regentin versucht seine Mutter Cercei alles, um an der Macht zu bleiben und den wachsenden Einfluss von Margaery Tyrell auf ihren Sohn zu unterbinden. Derweil geht Arya Stark in Braavos im „House of Black and White“ in die Lehre und begegnet unerwarteterweise Samwell Tarly, der mit Maester Aemon, seinem Bruder Dareon von der Nachtwache und Gilly (Goldy im Deutschen) mit „ihrem“ Baby auf dem Weg nach Oldtown (Altsass im Deutschen) in Braavos gestrandet sind und auf baldige Weiterfahrt hoffen. Bewertung Bei diesem Band fällt schnell auf, dass einige Charaktere komplett fehlen. Martin gibt am Ende des Buches als Erklärung dazu ab, dass er aufgrund der Fülle an Ereignissen gemerkt hat, dass es unmöglich als ein Buch zu veröffentlichen ist. Er musste sich daher entscheiden, wie er das Buch teilen will. Er hatte sich dann dazu entschlossen, die komplette Story für die Hälfte der Charaktere zu erzählen, anstatt der halben Geschichte von allen. Nichtsdestotrotz finden wir auch hier wieder neue Gesichter vor: Von den Eiseninseln begegnen uns Asha, die Schwester von Theon, als auch deren beiden Onkel Aeron und Victarion Graufreud. Wie es in Dorne mit Myrcella Baratheon weitergeht, erfahren wir sowohl aus der Sicht von Arys Oakheart, einem Ritter der Königsgarde, als auch von Areo Hotah, dem Wächter von Doran Martell. Weiterhin lernt der Leser dessen Tochter Arianne Martell kennen. Die Alteingesessenen sind sowohl Cercei und Jaime Lannister, Brienne von Tarth, Arya und Sansa Stark und zu guter Letzt Samwell Tarly. In diesen Band ist nach dem Sturm der Schwerter der vergangenen Bände nun wirklich etwas Ruhe eingekehrt. Dafür stehen Intrigen und politische Machtkämpfe im Vordergrund. Aufgrund der Geschehnisse um die Graufreuds, die Martells und die weitere Entwicklung von Sansa ist es aber nicht weniger spannend, als die bisherige Handlung. Dazu kommt, dass ich das Glück hatte, während der Lektüre der ersten drei Bände die ersten Staffeln der HBO-Verfilmung sehen zu können, und dementsprechend den Inhalt kannte. Bei „A Feast for Crows“ war das nicht der Fall und das machte es noch einmal interessanter zu erfahren, was auf den nächsten Seiten passieren wird. Allerdings muss ich zugeben, dass ich für diesen Band sehr lange gebraucht habe, was aber daran lag, dass Martin sehr viele Kapitel Cercei gewidmet hat. Da ich diesen Charakter nicht besonders leiden kann, musste ich mich immer recht zwingen, weiterzulesen. Als kleine „Entschädigung“ musste sie aber am Ende die Konsequenzen von all ihren Intrigen und Machenschaften ertragen. In diesem Zusammenhang hat mich besonders die Entwicklung von Jaime gefreut… Was mir am Rande sehr positiv aufgefallen ist, war, dass ich mich nach den ersten drei Bändern mittlerweile recht gut in Westeros auskenne und eigentlich gar nicht mehr auf den Karten am Anfang des Buches nachschlagen musste, wo sich was befindet. Dadurch war der Lesefluss neben Martins großartigem Schreibstil noch flüssiger. Fazit Man kann sich darüber streiten, ob die von Martin gewählte Trennung der Erzählstränge wirklich die beste Wahl war, doch alles in allem fand ich diesen Band nach all den großen Schlachten in seiner ruhigeren Art und mit der Mischung aus neuen und alten Charakteren und Schauplätzen sehr angenehm.

    Mehr
  • Super Fortsetzung

    A Feast for Crows
    Miserable

    Miserable

    06. March 2015 um 13:29

    In King's Landing kämpfen zwei Frauen, Cersei und Margaery darum, wer sich als Königin behaupten kann. Beide versuchen, den kleinen König Tommen für sich zu gewinnen. Cersei setzt alles daran, Margaery zu stürzen, und heckt einen perfiden Plan nach dem anderen aus. Jaime ist auf Geheiß Cerseis unterwegs, um die Belagerung Riverruns für sich zu entscheiden. Kann er die Tullys bezwingen, ohne das Schwert gegen sie zu erheben, so wie er es Catelyn Stark versprochen hat? Die Suche nach Sansa Stark treibt Brienne mal hierin und mal dorthin. Sie hat verschiedene Gefährten, aber kann sie ihnen allen trauen? Auf Old Wyk haben sich die Lords der Iron Isles versammelt, um nach dem Tod König Balons nach einem neuen König zu suchen. Sowohl seine Brüder als auch seine Tochter Asha erheben Anspruch darauf, doch wer wird die Krone schließlich an sich reißen? Prinzessin Myrcella, Tommens Schwester, lebt in Dorne, wo sie nach dem dort herrschenden Gesetz die rechtmäßige Thronerbin wäre. Manche Parteien versuchen also, Myrcella gegen King's Landing aufzubringen, während andere lieber in Frieden leben wollen. Arya ist in Braavos angekommen und baut sich dort ein neues Leben auf. Sansa/Alayne bleibt weiterhin versteckt in der Eyrie. Dort muss sich Petyr Baelish nach Lysas Tod erst einmal als neuer Herrscher behaupten. Samwell Tarly verlässt die Mauer und reist nach Oldtown, um dort Maester zu werden. Denn der amtierende Maester Aemon wird es nicht mehr lange machen.  Der vierte englische Teil der A Song of Ice and Fire Reihe ist etwas anders aufgebaut. Die Handlung konzentriert sich dieses Mal vor allem auf King’s Landing, Dorne und die Iron Isles. Von Danerys, Tyrion etc. hören wir dagegen erst einmal nichts. Im Folgeband A Dance With Dragons wird dann quasi noch einmal zurückgespult und aus der Sicht der fehlenden Figuren erzählt. Das fand ich zuerst schade, allerdings ist damit mein Hauptkritikpunkt aus dem Vorgängerband verschwunden. Da empfand ich die einzelnen Handlungsstränge nämlich als zu weit auseinandergezogen. Von manchen Figuren hat man so lange nichts gehört, dass man dann völlig aus dem Konzept war, als sie wieder erzählten. Anfangs war ich also noch ziemlich traurig, dass man nicht erfahren hat, wie es mit Tyrion weitergeht, aber letztendlich finde ich, dass Martin das doch ganz gut gelöst hat.  Wie immer werden auch hier neue Erzähler eingeführt. Ganz besonders gefreut habe ich mich über Cersei, die Regentin der Sieben Königreiche, die auf der Liste der verhassten Personen wohl irgendwo auf den oberen Plätzen mitmischt. Endlich einmal ihre Gedanken zu hören und nicht nur durch andere zu erleben, was sie so anstellt, war total spannend. Man merkt, dass sie mit ihrem Schicksal als Frau zu kämpfen hat. Sie ist lediglich dazu bestimmt, einen möglichst mächtigen Mann zu heiraten, planerisches Geschick und die Fähigkeit, ein Königreich zu beherrschen, werden ihr versagt. Doch trotzdem versucht sie, ihren Weg zu gehen. Ich finde, dass man in diesem Band ganz deutlich merkt, wie ihr so langsam alles entgleitet. Sie versucht sich zu behaupten, doch gibt es um sie herum immer noch Leute, die stärker als sie sind oder sie verraten. Ihre Geschichte in diesem Band hört ziemlich spannend auf, und ich hoffe, George R. R. Martin beeilt sich mit dem Schreiben! Der Schreibstil ist wie immer total atmosphärisch und passend für die Situationen, die gerade erzählt werden. Indem die Romane in einem fantastischen Mittelalter angesiedelt sind, bleibt immer die Nähe zum historischen Roman. Bei solchen hatte ich schon manchmal das Gefühl, dass manche Ausdrücke unzeitgemäß waren und so die Atmosphäre zerstört habe. Das ist hier aber nicht der Verfall. Die Sprache ist bildreich und detailreich und kreiert die gesamte Welt in meinem Kopf (Natürlich hilft auch die Serie ;) ). Der vierte Band der Serie ist also durch die Aufteilung etwas anders als seine Vorgänger, doch die Veränderung finde ich gut. Indem weniger Leute erzählen, bleibt die Handlung dichter und der Leser ist mehr in die Geschehnisse involviert. Jetzt bin ich aber gespannt, was die anderen Figuren in der gleichen Zeit erleben und setze mich sofort an A Dance with Dragons.

    Mehr
  • A feast for crows

    A Feast for Crows
    Fornika

    Fornika

    11. February 2015 um 13:39

    Achtung, enthält logischerweise Spoiler zu den vorherigen Bänden!!!   Tywin Lannister ist tot und so hat Cersei endlich wieder die Herrschaft über die sieben Königslande inne, denn ihr Sohn der König ist noch jung und fügsam. Doch natürlich lauern hinter jeder Ecke Gefahren und Intrigen. Zumindest vermutet Cersei das; ob man jedoch immer von sich selbst auf andere schließen sollte, bleibt abzuwarten. Auch auf den Eiseninseln ist ein Machtwechsel angesagt. Doch das geht nicht reibungslos vonstatten. Währenddessen haben die verbleibenden Starks auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Unerkannt zu bleiben zum Beispiel…  Nachdem sich am Ende des vorherigen Bandes die Ereignisse geradezu überschlugen, nimmt der Autor mit diesem Band erst mal Tempo raus. Es werden einige neue Figuren eingeführt, bisher vernachlässigte Stränge weiterverfolgt und der Leser so gehörig auf die Folter gespannt. Er fühlt sich z.T. ein bisschen an wie ein notwendiges Zwischenstück, da einige Ereignisse zeitgleich mit einem Teil der Handlung aus Band 3 stattzufinden scheinen und jetzt „nachgereicht“ werden müssen; doch trotzdem ist A feast for crows absolut lesenswert. In gewohnter Qualität nimmt einen der Autor mit nach Westeros und wartet mit seiner bilderreichen Sprache, komplexen Handlung und sehr interessanten Charakteren auf. Wie immer wird der Leser von einigen Wendungen überrascht, durch manche Charakterentwicklung in den eigenen Vermutungen bestätigt und natürlich bombenfest an die Seiten gefesselt. Ich vermisste gerade zu Beginn einige liebgewonnene Figuren, aber nicht unbedingt weil sie aus der Geschichte rausgestorben sind (wofür man bei dem Autor ja immer dankbar sein muss), sondern schlicht und ergreifend weil ihr Handlungsstrang gerade im Verborgenen ein Päuschen einlegt und der Fokus auf anderen Ecken von Westeros liegt. Ich fand gerade die erste Hälfte des Buches zu sehr auf eine Region konzentriert, das hätte ich in der Menge nicht unbedingt gebraucht. Doch spätestens in der zweiten Hälfte kann man dem Autor gar nicht mehr böse sein, dass er die altbekannten  Figuren beiseitelässt, weil man händeringend damit beschäftigt ist dem Schicksal der neuen zu folgen.  Fazit: auch dieser vierte Teil hat mir sehr gut gefallen, gerade an den vorherigen Band kommt er jedoch nicht ganz heran. Aber das ist Meckern auf ganz hohem Niveau!

    Mehr
  • Schluss mit der Lobhudelei - Dieser Teil hat ein paar Schwächen

    A Feast for Crows
    suse9

    suse9

    Na endlich, jetzt ist es soweit. Mit meinen Lobeshymnen zu der Serie „A Song of Ice and Fire“ ist Schluss. Diesen Band – es ist der 4. Teil der Saga – fand ich bisher am wenigsten überzeugend. Zwar geben sich die Intrigen nach wie vor die Klinke in die Hand, und auch mit Kampfszenen spart der Autor nicht, aber irgendwie ist mir das langsam ein bisschen zu viel des Guten. Ich fühlte mich gut unterhalten, die Story ist spannend, aber die Höhepunkte lassen ziemlich lange auf sich warten, und das Wirrwarr der Personen nimmt derartig zu, dass ich mich nun wirklich nur noch auf die Hauptakteure konzentrieren kann, um den Überblick nicht vollends zu verlieren. Schade nur, dass mir so sicher der ein´ oder andere Zusammenhang flöten gehen wird. Werde ich jemals in der Lage sein, am Ende der Saga noch zu wissen, wie sie begonnen hat? Aber nun genug gejammert, denn letztendlich – man sieht es an der Sternevergabe – fand ich das Buch ja doch nicht so übel, wie dargestellt. Der Fangemeinde bleibe ich weiterhin treu. Nun noch kurz zum Buch selbst: Cersei übertreibt es dermaßen, dass sie mich am Ende nur noch nervte. Die große Stärke von Martin ist es ja, dass er seine Charaktere nicht nur weiß oder schwarz anstreicht, sondern sie sind alle im Grauton gehalten. So konnte ich auch bei Cerseis Person immer noch eine gute Seite ausmachen. Meine Toleranzgrenze ist aber mit Ende dieses Teils überschritten, und der Autor darf mit ihr verfahren, wie ihm beliebt (also ob er sich darum scheren würde, was seine Leser wollen *gg*). Dass er mir wieder einen Freund nimmt und eine sympathische Person leiden lässt, nehme ich ihm schon gar nicht mehr übel. Ich bin zwar ein wenig geschockt und traurig, aber gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass es sich hier nur um einen furchtbaren Cliffhanger handelt, der im nächsten Teil oder im darauffolgenden, der sicher bald in Druck geht, zum Positiven aufgelöst wird. Aber, und das weiß ich ganz sicher, kann ich mir eben da bei George R.R. Martin nicht zu sicher sein und das macht mich regelrecht fuchsig. Mir fehlten – und das wird ja in vielen Rezensionen schon angemerkt – ein paar liebgewonnene Hauptcharaktere. Ich stellte mir nicht nur einmal die Frage, ob der Autor die Lust an ihnen verloren oder ob er sie nur in den Urlaub geschickt hat. Auch wenn ich die Antwort jetzt kenne, bleiben dieses Loch am Ende des 4. Teils und ich mit meinen endlosen Spekulationen verzweifelt zurück. Ich habe wohl keine andere Wahl, als möglichst bald den 5. Teil zu lesen. Das hat er wieder prima hinbekommen, der George R. R. Martin.

    Mehr
    • 2
  • A Feast for Crows

    A Feast for Crows
    Saralonde

    Saralonde

    17. March 2014 um 17:40

    Achtung, Spoiler möglich für alle, die Band 3, “A Storm of Swords” noch nicht gelesen haben! Auch Spoiler für Staffel 4 von Game of Thrones, da Staffel 3 nicht mit Band 3 deckungsgleich ist!   Nach dem Rundumschlag in “A Storm of Swords” geht es nun für die überlebenden Charaktere erst mal etwas “normaler” zu. In King’s Landing hat Cersei die Macht übernommen. An der Mauer schickt Jon Samwell mit Gilly, ihrem Kind und dem alten Maester Aemon per Schiff Richtung Oldtown. Auf den Iron Islands wird ein neuer König gesucht. In Dorne intrigiert die Tochter des dortigen Herrschers. Arya gelangt mit einem Schiff nach Braavos. In Riverrun verschanzt sich Bryndon Tully vor den Truppen der Lannisters und Freys. Und Brienne ist in Jaimes Auftrag auf der Suche nach Sansa, die sich als Alayne im Eyrie aufhält. Die  Handlung des vierten Teils von “A Song of Ice and Fire” konzentriert sich auf die Ereignisse im Süden von Westeros. Es werden zunächst mal wieder einige neue Charaktere eingeführt, vornehmlich auf den Iron Islands und in Dorne. Ansonsten sind die Kapitel in bewährter Manier aus der Sicht jeweils einer Hauptperson verfasst. Die Entwicklung der Charaktere ist und bleibt dabei die größte Stärke von Martin – ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Jaime mögen würde, dass ich sogar mal stolz auf ihn bin Der Leser muss sich allerdings darauf einstellen, dass er auf einige Lieblingscharaktere (jedenfalls in meinem Fall) verzichten muss. Ich glaube, es ist kein Spoiler, wenn ich das verrate – Martin hat die Geschichten der verschiedenen Charaktere auf zwei Bücher aufgeteilt, daher treten einige in diesem Band überhaupt nicht in Erscheinung, was mich zunächst kolossal gestört hat. Doch andere Charaktere entwickeln sich wie schon angedeutet weiter, und gewinnen damit auch den Leser immer mehr für sich. Ich habe mir bisher zum Beispiel nicht allzu viel aus Brienne gemacht – in Band 4 wird sie zu einem Lieblingscharakter. Die traumatisierte Arya wirkt auf mich in Ihrer Düsternis und Zähigkeit regelrecht erschreckend. Und Cersei – Cersei überschätzt sich selbst maßlos. Gegen Ende wird es dann doch wieder so spannend, dass man es kaum aushält, und was macht George R. R. Martin? Er schafft gleich in mehreren Storylines gewaltige Cliffhanger, die durch die Tatsache, dass es im nächsten Band erst einmal um die übrigen Charaktere gehen wird, zu einem ungeheuren Monster-Cliffhanger werden. Arghhhhh!!!!! Ich will gleich wissen, wie es mit Brienne, Jaime, Cersei und Arya weitergeht! Lieber Herr Martin, bitte kommen Sie doch bitte bald mit Band 6 zu Potte, wenn Band 5 diesbezüglich schon keine Erleichterung bringen kann! Zusammengefasst: Die zunächst etwas zähe Fortsetzung wird schließlich wieder zu einem höchst interessanten Schauspiel voller spannender Entwicklungen und ganz hervorragend ausgearbeiteter Charaktere. Mehr davon, mehr!!!

    Mehr
  • Willkommen im vierten Akt!

    A Feast for Crows
    brudervomweber

    brudervomweber

    23. November 2013 um 14:45

    Manch einen - die meisten - habe ich mit einer gewissen Ernüchterung von ihrer Erfahrung mit A FEAST FOR CROWS berichten hören oder lesen, dem vierten (zumindest im englischen) Buch der epischen Erzählung von der fantastischen Welt von Westeros aus der Feder von George R. R. Martin, der sich mit dem Urgroßmeister der Fantasy J. R. R. Tolkien immerhin die mittleren Initialen teilt. Und manch einer würde - siehe oben - nach Lektüre des seitenreichen Bandes nun kommoderweise sagen: "Die Initialen vielleicht, aber nicht viel mehr." Doch das wäre gelogen. Wie auch in den vorherigen Bänden, die ich gelesen (mithin verschlungen) habe und die mir mehr als gefielen, stellt Martin in diesem Band, der das Wundenlecken nach dem Ende der großen Schlachten um den Iron Throne und den Schwebezustand eines fragilen Friedens nach dem Ende des "King in the North" im Zuge der das Finale von A STORM OF SWORDS prägenden "Red Wedding" sowie dem Tod des "Übervaters" Tywin Lannisters beschreibt, neue Figuren auf dem Schachbrett seiner komplexen Welt auf und fügt dieser eine Fülle von Geschichten, Legenden, Details hinzu, die - wenn sie einen nicht interessieren, weil man nach "ÄKTSCHN" giert - den Leser natürlich mit Mattheit erfüllen und die Frage stellen lassen, wann denn hier endlich mal wieder etwas passiert. An dieser Stelle sei gewarnt: Es kommen Spoiler! Denn in der Tat sind die Figuren, denen wir auf ihren Wegen in diesem Band folgen (und die - wie der Titel anklingen lässt - durch eine zerfallende Welt reisen, in welcher nun die Krähen das Ruder übernommen haben und sich an den Kadavern der vom Krieg Übriggelassenen gütlich tun, plündern, vergewaltigen, töten) auf der Suche - nach sich selbst, nach ihrer Bestimmung, nach einem neuen Anfang, nach ihrer Identität. Gleichgültig ob Arya Stark, die es nach Braavos verschlägt, wo sie als Cat of the Canals lernen muss, dass sie niemand ist, und viele; ob Brienne of Tarth, die sich auf eine aussichtslose Suche nach Sansa und Arya Stark begibt und dabei über ihre eigene gespaltene Identität als Mannweib und ihre innere Sehnsucht nach Frieden kontempliert; ob Sansa Stark selbst, die in diesem Buch ihre neue Rolle als Alayne, der Bastard von Petyr Baelish und ihren Platz im Ränkespiel des Game of Thrones finden muss; ob Samwell Tarly, der fette Feigling, der erneut von seiner Familie - diesmal der Night's Watch und seinem Freund Jon Snow - fortgeschickt wird, um mit dem uralten Maester Aemon nach Oldtown zu reisen und seinen Mut finden muss, um seinen Auftrag zu erfüllen; ob Cersei Lannister, die nach dem Tod ihres Vaters als amtierende Königin zusehends mit paranoiden Gedanken und einer lange zurückliegenden Prophezeihung zu kämpfen hat, welche sie zusehends zu willkürlichen - oder wollen wir sagen: wahnsinnigen - Handlungen verleitet; ob Jaime Lannister, der seit dem Verlust seiner Hand mit dem gleichzeitigen Verlust seiner vermeintlich einzigen Qualität, der des nahezu unbezwingbaren Kriegers, hadert und angesichts seiner tief empfundenen Nutzlosigkeit nach einer neuen Rolle, einem neuen Weg, einem neuen Leben sucht ... sie alle unternehmen in diesem Buch - trotz zum Teil nennenswerter Reisewege - eine innere Reise, die von den äußeren Ereignissen kommentiert und katalysiert wird, die jedoch nicht im Zentrum der Handlung stehen. Was nicht bedeutet, dass diese Handlung nicht ebenfalls gravierende Auswirkungen auf den Fortgang der Geschichte zeitigen wird. Zwei neue Parteien werden ins Spiel gebracht, Dorne und die Iron Isles, welche beide im Schatten des Pyrrhus-Sieges des (längst nicht mehr) Baratheonschen Iron Throne ihre Ränke zum Sturz des Kindkönigs Tommen und seiner Mutter schmieden. Um diese Handlungsstränge zu etablieren, rückt Martin ein Stück weit von seiner bislang durchgehaltenen und vortrefflichen Taktik ab, das Geschehen aus der subjektiven und damit eingeschränkten Perspektive bestimmter Handlungsträger zu vermitteln, die einen durch das gesamte Buch hindurch begleiten. Zwar behält er diese Praxis der First-Person-POV-Narration bei, wählt aber für diese Handlungsstränge immer unterschiedliche Figuren und Perspektiven, was anfangs bei mir zu leichter Desorientiertheit führte, woran ich mich aber schnell gewöhnte. Wer also ernstlich dekretiert, es geschehe in diesem Buch nichts, der hat nicht genau gelesen. Natürlich ist A FEAST FOR CROWS' Handlungsdichte nicht zu vergleichen mit dem zweiten und insbesondere dritten Band der Reihe und bietet zugegeben weniger waghalsige Wendungen und dramatische Überraschungen, aber es ist alles andere als ein schlechtes Buch. A FEAST FOR CROWS es ist keine Enttäuschung, kein Schlag ins Wasser, bei Weitem kein Versagen von "Herrn Martin". Es ist - und das sollte man sich auch vor Augen halten - ein vierter Akt. Und es ist davon auszugehen, dass George R. R. Martin dieses Epos ursprünglich auf 5 Bände konzipiert hatte, auch wenn es aller Voraussicht am Ende mit THE WIND OF WINTER und A DREAM OF SPRING insgesamt 7 Bände werden werden. Und fünf ... das ist auch die Anzahl der Akte im klassischen Drama, und wenn wir uns deren Abfolge ansehen, dann haben wir es mit diesem Buch (und auch mit dessen "Zwilling" A DANCE WITH DRAGONS, der ja die Parallelhandlung mit den vermeintlich "vergessenen" Charakteren dieses Bandes weiterspinnt), mit dem vierten Akt zu tun, klassischerweise (nach dem Höhepunkt im dritten Akt A STORM OF SWORDS) gekennzeichnet durch eine fallende Handlung mit retardierendem Element, die letztlich aber nur die Stille vor dem Sturm, das Atemholen vor der Katastrophe ist. Ich habe mich von diesem Band und den darin erzählten Geschichten nicht weniger fesseln lassen können als von den vorherigen Bänden, und mich trotz proppevollem Bücherregal mit nach Aufmerksamkeit schreienden Büchern, die gelesen werden wollen, dazu entschieden, mir gleich im Anschluss A DANCE WITH DRAGONS vorzunehmen. Nicht, weil ich Besserung erhoffe. Sondern weil ich verdammt nochmal wissen will, wie es weiter geht!

    Mehr
  • King's Landing wird näher beleuchtet

    A Feast for Crows
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. September 2013 um 13:26

    So endlich geschafft! Wie schafft es George RR Martin nur immer wieder, mich so in eine fremde Welt zu entführen? Ich habe keine Ahnung. Allerdings muss ich von vornherein sagen, dass dieser vierte Teil etwas schwächer ist als der dritte Teil, viel mehr scheint er ein Übergang zum fünften oder gar dem sechsten Teil zu sein. Denn Martin's Erklärung am Ende des Buches, warum einige Charaktere diesmal nicht vorkamen, lässt vermuten, dass im nächsten Buch nicht unbedingt die Events aus diesem Buch sofort wieder aufgegriffen werden. Nichtsdestotrotz fand ich es gut, dass Martin dies noch mal erklärte. Dieser Teil ist nicht so sehr von Action geprägt, aber wie üblich werden auch hier wieder neue Charaktere auf die Bühne gebracht. Während die Greyjoys mich weniger interessierten, fand ich die Handlung in Dorne mit den Martells doch recht interessant. Nun zu den "alteingesessenen" Charakteren. Irgendwie hat Brienne Bran's Platz im "Ich-bin-einfach-nur-da"-Handlungsstrang übernommen. Lediglich, ihr letztes Kapitel im Buch fand ich interessant, was aber weniger Brienne als den Charakteren dort geschuldet ist. Samwells und Cat of the Canals Kapitel waren ganz ok, nicht außergewöhnlich aber gut. Am besten waren immer noch Alayne, Cersei und Jaime's Blickwinkel. Ich weiß, dass viele Alayne nicht mögen. Aber ich finde, dass sie ziemlich gewachsen ist und das wir auch weiterhin noch viel von ihr erwarten können. Cersei, die in den ersten Büchern unglaublich stark und intelligent war, wurde hier doch etwas paranoid und wahnsinnig, würde ich fast sagen. Obwohl ich hier jedes Mal eine Ohrfeige hätte verpassen können, waren ihre Kapitel sehr spannend. Mein persönlicher Favorit war allerdings hier Jaimie. Ähnlich zu Alayne ist er ziemlich gewachsen charakterlich. So wurde er mir durchaus sympathisch und ich konnte seine Handlungen nachvollziehen. Ich glaube, er wird auch weiterhin noch den einen oder anderen überraschen. Nun, ich bin gespannt wie es weitergeht. "A Song of Ice and Fire" bleibt eine unheimlich geniale Geschichte und über Martin's fantastischen Schreibstil brauch ich mich auch nicht mehr auslassen, da er großartig ist. Dieser Teil bekommt von mir vier Sterne, da ich weiß, dass es noch etwas besser geht, wie bei "A Storm of Swords".

    Mehr
  • Und die Intrigen gehen weiter...

    A Feast for Crows
    November

    November

    28. July 2013 um 16:38

    George R. R. Martin's "A Feast for Crows" und somit 4. Band der "A Song of Ice and Fire"-Saga, war durchaus wieder spannend, intrigant und blutig - aber er fällt gegenüber den voherigen Büchern ein wenig zurück. Sicher liegt es daran, dass favorisierte Charaktere (allen voran Tyrion) nicht zu Wort kommen, was der fünfte Band wieder gut machen soll. Diesmal bekommt der Leser dafür einen tieferen Einblick in die Machenschaften von Cersei, Jamie, Samwell oder Brienne, was anfangs vielleicht weniger vielversprechend klingt, sämtliche Vorbehalte jedoch schnell beiseite getan werden können. Sprachlich gibt es keine Bemängelungen. Martin erschafft wieder ganze Landschaften und Atmosphären, Situationen und vielschichtige Charaktere mit seinen Worten. Man kann also gespannt sein, wie es weitergeht.

    Mehr
  • Rezension zu "A Feast for Crows (Reissue): Book 4 of A Song of Ice and Fire (Song of Ice & Fire)" von George R. R. Martin

    A Feast for Crows
    Leseratte1248

    Leseratte1248

    09. September 2012 um 13:52

    Teil 4 ist etwas anders aufgebaut als die vorhergehenden Teile. Die Handlung beschränkt sich auf die Hauptstadt und nur etwa die Hälfte der Figuren. Die Geschichte der anderen Figuren wird in Teil 5 erzählt, ab der Stelle, an der Teil 3 endet. Etwa nach zwei Dritteln von Buch 5 vereinigen sich die beiden Erzählstränge dann wieder. Die Handlung geht spannend wie von Martin gewohnt weiter, viele der Entwicklungen lassen den Leser am Ende ein bisschen hilflos zurück, weil wieder vollkommen offen ist, wer das Spiel um den Thron letztlich gewinnen wird, oder ob es überhaupt einen Sieger geben kann. Auch wenn lieb gewonnene Charaktere in diesem Buch nicht auftauchen, zumindest nicht als Erzähler, ist die Handlung nach wie vor spannend und sehr kurzweilig. Außerdem ist dieser Band einer der kürzeren von allen.

    Mehr
  • Rezension zu "A Feast for Crows" von George R. R. Martin

    A Feast for Crows
    Kathafee

    Kathafee

    29. July 2012 um 18:16

    Gerade im Vergleich zu dem überragenden dritten Band "A storm of swords" baut dieser Teil "A feast for crows" doch ganz schön ab. Die Handlung geht relativ schleppend voran und ich habe Jon und Tyrion ziemlich vermisst (Dany eigentlich gar nicht Grinsen ). Stattdessen bekommen wir tiefe Einblicke in Cerseis Perspektive, was mir besonders gefallen hat. Und auch in die Sicht der Ironmen und der Dornish. Erstere sind mir persönlich nicht so wichtig, aber letztere fand ich schon sehr exotisch und bringen auch nochmal neue Elemente in die Geschichte rein. Insgesamt erleben wir dennoch wieder eine sehr facettenreiche, charismatische Welt und lernen die vorhandenen Charaktere noch viel genauer kennen, auch wenn man manchmal das Gefühl hat, sie kommen überhaupt nicht vom Fleck. Zum Ende nimmt es ja dann doch wieder an Fahrt auf. Diese gemeinen Cliffhanger! Von mir gibt's für diesen bisher schwächsten Teil der Serie 9/10 Punkten, da er sich an manchen Stellen doch ganz schön gezogen hat und im Vergleich mit den anderen nicht ganz mithalten kann.

    Mehr
  • Rezension zu "A Feast for Crows" von George R. R. Martin

    A Feast for Crows
    Bissfan

    Bissfan

    04. June 2012 um 14:46

    (rezensiert von Shiku) 3,5 ______________ Der Krieg ist im Grunde so gut wie vorbei: Joffrey mag tot sein, doch nun regiert sein Bruder Tommen beziehungsweise vielmehr seine Mutter Cersei, die vor nichts zurückschreckt, um Macht anzuhäufen und diese auch zu demonstrieren. Gegenstreiter hat er kaum noch, denn Daenerys wird in Westeros noch immer nur von den wenigsten überhaupt wahrgenommen. Mit Robbs Tod zerstreute sich auch die Streitmacht des Nordens, nur wenige – zum Beispiel Catelyns Onkel in Riverrun – leisten noch Widerstand unter dem Banner der Starks. Nach Balon Greyjoys Tod, der sich unter anderem auch als König im Norden sah, und der unklaren Erbfolge auf den Inseln fällt auch dieser Gegner aus. Damit bleibt nur Stannis Baratheon, dessen kaum nennbare Streitkraft nach wie vor am Wall verharrt. Ja, der Krieg ist so gut wie vorüber und die Lannisters scheinen als Sieger daraus hervorzugehen. Doch das heißt noch lange nicht, dass damit alle Probleme beseitigt sind. Noch gibt es andere Könige im Land und Joffreys Mörder läuft frei herum. Outlaws machen die Wälder und Wege unsicher, und so manchen Feind will Cersei Lannister noch gar nicht wahrnehmen. So zum Beispiel ihre eigene Tochter Myrcella, die im entfernten Dorne ohne ihr Wissen zur Königin gekrönt werden soll. Sie alle haben nun ihre Aufgaben – ein Land regieren, die Ehre erhalten, ein verschollenes Mädchen finden, das Töten lernen, Rache nehmen … Wie auch immer das alles ausgehen mag, die Krähen warten schon. Denn egal was passiert – sie sind es am Ende, die gemächlich speisen können. Nun, was soll ich zu "A Feast of Crows" sagen, was nicht bereits in den Rezensionen zu den bisherigen Büchern Erwähnung fand? Zum einen kann es mit seinem Vorgängerband "A Storm of Swords" nicht mithalten, ja, für mich ist es sogar der schwächste Band der Reihe bisher. Schlecht ist das Buch keineswegs, nichts liegt mir ferner zu behaupten. Das Buch ist wie schon seine Vorgänger spannend und grausam, wenn auch auf eine etwas andere Art und Weise. Wer George R. R. Martins Schreibstil bisher mochte, wird ihn auch hier lieben – ein wenig altertümlich, detailverliebt, besonders was das Essen angeht und gut zu lesen. Der Autor führt uns wieder an die verschiedensten Orte, führt uns mit alten Bekannten zusammen, stellt uns Fremden vor und bietet uns einen näheren Blick auf den einen oder anderen Charakter an. Er liefert uns neue Informationen, löst das eine oder andere Rätsel, nicht aber ohne neue zu kreieren. Mit all dem unterhält er, schockt er, spannt er auf die Folter. So weit, so gut. Das ist "A Song of Ice and Fire" wie wir es kennen und wie ich es für meinen Teil liebe. Wer sich bisher durch mehrere tausend Seiten gelesen hat, wird vermutlich ähnlich über die Bücher denken oder sie zumindest mögen. Dennoch hat das Buch ein großes Problem: Es ist eigentlich nur ein halbes Buch. Der Autor bemerkt am Ende von "A Feast for Crows", dass alle Geschehnisse an allen Orten von allen Personen zu viel für ein Buch gewesen wären; und das glaube ich ihm gerne. Auch wenn ich persönlich nichts gegen ein 2000- oder 3000-Seiten-Buch einzuwenden hätte, sowas lässt sich nun einmal schlecht vermarkten und so blieben ihm zwei Optionen, ohne die Handlung an sich zu kürzen: Das Buch in zwei Hälften zu teilen oder die Ereignisse erst aus der Sicht eines Teils der Charaktere zu erzählen und später aus Sicht des anderen Teils. Er entschied sich für zweiteres und ich kann nicht einmal behaupten, dass es die schlechtere Wahl war. Nichtsdestotrotz steht nun dieses Buch für sich da, wie wir es in den Händen halten können und in dieser Form funktioniert es nicht immer. Es gibt einfach zu viel, das im Dunklen bleibt. Das eine oder andere findet in einem Nebensatz Erwähnung – was das Buch bisweilen so gemein macht, denn das schließt auch Tode von Charakteren mit ein, wobei nicht immer behauptet werden kann, dass die Information wirklich zuverlässig ist, was das Ganze umso schlimmer macht – und dass manche Dinge unerwähnt bleiben, ist zugegebenermaßen nichts vollkommen Neues. Schon in Band drei wurde abgesehen von Verwünschungen und Vermutungen kein Wort über Theons wirkliches Schicksal verraten, Rickon und Osha sind vollkommen von der Bildfläche verschwunden. Bei zwei, drei Charakteren mag das auch noch angehen und die Spannung steigern, doch hier fehlt viel mehr: Bis auf ein Kapitel der Wall mit Jon Snow als neuem Lord Commander, damit auch Stannis, Daenerys und ihre Drachen, der sich auf der Flucht befindende Tyrion … Wichtige Charaktere, die dem Leser teilweise sehr am Herzen liegen und deren Handlungsstränge genauso bedeutsam und je nach Vorliebe auch spannend sind. Ich wusste, dass das Buch über sie nichts verraten würde, dennoch habe ich mich beständig fragen müssen, wie es ihnen wohl ergeht, was dort passiert. Dass etwas passiert, wird zwar klar, aber das verstärkt nur den Effekt, den das Fehlen dieser Perspektiven auf mich hatte: Trotz aller Spannung hatte ich oftmals das Gefühl, nicht voranzukommen. Normalerweise wollte ich nach einem Kapitel sofort wissen, wie es weitergeht, weil sie zumeist mit einer Art Cliffhanger enden. Dass es danach erst einmal mit etwas anderem weitergeht, spornte mich noch an, da ich wusste, dass dieser Strang bald fortgesetzt wird. Nach Beendigung des Buches verhielt es sich bei mir ähnlich – im nächsten Band ging es ja weiter! Nur war das nie in "A Feast for Crows" der Fall. So sehr ich wissen wollte, wie es beispielsweise mit Jon weitergeht, ich würde vorerst nichts darüber erfahren und anstatt der sonstigen 100 Seiten lagen nun auf einmal bis zu 1000 Seiten zwischen bestimmten Handlungssträngen. Ein ähnliches Problem zeigt sich dann am Ende des Buches, wenn einige Kapitel mit richtig gemeinen Cliffhangern enden und es bereits klar ist, dass das endgültige Schicksal der Charaktere in dieser Situation frühestens am Ende des nächsten Buches Erwähnung finden würde. Vielleicht auch erst im übernächsten und dieses kann in einem Jahr oder vielleicht auch erst in sechs Jahren erscheinen. Kein schöner Gedanke. Wie gesagt: Es gab hier womöglich keine ideale Lösung, vermutlich hat der Autor es auch richtig gemacht, was nichts daran ändert, wie dieses Buch für sich auf mich wirkt. Es hat sich also in gewisser Hinsicht gezogen, warum ist es aber trotzdem nicht schlecht? Ich habe die Gründe am Anfang schon aufgezählt und einer ist dabei ganz besonders wichtig, da auch vieles dort mit reinspielt: Das Buch ist im Einzelnen noch immer spannend. Sei es nun Aryas Reise nach Braavos, wo sie auf das "House of Black and White" und den vielgesichtigen Gott, dessen Geschenk der Tod ist, trifft oder Brienne, die für Jaime und Catelyn Stark auf der Suche nach Sansa ist und auf ihrer Reise nicht nur Freunden begegnet. Oder auch Arianne, der Prinzessin in Dorne, die die Schwäche ihres Vaters nicht länger dulden und die junge Myrcella zur Königin krönen will – womit sie einen erneuten Krieg riskiert. Diese und andere Handlungsstränge halten die Spannung aufrecht und natürlich muss man auch mit Verlusten rechnen. Kleine Informationen belohnen dabei für das Durchhalten, so gibt es einiges zu erfahren über einst getroffene Vereinbarungen und Verschwörungen, manches lässt vor den zukünftigen Ereignissen zittern und manches ist einfach nur interessant. Vorausgesetzt man möchte wissen, wie viele Kinder der ehemalige König Robert nun eigentlich hatte. Die interessanteste "Neuerung" ist dabei wohl – neben dem genaueren Blick auf die Iron Islands – Cerseis Perspektive der Erzählung und auch wenn sie Zwillinge sind, so wird damit deutlich demonstriert, wie unterschiedlich Jaime und Cersei doch eigentlich sind. Gewann und gewinnt Jaime einige Sympathiepunkte – auch wenn ich nach wie vor nicht behaupten könnte, ihn unvoreingenommen zu mögen –, so bestätigte Cersei nur das Bild, das ich ohnehin von ihr hatte. Nein, eigentlich verschlimmerte sie es nur noch, indem sie sich als machtgierige, intrigenspinnende und gleichzeitig unfähige Königin präsentiert, die sich selbst einredet, das alles nur für ihren Sohn zu tun. Was natürlich nur meine Sicht der Dinge ist. Dennoch fehlt etwas und dieses Etwas sind der Norden, der Osten und der Ort, an dem sich Tyrion gerade aufhält. Mit anderen Lösungen beziehungsweise Aufteilungen wäre das Buch vermutlich auch nicht besser, sondern womöglich schlechter gewesen, trotzdem kann ich nicht darüber hinwegsehen, dass viel zu viel fehlt und ich dadurch das Gefühl hatte, nicht voranzukommen, da ich diese fehlenden Informationen schlichtweg nie erreichen konnte. Zumindest nicht in diesem Buch. Trotzdem ist "A Feast of Crows" auch spannend und hält wieder einige Gemeinheiten und Informationen parat, genauso wie neue Perspektiven und Charaktere. Für mich das schwächste Buch der Reihe bisher, aber dennoch ein gutes.

    Mehr
  • Rezension zu "A Feast for Crows" von George R. R. Martin

    A Feast for Crows
    sabisteb

    sabisteb

    25. May 2012 um 12:16

    “Where’s Dany and the dragons? Where’s Tyrion? We hardly saw Jon Snow. That can’t be all of it...“ Dieses Zitat aus dem Nachwort des Autors beschreibt dieses Buch sehr treffend. Dieser Band wirkt wie eine Füllepisode. Es ist fast unmöglich eine Zusammenfassung zu schreiben, weil die Geschichte einfach unglaublich zerfasert ist. Erzählt wird vor allem die Suche Briennes nach Sansa. Brienne ist jedoch nicht gerade ein Charakter, der eine Geschichte tragen kann, davon abgesehen ist diese Suche auch eher langweilig und zäh. Cersei errichtet in Kings Landing eine Schreckensherrschaft und Jaime tut irgendwie nicht wirklich viel. Arya kommt kurz zu Wort und ansonsten erfährt man, was bei den eisengeborenen Piraten passiert und auch kurz, was Sansa so erlebt (auch recht ereignislos). Sam ist einer der wenigen Lichtblicke in diesem Buch, und fast der einzige Erzählstrang, der die Handlung wirklich voran bringt. Ansonsten gibt es eine neue Prophezeiung, die nicht wirklich viel Neues vorhersagt. Ein Großteil, wenn nicht fast alles, was in diesem Band passiert, hat sich bereits lange vorher angedeutet und ist nicht wirklich überraschend. Besonders ärgerlich ist, dass der Autor Tyrions Sicht einfach verschweigt und in den nächsten Band verbannt, ist ein billiger Trick Spannung zu erzeugen, der auch nicht wirklich funktioniert. Cerseis Sichtweise nervt, die Frau ist machtgierig und dumm. Hinzu kommen noch viele Einzelkapitel von Protagonisten, die gerade mal ein Kapitel lang auftauchen und keine wirklich tragenden Rolle spielen (noch nicht). Ja, der Autor beschreibt detailreich, man versinkt auch in diesem Band in der Geschichte, rückblickend passiert aber fast gar nichts. Das sind hohlbeinsche Ausmaße an Nichthandlung, die alles andere als fesselnd sind.

    Mehr
  • Rezension zu "A Feast for Crows" von George R. R. Martin

    A Feast for Crows
    Admiral

    Admiral

    06. May 2012 um 09:59

    The War of Five Kings ist beendet. König Robb tot. König Joffrey tot. König Renly tot. König Balon tot. Und ebenfalls der mächtige Tywin Lannister. Lady Lysa, die Regentin des Vales ebenfalls. Der Titel des Buches wird seinem Namen also bereits gerecht und das ist nicht mal ein Bruchteil. Das Buch dreht sich hauptsächlich um Queen Cersei, die nun faktisch Alleinherrscherin über das Reich ist, weil ihr königlicher Sohn, noch nicht mündig ist. Doch in ihrem immer deutlicher hervortretenden Wahn und ihrer Unfähigkeit zu regieren wird allmählich offensichtlich, dass sie sich ihr eigenes Grab schaufelt. Zuvor sandte sie aber ihren Zwillingsbruder Jaime aus in den Riverlands wieder den Königsfrieden herzustellen und alles zur bekannten Ordnung zurück zu führen. Während sich die entflohene Sansa Stark im Vale bei Petyr Baelish versteckt hält, wo sie von ihm in der hohen Kunst des Regierens und Intrigierens unterwiesen wird. Brienne, die noch immer nach dem Stark-Mädchen sucht, verliert sich immer mehr auf der Reise, bis sie ihre totgeglaubte Lehnsherrin wiedersieht. Catelyn Stark. Doch diese ist mehr tot als lebendig und wird anscheinend von irren Rachegelüsten getrieben, denn anstatt die alte Freundin anzuhören, bringt sie diese um. Das andere Stark-Mädchen, Arya, ist unterdessen in den Unterricht des Hauses von Schwarz und Weiß in Braavos eingetreten. Zu was genau sie ausgebildet wird ist noch nicht vollständig klar, wobei aber durchaus bestimmte Erklärungsansätze und Andeutungen zu Vermutungen verlocken. Auf der anderen Seite Westeros', namentlich den Ironisles, geht es ebenfalls heiß her ! Denn dort hat sich Crow's Eye zum König aufgeschwungen und lässt seine Ironmen nun die Süd-Westküste des Kontinents malträtieren und nimmt sogar einige Inseln ein ! Am südlichen Rande des Kontinents In Dorne, wo bisher nur sehr wenig Handlung intensiv behandelt wurde, passiert nun auch endlich was. Denn es gibt in Dorne einflussreiche Kreise, die einen Krieg gegen den Iron Throne provozieren wollen. Unter anderem die Sand Snakes, die Rache für ihren Ermordeten Vater, Prinz Oberyn, fordern. Doch der ernsthafteste Versuch einen Krieg in die Wege zu leiten kommt von der Tochter des Herrschers von Dorne, Doran Martell, selbst ! Doran Martell hatte zuvor Myrcella, die Schwester des Königs, in seine Obhut genommen, um sie später in sein Haus einheiraten zu lassen, damit sich die beiden Häuser Lannister und Martell verbinden können. Doch seine Tochter will sie zur Königin über das Reich krönen und so eine heftige militärische Reaktion des Lannister Hauses entfesseln. Wer epische Geschichten, die auch mal zum Denken anregen und die auch mal anspruchsvoll sein sollen, ist hier wahrhaftig genau an der richtigen Addresse. Denn George Martin setzt A Song of Ice and Fire mit A Feast for Crows in bekannter Tradition fort. Er differenziert die Charaktere, lässt sie sich auf sehr inhaltvolle Weise verändern und baut sehr gut Spannung auf. Durch kleine Wörter, beispielsweise das letzte bisher unbekannte Wort, welches Brienne kurz vor ihrem Tod ausschrie, oder durch große Aktionen, beispielsweise eine Verschwörung Doran Martells, die zwar gescheitert ist, aber bisher ungeahnte Ambitionen von seiner Seiteaus demonstriert. Ein wahrhaft klasse Buch.

    Mehr
  • weitere