George R. R. Martin , Lisa Tuttle Sturm über Windhaven

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Inhaltsangabe zu „Sturm über Windhaven“ von George R. R. Martin

Windhaven ist eine stürmische Wasserwelt mit vielen kleinen Inseln. Hier ist ein alter Traum wahr geworden: Menschen können fliegen. Doch die Flügel sind kostbar, und die Gilde der Flieger ist eine streng abgeschottete Elite. Trotzdem will sich Maris von Amberly ihren Traum vom Fliegen nicht nehmen lassen …

Solider Weltenbau - und eine Protagonistin, die mich nicht abholen konnte.

— Evanesca
Evanesca

Durchschnitt. Ganz nett die Konstruktion dieser Welt als Offspring eines Weltraum-Schiffbruchs, ähnlich wie Hainish, aber nicht halb so gut.

— alasca
alasca

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    Sturm über Windhaven
    Evanesca

    Evanesca

    19. September 2017 um 17:19

    m Gegensatz zu den Meisten, die dieses Buch gelesen und rezensiert haben, kannte ich „A Game of Thrones“ nicht, bevor ich begonnen habe, „Sturm über Windhaven“ zu lesen. Eher handelte es sich um eine Empfehlung – mir war der mitgebrachte Lesestoff zumindest in gedruckter Form ausgegangen, ich wollte nicht nur E-Books lesen und die Privatbibliothek meines Gastgebers wartete mit diesem Buch auf.Und – ich gebe es schon bei der Einleitung zu – so ganz hat mich das Buch nicht überzeugt.Maris von Amberly ist eine Landgeborene, doch seit sie denken kann, träumt sie vom Fliegen. Ihr Traum, zu der kleinen und elitären Gruppe von Fliegern zu gehören, muss jedoch hart umkämpft werden. Sollen nur die fliegen dürfen, denen die Flügel vererbt wurden? Oder sollen diejenigen fliegen, die am Begabtesten sind?Eine Frage, die sich durch das ganze Buch zieht… Cover: Ich empfand die oberkörperfreien, düster schauenden Engel mit Metallflügeln als sehr unpassend, um es gelinde auszudrücken. Vielleicht bin ich von zu viel Nachdenken über Weltenbau verdorben, aber es gibt nichts Dämlicheres, als oberkörperfrei zu fliegen. Schon mal daran gedacht, wie kalt das ist und was für Winde das sind? Die düsteren Engel hätten eine Nierenentzündung sicher, ehe sie auch nur die halbe Fläche von A nach B geflogen wären…Falls sie die Flieger aus der Mythologie darstellen sollten – nun, die kamen auf fliegenden Schiffen, nicht auf Engelsflügeln. Macht also auch keinen Sinn.Generell passt für mich das Cover einfach nicht zum Buch, da es mit seiner rotschwarzen Färbung und düsteren Fliegern sehr nach „Endzeitschlacht, Feuer und Blut“ aussieht – dabei geht es um Buch um ganz andere Dinge. Hätte ich das Buch nicht leihweise empfohlen bekommen, wäre es für mich auf Grund des Covers nicht sehr anheimelnd gewesen.Für ein Taschenbuch, das schon mindestens drei-viermal gelesen wurde, ist es aber bemerkenswert in Schuss. Inhalt: Hier bin ich zwiegespalten.Die Welt an sich ist echt, echt toll gebaut. Eigene Mythologie, eigene Wertvorstellungen, verschiedene Kulturen innerhalb einer vergleichsweise kleinen Welt bis hin zu solchen Details, auf die wohl nur ich achte und die unter anderem schlüssige Rohstoffe und eine der Welt angepasste Währung beinhaltet. Das ist eine Welt, in der ich mich sehr gerne noch weitaus länger aufgehalten hätte, als 447 Seiten lang, wenn ich ehrlich bin. Schade, dass es nirgends mehr davon gibt…Die Geschichte selbst… Nun ja, einerseits ist die Idee nicht schlecht, durch große Zeitsprünge ein ganzes Leben schlaglichtartig zu beleuchten – aber es war einfach nicht meins. Kaum hatte ich mich eingelesen in die aktuelle Zeitschicht und konnte mitfiebern, kam auch schon ein Schnitt und man war wieder viele Jahre später. Dadurch musste ich mich in jedem Zeitabschnitt neu einlesen und mich neu orientieren: Wie alt ist Maris? Wer gehört zu ihrer Umgebung? Kenne ich die bereits oder sind das alles neue Leute?Vielleicht ist das der Grund, aus dem für mich Maris die ganze Zeit eine nicht sehr sympathische Bezugsperson war. Sie wirkte auf mich naiv, weltfremd und so aufs Fliegen und ihre Träume fixiert, dass die Welt quasi an ihr vorbeizugehen schien. Ein längerer Roman, der sie vielleicht auch bei praktischen Alltagsgeschichten im Zusammenhang mit ihrem Beruf oder ihrem späteren Leben gezeigt hätte, hätte die Chance gehabt, mir vielleicht ihre guten Instinkte, praktische Klugheit und andere positive Eigenschaften vorzuführen.So hatte ich aber oft das Gefühl, dass sie nicht immer völlig intelligent durch die Story taumelt. Viele Nebenfiguren wie beispielsweise Val Einflügler fand ich wesentlich aufregender, runder und interessanter als Maris.Entsprechend muss ich Abzüge geben. Sprache: Auch hier bin ich zwiegespalten.Natürlich handelt es sich um ein professionell lektoriertes und später professionell übersetztes Buch, mir fielen auch keine Setz- oder Druckfehler auf. Und vielleicht bin ich hier ein wenig übertrieben erbsenzählerisch, aber teilweise hatte der Roman für mich nicht die Sprache, die eine selbstgebaute Welt gebraucht hätte.Wörter wie „Snobismus“ im Zusammenhang mit einer Versammlung oder teilweise umgangssprachliche Wendungen aus der tatsächlichen Gegenwart rissen mich immer wieder aus Windhaven zurück in unsere Welt und in die Realität. Besonders im ersten Drittel hat mich das sehr gestört.Später wurde es besser oder ich habe mich daran gewöhnt, aber dieser Punkt nahm mir doch ein bisschen Lesevergnügen. Fazit: Insgesamt also eine für mich sehr gespaltene Lektüre – ich fand die Welt wundervoll und sehr gut ausgearbeitet. Das Fliegen, die logischen Folgen daraus, dass kaum Schiffsverkehr zwischen den Inseln herrscht, die ethischen Dimensionen der ganzen Geschichte um den Boten und seine Botschafft… das alles fand ich toll.Aber die Zeitsprünge, Maris als Protagonistin und die Sprache, die mich oft aus der Welt rausgerissen hat, fand ich nicht wirklich gut. Vermutlich ist das Geschmackssache, denn ich habe auf Amazon auch Rezensionen gelesen, die genau diese Punkte gelobt haben, sodass ich schwer nur deswegen vom Buch abraten könnte.Ich weiß nur: Meins war es nur so halbwegs.

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  • Rezension zu "Sturm über Windhaven" von George R. R. Martin

    Sturm über Windhaven
    HelmuthSantler

    HelmuthSantler

    01. March 2013 um 17:18

    Ein Leben in einem Tag – so lange hat es gedauert vom Traum eines muschelsammelnden Mädchens bis zu ihrem letzten Flug zu lesen. 450 Seiten vom Meister der epischen Fantasy, George R. R Martin, dessen Fortsetzung des monumentalen Lieds von Eis und Feuer ungeduldig entgegengefiebert wird. Neu ist eine Taschenbuchausgabe der Geschichte von Maris, der Fliegerin auf der weit verstreuten Inselwelt mit ihren nie endenden Stürmen, freilich nur für den deutschsprachigen Markt: Im Original erschien die Koproduktion mit Lisa Tuttle bereits 1981, vor Martins halb vollendetem opus maximus. Ein geistvoller Plot, packende Schilderung, interessante, widersprüchliche Charaktere, das ewige große Thema des Ringens polarer Kräfte (Tradition und Veränderung in diesem Fall) – die Erfolgs-Zutaten in bester Martin-Manier sind alle vorhanden. Die Heldin selbst verdanken wir vermutlich Lisa Tuttle: Maris Traum, Kampf, Sturz, Überwindung und Erlösung zu folgen ist voll vibrierender weiblicher Energie. Ein kraftvolles, meisterlich gezimmertes Fantasy-Kleinod voller Weitsicht und schillernden Wortbildern – realer anmutend als so mancher Thriller der Jetztzeit.

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  • Rezension zu "Sturm über Windhaven" von George R. R. Martin

    Sturm über Windhaven
    Mueofink

    Mueofink

    26. November 2010 um 20:18

    Windhaven ist eine Inselwelt, die voller Wasser und Sturm ist. Die Sternenflieger sind vor Jahrhunderten auf diese Welt gekommen und haben sie besiedelt. Aus den Sonnensegeln haben sie Flügel gebaut, da das Material nahezu unzerbrechlich ist, um von einer Insel zur anderen zu gelangen. Dabei werden diese Flügel von einer Generation zur nächsten vermacht, so dass sich in den Jahrhunderten die Kaste der Flieger herausgebildet hat, und die der Landgebundenen. Flieger werden dabei von den Herrschern der Inseln als unparteiische Boten benutzt, und die Flieger genießen den gleichen Status wie die Herrscher. Maris wurde als Landgebundene geboren, zeigte aber schon als kleines Mädchen großes Talent für das Fliegen. Ihre Mutter hat, nach dem Tod von Maris Vater, einen Flieger geheiratet. Als dieser einen Sohn bekommt, besteht er darauf ihm seine Flügel zu vermachen. Coll, sein Sohn, zeigt aber nur bedingt Talent und Freude am Fliegen, sondern ehr für die Sangeskunst. Maris setzt alle Hebel in Bewegung um ihren Vater und die Flieger davon zu überzeugen, dass sie besser für die Flügel geeignet ist, da viele dieser Flügel über die Jahrhunderte zerstört worden sind. Eine Fliegerversammlung tritt zusammen um über Maris Schicksal zu entscheiden. Maris werden die Flügel zuerkannt und damit bricht eine der ältesten Traditionen von Windhaven. Jeder Flieger muss sich nun als würdig und talentiert genug zeigen um in den besitz von Flügeln zu kommen. Für Landgebundene werden Akademien errichtet, um auch ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich für den Erwerb der Flügel zu qualifizieren. Denn mittels Wettkämpfen wird der neue Flieger ermittelt. Doch was als kleiner Flügelschlag begann weitet sich zu einem Sturm aus, der ganz Windhaven und die Bevölkerung zu erfassen droht. Was passiert wenn wir Menschen es einmal schaffen sollten den Weltraum für uns zu erobern, und fremde Welten entdecken und besiedeln. Was passiert mit den Nachkömmlingen dieser Siedler. Wie werden sie, mit den Gegebenheiten der neuen Welt, fertig werden? Dieser Frage gehen der Autor Georg R.R. Martin, bekannt durch sein Epos Ein Lied von Eis und Feuer, und seiner Mitautorin Lisa Tuttle nach. Ein Fantasyroman der in der Zukunft spielt. Wer hier aber auf Schlachten, Tolle und Elfen, Magie und Prinzen hofft wird enttäuscht sein. Dieses Buch ist mehr ein Gesellschaftsporträt und Beschreibung was eine unblutige Revolution auslösen kann. Teil etwas langatmig verfasst, werden hier die Menschen sehr genau beschrieben und deren Beweggründe ihren Schicksalsweg zu gehen. Es werden sechzig Jahre auf 351 Seiten beschrieben und die Entwicklung die die Gesellschaft nimmt, exemplarisch an ausgewählten Personen. Der Roman ist in fünf Teile gegliedert: Prolog, Stürme, Einflügler, Sturz und Epilog. Als Leser erwartet man einen gewissen Spannungsbogen der aber niemals richtig fahrt aufnimmt. Zugegebener maßen ist in diesem Roman die Handschrift von Martin zu erkennen, da er ähnlich in Ein Lied von Eis und Feuer schreibt, ohne jedoch den Spannungsbogen zu betonen. Vergleichbar ist dieser Roman mit einem Roman von Herman Hesse, denn auch hier wird ein Leben geschildert. Auch ist es schwierig mit der Protagonistin eine wirkliche Lesebeziehung aufzubauen. Man kann mit ihr fühlen, bleibt jedoch immer auf Distanz zu ihr. Spannend ist jedoch immer zu wissen, dass dies eine Gesellschaft ist, die von der Erde abstammt, auch wenn dies nie explizit betont wird. Ein Fantasyroman im Science-Fiction Format? Soweit würde ich nicht gehen, denn alle Technik ist nicht wirklich vorhanden, aber in der Zukunft spielt er, oder wie schon George Lucas an den Anfang von Star Wars schreibt: „In einer weit, weit entfernten Galaxie vor langer Zeit…“ Als Fazit bleibt anzumerken, dass es ein Buch für Leser ist, die bereits mit dem Werk von Martin vertraut ist. Aber es bleibt hinter den Erwartungen, die man in das Buch setzt, zurück.

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