George R.R. Martin Armageddon Rock

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Inhaltsangabe zu „Armageddon Rock“ von George R.R. Martin

Horrorshow 1971 wird Peter Hobbins, der Sänger der legendären Rockband Nazgûl, während eines Konzerts auf offener Bühne erschossen. Zehn Jahre später gehen die übrigen Bandmitglieder, begleitet von dem abgebrannten Musikjournalisten Sandy Blair, wieder auf Tour. Doch noch während die Nazgûl ein furioses Comeback feiern, geschehen mehrere bestialische Morde. Sandy beginnt Fragen zu stellen, und schnell wird ihm klar, dass es bei den Konzerten der Band nicht mit rechten Dingen zugeht …

"Almost famous" meets the Armageddon Rag. Ein musikalischer Roadtrip in die Vergangenheit des Rock. Lesenswert aber sich kein Mustread.

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    Armageddon Rock
    thursdaynext

    thursdaynext

    Mein gutester Lesefreund schickte mir seine Begeisterung zu diesem Buch samt George R.R.'s Widmung: Für die Beatles, für die Airplane und die Spoonful und die Dead, für Simon & Garfunkel, Joplin, Hendrix, für Buffalo Springfield und die Rolling Stones, für die Doors und die Byrds, die Mamas and the Papas, für Melanie, für Donovan, für peter Paul and Mary, für die Who und die Moody Blues und Moby Grape, für Country Joe and the Fish, Paul Revere und die raiders, für Bob Dylan und Phil Ochs und Joan Baez und Joni Mitchell, für die Mothers of Invention und die Smothers Brothers, für die Hollies und die association und die Beach Boys undf sogar für Herman's Hermits, für Creedence Clearwater Revival, für verlorene Unschuld und hell leuchtende Träume,... All das und noch mehr steckt in diesem wunderbar mysteriösen Roadtrip durch Zeit, Gesellschaft und Träume. Martin ist doch der bessere Stephen King. 28 Dodos und eine absolute Leseempfehlung an alle Nostalgiker, Lagerfeuer Romantiker, Blumenkinder, Plattensammler, Weltverbesserer, Gedichtliebhaber und Freunde immerwährender Rockmusik. Go get it!

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  • Music to wake the dead

    Armageddon Rock
    rallus

    rallus

    06. January 2017 um 10:50

    Schon die Widmung des bereits 1983 in Amerika erschienenen Romans „Armageddon Rock“ des hochprämierten Autor George R.R. Martin macht klar, wohin die Reise geht. In die musikalische Zeit der 60er, 70er Jahre, als überall auf der Welt die Popkultur aufblühte und die Träume, durch die eingenommenen Drogen zumeist bunter waren. Der Optimismus und der Drang die Welt zu verändern, waren überall zu spüren und die schöne neue Welt greifbar nahe. Damals … Damals war alles besser, wir hegen bittersüße Gedanken an gesehene Filme, erlebte Begegnungen, gehörte Musik, doch kann das Damals noch mit dem Heute standhalten? Manches ist aus dem heutigen Blickwinkel betrachtet überholt, veraltet  und oft stellt man sich die Frage, ‚Was habe ich bloß daran gefunden?‘ Trotzdem erinnert man sich gerne an frühere Begebenheiten, wann man bestimmte Bücher gelesen, Orte besucht oder Musik gehört hat. Diesen Zauber, den insbesondere Musik in uns hervorruft, davon erzählt Armageddon Rock. Dieses Buch hatte ich in den 80er Jahren schon mehrmals gelesen und innig geliebt. Da es verschollen ist, habe ich mich gefreut dass der Heyne Verlag diesen Band neu aufgelegt hat. Dass George R.R. Martin inzwischen eher als Fantasyautor bekannt ist, aber schon früher großartige Romane schrieb, wissen meist nur die eingefleischten Fans. Doch kann ein 30 Jahre altes Buch die damalige Magie wieder aufleben lassen? Das Altamont Free Concert 1969 war für viele das symbolische Ende der Unschuld der Hippiebewegung, die mit Woodstock noch so verheißungsvoll angefangen hatte. In Armageddon Rock erweitert Martin das Trauma der Hippies um das West Mesa Festival, bei dem der Leadsänger der (erfundenen) Gruppe Nazgûl während des Auftritts von einem Scharfschützen erschossen wird. Zehn Jahre später erhält Sandy Blair, ein freier Journalist und Schriftsteller, von seinem früheren Arbeitgeber bei einer bekannten Popzeitschrift, den Auftrag, den Mord an einem bekannten Rockpromoter, der die Nazgul unter lebenslangem Knebelvertrag hatte, zu untersuchen. Ihm wurde zu Hause, während die letzte Platte der Nazgul lief, das Herz herausgerissen. Auf den Tag genau dreizehn Jahre nach dem Tod des Sängers der Nazgul. Sandy, frustriert von seiner derzeitigen Lebenssituation, macht sich auf den Weg, die drei verbliebenen Bandmitglieder zu finden. Auf seinem Weg besucht er auch alte Freunde und seine eigene Vergangenheit. Der Tenor ist hauptsächlich: Was ist aus uns geworden. „Ich erinnere mich, zum Teufel, ich weiß, es war beschissen damals, wir hatten den Krieg und Rassismus und Nixon und den alten Spiro, aber weißt du, wir hatten auch … ich weiß nicht … so was wie Optimismus. Wir wussten, dass die Zukunft besser werden würde. Wir wussten es. Wir würden dafür sorgen. Wir würden die Dinge um uns herum verändern, und wir hatten unsere Jugend, stimmt, also war die Zeit auf unserer Seite. Wir wussten was richtig und was falsch war, wir wussten, wer die Bösen waren, und es gab ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.“ Jeder der Besuchten hat einen anderen Lebenslauf hinter sich – und wer in dieser Zeit aufgewachsen ist, findet bei den beschriebenen Charakteren sicherlich den ein oder anderen vertrauten Charakterzug. Die Öko-Frau die sich in eine Hippiekommune zurückgezogen hat, der Außenseiter, der Hedgefondmanager geworden ist, der unter der Fuchtel seines faschistischen Vaters stehende, gebrochene Sohn. Alle Kinder ihrer Generation. Eine verlorene Generation, die es eigentlich recht einfach hatte: „[…] wir waren wirklich anders als alle Generationen, die sich vor uns aufgemacht hatten, weil wir so verdammt viele waren. Wir sind die Babyboomer, der größte, haarigste Haufen, den man je eingeladen hatte, in die Party des Lebens reinzuplatzen. Unser ganzes Leben lang war die amerikanische Gesellschaft damit beschäftigt, sich in unserer Gestalt neu zu erschaffen. Die Vorstädte wurden gebaut, um uns zu beherbergen. Spielzeug, Windeln und Babynahrung hatten ihre große Zeit, als wir sie benutzten. Die Medien sind uns auf Schritt und Tritt in unseren süßen, rosigen Arsch gekrochen.“ Immer mehr verdichten sich die Gerüchte um eine Reunion der Nazgûl. Doch wer sollte den Part des charismatischen Leadsängers spielen. Hier hält George R.R. Martin noch die eine und andere Überraschung bereit. Armageddon Rock ist im Grunde genommen ein Musik-Thriller mit Krimianleihen. Was das Buch so besonders macht, ist der sehr gute Blick und die treffende Beschreibung der Babyboomer, ihrer geplatzten Träume und den Versuchen einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Die Charaktere sind alle sehr lebensecht und authentisch. Sandy Blair taucht wieder in die 60er Jahre ein, als er seinem Auto den Namen Tagtraum gibt. Dass dieses ein hippieuntypischer Sportwagen der Marke Mazda ist, ist für ihn zweitrangig. Irgendwie muss das Gefühl doch wiederkommen. Martin versteht es, die Spannung aufrechtzuerhalten, seine Beschreibung der Konzerte der Nazgûl sind lebensecht, fast vermeint man die treibende Kraft und Spannung der Musik zu hören. Seitenlang liest man Beschreibungen der Konzerte und hört das Pulsieren der Musik, so echt wirken die Darstellungen. Ein nach 30 Jahren immer noch packender und elektrisierender Roman, der keinerlei Patina angesetzt hat und zeitlos wirkt. Ein frühes Buchhighlight des jungen Jahres.

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  • Spannendes Musikportrait einer alt gewordenen Generation

    Armageddon Rock
    Aurea87

    Aurea87

    17. December 2016 um 12:53

    George R.R. Martin dürfte den meisten durch sein Fantasy-Epos "Das Lied von Eis und Feuer" bzw. "Game of Thrones" bekannt sein. Der gute Mann ist aber auch sonst recht umtriebig. "Armageddon Rock" erschien bereits 1983 unter seinem Originaltitel "Armageddon Rag", der im Kontext des Buches ein klein wenig mehr Sinn macht, aber ich will nicht meckern, die Geschichte rockt nämlich tatsächlich. Schauen wir also mal genauer zwischen die Buchdeckel. Das steht drin 1971 wird Peter Hobbins, der Sänger der legendären Rockband Nazgûl, während eines Konzerts auf offener Bühne erschossen. Zehn Jahre später gehen die übrigen Bandmitglieder, begleitet von dem abgebrannten Musikjournalisten Sandy Blair, wieder auf Tour. Doch noch während die Nazgûl ein furioses Comeback feiern, geschehen mehrere bestialische Morde. Sandy beginnt Fragen zu stellen, und schnell wird ihm klar, dass es bei den Konzerten der Band nicht mit rechten Dingen zugeht … Kritik Fantasy-Fans sollten gewarnt sein, bevor sie hier zugreifen. Denn mit fantastischen Elementen hält Mr. Martin sich hier heftig zurück. Stattdessen gibt es einen Ausflug in die rockenden 60er Jahre. In die Zeit, als Musikjournalismus noch so richtig aufregend war, in der einzelne Bands Heerscharen von Anhängern versammeln konnten. Ein nostalgischer Trip zurück in eine vermeintlich bessere Zeit. Damals, als digitale Uhren am Handgelenk noch futuristisch waren. Mit Sandy Blair wird dem Leser eine Hauptfigur vorgesetzt, die sehnsüchtig und wehmütig auf diese bessere Zeit zurückblickt. Als man noch jung und wild war und nicht im Eigenheim saß und sich fragte, wie es so weit kommen konnte, wo man sich verloren hat. Das macht "Armageddon Rock" gleich auf zwei Ebenen interessant. Einerseits versteht Mr. Martin es ausgezeichnet, Musik durch Worte zum Leben zu erwecken. Beim Lesen konnte ich mir die einzelnen Stücke, die er beschreibt, fast schon im inneren Ohr anhören. Die gelungene Übersetzung von Peter Robert tut ihr Übrigens zu einem gelungenen Leseabenteuer. Und dann ist da noch die Auseinandersetzung mit der Gesellschaft. Kapitalismus vor Idealismus, die Biografien der damals so engagierten Freiheitskämpfer, die spätestens mit der Zäsur des Vietnamkrieges feststellen mussten, dass die Welt sich nicht träumen lässt. Nach und nach erfährt man mehr über die einzelnen Figuren, lernt sie und ihre verblassten Ideale besser kennen. Und dann ist da noch die Geschichte an sich. Ein Krimi, gepaart mit ein bisschen Mystery. An und für sich ist vieles daran vorhersehbar, oftmals wird recht zügig deutlich, wer nun was ausgeheckt hat und wer hinter all dem steckt. Das ist in diesem Falle allerdings kein bisschen dramatisch, denn die Geschichte bleibt trotzdem faszinierend. Das gezeichnete Portrait einer Generation, die sich so sehr zurücksehnt nach der guten, alten Zeit, ist treffend geschrieben und lässt die Worte, die Songs und die Geschichte spürbar werden.  Fazit Mit "Armageddon Rock" erschuf George R.R. Martin eine Hymne an die Musik der 60er und diejenigen, die sie lebten. Packend geschrieben, messerscharf analysiert und zwischenzeitlich herrlich mystisch und auch zynisch lässt er fiktive Musik in die Gehörgänge der Leser los. Das shafft er, weil es wohl kaum ein Autor so gut versteht, seine Texte mit Leben zu erfüllen. Krimifans, Anhänger der guten alten Zeit, Freunde der Rockmusik und all diejenigen, die schon immer fanden, dass früher alles besser war sollten hier unbedingt mal einen Blick riskieren. Fakten zum Buch Armageddon Rock von George R.R. Martin | Verlag: Heyne | erschienen am 14. November 2016 | Übersetzer: Peter Robert | Softcover | 576 Seiten | 9,99€

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