George R.R. Martin , Gardner Dozois Der Bruder des Königs

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Inhaltsangabe zu „Der Bruder des Königs“ von George R.R. Martin

Über 1000 Seiten – eine Anthologie der Extraklasse Jeder mag Schurken, dabei sind sie oft käuflich, handeln moralisch fragwürdig oder sind politisch inkorrekt. Und gerade deswegen stellen Schurken den eigentlichen Helden so häufig in den Schatten. Denn was wäre Star Wars ohne Han Solo oder Game of Thrones ohne Tyrion Lennister? George R.R. Martin und Gardner Dozois haben einundzwanzig Stories zusammengetragen – unter anderem von Patrick Rothfuss, Joe Abercrombie und Scott Lynch –, die sich den beliebtesten Charakteren aller Genres widmen: den Schurken.

3,5 Sterne für eine tolle Anthologie! Rezension folgt

— LiveReadLove
LiveReadLove

Was wäre ein gutes Buch ohne seinen Schurken?

— Mylittlebookpalace
Mylittlebookpalace

Wieder einmal zeigt uns Martin, dass es sich sehr wohl lohnt verschiedenen Genres zu lesen

— nickypaula
nickypaula

Zu meinen persönlichen Favoriten zählt"Der Blitzbaum" von Patrick Rothfuss , wo wir dem geheimnisvollen Bast begleiten dürfen. So toll!

— Annalenae
Annalenae

Sehr gelungene Kurzgeschichten in den verschiedensten Genres! Besonders die Fantasy- und SciFi-Geschichten haben es mir angetan!Empfehlung!

— LadyOfTheBooks
LadyOfTheBooks

Eine tolle Mischung.

— weinlachgummi
weinlachgummi

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  • Wenn die Bösewichte im Vordergrund stehen...

    Der Bruder des Königs
    LiveReadLove

    LiveReadLove

    18. March 2017 um 18:31

    Inhalt Hand aufs Herz: wer mag nicht auch gerne die Schurken in Geschichten? Die, die sich nicht immer an die Spielregeln halten. Die, die öfter einmal über die Stränge schlagen und trotzdem gerne einmal den eigentlichen Helden in den Schatten stellen. Denn was wäre beispielsweise Star Wars ohne Han Solo? Oder Game of Thrones ohne Tyrion Lennister? Genau dieser Frage sind George R. R. Martin und Gardner Dozois nachgegangen und haben 21 Geschichten zusammengetragen, die sich rund um Halunken und Bösewichte drehen. An dieser Anthologie sind hochkarätige Schriftsteller beteiligt, wie zum Beispiel Joe Abercrombie oder Patrick Rothfuss. Eine Anthologie, die den Bösewichten gewidmet ist. Nicht nur deshalb eine absolute Empfehlung, sondern genial um neue Autoren kennen zu lernen. Als ich entdeckt habe, dass eine neue Anthologie von George R. R. Martin und Gardner Dozois erscheint, habe ich mir den Inhalt einmal näher angeschaut. Die erste auf deutsch erschienene Kurzgeschichtensammlung der beiden steht bei mir bisher noch ungelesen im Regal. Das Thema Bösewichte hat mich sofort angesprochen und so habe ich „Der Bruder des Königs“ als Rezensionsexemplar beim Bloggerportal angefragt. Der Penhaligon Verlag hat mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestelt, herzlichen Dank dafür! Schon das Vorwort, geschrieben von George R. R. Martin, hat mein Herz höher schlagen lassen. Er hat genau die Halunken aufgezählt, die auch mein Herz gestohlen haben und er hat mir ein zustimmendes „Genau!“ entlockt, als er einen Star Wars Vergleich angebracht hat. „Gibt es irgendwen, der Luke Skywalker tatsächlicher cooler findet als Han Solo?“ (S. 11) Bereits hier war ich ein bisschen verliebt in die Idee dieser Anthologie und war deshalb auch sehr gespannt darauf, was mich erwarten wird. Es ist eine bunte Mischung aus mir bekannten und unbekannten Autoren. Von Joe Abercrombie habe ich bereits gehört aber noch nichts gelesen. Gillian Flynns „Gone Girl“ habe ich geliebt und war deshalb gespannt darauf, was für eine Geschichte sie in dieser Anthologie präsentiert hat. Von Patrick Rothfuss habe ich bereits zwei Bücher gelesen und war sehr gespannt auf die Geschichte rund um Bast und auch Neil Gaiman hat mich sehr interessiert. Und dann waren da Autoren, die mir völlig unbekannt waren. Ich habe teilweise noch nie etwas von ihnen gehört und erstaunlicherweise haben mir meist diese Autoren besonders gefallen. Die Geschichte von Joe Abercrombie „Harte Zeiten allerorten“ fand ich genial. Sie hat die Reise eines Päckchens mit unbekanntem Inhalt erzählt. Von einem Dieb, zum nächsten und so weiter. Der Schreibstil hat mir super gefallen und das Tempo in dieser Kurzgeschichte war genial. Über die Welt, in der ich mich dort befunden habe, hätte ich wirklich sehr gerne mehr erfahren. Ein absolutes Highlight in dieser Anthologie. Der Autor ist auf meiner „Must read“-Liste eindeutig nach oben geschossen. „Manchmal hatte es den Anschein, als würde niemand in Spiani wirklich etwas leisten. Vielmehr schienen alle nur darauf aus zu sein, jemand anderen übers Ohr zu hauen.“ (S. 31) Auch Matthew Hughes mit der Kurzgeschichte „Das Wirtshaus der sieben Segen“ hat mich positiv überrascht. Man begleitet den vom Pech verfolgten Dieb Raffalon, der ungewollt in ein sehr gefährliches Abenteuer rutscht. Hier hat mir vor allem die Idee gut gefallen und auch der Schreibstil war toll. Raffalon war mir von Anfang an sympathisch und obwohl er eigentlich der „Bösewicht“ der Geschichte ist, so gibt es doch noch jemanden, der noch böser ist und er dann doch wieder der Held geworden ist, obwohl er eben nicht der typische Mann dafür ist. Hervorheben möchte ich auch die Kurzgeschichte von Scott Lynch: „Ein Jahr und ein Tag in Theradane„. Diese Gangster-Squad, die hier durch einen betrunkenen Zwischenfall wieder zusammen kommt, um etwas zu stehlen hat schon nach wenigen Seiten etwas gestohlen: mein Herz. Jeder der Charaktere ist etwas einzigartiges und das hat nicht nur mit ihrem Umgang untereinander zu tun. Auch der Weltenaufbau trägt seinen Teil dazu bei, dass man gerade diese Menschen bzw. Wesen ins Herz schließt. Der Humor in der Kurzgeschichte ist außerdem unbezahlbar. Es hat einfach Spaß gemacht zu erleben, wie die Gangster versuchen eine schier unlösbare Aufgabe zu erfüllen, um mit dem Leben davon zu kommen. „Das Strafparlament ist drauf und dran, seine eigene Stadt zu zerstören, Boss […] Wie viel unsicherer kann es da schon werden? Und um ehrlich zu sein, finde ich, dass zweieinhalb gesetzestreue Jahre genug sind.“ (S. 357) Doch es gibt nicht nur Geschichten, die mich in Begeisterungsstürme versetzt haben. Vor allem Gillian Flynn hat mich mit ihrer Geschichte „Die unheimlichen Geschehnisse in Carterhook-Manor“ eher enttäuscht. Ich hatte mir sehr viel mehr Spannung erwartet. Sie hat zwar ihre Psychospielchen, denen aus Gone Girl nicht unähnlich, mit eingebracht, allerdings habe ich mir etwas in der Art recht schnell denken können und es war dann eher langweilig und für mich nicht unbedingt glaubwürdig erzählt. Die Geschichte „Mit Pauken und Trompeten“ von Bradley Denton war mir auch etwas zu langweilig und unspektakulär. Ich muss zugeben, dass ich vor allem die Fantasy / High Fantasy Kurzromane mochte und die, die in unserer Welt spielen, nicht so unterhaltsam gefunden habe. Das mag auf der einen Seite vielleicht mit meinen Erwartungen einher gegangen sein, dass ich dachte, es wären nur Fantasy Geschichten, auf der anderen Seite haben die Autoren einfach nicht diesen richtigen Bösewicht Faktor herausgearbeitet. Für mich waren das nette Geschichten, die ich aber sofort wieder vergessen habe und bei denen ich froh war, wenn endlich eine neue Kurzgeschichte begonnen hat. So war es auch bei der Erzählung von Bradley Denton. Ich fand die Handlung vom ersten Moment an eher unrealistisch und überzogen. Das war eindeutig nichts für mich. Dafür haben es die letzten drei Geschichten absolut herausgehauen. „Jetzt im Kino“ von Connie Willis, „Der Blitzbaum“ von Patrick Rothfuss und, wie kann es anders sein, „Der Bruder des Königs“ von George R. R. Martin haben mir allesamt super gefallen. Zwei High Fantasy Erzählungen und eine Sci-Fi Kurzgeschichte, die mich alle drei komplett überzeugen konnten. Unterschiedlicher könnte der Schreibstil und die Art, der Erzählungen wohl nicht sein und doch hat jede Geschichte mich für sich einnehmen können. Es ist George R. R. Martin und Gardner Dozois gelungen, eine bunte Mischung an Autoren und Geschichten zusammen zu tragen, die sich alle zusammen wirklich wunderbar sehen lassen können. Ich hatten großen Spaß dabei, die Kurzgeschichten alle zu entdecken und auch die Autoren, die an dem Buch mitgewirkt haben. Die erste Anthologie der beiden, werde ich definitiv bald lesen. Fazit Ich bin wirklich froh, dass ich auf diese Anthologie gestoßen bin und so viele Autoren kennen lernen konnte. Auch wenn nicht jede Geschichte mich von sich überzeugen konnte, so war es doch eine tolle Erfahrung immer und immer wieder neue Charaktere kennen zu lernen und in die verschiedensten Welten eintauchen zu können. Ich habe die Geschichten alle einzeln bewertet und den Mittelwert daraus genommen, um meine Wertung so deutlich wie möglich zu machen. 3,5 Sterne spiegelt wirklich perfekt wider, wie gut mir diese Geschichtensammlung gefallen hat. Eine Empfehlung für alle, die ein Herz für Halunken und Schurken wie Han Solo haben. Herzlichen Dank an den Penhaligon Verlag für das Rezensionsexemplar!

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  • Was wäre ein gutes Buch ohne seinen Schurken?

    Der Bruder des Königs
    Mylittlebookpalace

    Mylittlebookpalace

    18. February 2017 um 11:31

    In dem Buch " Der Bruder des Königs und 20 weitere Kurzromane " gibt es insgesamt 21 Kurzromane inklusive eine nebenstory zu Game of Thrones. In diesem Buch geht es um Schurken in allen Genres. Die 21 Autoren haben sich mit verschiedenen Schurken in verschiedenen Welten entschieden. Zum beispiel ging es einmal um eine " Hellsehrerin und einen kleinen bösen jungen " oder Dieben oder oder oder. Den was ist den bitte eine Story ohne einen richtigen Schurken gegen den der Held kämpfen muss. Eine Geschichte gewinnt doch erst ihren Reiz mit ihrem Schurken, was wäre Harry Potter den ohne Voldemord oder meinem Schatz Draco Malfoy😍❤ und was wären die Chroniken der Unterwelt ohne Valentine? Die Schurken machen doch die ganze Geschichte aus und nun haben sie endlich ein eigenes Buch bekommen geschrieben von 21 wundervollen Autoren. Über den Schreibstil kann man nicht viel sagen, weil die Autoren alle einen anderen individuellen Schreibstil haben. Aber ich kann mich nicht beklagen, sie waren alle wirklich sehr gut. Ich liebe ja allgemein Bücher mit mehreren Kurzgeschichte, weil man viel mehr Einblicke in verschiedene Welten bekommt und es einfach immer spannend bleibt, weil es einfach do. schnell tuende ist und einem gar nicht die Zeit bleibt das langweilig zu finden. Und ich liebe Schurken also ging es nochmal doppelt so schnell vorbei. Also ich bin wirklich begeistert von dem Buch und es war schon schon ein Argument mir das Buch zu holen das es eine NebenGeschichte Game of Thrones gibt. Also ich gebe volle Punktzahl und hoffe das ihr euch alle das Buch holt.

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  • Wieder einmal zeigt uns Martin, dass es sich sehr wohl lohnt verschiedenen Genres zu lesen

    Der Bruder des Königs
    nickypaula

    nickypaula

    07. January 2017 um 17:54

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Und wieder einmal haben sich George R. R. Martin und Gardner Dozois zusammengeschlossen, um uns eine Anthologie von 21 Kurzgeschichten herauszubringen, bei denen man sich nicht auf Geschichten eines Genres festlegt, sondern die sich um ein gemeinsames Thema drehen, wie es auch schon bei ihrer ersten Anthologie „Königin im Exil“ der Fall war.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Präsentiert werden uns in „Der Bruder des König“ eine Vielzahl von verschiedenen Geschichten und Welten, welche von 21 Autoren verfasst wurden und wieder einmal die verschiedensten Genres bedienen. Das übergreifende Thema des Bandes sind diesmal die Abtrünnigen, Antihelden, die Schurken und bösen in so man einer Geschichte. Die Titelgebende Geschichte ist diesmal von Goerge R. R. Martin und schließt den Roman, wie auch schon beim letzten Mal, ab. Martin hat diesmal aber auch die Einleitung des Buches geschrieben und so ziert Dozois Name diesmal lediglich das Cover. Ein paar der mitwirkenden Autoren hat man bereits in „Königin im Exil“ kennengelernt, wie Joe Abercrombie und Carrie Vaughn, die meisten jedoch haben Martin und Dozois neu hinzugezogen, wobei es sich hier wieder vor allem um größere Schriftsteller wie Neil Gaiman oder Patrick Rothfuss handelt.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Die Gestaltung ähnelt „Königin im Exil“, ist diesmal jedoch eher in Rotbrauntönen gehalten und wird wieder von Waffen, diesmal wunderschönen Dolchen, geziert. Auf mich macht es den Eindruck, als würden hinter dem Cover unzählige Diebe und Kämpfe warten, wobei das sogar auch auf die ein oder andere Geschichte zutrifft. Das Buch wird durch eine Einleitung von Martin eröffnet, sowie auch jede Kurzgeschichte kurz mit einem Abriss über den folgenden Autor gibt und man den Leser kurz auf dessen Geschichte vorbereitet.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Ich fand es wieder einmal toll in so viele verschiedene Welten abzutauchen und den verschiedensten Charaktere und Autoren zu begegnen. Von den meisten Autoren hatte ich, wie auch letztens schon, nur den Namen gehört, jedoch noch keine Geschichte gelesen. So hatte ich auch hier wieder die Möglichkeit, neue wunderbare Autoren kennenzulernen. George R. R. Martin präsentiert uns diesmal eine Geschichte aus dem Reich der Targaryen, aus der Welt von „Das Lied von Eis und Feuer“/“Game of Thrones“. Diese ist zwar nicht schlecht, sticht in der Anthologie jedoch auch nicht besonders hervor. Die erste Geschichte eröffnet den Band dafür ziemlich gelungen und stellt ein Bild für die gesamte Kurzgeschichtensammlung dar, denn hier stiehlt ein Dieb dem anderen die Ware und jeder Charakter wird auf wenigen Seiten beleuchtet, eher er den Staffelstab dem nächsten Genauer und Schurken überreicht. Sehr passend für das Buch und eine gute Einleitungsgeschichte. Es gibt auch wieder die ein oder andere Geschichte die nicht so ganz zum Thema passt, was jedoch nicht heißt, dass sie deshalb gleich schlecht ist. Natürlich sind nicht alle Storys überragend, doch für mich war so einiges dabei, wobei ich diesmal erwähnen muss, dass diesmal ein paar mehr Fantasygeschichten ihren Weg in die Sammlung gefunden haben. Ich werde nach diesem Buch auf jeden Fall endlich einmal „American Gods“ von Neil Gaiman lesen, denn er hat einfach einen wahnsinnig flüssigen und packenden Schreibstil und in diesem Band hier entführt er uns in eine Welt, die mich ein klitzekleines Bisschen an Alice im Wunderland erinnert und einem Protagonisten, bei dem sich alles um „Kleider machen Leute“ und seinen Mantel dreht. Und was ich unbedingt noch erwähnen muss, ich habe noch nie sie viele Filmtitel in einer Geschichte gehört wie in „Jetzt im Kino“ von Connie Willis und wie schwer es sein kann, in einen Film ins Kino zu kommen ;)   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wieder einmal zeigt uns Martin, dass es sich sehr wohl lohnt verschiedenen Genres zu lesen und die Grenzen vielleicht auch einmal zu sprengen. Es werden die verschiedensten großartigen Autoren vorgestellt und man wird in Geschichten aus ihren Romanen entführt, ohne dass man diese gelesen haben muss, um die Kurzgeschichten in „Der Bruder des Königs“ zu verstehen, aber es wird definitiv Lust auf Mehr gemacht. Nicht alle Geschichten sind dabei überragend, Geschmäcker sind schließlich verschieden, doch es ist für jeden etwas dabei, der nicht nu immer etwas über den glanzvollen Helden wissen will.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Jeder der Schurken und die Bösen in Geschichten liebt, sollte sich diese Anthologie einmal zu Hand nehmen und zumindest einen kurzen Blick wagen, der ein oder andere wird das Buch dann bestimmt nicht mehr weglegen können.   Simone von Nickypaulas Bücherwelt   4/5 Sternen

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  • Anthologie mit einigen Perlen!

    Der Bruder des Königs
    Sirene

    Sirene

    07. January 2017 um 17:30

    Bei diesem Buch haben wir insgesamt 21 Kurzromane von namentlich bekannten Autoren, aus den verschiedensten Genres. Dabei konzentriert sich jeder auf das Thema "Schurke". Viele der Autoren haben es gut umgesetzt und ich fange die Rezension mit den Geschichten an, die mir gefallen haben und gebe eine kurze Meinung dazu ab. Ich muss zugeben, dass ich die Geschichten, dir mir nicht gefallen haben, zum Größten Teil abgebrochen habe, aber mehr später dazu.Es gab Geschichten, die waren amüsant, die waren düster, rau oder schlichtweg faszinierend, so faszinierend, dass ich neue Autoren für mich entdeckt habe. Die Anthologie hat mich verleitet über meine Genres hinweg zu lesen und Neues zu entdecken, dabei zeigten sich viele Autoren von ihrer besten Seite.Fangen wir mit der ersten Geschichte an von Joe Abercrombie "Harte Zeiten allerorten". Die Idee hinter der Geschichte war sehr amüsant zu lesen gewesen und das Thema Schurke wurde hier vollends aufgegriffen, denn man trifft in knapp 45 Seiten die verschiedensten Schurken, die alle hinter einem Gegenstand her sind. Ein durchtriebenes Spiel und für die wenigen Seiten, einige Wendungen!Eine weitere Geschichte die ich zu "amüsant" eingeteilt habe, ist "Der Fall Petticoats" von Michael Swanwick. Gewitzt erzählt der Autor von seinen Schurken und ihrem Plan eines Verbrechens in einer Welt, die sich furchtbar interessant angehört hat und von der ich gleich mehr hören wollte. Menschen werden zombiefiziert um ihre Schulden abzuarbeiten? Können wieder zum Menschen werden? Und viele andere Fakten haben mich aufhorchen lassen. Dazu gehört auch noch, dass der Autor einen außerordentlichen Schreibstil und Sprache hat und immer diesen gewissen Humor rüberbringen konnte.Zum Punkt außerordentlicher Schreibstil und Sprache gehört auch die Kurzgeschichte "Die Goldenen Zwanziger" von Carrie Vaughn. Sie konnte sehr gut den Flair dieser Zeit rüberbringen und hat darin noch eine Fantasyerzählung verwoben mit zwei Protagonistinnen zum anhimmeln. Allein das Setting war überzeugend, eine schwer auffindbare Kneipe, das Blue Moon, wo sich allerhand Schurken rumtreiben, nicht nur menschliche.Sehr mitreißend liest sich die Fantasystory von Scott Lynch (meine erste Geschichte von ihm) "Ein Jahr und ein Tag im alten Theradane", wo Schurken gezwungen sich nach einer durchzechten Nacht aus ihrem Ruhestand zu tretten. Besonders toll fand ich die Truppe aus den verschiedensten Personen und ihre Zusammenarbeit - das Ende hat mich hoffen lassen, dass es eine Fortsetzung geben wird!Überrascht war ich von "Liebe ist..." von Daniel Abraham, die sich am Anfang etwas schwer lesen lässt, aber seine Charaktere konnten einiges für mich raushauen und ich habe ein neues Lieblingszitat gefunden. Ein sehr tiefsinniges! (Scherz.)"Liebe", murmelte Asa, "ist wie eine Taube, die auf die Menge scheißt." - "Wie das?" - "Wo sie landet, hat nichts damit zu tun, wer sie verdient hat." - S. 538Der Autor Garth Nix wird hochgelobt und "Die Fracht aus Elfenbein" zeigt auch warum. Seine Story handelt von seinem bekannten Charakteren Sir Hereward und seinem Gefährten dem Magier Mister Fitz, der in einer verzauberten Puppe steckt. Wir lernen sie während eines Auftrags kennen, der letztendlich nicht so einfach endet wie sie gedacht haben. War klar. Und hier und da sickern interessante Informationen durch, die einen dazu verlocken seine Bücher zu lesen.Inhaltlich in Ordnung und sprachlich gelungen war "Die Karawanne nach nirgendwo" von Phyllis Eisenstein. Kurz und bündig mit guten Beschreibungen wandern wir durch die Wüste und lernen seine Gefahren kennen - gerne hätte ich da mehr Tiefe gehabt und ein, zwei mehr Informationen.Zwei weitere Top Storys sind auf jeden Fall "Wie der Marquis seinen Mantel zurückbekam" von Neil Gamain, eine Kurzgeschichte zu einer Figur aus "Niemalsland" - eins meiner liebsten Bücher und "Der Blitzbaum" von Patrick Rohtfuss. Beides zwei sehr verschiedene Autoren, die es aber gut verstehen schon nach wenigen Seiten, einen an das Buch zu ketten.Die letzte Geschichte ist die von George R.R. Martin "Der Bruder des Königs", wie auch die Anthologie heißt. Nach so vielen wunderbaren Kurzgeschichten war diese einfach flach gewesen. Nett, könnte man noch sagen, aber nicht berauschend wie manch andere in diesem Band. Gefallen hat es mir, aber vielleicht wäre sie am Anfang besser gewesen und hätte nicht so einen unzufriedenen Nachgeschmack gelassen.Zu denen die mir nicht so gefallen haben, es waren nur wenige gewesen und abgesehen von "Die unheimlichen Geschehnisse in Carterhook Manor" von Gillian Flynn und "Mit Pauken und Trompeten" von Bradley Denton habe ich keine abgebrochen. Was viel für mich bedeutet, da ich selten und meistens ungern über meine Lieblingsgenres hinauslese.In der neuen Anthologie "Der Bruder des Königs" von Martin und Dozois findet jeder Leser eine Perle und eine leere Muschel. Es ist Unterhaltung für jeden geboten und auf jedenfall ein Blick wert.

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  • Eine schöne Gelegenheit, neue Autoren kennenzulernen

    Der Bruder des Königs
    Annalenae

    Annalenae

    05. January 2017 um 00:29

    Jeder liebt Helden, aber was wäre ein Held ohne Schurke? Manchmal verwischen sich die Grenzen zwischen Helden und Schurken und die sog. Helden der Geschichte sind eigentlich böse, fiese und gemeine Charaktere bzw. handeln und leben moralisch fragwürdig, wecken in uns Skepsis bezüglich ihrer wahren Absichten – und sind dabei unglaublich symphatisch. Und genau darum geht es hier. Gleich zu Beginn sei erwähnt, dass es sich bei "Der Bruder des Königs" um KEINE Fantasy-Anthologie handelt – auch wenn die Fantasy Kurzgeschichten eindeutig den Ton angeben, sind auch Thriller, Krimis, SF-Erzählungen und und und in diesem fetten Schmöcker zu finden. Hier eine Aufzählung:Joe Abercrombie - Harte Zeiten allerortenGillian Flynn - Die unheimlichen Geschehnisse in Carterhook ManorMatthew Hughes - Das Wirtshaus der sieben SegenJoe R. Lansdale - TillieMichael Swanwick - Der Fall PetticoatsDavid W. Ball - ProvenienzCarrie Vaughn - Die Goldenen ZwanzigerScott Lynch - Ein Jahr und ein Tag im alten TheradaneBradley Denton - Mit Pauken und TrompetenCherie Priest - SchwermetallDaniel Abraham - Liebe istPaul Cornell - Eine bessere Art zu sterbenSteven Saylor - Unsichtbar in TyrosGarth Nix - Die Fracht aus ElfenbeinWalter Jon Williams - Diamanten aus TequilaPhyllis Eisenstein - Die Karawane nach NirgendwoLisa Tuttle - Der seltsame Fall der toten EhefrauenNeil Gaiman - Wie die Marquis seinen Mantel zurückbekamConnie Willis - Jetzt im KinoPatrick Rothfuss - Der BlitzbaumGeorge R. R. Martin - Der Bruder des KönigsZuerst erhält man eine kleine Einführung von George R.R. Martin, in der er von Schurken in der Literatur und der Weltgeschichte berichtet und, dass sich Gut und Böse bei den besten Bösewichten gar nicht so leicht voneinander trennen lassen. Und noch bevor die 21 Kurzgeschichten beginnen, gibt es vor jeder Geschichte eine kleine Vorstellung des/r jeweiligen Autors/in, in der auch seine / ihre bisherigen Werke aufgeführt werden, was ich sehr hilfreich und ebenso informativ fand. Inhaltlich möchte ich nicht auf jede einzelne Novelle eingehen, das würde hier, in einer einzigen Rezension, den Rahmen sprengen.Die Kurzgeschichten des illustren Kreises von Autoren (bekannte wie Gillian Flynn, Scott Lynch etc.) variieren jeweils von etwas über 30 bis knapp 80 Seiten, wobei der Vorteil der ist, dass der Leser bei Nichtgefallen einer Geschichte einfach zur nächsten weiterblättern kann. Praktisch, was? Dabei ist das Überspringen von diesen und jenen Geschichten meiner Meinung nach gar nicht nötig.Eins meiner persönlichen Highlights stammt von Gillian Flynn, die “Die unheimlichen Geschehnisse in Carterhook Manor” als Spukhausgeschichte tarnt und so den Leser geschickt an der Nase herumführt, bis, nach mehrmaligem Twist (einem zwei- oder vielleicht auch drei- oder vierfachem Bluff), der eigentliche Plot des cleveren Thrillers offenbart wird.Daneben gehört auch die Kurzgeschichte "Der Blitzbaum" von Patrick Rothfuss zu meinen persönlichen Favoriten, in der wir den geheimnisvollen Bast begleiten dürfen, den der eine oder andere (mich leider ausgeschlossen) von euch aus der "Königsmörder-Chronik"-Trilogie kennen dürfte.Nun zu George R.R. Martin: Die Kurzgeschichte von George R.R. Martin, nach der auch die Anthologie benannt wurde, handelt von Daemon Targaryen und spielt in der Welt von Game of Thrones. Die Darstellung seiner früheren Lebensjahre war und ist für mich eine der schwächsten Geschichten dieser Anthologie, da sie zwar hoch informativ, aber sehr trocken dargestellt ist.Fazit:Mit so einer riesigen Sammlung an Kurzgeschichten kann man es kaum jedem Recht machen, denn eine Geschichte wird einem immer mehr oder weniger gefallen als die andere. So eine Anthologie ist eine schöne Gelegenheit, neue Autoren kennenzulernen und die habe ich auch sofort genutzt. Die "Königsmörder-Chronik"-Trilogie von Patrick Rothfuss ist direkt nach dem Lesen seiner Novelle auf meine Amazon Wunschliste gewandert.

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  • Bekannte Autoren und viel Abwechslung

    Der Bruder des Königs
    Enaria

    Enaria

    27. December 2016 um 17:58

    Das Cover besticht vor allem durch die Farbwahl und die Schriftgestaltung. Obwohl es eher unaufdringlich und dezent wirkt, so bin ich doch sofort darauf aufmerksam geworden. Mir gefällt es sehr! Im Inneren finden wir Leser dann 21 Novellen, die sich thematisch den Schurken, Betrügern, Dieben und anderen Taugenichtsen widmen. Allerdings bewegen sich zwar viele, aber nicht alle Geschichten im Fantasy-Bereich: Es ist eine wirklich bunte Mischung. Das Thema des Buchs hat mich sofort angesprochen, denn Geschichten über Schurken und Antihelden lese ich wirklich gerne. Inhaltlich möchte ich nicht auf jede einzelne Novelle eingehen, das würde hier den Rahmen sprengen. Aber so unterschiedlich wie die Autoren sind, so unterschiedlich sind auch die Kurzgeschichten. Demnach kann man mit so einer Anthologie auch nicht Jedermann begeistern: 21 unterschiedliche Schreibstile, 21 unterschiedliche Handlungsstränge, 21 unterschiedliche Welten. Dieses dicke Buch ist aber gerade dadurch besonders, denn es bietet sehr viel Abwechslung. Und dadurch lernte ich auch noch neue Autoren kennen und tauchte in Genre ein, die ich sonst eher seltene lese. Toll! Mein Favorit war "Der Blitzbaum" von Patrick Rothfuss. Hier treffen wir den geheimnisvollen Bast wieder, den wir aus der Königsmörder-Chronik kennen. Es war großartig erneut in diese Welt einzutauchen. Daneben gefiel mir auch "Ein Jahr und ein Tag im alten Theradane" von Scott Lynch sehr gut und die Bücher von Garth Nix muss ich mir auch dringend ansehen, denn "Die Fracht aus Elfenbein" hat mich auf seine weiteren Werke neugierig gemacht. Nicht so gut gefallen hat mir der Beitrag von Gillian Flynn. Von Joe Abercrombie habe ich ebenfalls mehr erwartet. Auch die Kurzgeschichte von George R.R. Martin, nach der auch die Anthologie benannt wurde, hat mich leider nicht aus den Socken gehauen. "Der Bruder des Königs" handelt von Daemon Targaryen und spielt in der Welt von Game of Thrones. Daemon qualifiziert sich für mich dabei nicht unbedingt als Schurke und die Darstellung seiner früheren Lebensjahre war eher langweilig zu lesen. Die Seiten fliegen schnell dahin, aber "Der Bruder des Königs" geht in dieser Anthologie als eine der schwächsten Geschichten unter. Fazit: "Der Bruder des Königs" ist eine Anthologie, die zwar vorwiegend Fantasygeschichten bereithält, aber auch Thriller oder Sci-Fi. Es ist eine Reise mit über 1000 Seiten und durch verschiedene Welten, die bestens dazu dient neue Autoren kennenzulernen. Wer gerne Kurzgeschichten liest und Fantasy mag, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

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  • Der Bruder des Königs

    Der Bruder des Königs
    weinlachgummi

    weinlachgummi

    20. December 2016 um 18:20

    Dies ist die zweite Kurzgeschichtensammlung, die von George R.R. Martin und Gardner Dozois herausgegeben wurde. In dem Vorgänger " Königin im Exil" ging es um starke Frauen, Kämpferin. Hier widmen sich die Autoren den Schurken. Wie Georg R.R Martin so schön in der Einleitung erklärt. Den diese machen eine Geschichte doch erst richtig interessant. Wer "Das Lied von Feuer und Eis" kennt, weiß Martin ist ein Freund der Grauen Charaktere. Es sind 21 Kurzgeschichten enthalten. Das Genre ist dabei nicht festgelegt. Die Autoren sollten einfach schreiben, was sie möchten, Hauptsache es gibt einen Schurken. Hier eine Aufzählung: Joe Abercrombie - Harte Zeiten allerorten Gillian Flynn - Die unheimlichen Geschehnisse in Carterhook Manor Matthew Hughes - Das Wirtshaus der sieben Segen Joe R. Lansdale - Tillie Michael Swanwick - Der Fall Petticoats David W. Ball - Provenienz Carrie Vaughn - Die Goldenen Zwanziger Scott Lynch - Ein Jahr und ein Tag im alten Theradane Bradley Denton - Mit Pauken und Trompeten Cherie Priest - Schwermetall Daniel Abraham - Liebe ist Paul Cornell - Eine bessere Art zu sterben Steven Saylor - Unsichtbar in Tyros Garth Nix - Die Fracht aus Elfenbein Walter Jon Williams - Diamanten aus Tequila Phyllis Eisenstein - Die Karawane nach Nirgendwo Lisa Tuttle - Der seltsame Fall der toten Ehefrauen Neil Gaiman - Wie die Marquis seinen Mantel zurückbekam Connie Willis - Jetzt im Kino Patrick Rothfuss - Der Blitzbaum George R. R. Martin - Der Bruder des Königs Genre schränken uns ein und machen uns klein. Damals wie heute bin ich der Ansicht, dass es einfach nur gute und schlechte Geschichten gibt, und auch heute noch ist das die einzige Unterscheidung in der Literatur, die für mich wirklich zählt. Seite 15 , Georg R.R Martin Mit so einer Sammlung kann man es kaum jedem Recht machen. Die eine Geschichte gefällt mehr als die andere. Nicht jeder Schreibstil und Weltenentwurf liegt einem. Doch die richtige Mischung macht es aus, und diese wurde hier getroffen. So eine Anthologie ist eine schöne Gelegenheit um neue Autoren kennenzulernen. Ich habe noch nie etwas von Neil Gaiman gelesen, was ich nun ändern werde. Weil mir seine Art zu schreiben in seiner Kurzgeschichte sehr gefallen hat. Mein Highlight war natürlich die Geschichte über Bast von Patrick Rothfuss. Wie schön es war, wieder in seine Welt einzutauchen, auch wenn es viel zu kurz war. Die Kurzgeschichte von George R. R. Martin hat es nur auf Platz zwei geschafft, trotzdem lässt sie mich wehmütig mit der Frage " Wann geht es weiter?" zurück. Fazit: Eine schöne und umfangreiche Mischung. Mein Highlight war die Geschichte von Rothfuss und von Martin selbst. Gut geeignet um neue Autoren kennenzulernen.

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