George R.R. Martin , Gardner Dozois Planetenjäger

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Inhaltsangabe zu „Planetenjäger“ von George R.R. Martin

Ramon Espejos Leben verläuft bei Weitem nicht so wie geplant. Nicht nur, dass er auf einem kaum erschlossenen Kolonieplaneten gestrandet ist. Er muss auch noch vor der Justiz in die Wildnis flüchten, weil er im Streit um eine Frau seinen Gegner getötet hat. Dort wird er von einem bislang unbekannten Alien-Volk gefangen genommen. Da entkommt ein anderer menschlicher Gefangener der Kontrolle der Aliens. Diese zwingen Ramon, den Flüchtigen für sie zu verfolgen. Er soll ihn aufhalten, bevor die Kolonie von der Existenz der Aliens erfährt. Aber vielleicht ist das auch die Gelegenheit für seine eigene Flucht?

Eine interessante Geschichte mit einer Wendung mit der ich nicht gerechnet habe :)

— Lyreen
Lyreen

ein ruhiges, Buch ohne große intergalaktische Kriege aber nichtsdestotrotz sehr spannend

— phantastische_fluchten
phantastische_fluchten

Was für ein tolles Buch voller überraschender Wendungen.

— wsnhelios
wsnhelios

Die Idee der Aliens und eine von mir ungenannte Tatsache gefallen mir recht gut. Der Rest ist dröge und einschläfernd.

— Tallianna
Tallianna

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  • Ein ruhiges aber durchaus spannendes Buch

    Planetenjäger
    phantastische_fluchten

    phantastische_fluchten

    17. September 2017 um 09:58

    Ramon Espejos wird es nie müde zu betonen, wer er ist. Mit Stolz nennt er seinen Namen, egal, ob er jemanden zusammen schlägt, ob er betrunken in einer Kneipe sitzt oder ob er mit Aliens konfrontiert wird. Er ist ein harter Hund, ein Einzelgänger, ein Überlebenskünstler, der sich nichts sagen lässt, sich von niemandem bevormunden lässt und für den Gefühle lediglich eine Ablenkung sind. Seine Beziehung zu Elena sieht er pragmatisch, bei ihr bekommt er ein Bett zum schlafen und Sex, Freunde hat er keine, er hat sie schon lange durch seine ruppige Art vertrieben. Als er in der Stadt wieder einmal über das Ziel hinausschießt und im Streit einen Menschen ersticht, macht er sich in seinem Transporter auf in die Wildnis. Als Prospektor erschließt er unbekannte Territorien und sucht nach Bodenschätzen, somit ist er die Einsamkeit der Wildnis gewohnt. Immerzu hofft er auf einen super Fund, eine Entdeckung, die ihn reich machen wird. Und er entdeckt etwas. Allerdings nicht das, was erwartet hat. Eine Alienrasse hat sich in der Wildnis vor allen Menschen und anderen Spezies verborgen und möchte auch weiterhin unentdeckt bleiben. Sie nehmen Ramon Espejos gefangen und zusammen mit dem Alien Maneck soll er einen entlaufenen Flüchtling aufspüren, damit das Geheimnis dieser fremdartigen Wesen bewahrt bleibt. Die zwei sehr unterschiedlichen Wesen müssen zusammen arbeiten, um in der Wildnis zu überleben, mögen sie noch so verschieden sein. Die Bücher von George R.R. Martin gehören nicht unbedingt zu meinen Favoriten,  seine SF Romane, die lange vor seinem GoT erschienen sind, zeichnen sich nicht unbedingt durch einen guten Schreibstil oder innovative Ideen aus. Aber Bücher, die er mit Co.-Autoren veröffentlich, wie die Asse Reihe oder jetzt dieses Buch, sind wirklich lesenswert, flüssig geschrieben und spannend. Die Selbstfindung des Ramon Espejos überzeugt von der ersten bis zur letzten Seite. In den Slums auf der Erde aufgewachsen, nimmt er die Chance wahr, auf einem fremden Planeten ein neues Leben zu beginnen. Aber der Underdog hat auch auf der neuen Welt kaum eine Chance, seine Träume zu verwirklichen. Seine Tätigkeit als Prospektor bringt ihm kaum Gewinn, das bißchen Geld, dass er einnimmt, versäuft er oder steckt es in die notwendigen Reparaturen seines alten Transporters. Seine Beziehung zu Elena ist ein stetiges auf und ab zwischen Streit und Versöhnung. Er ist ein Typ, der auch Frauen schlägt aber Elena steht ihm in nicht nach. Zwei Menschen, die einander ebenbürtig sind, eine Beziehung, die auf der Angst vor dem Alleine sein aufgebaut ist. Ramon Espejos sieht sich als harten Hund. Stets musste er in seinem Leben um alles kämpfen. Er macht keine Zugeständnisse und keine Kompromisse, er ist sein alleiniger Herr. Die Natur des neuen Planeten entspricht seinem Naturell. Hart und unbeugsam, karg. Als die Aliens ihn gefangen nehmen, ist das für diesen Mann eine wahre Tortur. Er versucht alles, um es dem Flüchtling zu ermöglichen, eine Siedlung zu erreichen und die Verfolgung zu verzögern. Den Autoren ist es sehr bildhaft und lebhaft gelungen, die Verzögerungstaktiken zu beschreiben, ich konnte mich öfters eines Schmunzelns nicht erwehren. Maneck weiß nichts über die Menschen, daher ist es für Ramon ein leichtes, den Außerirdischen zu übertölpeln. Die Rasse Manecks und die Rasse der Menschen sind sich völlig fremd, ein Verständnis und eine Annäherung scheint unmöglich. Planetenjäger entspricht nicht den Erwartungen, die man beim Betrachten des Covers hat. Es ist eine eher leise und ruhige Geschichte über die Selbstfindung eines Menschen und die Annäherung zweier Spezies. Ich habe beim Lesen des Buches an den Film Enemy Mine denken müssen. Auch dort nähern sich zwei Wesen unterschiedlicher Spezies einander an, müssen lernen, sich zu respektieren. Ramon Espejos reflektiert sein Leben und kommt zu dem Schluss, dass er etwas ändern muss. Aber wie? Gefangen in einer ewigen Spirale von Alkohol, Frust. Machogehabe und  Überlebenskampf scheint es kein entrinnen zu geben. Die Autoren haben ihren Protagonisten sehr lebhaft und glaubwürdig skizziert. Für einen Macho wie Ramon ist es nicht leicht, sich selbst zu hinterfragen. Und hier kommt kein Knalleffekt und keine unglaubwürdige Wendung, die Entwicklung schreitet langsam voran und wir sind jede Seite gespannt, wie es nun weiter geht und wie Ramon sich aus der Schlinge zieht, welche die Aliens um ihn gelegt haben. Keine Weltraumschlachten, kein erkennbares Gut oder Böse, keinerlei Ähnlichkeit mit gängigen SF Klischees, der SF Leser wird hier gefordert, sich auf eine einfache und ruhige Geschichte einzulassen. Für mich war dieses Buch mit seinen überraschenden Wendungen ein kleines Highlight des Lesejahrs 2017. Vielen wird es nicht gefallen, da es nicht der Norm entspricht aber wer gerne Joe Halderman liest, dem wird Planetenjäger sicher auch gefallen. Wer gute und innovative Fantasy mag, dem sei von Daniel Abraham die magischen Städte empfohlen, von Gardner Dozois gibt es wunderbare Kurzgeschichten, leider meist nur im Original.Mehr rezensionen findet ihr auf meinem Bloghttps://phantastische-fluchten.blogspot.de/2017/07/planetenjager-von-gardner-dozois-daniel.html

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  • Rezension zu "Planetenjäger"

    Planetenjäger
    Zsadista

    Zsadista

    25. August 2017 um 10:41

    Ramon Espejos lebt seit langem auf Sao Paulo. Einem von Menschen besiedelten Planten im irgendwo. Ramon ist kein netter Mensch, er neigt zu Wutausbrüchen und unüberlegten Taten. So ermordet er abends in der Kneipe einen Mann. Als sich heraus stellt, wer der Mann war, muss Ramon das Weite suchen. Er will für eine Zeitlang in die Wildnis flüchten. Dies sollte nicht auffallen, da er ein Prospektor ist, der für die Suche nach neuen Materialen zuständig ist. Doch auf seiner Flucht wird er Gefangener einer neuen Alienart, die bislang noch nicht bekannt ist. Von ihnen wird er gezwungen, einen anderen entlaufenen Häftling wieder einzufangen. Die Jagd beginnt … „Planetenjäger“ ist ein Science Fiction Roman aus der Feder des Autorentrios George R. R. Martin, Gardner Dozois und Daniel Abraham.Die Optik des Romans ist einfach fantastisch. Das Raumschiff über dem grünen Planeten ist einfach ein Hingucker. Die Inhaltsangabe hört sich dann auch noch sehr spannend an. Also eigentlich direkt ein Buch für mich. Leider haben weder das Cover, noch der Titel etwas mit dem Inhalt des Buches zu tun. Nach dem Ende des Buches frage ich mich immer noch, was hat das alles mit „Planetenjäger“ zu schaffen? Ich mag es schon mal gar nicht, wenn Titel und Cover nicht zum restlichen Buch passen und mir als Leser etwas anderes vermitteln. Die Story an sich fängt recht eigensinnig an. Man könnte fast glauben, man ist noch auf der Erde und es ist gar keine Science Fiction Roman. Ich fand das gar nicht mal so schlecht. Das Ganze erinnerte mich anfangs etwas an „From Dusk till Dawn“. Es fängt mit einem dreckigen Roadmovie an und endet im Horror. Da wusste ich noch nicht, wie sehr ich mich in dieser Annahme getäuscht hatte. Ramon ist also ein Typ, der dreckiger nicht sein kann. Er ist so etwas von Frauenfeindlich, so eine Figur muss man heute in Büchern wohl lange suchen, wenn man nicht gerade diese Vampir Liebesromane liest. Er ist aufbrausend, kennt wohl die komplette Liste der Schimpfwörter hoch und wieder runter, arbeitsscheu und einfach jämmerlich. Gut, damit wäre ich soweit noch klargekommen. Man muss nicht jeden Charakter in einem Buch leiden können. Der Anfang der Story lies sich dann auch noch ganz gut lesen. Was mich recht schnell wirklich stark nervte, waren die Fremdwörter, die ich nicht verstand und die auch nicht übersetzt wurden. Am Anfang ging das noch. Als dann die Aliens auftauchten, waren diese Worte ständig zu finden. Ich weiß nicht, was das soll? Ist es einem Herrn Martin und Co wirklich zu viel abverlangt, einen Anhang im Buch zu schaffen um ihre erfundenen Wörter zu erklären?Die ersten 100 Seiten habe ich mich dann wirklich noch Wort für Wort durchgequält. Zu den Fremdwörtern gesellte sich dann auch noch eine ewig lahme Story. Die ersten Seiten überblätterte ich, als ellenlang die Jagd nach etwas essbarem beschrieben wurde. Ich weiß gar nicht mehr, über wie viele Seiten das ganze ging. Um dann kurz zu schlafen und am nächsten Morgen wieder nach Essen zu suchen. Ich muss dann sagen, ich hab recht zügig auf schnelleres Lesen umgestellt und ziemlich viel des Buches einfach nur überlesen. Es gab dann bis zum Ende hin zwei drei Aha-Momente, was allerdings das gesamte Werk auch nicht wirklich besser machte. Ich bin von dem Buch einfach durchweg enttäuscht. Die paar Stellen, die mir gefallen haben, reichen wirklich nicht, mich über das Buch zu freuen. Es gibt bestimmt viele Leser, die dieses Werk als Perle des Schreibens und der besten Idee schlechthin sehen. Wenn ich wirklich alles Positive für mich aus dem Buch heraus ziehe, komme ich mit hängen und würgen und viel gutem Willen gerade mal noch auf gut gemeinte zwei Sterne. Das Buch hätte mit der Hintergrundidee wirklich gut werden können. Auch wenn der Hauptcharakter ein kaum zu ertragender, ständig nur Schimpfwörter benutzender Widerling ist. 

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  • Planetenjäger von George R.R. Martin, Gardner Dozois, Daniel Abraham

    Planetenjäger
    Lyreen

    Lyreen

    22. July 2017 um 16:21

    Das Buch bekam von mir 4 / 5 SterneBuchinfos:Titel: PlanetenjägerAutor: George R.R. Martin, Gardner Dozois, Daniel AbrahamSeiten: 352Buchart : TBVerlag: GRRM By penhaligonISBN-13: 978-3-7645-3172-0Erhältlich : 06 / 2017Alter: -Kosten : € 14,99Buchrichtung: RomanVorgängerbände: -Folgebände: -Verfilmung: -Inhalt:Ramon Espejos Leben verläuft bei Weitem nicht so wie geplant. Nicht nur, dass er auf einem kaum erschlossenen Kolonieplaneten gestrandet ist. Er muss auch noch vor der Justiz in die Wildnis flüchten, weil er im Streit um eine Frau seinen Gegner getötet hat. Dort wird er von einem bislang unbekannten Alien-Volk gefangen genommen. Da entkommt ein anderer menschlicher Gefangener der Kontrolle der Aliens. Diese zwingen Ramon, den Flüchtigen für sie zu verfolgen. Er soll ihn aufhalten, bevor die Kolonie von der Existenz der Aliens erfährt. Aber vielleicht ist das auch die Gelegenheit für seine eigene Flucht?Meine Meinung:Danke erstmal an GRRM By penhaligon für das Leseexemplar :)Das Cover war Schuld das ich mich auf das Buch beworben habe, es ist einfach der Hammer und habe mich gefreut als ich es auch bestätigt bekommen habe.Wer kennt den Autor Martin den nicht ? Der Autor den wir alle die Reihe Feuer und Eis zu verdanken haben :)Nun schreib er noch mit 2 anderen und das Buch ist ist mal was anderes.Zwar ist Ramon sehr gewöhnungsbedürftig mit seiner Art im Buch aber ok, man gewöhnt sich an ihn. Mich hat das Buch etwas an Distrikt 9 erinnert wenn ein Mensch mit einen Alien....Freundschaft schließt ;)Das Buch zieht sich die erste Hälfte und wenn man denkt hier geht es um Raumschiffe im All wird enttäuscht. Hier geht es um die Jagd um ein Geheimmiss zu bewahren und das egal wie.Was ich genial fand war ganz einfach das die Aliens auf dem Planeten schon bekannt sind, dort mit den Menschen leben. Aber die Rasse auf die Ramon trifft steckt noch in den Kinderfüssen wie die Menschen funktionieren oder was sie brauchen.Ramon muß man mögen oder hassen, er ist ein fluchender Mexikaner der glaub auch nur fluchen kann. Ich musste oft genug schmunzeln und wie gesagt nimmt das Buch in der Hälfte einen ganz anderen Zwerg auf.Das Buch hat eine tolle Schriftgröße da ich weiß das das vielen sehr wichtig ist. Es lässt sich flüssig lesen und man hat auch was zum schmunzeln ;)Pluspunkte:- Keine Tristes Raumschiffgeschichte sondern wir bleiben mit den Füßen auf dem Boden ;)- Keine Aliens die nur so durch ihr leben dümpeln- Ramon mit seiner Machoart ist nicht schlechtMinuspunkte:- Das Cover verwirrt, da es so zum Buch kaum passt.Cover:- Es ist genial aber hat mit dem Buch nichts zu tun

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  • Anders als erwartet

    Planetenjäger
    phantastische_fluchten

    phantastische_fluchten

    18. July 2017 um 19:16

    Ramon Espejos wird es nie müde zu betonen, wer er ist. Mit Stolz nennt er seinen Namen, egal, ob er jemanden zusammen schlägt, ob er betrunken in einer Kneipe sitzt oder ob er mit Aliens konfrontiert wird. Er ist ein harter Hund, ein Einzelgänger, ein Überlebenskünstler, der sich nichts sagen lässt, sich von niemandem bevormunden lässt und für den Gefühle lediglich eine Ablenkung sind. Seine Beziehung zu Elena sieht er pragmatisch, bei ihr bekommt er ein Bett zum schlafen und Sex, Freunde hat er keine, er hat sie schon lange durch seine ruppige Art vertrieben. Als er in der Stadt wieder einmal über das Ziel hinausschießt und im Streit einen Menschen ersticht, macht er sich in seinem Transporter auf in die Wildnis. Als Prospektor erschließt er unbekannte Territorien und sucht nach Bodenschätzen, somit ist er die Einsamkeit der Wildnis gewohnt. Immerzu hofft er auf einen super Fund, eine Entdeckung, die ihn reich machen wird. Und er entdeckt etwas. Allerdings nicht das, was erwartet hat. Eine Alienrasse hat sich in der Wildnis vor allen Menschen und anderen Spezies verborgen und möchte auch weiterhin unentdeckt bleiben. Sie nehmen Ramon Espejos gefangen und zusammen mit dem Alien Maneck soll er einen entlaufenen Flüchtling aufspüren, damit das Geheimnis dieser fremdartigen Wesen bewahrt bleibt.Weiter geht es hier:https://phantastische-fluchten.blogspot.de/2017/07/planetenjager-von-gardner-dozois-daniel.html

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  • Was für ein tolles Buch voller überraschender Wendungen.

    Planetenjäger
    wsnhelios

    wsnhelios

    15. July 2017 um 10:38

    Inhalt: Ramon Espejo muss auf einem kaum erschlossenen Kolonieplaneten vor der Justiz in die Wildnis flüchten, weil er im Streit um eine Frau seinen Gegner getötet hat. Dort wird er von einem bislang unbekannten Alien-Volk gefangen genommen. Da entkommt ein anderer menschlicher Gefangener der Kontrolle der Aliens. Diese zwingen Ramon, den Flüchtigen für sie zu verfolgen. Ich bin ein 100-Seiten-Leser, ich gebe also jedem Buch 100 Seiten, bevor ich entscheide, ob ich es weiterlese oder nicht. Manchmal gibt es Bücher, wie etwa damals Harry Potter, die ich somit eigentlich nicht gelesen hätte, wenn man mir nicht versichert hätte, dass es später besser wird. Sehr oft aber gibt es Bücher, wie jetzt hier Planetenjäger, die einfach mies beginnen, jedoch im letzten Moment vor Seite 100 noch so spannend werden, dass ich doch noch hängenbleibe. Und zum Glück bin ich das, denn dieses Buch hier ist wirklich sehr gut geworden. Die Atmosphäre, die Spannung, die Wendungen, das alles garantiert einfach eine tolle Lektüre. Grundsätzlich haben wir hier einen Survival- und Selbstfindungs-Trip, was beides sehr gut ausgearbeitet ist. Dazu kommt noch die tolle Interaktion mit dem Alien. Ramon wird nämlich mitgenommen, um seine Menschlichkeit zu studieren, damit man den Flüchtling effektiver verfolgen und wieder einfangen kann. Diese Diskussionen, was denn nun menschlich sei, was unnötig aber doch wichtig ist, warum der Körper gewisse Dinge macht, lesen sich einfach wunderbar und bringen einen selbst zum Nachdenken über seine eigene Menschlichkeit. Gleichzeitig wird die Spannung durch einige sehr überraschende Wendungen aufrecht erhalten. Ab dem Zeitpunkt, ab dem Ramon bei den Aliens aufwacht, habe ich das Buch regelrecht verschlungen, weil es sich einfach sehr flüssig liest. Außerdem sind die Sci-Fi-Elemente nicht überbordend, wodurch Genre-Neulinge hier keine Probleme haben werden. Fazit: Sehr zu empfehlen.>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

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  • Schimpfwörter garniert mit Monstern

    Planetenjäger
    Tallianna

    Tallianna

    14. July 2017 um 20:28

    Ramon Espejos Leben verläuft bei Weitem nicht so wie geplant. Nicht nur, dass er auf einem kaum erschlossenen Kolonieplaneten gestrandet ist. Er muss auch noch vor der Justiz in die Wildnis flüchten, weil er im Streit um eine Frau seinen Gegner getötet hat. Dort wird er von einem bislang unbekannten Alien-Volk gefangen genommen. Da entkommt ein anderer menschlicher Gefangener der Kontrolle der Aliens. Diese zwingen Ramon, den Flüchtigen für sie zu verfolgen. Er soll ihn aufhalten, bevor die Kolonie von der Existenz der Aliens erfährt. Aber vielleicht ist das auch die Gelegenheit für seine eigene Flucht? (Klappentext)Der nachfolgende Text kann Spoiler enthalten.Was sich nach einem tollen Sci-Fi Abenteuer anhört, wird nur durch das Wort „Alien“ zu Science-Fiction. Würde man die durch machthungrige bzw. verfolgte Menschen ersetzen und den Kolonieplanet durch die Erde, hätte man die gleiche Geschichte in grün oder lila. Tatsächlich fühlt man sich die meiste Zeit des Buches sehr weit entfernt von den klassischen Sci-Fi Geschichten.Mir gefällt die Idee der hier beschriebenen Alienrassen, obwohl sie immer farblos und unwirklich bleiben. Denn alles, was über ihre körperliche Erscheinungsform hinaus geht, hat in dieser Erzählung wohl einfach keinen Platz. So weiß man nie, mit was man es überhaupt zu tun hat, was vielleicht für die neue Alienart angemessen ist, aber bei den älteren müsste doch eigentlich ein wenig mehr kommen. Sonst sind die Menschen dieser Geschichte noch dümmer, als ich es mir sowieso schon ausmale.Bei der neuen Alienrasse verstehe ich zudem kein Wort von dem, was sie sagen. Wenigstens geht es dem Protagonisten genauso, daher kann ich dafür nicht wirklich etwas an der Wertung abziehen. Aber es stört den Lesefluss schon erheblich und hielt sich gerade so in Grenzen, damit ich das Lesen nicht abgebrochen habe.Damit leiten wir über so dem Protagonisten. Ich habe selten einen unsympathischeren in einem Buch angetroffen und es hätte mir wirklich Freude bereitet, ihm am Ende sterben zu sehen. Zu keinem Moment konnte ich irgendwie mit ihm Kontakt aufnehmen und meine spanischen Schimpfwörterkenntnisse haben sich dank ihm auch erweitert. Im Prinzip geht es ja nur um ihn und seinen inneren Monolog. Seine Beweggründe oder seine Geschichte interessieren mich null. Tatsächlich würde mich eher der Lebensweg des chupacabras interessieren, als Ramón.Den Schreibstil empfinde ich auch als sehr langweilig und langatmig. Tatsächlich passiert nur an einer Stelle etwas, das ein klein wenig Aufregung in mir hervorbringt und der Rest der Erzählung ist eintönig und langweilig. Da wünscht man sich fast, sie würden alle im Fluss ertrinken, damit man sich endlich spannenderen Dingen zuwenden kann.Weil mir die Idee der Aliens und eine Tatsache, die ich jedoch nicht näher benennen möchte, sehr gut gefallen, bekommt das Buch von mir noch 3 Sterne. Tatsächlich ist bis auf diese beiden Dinge das Buch ansonsten eher dröge und langweilig und ich bin froh, es vom Stapel zu haben.

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