Planetenwanderer

von George R.R. Martin 
4,0 Sterne bei80 Bewertungen
Planetenwanderer
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Wunderbare Science-Fiction-Lektüre

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Der dritte Teil war nicht vonnöten aber der Erste Teil war der absolute Wahnsinn!

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Inhaltsangabe zu "Planetenwanderer"

Ökoingenieur Haviland Tuf steht vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe: Die Rettung der Menschheit

Die Menschheit hat sich in den unendlichen Weiten des Weltalls ausgebreitet. Überall sind neue Siedlungen entstanden, und jede Welt birgt neue Gefahren. Als der interplanetarische Händler Haviland Tuf eines der letzten Saatschiffe der Erde erwirbt, beginnt seine Odyssee quer durch den Weltraum. Eine Odyssee, auf der er vom einfachen Händler zum gefeierten Retter der Menschheit wird …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453317567
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.09.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.06.2013 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Niggls_vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbare Science-Fiction-Lektüre
    Wunderbare Science-Fiction-Lektüre

    Martin übt deutliche Kritik an dem Gotteskomplex der Menschheit und verpackt viele fantasievolle Orte und Wesen in eine packende Geschichte. Lesenswert!

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    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor 2 Jahren
    Lesenwert mit etwas schwachem Ende

    Prolog: Ein ferner Planet wird immer wieder von einem „Seuchenstern“ heimgesucht und es brechen die schlimmsten Seuchen aus. Das hebt die Spannung.

     

    Die Geschichte handelt von Haviland Tuf, einem kleiner Händler mit einem kleinen Raumschiff, der von eine Gruppe von Forschern, Abenteuern und Söldnern angeheuert wird, den Seuchenstern zu suchen, denn diese Gruppe vermutet ein Geheimnis hinter dem Seuchenstern und glaubt, dass es sich um ein geheimnisvolles  Schiff mit unglaublicher Technik handelt. Sie finden das Schiff tatsächlich und stellen fest, dass es sich um ein uraltes, von seiner Mannschaft verlassenes  Saatschiff handelt. Wer dieses Schiff beherrscht, besitzt Macht. Und jeder dieser Gruppe will das Schiff für sich selbst und ein Kampf jeder gegen jeden bricht aus. Einer nach dem anderen geht dabei drauf und am Ende ist Haviland Tuf Kapitän und Besitzer des Schiffes.

     

    Haviland Tuf ist humorlos, sehr clever und ein Katzenliebhaber, der fest daran glaubt, seine Katzen seien telepathisch veranlagt. Er gibt seinen Job als Händler auf und wird zum – Weltenretter.

     

    Er sucht Planeten auf, deren Bevölkerung  in absehbarer Zeit auf  eine ökologische Krise zusteuert, die den Planeten entvölkern könnte. Mit seinem Schiff und dessen unglaublichen Möglichkeiten und Biotechnologie gelingt es Tuf, den Bewohnern zu helfen, bzw. Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

     

    Hier möchte ich bemerken, dass die folgenden Abenteuer des Protagonisten Haviland Tuf aus einzelnen bereits existierenden Geschichten von Martin zusammen gestellt sind. Doch es stört weiter nicht. Auch wenn es zwischendurch keine zusammenhängende Geschichte ist.

     

    Am Ende trifft er sich wieder mit Tolly Mune aus der ersten Geschichte. Mal ist sie Freund, dann wieder Feind und hat einen schillernden Charakter, der einen auch zum Schmunzeln anregt.

     

    Das Ende ist leider ein bisschen schwülstig, da sich Haviland als „göttlich“  oder „allmächtig“ bezeichnet und sich auch so benimmt.

     

    Aber alles in allem ein lesenswertes Buch, dass sich durch die Zusammenführung von Einzelgeschichten abseits der üblichen Genres stellt und wie von George R. R. Martin nicht anders zu erwarten eine geniale Geschichte bietet.

     

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    J-Kopfvor 3 Jahren
    Eine Geschichte über Recht und göttliche Macht.

    Wie von Martin gewohnt, ist diese Geschichte gut geschrieben und näher an der Realität als es manchen Menschen wahrscheinlich lieb ist.

    Das Buch hat mich sehr beeindruckt. George RR Martin hat mit Haviland Tuf eine Persönlichkeit erschaffen, die eine eigene Autorität darstellt. Tuf hält sich immer an die Regeln, ist immer ehrlich, fordert dies allerdings auch ein und setzt (sein) Recht mit aller Gewalt durch.

    Als ehrlicher Händler, kommt Haviland Tuf in den Besitz des mächtigsten Schiffs des Universums. Einem Saatschiff, das mithilfe von Gendatenbanken in der Lage ist, Seuchen über Planeten zu erschaffen, oder aber zum Terraforming genutzt werden kann.

    So entschließt sich Haviland Tuf zu einem ökologischen Ingenieur zu werden und setzt seine strategisches Geschick ein, um die Geschicke von Welten zu lenken, sein Schiff zu verteidigen und unkorrumpierbar zu bleiben.

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    nosadfountainsvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sensation, nur sieben namentlich genannte Personen sterben -
    So, er kann also nicht nur Fantasy, sondern auch SciFi, und diesmal sogar ohne unnötige Brutalität !

    Eine geheime Forschungsmission zu einem uralten Weltraumschiff, einer biologischen Arche zur ultimativen Kriegsführung gebaut, steht auf dem Programm.
    Nach einer Reihe von tragischen Unglücken und geplanten Morden nimmt der als einziger übriggebliebene, etwas gutgläubige Katzenonkel Tuf das Schiff in Besitz. Anstatt einfach ein paar Planeten zu erobern versucht er ihnen zu helfen.

    George R.R. Martin zeigt hier seine humorvolle, weniger brutale Seite. Natürlich geht es nicht ganz ohne Tote, aber liebevolle Katzenbeschreibungen und Puddingwesen als überragende Intelligenz sind doch wirklich niedlich.

    Ansonsten ist die Handlung wirklich mal stringent, leicht zu folgen und leicht zu verdauen, aber wirklich gut. Ein bisschen Kritik an gut gemeinter Hilfe, die nur leider oft das Gegenteil von gut gemachter Hilfe ist, und ein brillianter Erzählstil. Man weiß, dass der Autor richtig richtig gut schreiben kann, und das tut er auch. Das er im SciFi - Bereich ebenso zuhause ist wie im Fantasy-Bereich ist mit diesem Werk bewiesen.
     Tatsächlich kommt Martin auch aus dem SciFi-Bereich, und man erkennt bei dieser Geschichte auch warum.


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    Nyos avatar
    Nyovor 3 Jahren
    Tuf mit Sodom und Gomorra

    Ökoingenieur Haviland Tuf steht vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe: Die Rettung der Menschheit Die Menschheit hat sich in den unendlichen Weiten des Weltalls ausgebreitet. Überall sind neue Siedlungen entstanden, und jede Welt birgt neue Gefahren. Als der interplanetarische Händler Haviland Tuf eines der letzten Saatgutschiffe der Erde erwirbt, beginnt seine Odyssee quer durch den Weltraum. Eine Odyssee, auf der Haviland Tuf vom einfachen Händler zum gefeierten Retter der Menschheit wird. Denn sein Schiff, die Arche, birgt in seiner Gen-Datenbank den Schlüssel, mit dem sich alle Probleme lösen ließen - oder der die Menschheit vernichten kann …

    Das Buch ist mit dem typischen Schreibstil von George R. R. Martin gesegnet und ich liebe es. Ich habe es mehr verschlungen als das Lied von Eis und Feuer und Tuf ist ein sehr eigenartiger Charakter. Zu Beginn konnte ich mit Tuf nicht ganz so warm werden, doch das legte sich mit der Zeit und mochte ihn und seine Katzen.

    Ein paar Klischees sind vorhanden, doch werden auch mal zu mal total umgeworfen.
    Tuf hat auch einen trockenen Humor und jeder der ihn mag wird schmunzeln.
    Das geniale an diesem Buch ist auch, dass es einfach Zeitlos ist. Es ist nicht das neuste Buch und dennoch merkt man es ihm nicht an.

    Jeder sollte über den klischeehaften Anfang hinwegsehen, denn danach wird eine überraschende Wendung nach der Anderen geben.

    Das Buch ist für jeden Sci-Fi Fan der mal etwas anderes lesen will. Denn Martin bringt auch politische und wirtschaftliche Aspekte auf, die nicht langweilig sind. Mit seiner Liebe zu Essen verpackt er alles gut zusammen und hat daraus ein wirklich gutes Buch gemacht.

    Doch das Ende war sehr hart und ich hoffe auf eine Fortsetzung. 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: es ist mein 1tes Buch von G.R.R.M.. Ich fine es sehr gelungen! Vor allem Tuf's Scharfsinn, Logik und der Interaktion mit den anderen Char...
    das 1te Buch von George R. R. Martin

    ...und es hat mir super gefallen. Schon nach ca. 25 Seiten war ich gefesselt. UNGLAUBLICH.
    Mir persönlich hat es - Haviland Tuf & Tolly Mune angetan. Mir gefällt, Tuf's Interaktion mit Ihr und den anderen Völkern, die Politische Ebene ebenso wie sein und Ihr Scharfsinn und Ihre dennoch so große Loyalität. Schade finde ich, das der Humor der Anfangs sehr präsent war mit der Zeit auf den Punkt 0 absank. Jedoch hat dies, das Buch keineswegs schlechter gemacht. Trotz des hohen Alters des Buches (Erscheinung) merkt man das dem Buch kaum an. Ich finde es ist relativ Zeitlos geschrieben und man merkt es nur an ganz wenigen stellen das, dass Buch älterer Natur ist.

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    LuckyStarrs avatar
    LuckyStarrvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Viel kurzweiliger geht nicht!
    Cooler Typ!

    Ich halte mich hier kurz: mir gefielen nur schon die Raumschiffe auf dem Cover, eigentlich war es der Grund für den Kauf des Buches. Beim ersten anlesen dachte ich zuerst, ich sei in einem schlecht geschriebenen Film gelandet. Nach fünf Seiten das genaue Gegenteil: wie Martin die Szenerien beschreibt, wie er dem Protagonisten Leben einhaucht ist einfach der Hit!

     

    Für SciFi Leser die mal etwas anderes suchen: hier wirst du fündig!

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach genial, wie George Martin in seinem fiktiven Zukunftsszenario die weltlichen Probleme mit Tiefgang und Humor auf den Punkt bringt
    Wieder mal sehr genial Realität und Fiktion verbunden!

    "Macht korrumpiert, heißt es, und absolute Macht korrumpiert absolut." S. 229

    Klappentext

    Die Menschheit hat sich in den unendlichen Weiten des Weltalls ausgebreitet. Überall sind neue Siedlungen entstanden, und jede Welt birgt neue Gefahren. Als der interplanetarische Händler Haviland Tuf eines der letzten Saatschiffe der Erde erwirbt, beginnt seine Odyssee quer durch den Weltraum. Eine Odyssee, auf der Haviland Tuf vom einfachen Händler zum gefeierten Retter der Menschheit wird …

    Zum Inhalt

    Die Anthropologin Celise Waan und der Ex-Soldat und Militärhistoriker Jefri Löw haben sich für ihre Mission den verschlagenen Kaj Nevis, die Söldnerin Rica und den Cybertech Anittas ins Boot geholt. Die Legende um die schon seit Jahrhunderten zerstörten Saatgutschiffe des Ökologischen Ingenieur Korps, kurz ÖIK, könnte wieder zum Leben erweckt werden. Ihre Nachforschungen haben ergeben, dass so ein Schiff tatsächlich noch existieren könnte und auf ihm befindlich ein unbezahlbarer Schatz an genetischer Biomasse tausender Planeten, die ihnen alle Macht und Geld des Weltraums zu Füßen legen würde.
    Um das ganze im Geheimen auszukundschaften, wenden sie sich an den unbedarften Händler Haviland Tuf. Mit seinem bescheidenen Handelskreuzer bringt er sie tatsächlich zu diesem verlassenen Schlachtschiff; doch jeder von ihnen ist sich selbst der nächste und sie haben nicht mit den festen Grundsätzen eines Haviland Tuf gerechnet, der in stoischer Gelassenheit alles dafür tut, um seine Prinzipien durchzusetzen.

    Meine Meinung

    Ich hab schon länger nichts mehr aus dem Genre gelesen, also hat es ein paar Seiten gedauert, bis ich mich wieder mit Plasmakanonen, Druckanzügen und Cyborgs vertraut gemacht habe. Trotzdem war ich recht schnell in der Geschichte drin. Am Anfang war ich etwas irritiert, weil ich überhaupt nicht wusste, wohin das ganze führen soll. Die Mission zu dem Schlachtschiff entwickelte sich zu einem typischen Weltraumabenteuer, das dann aber eine sehr überraschende Wende genommen hat. Die Berufung, zu der sich Haviland Tuf verpflichtet fühlt, nimmt überirdische Formen an und ich war total fasziniert, welche Ideen George Martin hier wieder so lakonisch verarbeitet hat.

    Erzählt wird aus der auktorialen Perspektive, die perfekt zur Handlung passt, da man nie zu 100% hinter die Kulissen der Protagonisten schauen kann. Das war gerade bei der Figur des Haviland Tuf ein genialer Zug, denn ich habe ihn trotzdem überaus gut kennen- und schätzen gelernt.
    Mit seinem Handelsschiff "Füllhorn der Exzellenten Güter und Niedrigen Preise" ist er ein eher unscheinbares Mitglied der Handelsflotte in den Weiten des Alls und dieser Umstand beschert ihm ein geradezu massloses Geschenk, das er weise zu gebrauchen versteht.
    Haviland Tuf ist mit nichts aus der Ruhe zu bringen. Dass er etwas gestelzt redet - und das mit der Naivität und Bodenständigkeit eines gerechtigkeitssuchenden Bürgers - macht ihn extrem sympathisch und ich musste sehr oft über den hintergründigen Humor schmunzeln, den der Autor hier so gekonnt zwischen den Zeilen versteckt hat. Tuf wird dadurch oft unterschätzt bzw. falsch eingeschätzt und jeder, der es mit ihm zu tun bekommt, erlebt ein, nein, nicht böses Erwachen, sondern eher eine Erleuchtung, die ihm nichtsdestotrotz ohne Rücksicht aufgezwungen wird ;)
    Tuf hat seine ganz eigene strategische Art, um an Probleme heranzugehen. Gundehrlich hält er sich an das, was er sagt, egal mit welchen Konsequenzen. Er weiß genau einzuschätzen, was möglich ist und wann der Moment kommt, aufzugeben - obwohl das selten eine Option für ihn ist. Sehr genial fand ich auch seine beiden Katzen Sodom und Pilzchen, die ihm bei seinen Reisen nicht von der Seite weichen. Ja, Katzen spielen hier eine sehr wichtige Rolle!

    Haviland Tuf ist auf einer Mission, die Menschheit zu retten - und zwar vor den Menschen selbst. In wenigen "Beispielen" hat es George R. R. Martin geschafft, einige Grundsätze unserer Zivilisation in Frage zu stellen, ohne großartig mit dem Finger darauf zu zeigen. So viele Ideen und Inspirationen sind hier auf engstem Raum zusammengepackt und er beschreibt die vielen Welten mit einer bildhaften und präzisen Art, die mich sehr begeistert hat. Wunderschön formuliert, teilweise verwinkelt und tiefsinnig liest es sich trotzdem flüssig und hat mich total in den Bann gezogen. Die Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, die Entwicklungen der Gesellschaft und wie man die Probleme zu bekämpfen sucht ... da ist ihm hier wirklich ein Geniestreich gelungen! Alles eingebettet in die teils schon banal wirkende, unerschütterliche Vision des Handlungsreisenden.

    Witzig war natürlich auch der Bezug zur Bibel schon allein durch die Kapitelnamen, dem Saatschiff namens Arche, auf dem sich ja unzählige pflanzliche und tierische Arten befinden und natürlich die Handlung, wenn man etwas weiter hinter die Fassade blickt.
    Haviland Tuf entwickelt sich hier in seiner Eigenschaft als Öko-Ingenieur zu einer Art Weltenschöpfer und bleibt aber gleichzeitig auch das, was er immer war: ein Händler.

    Fazit

    Einfach genial, wie George Martin in seinem fiktiven Zukunftsszenario die weltlichen Probleme mit Tiefgang und Humor auf den Punkt bringt. Absolut empfehlenswert!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    Der-Lesefuchss avatar
    Der-Lesefuchsvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Mir gefiel die Art von verstecktem Humor und wie der Autor gut zu lesende Unterhaltung mit nachdenklich machenden Vorfällen mischt.
    Macht nachdenklich...

    Kurzbeschreibung:
    Ökoingenieur Haviland Tuf steht vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe: Die Rettung der Menschheit

    Die Menschheit hat sich in den unendlichen Weiten des Weltalls ausgebreitet. Überall sind neue Siedlungen entstanden, und jede Welt birgt neue Gefahren. Als der interplanetarische Händler Haviland Tuf eines der letzten Saatgutschiffe der Erde erwirbt, beginnt seine Odyssee quer durch den Weltraum. Eine Odyssee, auf der Haviland Tuf vom einfachen Händler zum gefeierten Retter der Menschheit wird. Denn sein Schiff, die Arche, birgt in seiner Gen-Datenbank den Schlüssel, mit dem sich alle Probleme lösen ließen - oder der die Menschheit vernichten kann … 

    Meinung/Handlung:
    Dem wenig erfolgreichen und naive Händler zwischen den Planeten Haviland Tuf fällt durch Zufall ein uraltes, aber mächtiges Sternenschiff des seit mehr als eintausend Jahren nicht mehr existierenden ökologischen Imperiumskorps in die Hände. Dieses Schiff umkreist unbemannt einen vielfach vergessenen Planeten. Im Bauch dieses Schiffes lagern unzähliche Proben von Tieren, Pflanzen, Bakterien und Viren und noch vieles mehr. Gleichzeitig bietet das Schiff auch eine unendlich große Wissensdatenbank über alle diese Proben und Exemplare. Mit dem Schiff ist es möglich die lagernden Proben etc. zu klonen und zu Mutationen zu züchten.

    Haviland Tuf macht es sich daraufhin zur Aufgabe, verschiedene Planeten anzufliegen und dort seine Hilfe gegen eine Entlohnung anzubieten, der jeder Planet verfügt über das eine oder andere Problem, das gelöst werden soll. Speziell ein Planet, S'uthlam ist im Laufe des Buches immer wieder Anlaufpunkt seiner Reisen. Dieser überbevölkerte und nach Ressourcen lechzende Planet steht vor dem Abgrund, da die Population aus religiösen und ethischen Gründen nicht eingedämmt werden darf, gleichzeitig eine Ressourcen mehr zur Verfügung stehen um die Population vor Hungersnöten zu bewahren.

    Bereits zu Beginn des Buches war ich gefangen. George R.R. Martin macht hier auf seine ganz eigene Art und Weise darauf aufmerksam, dass jeder mit eigenen Problemen zu kämpfen hat und dabei auch gerne Hilfe annimmt (sofern diese Hilfe dem eigenen Vorteil genügen). Havilland Tuf scheint in dem Buch ein wenig naiv und wird von den Verantwortlichen auf den Planeten, die er bereist stets unterschätzt und belächelt. Nach einer längeren Studie der Herausforderungen auf dem Planeten kann er aber immer einen Plan zur Lösung des Problems präsentieren.
    Irgendwo sagt die Verantwortliche Tolly Mune vom Planeten S'uthlam, dass "absolute Macht absolut korrumpiert). Diese absolute Macht hat Haviland Tuf mit dem Saatschiff - aber trotzdem glaubt man ihm, dass er nur helfen will, und immer wohlüberlegte Lösungen anbietet. Leider werden diese von den Planeten aus meist selbstsüchtigen Gründen nicht akzeptiert bzw. umgesetzt, da sie den eigenen Bestrebungen zuwider laufen.
     
    Fazit:Mir gefiel die Art von verstecktem Humor und wie er gut zu lesende Unterhaltung mit nachdenklich machenden Vorfällen mischt. Das Buch ist aus meiner Sicht perfekt für alle geeignet, die Weltraumabenteuer wollen, sich hierzu aber nicht in die technischen Belange eines Star Trek oder Star Wars hineinarbeiten möchten. Die wenig komplizierte Sprache und er flüssige Schreibstil helfen dabei. Von mir volle 4,5 von amx. 5 Sternen - bin begeistert!

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    Egerlaenders avatar
    Egerlaendervor 4 Jahren
    Unterhaltsam und Humorvoll

    Einige Leser werden Martin hauptsächlich mit dem Fantasy-Zyklus "Ein Lied von Eis und Feuer" in Verbindung bringen. Doch der Autor hat etliche Science-Fiction und einige Horrorgeschichten sowie Romane veröffentlicht.
    Und zusammen mit anderen Autoren schreibt er an der Serie "Wild Cards", ein Mix aus SF, Horror und Comic, welche zumindest in Amerika sehr erfolgreich ist. Bei uns wurde diese Serie leider nach kurzer Zeit wieder eingestellt.
    Bei dem vorliegende Episodenroman "Planetenwanderer" handelt sich um eine Sammlung von SF Geschichten über den sympathischen Protagonisten Haviland Tuf.
    Dieser Haviland Tuf ist eher ein Einzelgänger, sehr intelligent und mit trockenen Witz ausgestattet. Seine Familie sind einige Katzen, die er sehr liebt und so ist es nicht verwunderlich das diese Katzen nicht einfach nur Schiffszubehör sind.
    In seinen Schiff reist er durchs Universum und muss sich mit Problemen wie Überbevölkerung, Seeungeheuer, grausamen Tier-Kämpfen oder religiösen Fanatikern auseinander setzen. Das Schiff, eine Erfindung der alten Erde, ist High-Tech vom feinsten. Es ist ausgestattet mit überlegener Waffentechnik, aber auch mit Millionen von Zellproben, so das Genmanipulation oder Klonen kein Problem darstellen. Haviland ist sich dessen bewusst, das diese mächtige Technik nicht in falsche Hände geraten darf. Und so muss er die Schurken, die es auf sein Schiff abgesehen haben, immer wieder austricksen.

    Die hier enthaltenen Geschichten Der Seuchenstern, Brot und Fische, Wächter, Die zweite Speisung, Bestien für Norn, Nennt Ihn Moses und Manna vom Himmel wurden alle irgendwann schon einmal in verschiedenen Anthologien veröffentlicht, einige z.B in den Alien Contact Büchern. Doch der Bekanntheitsgrad dürfte sich sehr in Grenzen halten, was sich mit dieser Ausgabe hoffentlich ändert. Einige der Geschichten wurden neu übersetzt, die aus den Alien Contact Büchern wurden unverändert übernommen.

    Fazit: Die Geschichten sind spannend und amüsant geschrieben und bieten beste SF Unterhaltung und sind nicht nur Science-Fiction Fans und Katzenliebhabern zu empfehlen.
    Eine optisch ansprechende Aufmachung rundet diese gelungene Veröffentlichung ab.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Buchraettins avatar
    Achtung es gibt ihr KEINE Bücher zu gewinnen, wer mitlesen möchte muss sich das Buch selbst besorgen. Wir wollen das im Rahmen einer SF Leserunde lesen. Wer möchte kann gern mitmachen.
    Leserundenbeginn: 14. 2. 2014
    Ajanas avatar
    Letzter Beitrag von  Ajanavor 5 Jahren
    Das wäre doch mal was ;)
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