George Sand

 3.8 Sterne bei 86 Bewertungen
Autorin von Ein Winter auf Mallorca, Indiana und weiteren Büchern.

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George SandEin Winter auf Mallorca
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Ein Winter auf Mallorca
Ein Winter auf Mallorca
 (27)
Erschienen am 31.03.2017
George SandDie kleine Fadette
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Die kleine Fadette
Die kleine Fadette
 (9)
Erschienen am 14.02.2011
George SandGeschichte meines Lebens
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Geschichte meines Lebens
Geschichte meines Lebens
 (6)
Erschienen am 08.03.2010
George SandLelia
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Lelia
Lelia
 (4)
Erschienen am 03.01.2015
George SandDie wahrhaftige Geschichte des kleinen Gribouille
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Die wahrhaftige Geschichte des kleinen Gribouille
George SandJeanne
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Jeanne
Jeanne
 (2)
Erschienen am 01.08.1993
George SandLélia
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Lélia
Lélia
 (3)
George SandDie EU und hre Ahnen im Spiegel historischer Quellen, Sechste Reihe, Bd. 5, Quellenedition Consuelo I, George Sand
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Die EU und hre Ahnen im Spiegel historischer Quellen, Sechste Reihe, Bd. 5, Quellenedition Consuelo I, George Sand

Neue Rezensionen zu George Sand

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Rezension zu "Ein Winter auf Mallorca" von George Sand

Ein Urlaub mit Hindernissen
Buchgespenstvor 3 Jahren

Im Oktober 1838 entschließt sich George Sand mit ihrem kranken Sohn und ihrem Geliebten Fréderic Chopin den Winter auf Mallorca zu verbringen. Mallorca – spanische Kolonie und gerade erst in den Kinderschuhen des ersten Tourismus. Die Bevölkerung hat eine ganz eigene Lebenseinstellung, ist erzkatholisch und kann mit der freigeistigen und unkonventionellen Französin nicht viel anfangen. So wird der geplante Erholungsurlaub zu einer Achterbahnfahrt von Widrigkeiten, Albträumen und dann wieder wundervollen Erlebnissen.

George Sands Reisebericht spiegelt eine Zeit, die wir uns heute kaum noch vorstellen können. Mallorca war noch kein knalliges Ferienparadies, sondern gerade erst erschlossen. George Sand war schon für das moderne Europa eine freizügige Persönlichkeit; für die katholischen, weltfremden Mallorquiner ist sie eine verdorbene Frau, mit der niemand etwas zu tun haben will. Ihr kranker Sohn und der kranke Geliebte sind eine Strafe Gottes, die jeden treffen wird, der es wagt ihnen zu helfen. Das Buch ist geprägt von Zeitgeist und natürlich den vielen negativen Erlebnissen, die George Sand hatte. Dass die Insel allerdings auch zauberhafte Seiten hat, unterschlägt Sand nicht.

Wer einen Einblick in George Sands Leben und ihre Beziehung zu Chopin gewinnen will, ist mit diesem Buch schlecht beraten. Es ist ein Reisebericht und will auch nichts anderes sein.

Ich habe ihn gerne gelesen. Das Buch ist mit schönen Zeichnungen ausgestattet und mit Lithographien von J.B. Laurens. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und werde mich sicher noch einmal auf die Entdeckungsreise in die Anfänge einer Touristeninsel begeben.

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gsts avatar

Rezension zu "Ein Winter auf Mallorca" von George Sand

Reisebericht mit geschichtlichen Fakten
gstvor 3 Jahren

Wer träumt im angehenden Winter nicht von Sonne und Wärme? Als in der Klassiker-Leserunde „Ein Winter auf Mallorca“ von George Sand vorgeschlagen wurde, meinte ich, das sei genau das Richtige für diese Jahreszeit. Ich dachte an „Verzauberter April“ von Elizabeth von Arnim, den wir vor einem Jahr lasen und der mir gut in Erinnerung geblieben ist.

Doch das Buch von George Sand ist etwas ganz anderes: Ein mit geschichtlichen Fakten gewürzter Reisebericht aus dem Jahre 1838/1839. Damals war die Anreise auf die heutige Touristeninsel noch strapaziös und nur mit einem nicht gerade gemütlichen Schiff möglich. Allein die Vorstellung der Überfahrt lässt mich als Leser erschauern.

Auch die Mallorquiner kommen in diesem Buch alles andere als gut weg: Sie sind als hinterhältig, geschäftstüchtig und abergläubisch gebrandmarkt. Ganz im Gegensatz dazu schwärmt die Autorin von der Wärme, die 1838 bis in den Dezember anhielt und von den Tierstimmen, die nachts in der Luft lagen. „Gott, ich danke dir, dass du mir gute Augen geschenkt hast!“, begeistert sich Sand und berichtet von dem sie umgebenden Naturschauspiel.

Nachdem sie mit ihren beiden Kindern und ihrem Lebensgefährten Frédérik Chopin (den sie allerdings nur als „unser Kranker“ oder „unser Künstler“ bezeichnet) einige Wochen in Palma verbracht hatte, siedelte die Familie in ein verlassenes Kloster in Valldemosa um, wo Touristen noch heute die Kartause bewundern können.

Auf Seite 134 kann man lesen: „ ... fast jeden Abend senkte sich bei Sonnenuntergang der Nebel herab und beschleunigte den Verfall des in diesem Kessel ohnehin kurzen Tageslichts. Bis Mittag waren wir vom Schatten des großen Bergs zu Linken eingehüllt, und um drei Uhr gerieten wir in den des Bergs zur Rechten. Doch welch schöne Lichteffekte konnten wir beobachten, wenn durch Felsrisse eindringende oder zwischen den Bergkuppen sich herein stehlende schräge Strahlen dem Mittelgrund goldene und purpurne Kämme aufsteckten!“ Solch begeisterte Ausrufe werden hie und da durch humorvolle Begebenheiten untermalt.

Trotz allem war ich von diesem Buch, das für Touristen, die auf Mallorca nicht nur am Strand schmoren wollen, sicherlich informativ ist, nicht so begeistert. Manche geschichtlichen Ausführungen waren mir zu langatmig. Ich hatte mir erhofft, mehr in das Leben der 1804 in Paris geborenen gesellschaftskritischen Schriftstellerin eintauchen zu können. Doch sie hielt sich bezüglich persönlicher Angelegenheiten sehr bedeckt.

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kingofmusics avatar

Rezension zu "Ein Winter auf Mallorca" von George Sand

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!
kingofmusicvor 3 Jahren

Mallorca - Sonne, Strand, Meer, Ballermann, Jürgen Drews, Sangria aus Eimern...STOP! Zurück auf Anfang.

Mallorca - romantische Täler, Klosterruinen, die berühmte Autorinnen zu lesenswerter Prosa animieren und inspirieren...So gefällt mir das schon besser *g*. Denn lange bevor Mallorca zum selbsternannten 17. deutschen Bundesland wurde und der Verfasser dieser Zeilen vor zig Jahren zu Millionen von Urlaubern gehörte, die von der Schönheit der Insel kaum etwas mitbekommen haben, hat die französische Schriftstellerin George Sand 1838 mit ihrem Geliebten Frederic Chopin und ihren Kindern Maurice und Solange eine in weiten Teilen unangenehme Reise nach Mallorca unternommen. Die größtenteils leidvollen persönlichen Erinnerungen von George Sand daran sind der Nachwelt unter dem Titel "Ein Winter auf Mallorca" bekannt geworden und auch fast zweihundert Jahre später hat dieser Reisebericht bzw. einzelne Passagen daraus nichts von seiner "Aktualität" verloren, wie nachfolgendes Zitat eindrücklich unter Beweis stellt:

"So notwendig die Presse für die Gesamtheit unseres Denkens und Handelns ist, so abstoßend ist es, den Hader der Parteien im einzelnen zu verfolgen und zu beobachten, wie Wochen und Monate mit Beleidigungen und Drohungen vertan werden, ohne daß eine einzige Frage geklärt oder ein merklicher Fortschritt verzeichnet wäre. Und dieses Warten kommt uns um so länger vor, je eingehender man uns über alle Phasen der Debatte berichtet." (S. 65)

Mit spitzer Zunge schildert George Sand ihre Begegnungen mit der mallorquinischen, überwiegend ländlichen Bevölkerung, die ihr und ihrer Begleitung kritisch und teilweise überaus feindlich gegenüberstanden, weil weder George Sand noch Frederic Chopin noch ihre Kinder in das Weltbild der tiefgläubigen Einwohner Mallorcas passten.

Gleichzeitig aber schreibt sie mit einer solchen Intensität von phantastischen Sonnenunter- und -aufgängen, von unberührter Natur, von alten Klosterruinen, die sie zu nachdenklicher, aber wunderschöner Prosa inspirieren, lässt durch ausführlichen Bericht die Kartause von Valldemossa, in der sie nach einem kurzen Aufenthalt in Palma für den Rest ihres Aufenthaltes auf Mallorca gelebt hat, vor unserem inneren Auge entstehen und stellt sich mitunter auch augenzwinkernd selbstkritisch in Frage.

"...und ich frage mich jetzt, warum ich nicht mit zwanzig Zeilen ausdrücken konnte, was ich auf zwanzig Seiten gesagt habe." (S. 197)

Das alles und noch viel mehr - nein, hier folgt jetzt keine weitere Textzeile aus "König von Deutschland" von Rio Reiser *g* - machen dieses Buch, welches in meiner Ausgabe (dtv-klassik) mit zusätzlichen, phantastischen Lithographien von Joseph-Bonaventura Laurens und einem Abschnitt aus George Sand´s Biographie über die Reise nach Mallorca ergänzt wurde, zu einer lesens- und sehenswerten Lektüre, aus der ich bestimmt öfter einzelne Passagen, die mich besonders berührt haben, lesen werde.

Das Schlusswort überlasse ich noch einmal Frau Sand; dem folgenden Abschnitt ist nämlich nichts mehr hinzuzufügen.

"Ich habe stets vom Leben auf einer einsamen Insel geträumt, und jeder aufrichtige Mensch wird bekennen, daß er die gleiche Sehnsucht gehabt hat. Aber glaubt mir, meine Freunde, unsere Herzen sind zu liebebedürftig, als daß wir ohne einander auskommen könnten, und das Beste, was wir tun können, ist, uns gegenseitig beizustehen, denn wir sind wie Kinder von einer Brust, die sich miteinander anlegen und zanken, sich sogar verprügeln und doch untrennbar sind." (S. 248f)

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Gespräche aus der Community

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Hallorins avatar

Wir lesen Klassiker der Weltliteratur

Im November konnten wir uns nicht entscheiden und werden daher zwei Leserunden gleichzeitig abhalten.

Der Reisebericht Ein Winter auf Mallorca (Un Hiver à Majorque) der französischen Schriftstellerin George Sand entstand 1838, als Sand zusammen mit dem Komponisten Frederique Chopin und ihren Kindern 98 Tage auf der Insel verbrachte. Dies sollte eigentlich ein Erholungs- und Genesungsurlaub sein, jedoch stand die Reise unter keinem guten Stern.

Was genau passierte, können wir dann ab dem 1.11. ergründen!

Die zweite November-Leserunde ist hier zu finden:
http://www.lovelybooks.de/autor/John-Steinbeck/Fr%C3%BCchte-des-Zorns-48552136-w/leserunde/1202305561/

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Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

George Sand wurde am 02. Juli 1804 in Frankreich geboren.

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in 158 Bibliotheken

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von 5 Lesern aktuell gelesen

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