George Sand

 3.8 Sterne bei 92 Bewertungen
Autorin von Ein Winter auf Mallorca, Die kleine Fadette und weiteren Büchern.

Lebenslauf von George Sand

1804 wurde Mantine-Aurore-Lucile Dupin, die sich später George Sand nannte, in Paris geboren. Sie lebte als freie Schriftstellerin, getrennt von ihrem Mann, mit ihren Kindern auf dem ererbten Schloß Nohant und unterhielt Freundschaften mit Berühmtheiten ihrer Zeit wie Frédéric Chopin, Franz Liszt, Heinrich Heine, Honoré de Balzac und Gustave Flaubert. Sie starb 1876.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von George Sand

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Cover des Buches Ein Winter auf Mallorca (ISBN:9783730604694)

Ein Winter auf Mallorca

 (28)
Erschienen am 31.03.2017
Cover des Buches Die kleine Fadette (ISBN:9783862670833)

Die kleine Fadette

 (10)
Erschienen am 14.02.2011
Cover des Buches Geschichte meines Lebens (ISBN:9783458320135)

Geschichte meines Lebens

 (6)
Erschienen am 08.03.2010
Cover des Buches Lelia (ISBN:9781505898330)

Lelia

 (4)
Erschienen am 03.01.2015
Cover des Buches Lélia (ISBN:9783423023115)

Lélia

 (3)
Cover des Buches Jeanne (ISBN:9783423023191)

Jeanne

 (2)
Erschienen am 01.08.1993

Neue Rezensionen zu George Sand

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Rezension zu "Laura oder die Reise in den Kristall" von George Sand

Au revoir Realität, Bonjour Phantasie
aus-erlesenvor 6 Monaten

Band Neun der Schlaflosreihe ist das bisher dickste Büchlein. So viel vorweg. Das kleine Büchlein ist auch das phantasievollste dieser Reihe. George Sand, die mit Frédéric Chopin über Jahre eine Einheit bildete, vermischt in „Laura oder die Reise in den Kristall“ eindrucksvoll naturwissenschaftliche Kenntnisse und fast schon märchenhafte Phantasien.
Ein junger Mann kommt in ein Geschäft für Kristalle und Edelsteine. Durch seine Unachtsamkeit zerstört er eine Geode. Der Besitzer ist darüber nicht unerfreut, denn so kann er ihm eine Geschichte erzählen, die ihm selbst passiert ist. Oder die er glaubt selbst erlebt zu haben. Da beginnt schon der Strudel, in den der Ladenbesucher und auch der Leser gezogen werden. Denn von nun an ist nichts mehr wie es war, wie es sein soll. 
Alexis ist in seine Cousine Laura verliebt. Das arme Ding muss ohne Vater aufwachsen, der sich in den Orient verkrümelt hat. Dort ist er zu ansehnlichem Reichtum gekommen. Laura jedoch, die die Avancen ihres Cousins sehr wohl wahrnimmt, zeigt ihm die kalte Schulter. Für sie ist er ein kleiner Junge, der Hirngespinsten hinterherjagt. Im Laufe der Zeit begegnen sie sich immer wieder. Seine Zuneigung verflacht keineswegs. Ihre hingegen weicht nach und nach ihrer Skepsis. 
Im funkelnden Spiel der Kristalle verlieren sich beide und steigen hinab in eine Welt, die niemals irdisch sein kann. Im Vexierspiel der Kristalle ist Laura so wie Alexis sie sich wünscht: Die Frau, die er liebt und die seine Liebe erwidert. Doch was ist real, und was ist Phantasie? Das Liebesgeplänkel dauert nicht lang. Bis Onkel Narsias auftaucht. Ein angsteinflößender Kauz, wie Alexis findet. Aber voller Forscherdrang, der alsbald Alexis in seinen Bann zieht. Und ehe er sich versieht, steigt Alexis zusammen mit dem Onkel hinab. Hinab ins Erdreich. In eine Welt voller Kristalle…
George Sand spielt mit den Gedanken des Lesers wie einst ihr Gefährte Chopin auf dem Klavier. Die Grenzen zwischen Realität und Gedankenreich verschwimmen zusehends. Von verklärter Romantik weit entfernt liest man sich in eine Traumwelt, die erst wieder aufklart als der Erzähler seine Kladde schließt. Verwirrt, beseelt, verzaubert lässt Sand den Leser zurück, der das Gelesene erstmal sortieren muss. Wohlige Träume sind hier nicht mehr dem Reich der Phantasie zuzurechnen, sondern greifbare Wirklichkeit.

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Rezension zu "Ein Winter auf Mallorca" von George Sand

Rezension zu "Ein Winter auf Mallorca" von George Sand
abavor 7 Monaten

Mallorquinische Tortur

Es sieht so aus, als ob es immer einen Grund gegeben hat, um Mallorca zu hassen. Heutzutage – habe ich oft gehört und gelesen, das selber jedoch nicht erlebt, denn auf Mallorca war ich noch nie – sollen die deutschen Urlauber und ihr Verhalten der Grund sein, warum viele sich schwören, diese Insel niemals zu betreten. Vor 180 Jahren hingegen übten anscheinend die Mallorquiner persönlich diese "Tätigkeit", Mallorca unbeliebt zu machen.

In "Ein Winter auf Mallorca" beschreibt George Sand die Via Crucis, die sie zusammen mit ihrer Familie auf der Insel durchgemacht hat.

Nach Mallorca ging George Sand mit ihren Kindern und ihrem "Kranken". Auch wenn sie nie seinen Namen erwähnt, weiß man, dass es sich bei diesem Kranken um Frédéric Chopin handelt. Mit vielen Hoffnungen darauf, dass die Insel mit dem milden Klima ihm seine Gesundheit zurückgibt, kamen sie an, um ein neues Leben anzufangen.
Leider haben sie die Rechnung ohne die Inselbewohner gemacht. Was sie erlebt haben, haben sie als reine Tortur empfunden. Und dabei waren noch nicht mal die Deutschen dort angekommen…

In ihrem Buch erzählt Sand nicht nur über ihre eigenen Erlebnisse, sie zeichnet ein Porträt der Insel, in dem die Menschen und ihre Sitten, die typische Architektur und die wunderbare Natur ihren Auftritt haben. Und in dem die Insulaner alles andere als gut abschneiden. Als religionsfanatische Fremdenfeindliche werden sie dargestellt. Kaum ein gutes Wort verliert die Autorin über dieses Volk.

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich das Gefühl, viel über Mallorca erfahren zu haben. Natürlich frage ich mich auch, inwieweit die Mallorquiner heute noch dasselbe Volk sind, die Sand in ihrem Buch beschrieben hat. Tatsache ist aber, dass die Mallorquiner Sand wenig übel nehmen. Im Gegenteil, sie scheinen stolz über die berühmten Gäste zu sein, sie pflegen ihre Erinnerung und profitieren davon. Ihre Aufenthaltsorte stehen in jedem Reiseführer und die Häuser, in denen sie lebten, sind Museen geworden. Musikfestivals und Plätze in Palma nach Chopin genannt.

Schade, dass George Sand nicht mehr die Invasion der Deutschen auf Mallorca erlebt hat. Ich bin sicher, über diese Strafe hätte sie sich gefreut und diese als persönliche Genugtuung empfunden.

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Rezension zu "Nanon" von George Sand

Ein Blick in die Seele der Landbevölkerung während der Französischen Revolution
Yolandevor 7 Monaten

George Sand, eigentlich Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil, wurde am 1. Juli 1804 in Paris geboren. Sie verlor früh ihren Vater und wurde von ihrer Großmutter auf deren Landsitz aufgezogen. Nach dem Tod der Großmutter erbte sie diesen Besitz sowie ein Stadthaus in Paris. Sie heiratete einen mittellosen Leutnant, hatte aber schon bald mehrere Affären. Die Ehe wurde später geschieden. Ab 1831 lebte sie mit ihrem Geliebten Jules Sandeau zusammen. Gemeinsam schrieben sie den Roman "Rose et Blanche" unter dem Pseudonym J. Sands. Von diesem Pseudonym leitete Aurore ihren Künstlernamen George Sand ab, unter dem sie eigene Artikel verfasste und 1832 ihren ersten eigenen Roman "Indiana" veröffentlichte, der als skandalös betrachtet wurde. Sie begann Männerkleidung zu tragen und von sich in der maskulinen Form zu sprechen. Zu dieser Zeit gehörte George Sand zu den berühmtesten und bestbezahltesten Schriftstellerinnen Frankreichs.

Mit dem Komponisten Frédéric Chopin begann sie 1838 eine Liebesbeziehung. Über ihre gemeinsam verbrachte Zeit auf Mallorca schrieb sie ihren berühmten Reisebericht "Ein Winter auf Mallorca".
In den 1840er Jahren wandte sie sich immer mehr politischen und sozialistischen Ideen zu.
George Sand galt als "Vielschreiberin". Sie schrieb unzählige Artikel und Briefe und veröffentlichte ungefähr 180 Bände. Sie wurde gleichermaßen bewundert und verachtet. Zum Ende ihres Lebens geriet sie ein wenig in Vergessenheit.
George Sand starb am 8. Juni 1876 auf ihrem Landsitz in Nohant.
(Quelle: Wikipedia)

Inhalt:
In der französischen Provinz lernen sich zur Zeit der Revolution das Bauernmädchen Nanon und der junge Adlige Emilièn kennen. Da durch die Revolution alle Standesschranken niedergerissen werden, durchleben beide eine erstaunliche Entwicklung.

Das Buch liest sich sehr angenehm, auch wenn die Sprache manchmal ins etwas Süßliche abschweift. Es ist aus der Ich-Perspektive des zunächst ungebildeten Bauernmädchens Nanon geschrieben und beschreibt die Auswirkungen und Folgen der Französischen Revolution aus der Sicht der Landbevölkerung. Diesen Blickwinkel fand ich äußerst interessant und das machte auch den hauptsächlichen Reiz des Buches für mich aus. "Nanon" war der erste Roman der Autorin, den ich gelesen habe und es hat mir gefallen, dass sie sich darin für die Gleichbehandlung von Mann und Frau sowie die Überwindung sozialer Gegensätze stark macht.

Fazit: Auch wenn es manchmal etwas süßlich geschrieben ist, war dieses Buch für mich eine angenehme Überraschung und es hat mich neugierig auf weitere Werke der Autorin gemacht.


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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Ein Winter auf Mallorca (ISBN:undefined)

Wir lesen Klassiker der Weltliteratur

Im November konnten wir uns nicht entscheiden und werden daher zwei Leserunden gleichzeitig abhalten.

Der Reisebericht Ein Winter auf Mallorca (Un Hiver à Majorque) der französischen Schriftstellerin George Sand entstand 1838, als Sand zusammen mit dem Komponisten Frederique Chopin und ihren Kindern 98 Tage auf der Insel verbrachte. Dies sollte eigentlich ein Erholungs- und Genesungsurlaub sein, jedoch stand die Reise unter keinem guten Stern.

Was genau passierte, können wir dann ab dem 1.11. ergründen!

Die zweite November-Leserunde ist hier zu finden:
http://www.lovelybooks.de/autor/John-Steinbeck/Fr%C3%BCchte-des-Zorns-48552136-w/leserunde/1202305561/

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Zusätzliche Informationen

George Sand wurde am 02. Juli 1804 in Frankreich geboren.

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