George Steinmetz

 4.7 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von George Steinmetz

George Steinmetz ist für seine außergewöhnlichen Luftbild-Fotografie-Projekte bekannt, die er u.a. für National Geographic, die New York Times, die National Science Foundation sowie für andere führende journalistische und wissenschaftliche Organisationen durchführte. Er hat mehrere sehr erfolgreiche Bücher herausgebracht, darunter Wüsten von oben (2013) und Über New York (2015). George Steinmetz lebt mit seiner Familie in New Jersey, USA.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von George Steinmetz

Cover des Buches Human Planet (ISBN: 9783957283948)

Human Planet

 (2)
Erschienen am 08.04.2020
Cover des Buches Über New York - Das Porträt einer Stadt (ISBN: 9783868738827)

Über New York - Das Porträt einer Stadt

 (1)
Erschienen am 12.10.2015
Cover des Buches Wüsten von oben (ISBN: 9783894059651)

Wüsten von oben

 (1)
Erschienen am 27.09.2012
Cover des Buches Meer aus Sand (ISBN: 9783894057589)

Meer aus Sand

 (1)
Erschienen am 06.10.2009
Cover des Buches New York Air (ISBN: 9781419717895)

New York Air

 (1)
Erschienen am 05.10.2015
Cover des Buches The Devil's Handwriting (ISBN: 0226772438)

The Devil's Handwriting

 (1)
Erschienen am 01.11.2007
Cover des Buches Sociology and Empire (ISBN: 9780822352792)

Sociology and Empire

 (0)
Erschienen am 05.05.2013

Neue Rezensionen zu George Steinmetz

Neu

Rezension zu "Human Planet" von George Steinmetz

Herrliche Bilder, alarmierende Texte
R_Mantheyvor 6 Monaten

Für die hervorragenden Fotografien in diesem wunderschönen Bildband muss man einfach fünf Sterne vergeben. Die Texte dagegen reihen sich in die inzwischen modern gewordenen Anklageschriften gegen die ihren Planeten zerstörende Menschheit und den Kapitalismus im Besonderen ein. Da ist Wahres und Halbwahres dabei, aber auch Unfug. Und leider muss man das auch wirklich lesen, denn sonst weiß man nicht, was auf den Bildern tatsächlich gezeigt wird. Nach den Bilddaten kann man fast immer darauf warten, dass warnende Worte folgen, die Schuldgefühle oder allgemeine Bestürzung beim Betrachter auslösen sollen.

Manchmal streift diese Methode allerdings auch das Absurde. So sieht man auf den Seiten 212 und 213 eine Drohnenaufnahme der von einem Brand zerstörten kalifornischen Siedlung Coffey Park. Man erfährt, dass die Brandursache ein Kurzschluss auf einem Privatgrundstück war. Doch danach kommt sofort die UNO ins Spiel, die vermeldet, dass der Klimawandel hervorragende Bedingungen für solche Brände schaffen würde. Mich erinnert dies an eine Geschichte mit grünen Autos. Ein Radiosender hatte einem Hörer Geld versprochen, wenn er es in einem relativ kurzen Zeitraum schaffen würde, eine bestimme Anzahl grüner Autos auf den Marktplatz seiner Heimatstadt zu postieren. Seitdem bin ich immer wieder erfreut, wenn ich so ein seltenes grünes Auto sehe. Wenn man also seinen Fokus auf ein bestimmtes Objekt konzentriert, sieht man es viel deutlicher als sonst. Sucht man also die Folgen des vermuteten Klimawandels, dann wird man sie überall finden, selbst dann wenn es sich gar nicht um solche handelt.

Natürlich hat die Menschheit besonders nach dem 2. Weltkrieg den Planeten stark verändert. Und auch nicht immer zum Guten. Und sicher muss man auch davor warnen und nach Technologien suchen, die Schäden vermeiden und reparieren. Aber es gibt keinen Grund, nun ins Herbeireden einer globalen Katastrophe zu verfallen, wie das ein Teil der Intellektuellen gerne tut. Es ist auch modern, dem Kapitalismus die Schuld an jedem Elend zu geben. Schnell vergessen wird dabei, welche kolossalen Umweltschäden die angebliche Alternative zu dieser Wirtschaftsform auf ihrem Konto hatte, als sie noch real existierte.

Ein anderes Thema in den Texten dieses Buches ist die angeblich schnell zunehmende Weltbevölkerung. Übersehen wird dabei gelegentlich, dass dies vorwiegend in Afrika und den rückständigen arabischen Ländern geschieht. Selbstverständlich ist ein Bildband keine wissenschaftliche Abhandlung. Doch ungeachtet dessen kann man von einem solchen Buch auch die ganze Wahrheit einfordern. Das aber geschieht hier nicht. Vielmehr wird der Fokus ausschließlich auf das schändliche Wirken der Menschheit gerichtet. Wenn man einen solchen Fokus hat, dann findet man überall was man sucht. Ein objektives Bild bekommt man dabei jedoch nicht.

Richtet man beim Betrachten dieses Bildbandes seinen Fokus allerdings allein auf die Bilder, dann muss man dieses Buch in den höchsten Tönen loben. Vermutlich werden die meisten Betrachter auch bei den Texten zustimmend nicken. Hinterfragt man sie jedoch, dann kommen bei hinreichend vielen von ihnen Zweifel auf, ob denn die dort gemachten Behauptungen tatsächlich alle einer objektiven Überprüfung standhalten. Oder ob sie nicht ein absichtlich oder unabsichtlich verzerrtes Bild erzeugen sollen, das der Weltsicht seiner Autoren entspricht.

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Rezension zu "Human Planet" von George Steinmetz

„Macht euch die Erde Untertan“
Sikalvor 9 Monaten

Wenn man den Wissenschaftlern glauben darf, ist unser Planet derzeit in einer neuen Ära – im Anthropozän, in dem der Mensch die Erde formt und somit dieses Erscheinungsbild prägt.

 

Der Fotograf George Steinmetz zeigt mit außergewöhnlichen Luftaufnahmen wie großartig aber auch erschreckend wir unsere Erde „umgestalten“. Er fliegt zum Teil mit dem Gleitschirm, auf dem eine Kamera befestigt wird oder fotografiert mit Drohnen oder aus einem Hubschrauber. Begleitet werden die Bilder von den Texten Andrew Revkins, der es mit besonderen Worten schafft, Zusammenhänge einzufangen und einen Überblick zu geben – oft provozierend.

 

Das Buch ist in drei Teile gegliedert:

Teil 1 – Unsere dynamische Erde
Teil 2 – Macht euch dich Erde Untertan
 Teil 3 – Der Fußabdruck des Menschen

 

Man entdeckt Sanddünen, Vulkane, Bergketten, Flüsse, Meere und wird hier auf Umweltsünden aufmerksam, auch wenn die großartigen Bilder darüber hinwegtäuschen möchten. Beispielsweise findet man ein Bild mit Rauch, der in den Bäumen des Regenwaldes in Brasilien hängt. Man findet aber auch Tierfarmen oder Kohlekraftwerke – die Bilder sind trotzdem schön.

 

George Steinmetz zeigt auf die Wunden unseres Planeten, dokumentiert aber auch die Schönheiten. Im Laufe seiner Reisen hat er vor allem eines bemerkt: Die rasche Veränderung und die kaum mehr vorhandene unberührte Natur.

 

Seine Reisen führten ihn über alle Kontinente, in über 100 Länder. Mit guter Beobachtungsgabe zeigt er auf Reisfelder in China, auf Inkasiedlungen in Peru, entführt uns nach Bangladesch, nach Afrika, nach Dubai, aber auch nach New York City, nach Malé auf den Malediven oder Amsterdam oder lädt uns zum jährlichen Krebsessen in Jiangsu in China ein.

 

„Als ich mich als junger Mann nach Afrika aufmachte, wollte ich die Welt nur erforschen. Aber nachdem ich während meiner vierzigjährigen Reisetätigkeit die Veränderungen gesehen habe, die wir verursacht haben, fühle ich eine Verantwortung, dass meine Fotografien eine Botschaft überbringen. Ich habe erkannt, dass wir gegen die Grenze dessen stoßen, womit die Erde uns versorgen kann.“

 

Ich denke, es gelingt ihm hier auf eine außergewöhnliche Art und Weise, seine Botschaft zu vermitteln und empfehle das Buch gerne weiter. Jeder Fotograf wird sich über ein solch hochwertiges Geschenk freuen. 5 Sterne

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Rezension zu "Über New York - Das Porträt einer Stadt" von George Steinmetz

Ein visueller Stadtführer New Yorks (von oben gesehen)
R_Mantheyvor 5 Jahren

Wie man ein Buch für sich oder andere bewertet, hängt selbstverständlich von der eigenen Erwartungshaltung ab. Kennt man also bereits ein Buch, das New York von oben zeigt und dabei viel Wert auf die Kunst des Fotografierens legt, dann wird man jedes ähnliche Buch mit diesem vergleichen. Dagegen kann man sich nicht wehren, weil unser Gehirn so funktioniert. Ob das jedoch fair oder sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

George Steinmetz hat sich also in die Luft begeben und zeigt in diesem Bildband New York von oben. Es geht ihm (wie der deutsche Untertitel verheißt) um ein Porträt New Yorks. Wohl nicht in irgendeinem ausgedachten oder intellektuell abgehobenen Sinn, sondern ganz banal als besonderer visueller Stadtführer. Wenn man es so versteht, eignet sich dieses Buch ganz hervorragend, um New York und seine geografische Struktur sowie einzelne Objekte kennenzulernen. Es geht hier also nicht in erster Linie um ein Kunstwerk, sondern um etwas ganz Praktisches. Das soll keineswegs heißen, dass die Fotografien des Autors in irgendeinem Sinne schlecht wären. Ganz im Gegenteil. Wer New York noch nie so ausführlich und differenziert von oben gesehen hat, wird überrascht sein, was es dort alles zu entdecken gibt. Insbesondere auf den Dächern mancher Hochhäuser.

Aus meiner Sicht ging es Steinmetz also nicht um das außergewöhnliche, um das besondere Foto, das noch niemandem vor ihm gelungen war, sondern einzig um die Vorstellung New Yorks aus einer Sicht, die man als Tourist wahrscheinlich so nie sehen wird, die aber hilft, diese Stadt in ihren Achsen, in ihren Besonderheiten und Attraktionen und in ihrer ganzen Struktur zu verstehen. Die Mehrheit der Fotografien widmet sich attraktiven Objekten, also einzelnen Gebäuden, Brücken, aber auch ganzen Stadtteilen oder Siedlungsgebieten und selbst dem Umland.

Zu jedem Foto findet man eine informative Beschreibung und eine Verortung auf zwei Übersichtskarten (Manhattan im vorden Innenteil des Buchdeckels, den Rest im hinteren). Man kann also entweder von dort aus die jeweiligen Seiten aufschlagen oder aus dem Buch zurück auf die Karte sehen und dort die Seitenzahl suchen, auf der man gerade war. Auf diese Weise kann man New York einmal ganz anders kennenlernen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass besonders visuell ausgerichtete Menschen nach dem Benutzen dieses Buches einen sehr guten ersten Eindruck von New York gewinnen werden. Mehr noch, sie werden sich diese Stadt nun auch punktuell und strukturell vorstellen können. Das, glaube ich, ist der Sinn und Zweck dieses Buches. Wenn man es so sieht, ist es nicht nur sehr hilfreich, sondern macht auch viel Freude.

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