George Takei

 4,8 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von They Called Us Enemy, Zu den Sternen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von George Takei

Cover des Buches They Called Us Enemy (ISBN: 9783966580397)

They Called Us Enemy

 (8)
Erschienen am 13.05.2020
Cover des Buches To the Stars (ISBN: 0671536230)

To the Stars

 (0)
Erschienen am 01.12.1995
Cover des Buches The Nitpicker's Guide for Classic Trekkers (ISBN: 1573750697)

The Nitpicker's Guide for Classic Trekkers

 (0)
Erschienen am 01.05.1995

Neue Rezensionen zu George Takei

Cover des Buches They Called Us Enemy (ISBN: 9783966580397)martina400s avatar

Rezension zu "They Called Us Enemy" von George Takei

They called us enemy
martina400vor 9 Monaten

„Das kann nicht sein.“ S. 155

Inhalt:
George Takei berichtet von seiner Kindheit und seinem Werdegang. Seine Familie wurde in ein Internierungslager gesteckt und während des 2. Weltkriegs von der US-Regierung inhaftiert.

Cover:
Das Cover ist passend zu einer Graphic Novel und zeigt den jungen George mit ängstlichem Blick. Es zeigt deutlich das zentrale Thema des Buches.

Meine persönliche Meinung:
Bis zu diesem Buch hielt ich nicht recht viel von Graphic Novels - quasi Comics für Erwachsene. Durch die Themenchallenge hab ich diese Buch entdeckt und bin total geflasht. Vermutlich würde ich niemals ein Buch lesen, wo es um die Geschichte der Japano-Amerikaner geht und was ihnen nach Pearl Harbor geschah. Durch diese Graphic Novel bekommt man einen guten Einblick und wird mit wenigen Sätzen informiert. Ich hatte keine Ahnung, weil ich mich diesbezüglich nie informiert hatte. Die Geschichte dieser Leute ist erschütternd und aufrüttelnd. George Takei hat hier wirklich ein interessantes Werk geschaffen, und es nicht nur Leseratten und geschichtlich Interessierten zugänglich gemacht.

Fazit:
Eine aufrüttelnde Graphic Novel, die geschichtlich informiert und das Leben in einem Internierungslager deutlich darstellt.

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Cover des Buches They Called Us Enemy (ISBN: 9783966580397)Flaventuss avatar

Rezension zu "They Called Us Enemy" von George Takei

Ein Stück unbekannte Geschichte der USA
Flaventusvor einem Jahr

Im Jahre 1942 begann die Internierung von Menschen allein aufgrund ihrer Herkunft auf Basis rassistischer Vorurteile. Am Ende sollten es annähernd 120.000 Menschen sein, denen Unrecht getan wurde. Das klingt nach deutschen Internierungslagern, aber dieses Ereignis spielte sich auf us-amerikanischem Boden ab und betraf die japanischstämmigen Amerikaner nachdem japanische Streitkräfte Pearl Harbor angegriffen und damit die USA zur aktiven Teilnahme in den zweiten Weltkrieg gedrängt haben.

Es ist ein wenig bekanntes Kapitel us-amerikanischer Geschichte, das von einem sehr bekannten Schauspieler in dieser Graphic Novel erzählt wird. Kein Geringerer als George Takai erzählt seine Lebensgeschichte und wie er die Zeit in den Internierungslagern verbracht hat. Der Name George Takai ist unbekannt? Dann fällt vielleicht der Groschen, wenn der Name der Filmfigur fällt, die er jahrelang bis heute verkörpert hat: Hikaru Sulu von der USS Enterprise.

Natürlich waren die Internierungslager nicht mit den deutschen in irgendeiner Art und Weise vergleichbar, aber die Geschichte zeigt dennoch sehr eindrücklich, wie schnell Menschen der Boden unter den Füßen weggezogen werden kann, selbst wenn sie sich in einem vermeintlich demokratischen und sicheren Land wie die USA befanden. Dass sich die Politik der USA sehr schwertut, seine eigene Vergangenheit aufzuarbeiten und eigenes Unrecht anzuerkennen ist ebenso Bestandteil dieser Erzählung wie die Eindrücke Takais selbst, die er als Kind in den Lagern machen musste.

Sehr zur Geschichte passend, ist die gesamte Graphic Novel in schwarz-weiß gehalten. Die Zeichnungen sind stilistisch sehr zielsicher und markant ausgeführt und lenken den Blick auf das eigentliche Geschehen. Sie sind zwar nicht so opulent als dass sie für sich allein sprechen, passen aber dennoch sehr gut zu der Erzählung.

Fazit

In einem jeden Land gibt es dunkle Kapitel in seiner Geschichte. Und vor allem dieses Beispiel zeigt sehr eindrücklich, wie wichtig es ist, diese Kapitel aufzuarbeiten und in den Köpfen der Menschen präsent zu halten, damit sich ein solches Unrecht nicht wiederholt. Zudem ist es ein Lehrstück, dass sich auch die Vereinigten Staaten von Amerika, die sich gern als “Vorzeigeland” darstellen, mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen müssen.

                               

                                                   


                                                            

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Cover des Buches They Called Us Enemy (ISBN: 9783966580397)Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "They Called Us Enemy" von George Takei

Rache nach Peal Harbor
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

«Ich sah Menschen weinen und verstand den Grund nicht. Daddy sagte, wir fahren in den Urlaub. Ich dachte, jeder fährt mit einem Zug voll bewaffneter Wachen in den Urlaub.»


Bereits Julie Otsuka hat in ihrem Roman «Als der Kaiser ein Gott war», dieses schwarze Kapitel der amerikanischen Geschichte beschrieben, ihre Familiengeschichte aufgearbeitet. Ein ähnliches Erlebnis präsentiert uns George Takei. Die meisten kennen ihn: Er spielte als «Lieutenant Hikaru Sulu» den Steuermann des «Raumschiffes Enterprise» (später «Star Treck»). George Takei beleuchtet autobiografisch vier Jahre seiner Kindheit im «Enemy Alien», einem Internierungslager. Zusammen mit den Co-Autoren Justin Eisinger, Steven Scott sowie der Illustratorin Harmony Becker entstand diese Graphic Novel. Takeis Vater, geboren in Japan, besitzt 1942 eine florierende Textil-Reinigung. Seine Mutter ist in Amerika geboren, sie wohnen mit drei Kindern in Los Angeles, und es geht ihnen finanziell recht gut. George, fünf Jahre alt, wird vom Vater in der Nacht geweckt: Man würde in den Urlaub fahren, schnell sind die Koffer gepackt. Sein Bruder ist vier, seine Schwester noch ein Baby. Nur was sie tragen können, dürfen sie mitnehmen. Sie besteigen in L.A. einen Zug zusammen mit vielen anderen US-Bürgern, die japanischstämmig sind, wissen nicht, wohin die Reise führt. Vier Tage lang werden sie unterwegs sein. Sie wissen nur eins: Ab heute sind sie Staatsfeinde!


Im Zweiten Weltkrieg greifen die Japaner im Dezember 1941 den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor an. Damit treten die Vereinigten Staaten offiziell in den Krieg ein. Nun tritt ein neues Gesetz in Kraft, die Executive Order No. 9066. Präsident Franklin D. Roosevelt verfügt, dass circa 120.000 US-Bürger mit japanischen Wurzeln als potentielle Spione und Attentäter verhaftet und eingesperrt werden. Das Verbrechen dieser US-Bürger ist es, in Japan geboren zu sein oder in zweiter, dritter, vierter Generation von Japanern abzustammen.


«Jeder Familie wurde eine Pferdebox zugeteilt, in der es schneidend nach Dung stank. Als Kind konnte ich diese Ungerechtigkeit schlicht nicht begreifen.»


Zunächst bezieht Familie Takei einen leeren, muffligen Pferdestall auf der Pferderennbahn Santa Anita. Als Möbel bekommen sie Feldbetten zugewiesen. 


«Es war ein feuchtes Klima, wie im Sumpf. Man hörte draußen die Tiere komische Geräusche machen. Eine Junge erzählte mir, das seien Dinosaurier.»


Später geht es weiter ins «Camp Rohwer» im Osten des Landes, umzogen von Stacheldraht, eingesperrt wie Gesetzesbrecher. 1943 wird die Familie ins «Tule Lake War Relocation Center» in Kalifornien verlegt, das wie ein Gefängnis für Schwerverbrecher bewacht wurde. Auf den Wachtürmen standen Aufseher mit Maschinengewehren bewaffnet, sechs Panzer patrouillierten um das Gelände herum.


 «Panzer gehören in den Krieg und nicht an einen Ort voller unschuldiger Amerikaner!»


Was war passiert? Alle Internierten hatte einen Fragebogen auszufüllen. Sie wurden gefragt, ob sie bereit seinen, für die USA in den Kampf zu ziehen, dem Land Treue zu schwören und dem japanischen Kaiser abzuschwören. Die Takeis waren Amerikaner, für sie gab es keine Loyalitätsfrage zum Kaiser. Was sollten sie abschwören? Nein sie würden nicht abschören, auf was denn? Durch diesen Fehler gelten sie als illoyal. Nun gehören sie den Kollaborateuren. Dazu kommt, Georges Vater wurde als asiatischem Einwanderer bereits in der Vorkriegszeit die US-Staatsbürgerschaft abgelehnt und mit einem «Ja» hätte er seinen japanischen Pass abgeben müssen – er wäre staatenlos geworden. Die Mutter gab den US-Pass unter Zwang ab, erkämpfte ihn später per Gericht zurück.


Die Graphic Novel ist aus der Sicht von George beschrieben. Damals ein kleines Kind, nahm er die Lager eher als Abenteuer wahr, da seine Eltern dies makaber als Urlaub bezeichneten und alle Konflikte von den Kindern fernhielten. Erst als Jugendlicher begreift George, was seiner Familie und allen anderen angetan wurde. Mehrfach wird mit Recht erwähnt, dass die internierten US-Bürger gute Staatsbürger waren, fleißige Arbeiter, Unternehmer, Steuerzahler, Soldaten der US-Army. Die Geschichte geht über die Zeit, der Internierung hinaus, über den Konflikt zwischen Vater und Sohn. Der Vater trat als Lagersprecher und Vermittler auf, hielt immer den USA die Treue, zeigte ein gewisses Verständnis, hielt Roosevelt für einen großartigen Präsidenten. Warum ließ er die Dinge mit sich geschehen?, fragt George.


Harmony Becker, die einige Zeit in Südkorea und Japan lebte, zeichnet die Geschichte in klaren schwarzweißen Bildern im Manga-Stil. Am Ende geht es den Autoren darum, Bezug zu anderen historischen Größen zu schaffen, zu aktuellen Ereignissen. Präsident Roosevelt, Dr. Martin Luther King, Clinton und Obama – gelungen, sie sind für mich klar erkennbar in den Zeichnungen. Zum Ende wird Trumps Dekret von 2017 erwähnt, das Bürgern aus mehrheitlich muslimischen Staaten die Einreise in die USA verbot, ebenso die Lager, in denen illegale Einwanderer eingesperrt werden. Rassismus ist leider immer noch ein Thema und diese Graphic Novel nimmt es sehr einfühlend auf.


George Takei ist Schauspieler und ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Gerechtigkeit. Er setzt sich unermüdlich für die Menschenrechte ein. Er spielte als «Lieutenant Hikaru Sulu» den Steuermann des «Raumschiffes Enterprise» (später «Star Treck»)

Justin Eisinger ist Editorial Director, Graphic Novels & Collections bei IDW Publishing, wo er sich seit mehr als zwölf Jahren mit grafischem Geschichtenerzählen beschäftigt. Nach einer schicksalhaften Begegnung mit dem March-Autor und Bürgerrechts-Pionier John Lewis, dem Kongressabgeordneten John Lewis, brachte er seine Erfahrung bei der Adaption von Fernsehfolgen und Filmen für Objekte wie My Little Pony, Transformers und Teenage Mutant Ninja Turtles, um den Lesern fesselnde Sachgeschichten zu bieten. In Akron, Ohio, geboren lebt Eisinger mit seiner Frau und zwei Hunden in San Diego, Kalifornien, und gibt in seiner Freizeit das einzige Inline-Skating-Magazin Nordamerikas heraus.

Harmony Becker ist Künstlerin und Illustratorin. Sie ist die Autorin verschiedener Comics: Himawari Share, Love Potion und Anemone und Catharus. Sie entstammt einer multikulturellen Familie und hat einige Zeit in Südkorea und Japan gelebt. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich oft mit dem Thema der Sprachbarriere, wie diese Menschen und ihre Beziehungen prägt. Derzeit lebt sie in Columbus, Ohio.

Steven Scott ist vor allem als Publizist. Seine Texte sind in Publikationen von Archie Comics, Arcana Studios und dem Heavy Metal Magazine erschienen. Seit der Veröffentlichung seines Debüt-Comics im Jahr 2010 arbeitet er regelmäßig in diesem Segment. Als Blogger und Kolumnist hat er für die Popkultur-Websites Forces of Geek, Great Scott Comics und PopMatters geschrieben.


https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/they-called-us-enemy-eine-kindheit-im.html

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