George V Higgins

 3.8 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von George V Higgins

George V HigginsDie Freunde von Eddie Coyle
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Die Freunde von Eddie Coyle
Die Freunde von Eddie Coyle
 (3)
Erschienen am 15.01.2014
George V HigginsIch töte lieber sanft
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Ich töte lieber sanft
Ich töte lieber sanft
 (1)
Erschienen am 11.09.2013

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Buecherschmauss avatar

Rezension zu "Die Freunde von Eddie Coyle" von George V Higgins

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr
Buecherschmausvor 5 Jahren

Es wird sehr viel geredet in George V. Higgins Debütroman, der bereits 1971 erstmals erschein. Das ganze Buch scheint wie die Aneinanderreihung verschiedener (Film)Sets, in denen die Protagonisten in schmal beschriebener Umgebung, mal das Innere eines Autos, mal eine Bar, miteinander reden. Die Figuren sind Kleinkriminelle und Cops, wobei die Grenzen zwischen beiden Gruppen verschwinden, auch der Leser muss manchmal innehalten und überlegen, wer da gerade spricht. So sind von ihnen oft auch nur als "der Bärtige" oder "der Stämmige" die Rede. Überhaupt verschwimmt Schwarz und Weiß, im Endeffekt sind alle nur Leute, die in ihrem jeweiligen Geschäft irgendwie über die Runden kommen wollen, ihre Familien zu ernähren haben. Dem Milieu ist jeder Glamour, jedes Zwielichtige völlig abgängig. Im Mittelpunkt steht Eddie Coyle, Kleinkrimineller und Waffenschieber, dem nach einem geplatzten Deal eine Haftstrafe droht und der mit seinem Schicksal hadert.

"Ich werd langsam alt. Ich hab mein Leben damit verbracht, mit Figuren wie dir in miesen Bars rumzusitzen, Kaffee zu trinken, aufgewärmtes Zeug zu essen und zuzusehen, wie andere nach Florida fliegen, während ich mir überlegen kann, wie ich die nächste Miete zahlen kann."

Durch seine Kontakte zur Polizei versucht er durch Informationen über andere Delikte seine Strafe herunterzuhandeln. Ein fataler Fehler, wie sich zeigt. Denn in seinem Geschäft wäscht zwar oft eine Hand die andere, am Ende macht aber jeder sein eigenes Ding, echte Freunde sind da eher Mangelware und Verrat immer ein gefährliches Ding. Higgins trifft einen sehr überzeugenden Ton und entwirft ein realitätsnahes, überzeugendes Bild aus der Bostoner Unterwelt. Dabei verschwinden die mehr als 40 Jahre seit seiner Entstehung vollkommen. Ein überzeugender, knallharter Krimi-Noir und eine spannende Wiederentdeckung.

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Rebel_Hearts avatar

Rezension zu "Ich töte lieber sanft" von George V Higgins

Überraschend anders..
Rebel_Heartvor 5 Jahren

Danke erstmal an den Kunstmann - Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.
Ich muss allerdings im Vorfeld gestehen, dass ich selbst nicht genau weiss, was ich schreiben werde und wohin mich diese Rezension führen wird.
Ich glaube, am Ende werde ich genauso überrascht sein, wie ihr selbst. oô



Dem kleinkriminellen Waffenschieber Eddie "Fingers" Coyle droht das Gefängnis. Als wäre das nicht schon schlimm genug, schlägt ihm sein Freund und Helfer - Detective Dave Foley - vor die Wahl. Entweder er verpfeift einen seiner Kunden oder er wandert tatsächlich in den Knast.
Und genau das stellt Eddie vor eine neue Herausforderung: Wen von seinen Kunden soll er varraten? Nach genauerem Nachdenken stehen ihm drei seiner früheren Kunden zur Auswahl und obwohl eine Hand in seinen Kreisen die andere wäscht, scheint doch nichts, wie es ist und Eddie merkt schnell, dass jeder sein eigenes Spiel spielt.

Der Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, zumal das Buch teilweise wirklich nur aus Dialogen unter den Hauptprotagonisten besteht.
Die Süddeutsche Zeitung schrieb einst, dass man George V. Higgings, als den Godfather der Ganster - Dialoge bezeichen könnte.
Diesem stimme ich teilweise zu, denn obwohl es für mich wirklich ungewohnt war, diesen Schreibstil zu lesen, hatte ich das Buch doch recht schnell durch.
Obwohl das Buch einige "brutalere" Szenen enthält, beschreibt der Autor sie so, dass man sie gar nicht mehr als so dermassen brutal ansieht, was mich teilweise schon ein wenig gestört hat, gerade weil es sich ja um einen knallharten Krimi handeln sollte.

Dennoch war das Buch ein Lesevergnügen für zwischendurch, welches von mir 3,5/5 Herbstblättern bekommt, vielleicht gerade deshalb, weil ich etwas anderes erwartet habe, aber dennoch recht gut unterhalten wurde.

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