Georges Hyvernaud

 3.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Haut und Knochen, Der Viehwaggon und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Georges Hyvernaud

Georges Hyvernaud, geboren 1902 in der Charente, stirbt 1983 in Paris. 1939 wird er eingezogen und gerät im Mai 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er kommt in ein Lager in Pommern. 1945 kehrt Hyvernaud zurück. Er arbeitet in Paris als Lehrer, wie vor dem Krieg. 1949 erscheint sein erstes Buch Haut und Knochen (La peau et les os), das trotz Unterstützung durch Jean-Paul Sartre u. a. fast unbeachtet bleibt. Hyvernaud berichtet darin von den fünf Jahren seiner Gefangenschaft: »Statt der realistischen Erzählung eines Kriegsgefangenen ein sich an Episoden entlanghangelndes Nachdenken über das Leben als besiegter, gedemütigter Mensch« (Julia Schoch). 1953 folgt Der Viewagon mit der Beschreibung eines »Nachkriegsgefangenen« in Paris, ebenfalls fast ohne Resonanz. Der Autor verzichtet auf weitere Publikationen. Erst nach dem Tod wird sein Werk wirklich entdeckt. Aus dem Nachlaß werden noch weitere Bücher ediert.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Georges Hyvernaud

Cover des Buches Der Viehwaggon (ISBN:9783518224229)

Der Viehwaggon

 (1)
Erschienen am 27.08.2007
Cover des Buches Haut und Knochen (ISBN:9783518240045)

Haut und Knochen

 (1)
Erschienen am 14.11.2011

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Rezension zu "Haut und Knochen" von Georges Hyvernaud

Eine spezielle Erinnerung
Duffyvor 5 Jahren

Das Buch ist 1949 erschienen und erst 2010 in deutscher Übersetzung. Es ist eigentlich kein Roman im herkömmlichen Sinn, sondern eher ein Monolog. Es erzählt von den Erlebnissen eines französichen Kriegsgefangenen, der zurückgekehrt ist.  Hyvernaud berichtet nicht vordergründig von den Bedingungen der Gefangenschaft, im Mittelpunkt des Buches steht die Ohnmacht, die Aufgabe der Persönlichkeit, die Reduktion auf notwendigste Überlebensmechanismen und die damit einhergehende Abstumpfung. Es ist auch ein Buch, das die Demütigungen, denen sich ein Mensch auszusetzen hat, zeigt und es zeichnet die Grenzen, in denen das ohne Gegenwehr noch funktioniert.
Ein Buch mit mächtigen Gefühlen. Mit dem Ringen nach den richtigen Worten der Beschreibung, mit einer eindringlichen Sprache, die den Leser manchmal sprachlos macht. Es ist ein Dokument, eine erweiterte Zeugenaussage, es ist vielleicht in seiner Intimität verstörend. Vielleicht ist es auch nicht notwendig, vielleicht auch nicht von Interesse, vielleicht auch einfach nur schwierig zu greifen. Es kommt auf den Leser an, ob er sich darauf einlassen will und wie es ihn einnimmt.

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