Georges Simenon

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Georges Simenon

Lebenslauf von Georges Simenon

Er wird viel gelesen und noch mehr geliebt: Georges Joseph Christian Simenon wurde 1903 in Belgien geboren. Er begann seine Karriere mit etwa 16 Jahren als Lokalreporter und Privatsekretär eines Marquis‘, ist aber heute vor allem für seine außerordentliche Arbeit als Schriftsteller bekannt. Er schrieb allein 75 Kriminalromane um seine bekannteste Figur, den Pariser Kommissar Maigret, mit denen er nicht nur seinen Durchbruch feierte, sondern sich gleichzeitig auch als Schriftsteller etablierte. Daneben erschienen mehrere Hundert weitere Romane und Erzählungen und über 1000 Kurzgeschichten. Mit mehr als 500 Millionen verkauften Büchern zählt Simenon zu den meistgelesenen Autoren überhaupt. Privat war sein Leben eher unstet. Simenon war zweimal verheiratet und hatte mehrere Affären. Auch reiste er sein Leben lang und lebte an verschiedenen Orten in Belgien, Frankreich, den USA, Kanada und der Schweiz, bevor er sich schließlich am Genfer See, in Lausanne, niederließ. Dort lebte er bis zu seinem Tod am 4. September 1989.

Neue Bücher

Das Rätsel der Maria Galanda. Vier Fälle für Kommissar G7

 (1)
Neu erschienen am 26.10.2018 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Das blaue Zimmer

Neu erschienen am 26.10.2018 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Chez Krull

Neu erschienen am 26.10.2018 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Der Schnee war schmutzig

Neu erschienen am 26.10.2018 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

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Der Mann, der den Zügen nachsah

Der Mann, der den Zügen nachsah

 (78)
Erschienen am 22.02.2011
Maigret und Pietr der Lette

Maigret und Pietr der Lette

 (51)
Erschienen am 01.04.2008
Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet

Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet

 (35)
Erschienen am 18.03.2008
Maigret und der gelbe Hund

Maigret und der gelbe Hund

 (35)
Erschienen am 22.04.2008
Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes

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 (27)
Erschienen am 22.04.2008
Die Verlobung des Monsieur Hire

Die Verlobung des Monsieur Hire

 (28)
Erschienen am 01.11.2003
Maigret und der Gehängte von Saint-Pholien

Maigret und der Gehängte von Saint-Pholien

 (27)
Erschienen am 18.03.2008
Maigret und der Treidler der 'Providence'

Maigret und der Treidler der 'Providence'

 (28)
Erschienen am 01.04.2008

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Neue Rezensionen zu Georges Simenon

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Rezension zu "Weihnachten bei den Maigrets" von Georges Simenon

Einstimmung auf die besinnliche Zeit
aus-erlesenvor 2 Tagen

Einmal so richtig ausschlafen. Den ganzen Körper entspannen. Davon träumt … Madame Maigret. Sie träumt davon, dass ihr Monsieur, Kommissar Maigret sich endlich mal ausschläft. Doch selbst an Weihnachten findet er nicht die verdiente Ruhe. Als es dann auch noch klingelt, weiß Madame noch eher als Monsieur, dass es nicht wird mit der adventlichen Besinnlichkeit.
Mademoiselle Doncœur und Madame Martin stehen vor der Tür, dann in der Tür und dann mitten im Salon. Sie wollen zum Herrn Kommissar.
Beide wohnen im gleichen Haus wie Maigret, auf derselben Etage. Sie kümmern sich rührend um die kleine Colette. Die hat sich ein Bein gebrochen und muss am schönsten Tag des Jahres, nach dem Geburtstag, das Bett hüten. Die Mutter ist leider verstorben, der Vater ein Säufer, der sich nicht kümmert. So bleibt es an der Tante und ihrer … naja, als Freundin kann man sie eigentlich nicht bezeichnen … hängen. 
Jedenfalls hat Colette den Weihnachtsmann gesehen. Er brachte ihr eine Puppe als Geschenk. Und bohrte ein Loch in die Dielen, um den Jungen von darunter zu besuchen. Durch den Kamin passe er nicht, sagte er.
Wer ist hier verrückt? Die beiden Damen oder Maigret, weil er sich des Falles annimmt. Eine der beiden, Madame Martin, ist auf alle Fälle ein Sonderfall. Sie wird regelrecht von Mademoiselle Doncœur zu Maigret geschleift. Die geschwätzige Junggesellin ist derart enervierend, dass Maigret gar nichts anderes übrig bleibt als sich die sonderbare Geschichte anzuhören. Und schon fängt er an zu ermitteln. Wo ist Monsieur Martin? Was ist mit dem Vater? Seinen Kollegen trägt er auf, dass sie sich alle erst kürzlich entlassenen Straftäter anschauen sollen, die die vergangenen fünf Jahre auf Staatskosten untergebracht waren. Den Maigret hat da eine Idee.
Und es kommt wie es kommen musste. Die kleine Colette hat den Weihnachtsmann gesehen. Beziehungsweise jemanden, der als Weihnachtsmann verkleidet war4. Bis dahin nicht ungewöhnliches. Doch warum jetzt? In ein paar Tagen schon kommt ihr Gips ab, dann wird sie wieder das Bett und die Wohnung verlassen dürfen. Dann wäre doch genügend Zeit den eventuell versteckten Schatz im Zimmer der Kleinen zu bergen. Denn so viel weiß – vermutet – Maigret schon. Es hat alles zu tun mit dem seltsamen Verschwinden eines Schmugglers.
„Weihnachten bei den Maigrets“ ist in jeder Hinsicht der ideale Heiligabendroman. Kurz nach dem Frühstück versinkt man in die rührende Geschichte der kinderlosen Maigrets, in der ein Kind die Hauptrolle spielt. Der Roman ist nicht besonders lang, doch steckt er voller Überraschungen. Man hat ihn gerade ausgelesen, als es darum geht den Mittagstisch zu decken und das Mahl zu genießen. Als Gesprächsstoff drängt sich dieses Buch regelrecht auf. Besser kann Weihnachten nicht beginnen.

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Rezension zu "Maigret und sein Toter" von Georges Simenon

Wenn Gaunen die Gäule durchgehen
aus-erlesenvor 6 Tagen

Da darf man sich aber auch nicht wundern, wenn dann doch mal was passiert! Maigret muss sich die Mordphantasien einer älteren Frau anhören, die glaubt, dass ihre Nächsten – jeder für sich – sie vergiften wollen. Als Krönung, zur Abwechslung – wie auch immer man es sehen will – ruft in Abständen ein Mann an, der verfolgt wird. Man wolle ihn umbringen. Maigret schickt Janvier los, um den Mann zu finden. Doch jedes Mal ist dieser verschwunden. In den Bistros und Cafés, aus denen er angerufen hat, ist er nicht mehr anzutreffen. Erst in der Nacht wird der kleine Mann mit dem Mantel und dem grauen Hut gefunden. Am Place de la Concorde. Nicht in einer der kleinen, engen Straßen, durch die er getrieben wurde, in denen er sich herum trieb. Ach ja, der Mann ist tot! Nur noch eines ist bekannt: Maigret ist die Frau des Toten bekannt, die heißt Nine. Eine Bande von Verbrechern war hinter ihm her. Und jetzt nennen den Mann nur noch Maigrets Toten. 
Die Ansatzpunkte sind spärlich gesät. Maigret grübelt wer diese Nine, deren Mann erstochen wurde, sein kann. Maigrets Toter hatte, bevor er im Sitzen erstochen wurde, Stockfisch gegessen. Das gibt es auch in Paris nicht alle Tage. Und noch etwas fördert die Obduktion zutage. Der Tote wurde nicht auf der Place de la Concorde ermordet, sondern lediglich dort abgelegt. Der Mord hingegen war präzise ausgeführt und soll Maigret und seine Ermittler in die Irre führen. Die lassen sich hingegen nicht so leicht täuschen. Dennoch liegt erst einmal weiterhin ein dichter Schleier über den Ereignissen der Mordnacht.
Der lichtet sich als die Identität des Toten geklärt wird. Maigret hatte den richtigen Riecher: Saubere Manschetten und abgewetzter Kragen – es könnte sich um einen Wirt handeln. Volltreffer! Doch Nine ist auch verschwunden. Und jetzt setzt Maigret zu einem ganz großen Coup an. Er wiedereröffnet das Bistro vom kleinen Albert, seinem Toten. Vielleicht kommen die Killer ja noch einmal vorbei? Und wieder ein Treffer ins Schwarze. Allerdings auch ins Herz eines der Verdächtigen. Als Maigrets Kollegen dem möglichen Mörder von Albert folgen, wird der kurzerhand erschossen. Von seinen eigenen Leuten.
Die Spuren verwehen aber nicht ganz im feuchten Wind des Winters in Paris. Maigret kommt einer Bande auf die Spur, die lieber sterben als den Flics auch nur den Hauch einer Information geben. Bis zum Schluss nur noch der Chef der Bande übrig bleibt. 
„Maigret und sein Toter“ zeigt dem Leser ein Paris inkl. Charenton le Pons, kurz vor den Toren der Hauptstadt im Südwesten gelegen, in dem es vor Cafés, Bars und Bistros wimmelt. Und darin tummeln sich brave Bürger wie auch finstere Gesellen. Sie unterscheiden, ist Maigrets Fachgebiet. Sie auszuquetschen bis ihnen nur noch die Möglichkeit bleibt bei der Wahrheit zu bleiben, ist eine Kunst, die nur er beherrscht.

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Rezension zu "Maigret im Haus des Richters" von Georges Simenon

Koo-koo-ka-choo Monsieur le commissaire
aus-erlesenvor 14 Tagen


Ist das langweilig! So langweilig, dass selbst die Langeweile als Hochspannung empfunden wird. Maigret wurde strafversetzt. Nach Luçon, in der Vendée, im Westen Frankreichs. Warum, das steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls ist er nun hier. Ein besonderer Menschenschlag eifert um den Preis der Eitelkeiten. Allen voran Adine Hulot, von allen nur Didine genannt. Didine ist eine, der man lieber aus dem Weg geht. Ihr Mund hält nicht still, und was da aus ihm heraus schwallt, ist an Gehässigkeit und überbordender Ehrlichkeit nicht zu überbieten. Sie darf das, denn ihr Mann war Zollbeamter in Concarneau. Was auch immer das zu bedeuten hat. 
Und nun hat sie den jungen Maigret im verbalen Schwitzkasten. Und siehe da: Ein Mord liegt in der Luft, bzw. ein Opfer auf dem Teppich des Richters, der zufällig neben der geschwätzigen Didine wohnt. Ihr Mann hält Wache, man weiß ja nie, was so ein pensionierter Richter alles im Schild führen kann und wird. 
Da eh gerade nichts zu tun ist, Maigret hat sich seit ein paar Monaten an die Ruhe und Untätigkeit fast schon gewöhnt, kann er ja mal nach dem Rechten und dem Richter sehen. Richter Forlacroix war einst in Versailles tätig. Jetzt schleppt er gerade eine Leiche durch die Botanik. Dumm nur, dass ausgerechnet jetzt ein vor Langeweile zu sterben drohender, in der Blüte seiner Schaffenskraft stehender eifriger Kommissar meint vorbeischauen zu müssen. Haha, ein Maigret in der Umgebung und man meint, dass man ungesehen / ungestraft eine Leiche entsorgen kann. Richter Forlacroix hätte mal Georges Simenon lesen sollen…
Maigret packt mit an und bringt die Leiche zurück ins Haus des Richters. Ein unwirklicher Moment. Forlacroix lebt hier mit seiner Tochter, die des Nachts eingeschlossen wird. Sie schlafwandelt. Es sei nur zu ihrer Sicherheit. Doch hatte sie vor ein paar Tagen, als der Richter Gäste hatte, durchaus die Möglichkeit Besuch zu empfangen. Ist der nächtliche Besucher der Tote?
Maigret muss tief im Schlick der ihm fremden Umgebung und der Vergangenheit graben, um herauszufinden, was hier passierte. Denn der Richter kann glaubhaft der versichern, dass er die Leiche lediglich entsorgen wollte – leugnen hat ja keinen Sinn mehr. Ermordet hat den Mann jemand ganz anderes. Dennoch hegt der Richter einen ganz besonderen Wunsch: Er will ins Gefängnis. Er hat gemordet. Das ist lange her. Damals. In Versailles.
Maigret unfreiwilliges Exil hat schon ein paar Slapstickmomente. Wer packt schon mit an, wenn eine Leiche zu transportieren ist? Ein Richter, der kein Mörder ist und doch gemordet hat und deswegen ins Gefängnis möchte – der junge Maigret unterzieht sich einer Reifeprüfung.

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Georges Simenon wurde am 13. Februar 1903 in Liège (Belgien) geboren.

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