Georges Simenon

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Georges Simenon

Lebenslauf von Georges Simenon

Georges Joseph Christian Simenon wurde 1903 in Belgien geboren. Er begann eine Karriere als Lokalreporter und Privatsekretär eines Marquis. Einige Jahre danach wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, wo er Reiseberichte und erste Romane verfasste. Nach 30 Jahren ohne festen Wohnsitz ließ sich Simenon am Genfer See nieder. Aus seiner Feder stammen rund 400 Romane, die über 500 Millionen Mal verkauft und in 60 Sprachen übersetzt wurden. Er ist einer der meistgelesenen Autoren der Welt und erschuf den berühmten Pariser Kommissar Maigret. Er starb am 4. September 1989 in Lausanne.

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Das blaue Zimmer
Erscheint am 26.10.2018 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.
Der Schnee war schmutzig
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Chez Krull
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Georges SimenonDer Mann, der den Zügen nachsah
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Der Mann, der den Zügen nachsah
Der Mann, der den Zügen nachsah
 (77)
Erschienen am 22.02.2011
Georges SimenonMaigret und Pietr der Lette
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Maigret und Pietr der Lette
Maigret und Pietr der Lette
 (51)
Erschienen am 01.04.2008
Georges SimenonMaigret und der gelbe Hund
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Maigret und der gelbe Hund
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 (35)
Erschienen am 22.04.2008
Georges SimenonMaigret und der verstorbene Monsieur Gallet
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Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet
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 (34)
Erschienen am 18.03.2008
Georges SimenonMaigret kämpft um den Kopf eines Mannes
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Maigret kämpft um den Kopf eines Mannes
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 (27)
Erschienen am 22.04.2008
Georges SimenonDie Verlobung des Monsieur Hire
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Die Verlobung des Monsieur Hire
Die Verlobung des Monsieur Hire
 (28)
Erschienen am 01.11.2003
Georges SimenonMaigret und der Treidler der 'Providence'
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Maigret und der Treidler der 'Providence'
Maigret und der Treidler der 'Providence'
 (28)
Erschienen am 01.04.2008
Georges SimenonMaigret und der Gehängte von Saint-Pholien
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Maigret und der Gehängte von Saint-Pholien
Maigret und der Gehängte von Saint-Pholien
 (26)
Erschienen am 18.03.2008

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Neue Rezensionen zu Georges Simenon

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Rezension zu "Maigret und die junge Tote" von Georges Simenon

Die Zutaten des großen Glück sind schwer zu schlucken
aus-erlesenvor 5 Tagen

Montmartre – wie verheißungsvoll dieser Ort doch klingt. Hier lebten und feierten Picasso, Apollinaire, hier begann der kantige Aufstieg des Kubismus. Hier amüsiert man sich, egal, ob man nun prominent ist oder das Glück sucht. Für eine junge Dame, fast noch ein Mädchen – die titelgebende „junge Tote“ – ist das VIII. Arrondissement allerdings die Endstation ihres Lebens. Inspector Lognon sieht den Fall schon als gelöst an als er am Tatort eintrifft: Ganz klar der Mord an einer Prostituierten. Dass dann aber Kommissar Maigret die Szenerie betritt, macht Lognon nicht gerade fröhlich. Ganz nebenbei, Lognon und Fröhlichkeit passen eh nicht zusammen. Mürrisch, griesgrämisch und immer so aussehend als ob er jeden Moment das Leid der Welt auskotzen würde. Maigret sieht in dem Fall jedoch mehr als nur eine Tote, die zufällig auf dem feuchten Pflaster am Place Vintimille ihren letzten Atemhauch getan hat. 
Schnell stellt sich nämlich heraus, dass Fund- und Tatort nicht identisch sind. Maigret muss sich was einfallen lassen, um den Mord aufzuklären. Anhaltspunkte gibt es wenige, um nicht zu sagen gar keine. Kurzerhand lässt er das Bild der Leiche in der Zeitung veröffentlichen. Irgendjemand muss das junge Ding doch irgendwann, irgendwo einmal gesehen haben. Doch die Leserschaft lässt sich bitten. Vom erwarteten Ansturm kein Spur. Nur eine Dame meldet sich. Das junge Ding heiße, hieß, Louise. Kam aus dem Süden. Zusammen mit einer anderen jungen Dame. Die hat ihr großes Glück mittlerweile gefunden, sie hat gerade geheiratet. Im ganz großen Stil. Ihr Gatte kann es sich leisten, dass seine Frau ein sorgenfreies Leben führen kann. 
Maigret kommt der Lösung des Falls immer näher. Mit jeder Frage, die er stellt, tritt die Unbekannte aus dem Nebel des Ungewissen immer mehr ins Rampenlicht der Erkenntnis. Sie und Jeanine, die Dame, die jetzt so glücklich verheiratet ist, haben sich im Zug kennengelernt. Aus Kostengründen teilten sie sich ein Zimmer. Louise war jedoch sehr verschlossen, gab so gut wie gar nichts von sich preis. Dank erstklassiger Detektivarbeit und nicht minder wertvoller Kontakte in den Süden, wird sogar die Mutter von Louise ausfindig gemacht. Sie ist eine notorische Spielerin, die sich einen Dreck um das Schicksal ihrer Tochter kümmert. Rot oder Schwarz – mehr gibt es für die stoische Roulettespielerin nicht. Ein geheimnisvoller Brief führt Maigret auf die richtige Spur…
Im Laufe eines Krimis macht man sich als Leser sein eigenes Bild von Opfer und möglichen Tätern. Georges Simenon lässt dem Leser viel Platz für Spekulationen. Es gibt viele, die als Täter in Frage kommen und dem Leser als willkommene zukünftige Verurteilte in den Kram passen. Doch die Wendung, die nur Maigret kommen sieht, wird jeden verblüffen. Montmartre ist eben das, was es ist. Wer hier zögerlich das Glück sucht, wird nur Brotkrumen der Hoffnung finden. Zum ganz großen Glück wird das allerdings niemals reichen.

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Rezension zu "Maigrets Memoiren" von Georges Simenon

Mehr als eine Rückschau
aus-erlesenvor 12 Tagen

Auch Maigret findet endlich die Ruhe, um das Leben genießen zu können. Er ist mittlerweile pensioniert. Er hat viel erlebt. Viel gesehen. Zeit Rückschau zu halten, die Regale der Erinnerungen vom Staub zu befreien und so manches schiefe Ding gerade zu rücken. Denn dieser Simenon hat ganz ordentlich im Leben des Hauptkommissars herumgefuhrwerkt. Es ist auch an der Zeit Dankbarkeit zu zeigen. 
Xavier Guichard zum Beispiel, seinem Chef. Ein Freund der Familie und immerhin so frei Maigret allein Fehler begehen zu lassen. Aber auch eigene Wege – vor allem die richtigen – beschreiten zu lassen. Er war es ja auch, der ihm Monsieur Sim vorgestellt hat. Journalist und Schriftsteller – pardon, nur Schriftsteller. Er wollte damals, Ende der 20er Jahre mehr über die Polizei wissen. Es ging ihm nicht um Ermittlungstaktiken, Gewohnheitsverbrecher und derlei Dinge. Vielmehr wollte er die Atmosphäre schnuppern, in der Maigret und seine Kollegen ihr Leben lang von Berufswegen ihre Nase stecken mussten. Von Sympathie konnte keine Rede sein. Erst als aus dem Schriftsteller George Sim der Erfolgsautor Georges Simenon geworden war, glätteten sich die Wogen der Antipathie. Freunde wurden sie nie so richtig. 
Oder soll Maigret Felix Jubert vielleicht ewig dankbar sein? Eines Tages treffen sich die beiden wieder. Vor Jahren hatten sie gemeinsam in Nantes begonnen Medizin zu studieren. Beide haben ihr Studium abgebrochen. Während Maigret seiner Leidenschaft und Verbrechern nachging, zog es Jubert an den Schreibtisch des Straßenbauamtes. Am Abend wollen sie die alten Zeiten hochleben lassen. Doch Maigret ist abgelenkt. Von einem jungen Mädchen in einem blauen Kleid, das ihm köstliche Leckereien anpreist. Ihr Name ist Louise. Sie wird später einmal seinen Namen tragen.
Maigret vermeidet es von sich, seinem Leben und seinen Erfahrungen in den höchsten Tönen zu reden. C’est la vie! Nicht mehr und nicht weniger. Der Boulevard Richard-Lenoir war immer sein Zuhause. Bis auf die Zeit, in der ihr Appartement renoviert wurde. Da residierten er und seine Louise am vornehmen Place des Vosges. Länger als erwartet, in fremden Wänden, mit fremdem Mobiliar. Simenon lässt es in seinen Ausführungen so aussehen als hätten sie dort Jahre, statt Monate verbracht. Ordnung muss sein. Und Wahrheit erst recht!
Auch, dass Maigret auf der Leinwand agierte, lässt ihn nicht gerade in die Höhe wachsen. Pierre Renoir nimmt er seinen Charakter noch ab. Doch Abel Tarride und Harry Baur kann er nichst abgewinnen. Bei Charles Laughton stört ihn die perfekte englische Aussprache. Dass er auf der Leinwand mal älter, mal jünger, mal dicker, mal dünner ist, nagt mehr an ihm als er zugeben möchte. 
Georges Simenon lässt seinen Maigret hart ins Gericht mit sich und seinem Schöpfer gehen. Beiden geht dabei in keiner Weise ihre Integrität flöten. Ein kleiner Knuff die Hüfte des Anderen schadet weder dem Einen noch dem Anderen. Als Leser staunt man, sitzt vergnügt am Tisch mit zwei Männern, die gemeinsam Pfeife rauchen. Dieses Buch braucht keine Lesezeichen!

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Rezension zu "Maigret zögert" von Georges Simenon

Vorbeugen hilft nicht alles zu vermeiden
aus-erlesenvor 12 Tagen

Der Frühling ist da! Die ersten Sonnenstrahlen müssen sich kaum anstrengen ein Lächeln in die Gesichter der Menschen zu zaubern. So geht es auch Maigret. Montage sind nach einem erholsamen Wochenende nicht gerade die willkommen Abwechslung, aber wer wie Maigret seinen Beruf liebt, sieht darüber mit einem Lächeln hinweg. Dieser Montag beginnt mit einem breiten Lächeln. Einem Lächeln, das ihm bald schon vergehen wird.
Wieder einmal ist dem Hauptkommissar ein anonymer Brief auf den Schreibtisch geflattert. Darin wird ein Mord angekündigt. Wohlformuliert weist der Absender darauf hin, dass schon bald ein von jemandem oder von ihm selbst ein Lebenslicht ausgelöscht wird. Ein Spinner? Ein Verrückter? Maigret nimmt diesen Brief ernst. Auch weil die Ermittlungen von wem der Brief stammt, ziemlich einfach sein werden. Das Briefpapier ist von erlesener Qualität, geprägt mit einem Namen. Et voilà, Emile Parendon könnte der Verfasser sein. Ein komischer Fall. Gerade ein paar Mal umgeblättert und schon hat Maigret den Mörder? Das ist selbst für den gewieften Ermittler zu schnell. 
Zunächst einmal soll Maigret auf den Brief antworten. Eine Kleinanzeige im „Le Figaro“ und oder in „Le Monde“ sollen dem Absender das Interesse des Kommissars bezeugen. Der Wunsch ist Maigret Befehl. Der zweite Brief lässt nicht lange auf sich warten. Die Zeilen werden harscher, konkreter. Denn Maigret hat natürlich schon begonnen zu ermitteln. Maître Parendon ist anerkannter Anwalt für Seerecht. Sein Bücherregal zieren hingegen Bücher von Psychiatern. Auch sein Kampf für die Neuformulierung des Paragrafen 64, in dem es um die Zurechnungsfähigkeit von Tätern geht während der Tat geht, sind Anlass genug die Briefe – mittlerweile sind es drei – immer ernster zu nehmen. 
Im Hause Parendon herrscht eine Eiseskälte zwischen den Eheleuten. Sie schwebt wie ein Geist, ein kontrollfanatischer Geist, von Raum zu Raum. Er lässt die Moral neben sich herlaufen. Seine Assistentin Mademoiselle Vague, erst rund hundert Seiten nach dem Kennenlernen weiß Maigret, dass sie Antoinette mit Vornamen heißt, behält als einzige de Überblick. Der Nachwuchs steht den Eltern in nichts nach. Die Angestellten verrichten ihre Arbeit und haben dabei stets ein waches Auge für die Dinge, die im Haus vor sich gehen. 
Emile Parendon ist wahrhaft aus dem Häuschen als Maigret ihn mit seiner Anwesenheit beglückt. Ein echter Fan des Ermittlers. Und schon schwallt er Maigret zu. Der will doch nur ein bisschen nach dem Rechten sehen, eventuell ein wenig auf den Busch klopfen. Scheint alles soweit in Ordnung zu sein. Doch etwas stört Maigret. Ohne Fall jedoch kann er wenig ausrichten. Die Möglichkeit dazu wird sich bald finden. Denn die Ankündigung wird alsbald Realität. Doch das Opfer ist keineswegs in den Reihen der Parendons zu finden…

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Georges Simenon wurde am 13. Februar 1903 in Liège (Belgien) geboren.

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