Georges Simenon Antoine und Julie

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Inhaltsangabe zu „Antoine und Julie“ von Georges Simenon

Antoine und Julie, beide nicht mehr die Jüngsten, führen eine Ehe als Zweckgemeinschaft, innerhalb derer sie sich überraschend liebgewonnen haben. Dabei könnte ihre Vergangenheit unterschiedlicher nicht sein. Julie kommt aus vornehmem Bürgerhause, ist unerschütterlich in ihren Erwartungen und Vorurteilen. Antoine ist ein kleiner Zauberkünstler, dessen frühere Erfolge ihm zwar immer noch kleine Engagements sichern, aber ohne Glanz.

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    Antoine und Julie
    Duffy

    Duffy

    02. July 2013 um 17:52

    Antoine, ein Zauberkünstler, und Julie sind ein Ehepaar, dessen Verbindung eigentlich mehr eine Zweckgemeinschaft ist. Auf der einen Seite ist der Alkoholismus des mittelmäßig erfolgreichen Zauberers, auf der anderen Seite die scheinbar unvorteilhaft empfundene optische Erscheinung von Julie, die unter Übergewicht leidet (das Problem wird nicht thematisiert). Gemeinsam ist ihnen eine tiefe Unsicherheit vor dem jeweils anderen, Antoine neigt in seinen Alkoholexzessen zu unbedachten verbalen Äußerungen, während Julie alles tut, um alles richtig zu machen, was wiederum Antoine stört, denn er kann seine Gefühle dadurch nicht einordnen. Sie begeben sich in eine hoffnungslose Abhängigkeit zueinander. Selten hat Simenon seine Außenseiter so unter ihrer Verzweiflung leiden lassen. Großen Raum gibt er der Alkoholsucht des Antoine, aber er schreibt auch intensiv und aufwühlend über die Abhängigkeit, in die sich beide begeben und die keinen Platz zum Ausbrechen oder Helfen lässt. So ist es nicht verwunderlich, dass der Roman in der Tat so endet, wie man es als Leser im Gefühl hat. Ohne Happy-End, aber das wiederum ist ja bei Simenon nicht verwunderlich. Ein großartiger Non-Maigret und so sensibel wie selten.

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