Georges Simenon Betty

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Inhaltsangabe zu „Betty“ von Georges Simenon

Guy, der elegante, sportliche, reiche Sohn eines Generals, hat Betty aus Liebe geheiratet. Aber kennen will er seine Frau nicht; er will nicht wissen, was sie nachmittags treibt, er wartet auf Söhne und somit Nachfolger für die Familie Étamble. Die Geschichte einer Verwahrlosung, einer mörderischen Rache an einer Gesellschaft, die das Reden verlernt hat.

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  • Rezension zu "Betty" von Georges Simenon

    Betty

    Duffy

    12. November 2012 um 10:42

    Betty ist von ihrem Ehemann inflagranti erwischt worden und hat den konservativen Haushalt verlassen müssen. Gegen eine Entschädigung hat sie gleichzeitig das Sorgerecht für ihre Kinder "verkauft". Getrieben auf der Suche nach sich selbst, von ihrer Andersartigkeit in ihrem Verhältnis zu Männern und dann noch mit einem Alkoholproblem kämpfend, macht sie sich auf die Suche nach Ursachen. Sie findet eine unfreiwillige Vertrauensperson in der sie pflegenden Lauren und deren Liebhaber Mario. Ihr Kampf endet zwar für sie befreiend, ist dennoch eine unvollkommene Abrechnung mit ihrer Vergangenheit. Simenon beschreibt Schlüsselstationen von Betty in der Retrospektive. Lange Zeit weiß man nicht, wo die Reise hingehen soll, zu willkürlich werden Ereignisse aneinandergereiht. Und da scheitert Simenon diesmal am eigenen Ansatz. Was er letztendlich als Sieg darstellt, ist in letzter Konsequenz die Niederlage einer zerrissenen Frau, deren Kampf und Rache an ihrer bisherigen Lebenssituation ein Ende findet, das eigentlich eine Fortsetzung ist und nicht eine Befreiung. Dieser Roman hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck, ihm fehlt die Schlüssigkeit, die der Autor normalerweise verfolgt und so scheint auch das Ende des Romans nur dem Umstand geschuldet zu sein, dass der Roman hier enden sollte. Obwohl auch in diesem Buch die Erzählkunst von Simenon unstrittig ist, gehört es zu denen in seinem Werk, die nicht überzeugen können.

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