Georges Simenon Brief an meine Mutter

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Inhaltsangabe zu „Brief an meine Mutter“ von Georges Simenon

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biografischer, düsterer, regelrecht depressiv wirkender "Roman"

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    Brief an meine Mutter
    Duffy

    Duffy

    22. July 2014 um 06:51

    Drei Jahre nach seinem Tod schrieb Simenon einen Brief an seine Mutter. Eine Woche hatte er an ihrem Sterbebett verbracht, fast die ganze Zeit schweigend. In dieser Zeit versuchte er eine Beziehung zu ihr aufzubauen um ihr Verhältnis in der Vergangenheit zu verstehen. An Einzelheiten und dem Versuch einer Analyse der familiären Situation, die auch die Großeltern mit einschließt, versucht er so etwas wie nachträgliche Rechtfertigungen zu konstruieren, um die Person seiner Mutter besser verstehen zu können. Letztendlich findet er einen Abschluss. Für den Außenstehenden genauso ein Kompromiss, wie im Falle vieler Retrospektiven in ähnlichen Situationen. Der Tod gibt den Hitnerbliebenen immer Rätsel auf und die Resultate sind ebenfalls spekulativ, da sich ihre Richtigkeit nicht mehr überprüfen lässt. So ist auch Simenons Brief an die Mutter nichts weiter als ein Alibiversuch, die Vergangenheit "abzuschließen" zu können, um selbst aus einer unbehaglichen Situation herauszukommen. Dass er es geschafft hat, ein letztes positives Fazit zu ziehen, sei ihm von Herzen gegönnt, denn nicht selten enden diese Resumés in Verbitterung. Vielleicht wollte er es auch einfach so, um seinen Seelenfrieden zu finden. Da wäre man dann auch schon bei der Frage, ob man diese persönlichen, intimen und sensiblen Gedanken unbedingt veröffentlichen muss. Weder haben sie Einfluss auf das Werk des Künstlers noch auf dessen Beurteilung. Derartige Dinge sollten eine geschützte Bastion im Innenleben eines Menschen bleiben. Irgendwo muss es aufhören, den Leser auch noch mit den letzten Befindlichkeiten aus der äußersten Seelenecke versorgen zu müssen.

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