Brief an meine Mutter

von Georges Simenon 
3,5 Sterne bei2 Bewertungen
Brief an meine Mutter
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Inhaltsangabe zu "Brief an meine Mutter"

Als Georges Simenon in seine Heimatstadt Lüttich kommt, um seine neunzigjährige Mutter während ihrer letzten Tage zu begleiten, richten sich im Krankenhauszimmer zwei Augen von verwaschenem Grau auf ihn. »Warum bist du gekommen, Georges?« So beginnt ein letztes, regloses Duell zwischen Mutter und Sohn. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen war das Leben der Mutter geprägt von Entbehrungen und Enttäuschungen, von unbedingtem Aufstiegswillen, von Sorgen um ihr Auskommen und ihre Außenwirkung. Das Verhältnis zu ihren zwei Ehemännern war kühl, den Ruhm des Sohnes wusste sie nicht zu würdigen. Nie war er gut genug. Haben sie einander je verstanden, haben sie sich je geliebt? Drei Jahre nach ihrem Tod schrieb Simenon seiner Mutter einen Brief. Es ist sein wohl bedeutendster autobiographischer Text, ein schmales Buch von gewaltiger Wirkung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783311210016
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:112 Seiten
Verlag:Kampa Verlag
Erscheinungsdatum:04.10.2018
Das aktuelle Hörbuch ist bei Hörbuch Hamburg erschienen.

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    Duffys avatar
    Duffyvor 4 Jahren
    Erklärungsversuche

    Drei Jahre nach seinem Tod schrieb Simenon einen Brief an seine Mutter. Eine Woche hatte er an ihrem Sterbebett verbracht, fast die ganze Zeit schweigend. In dieser Zeit versuchte er eine Beziehung zu ihr aufzubauen um ihr Verhältnis in der Vergangenheit zu verstehen. An Einzelheiten und dem Versuch einer Analyse der familiären Situation, die auch die Großeltern mit einschließt, versucht er so etwas wie nachträgliche Rechtfertigungen zu konstruieren, um die Person seiner Mutter besser verstehen zu können. Letztendlich findet er einen Abschluss. Für den Außenstehenden genauso ein Kompromiss, wie im Falle vieler Retrospektiven in ähnlichen Situationen. Der Tod gibt den Hitnerbliebenen immer Rätsel auf und die Resultate sind ebenfalls spekulativ, da sich ihre Richtigkeit nicht mehr überprüfen lässt. So ist auch Simenons Brief an die Mutter nichts weiter als ein Alibiversuch, die Vergangenheit "abzuschließen" zu können, um selbst aus einer unbehaglichen Situation herauszukommen. Dass er es geschafft hat, ein letztes positives Fazit zu ziehen, sei ihm von Herzen gegönnt, denn nicht selten enden diese Resumés in Verbitterung. Vielleicht wollte er es auch einfach so, um seinen Seelenfrieden zu finden.
    Da wäre man dann auch schon bei der Frage, ob man diese persönlichen, intimen und sensiblen Gedanken unbedingt veröffentlichen muss. Weder haben sie Einfluss auf das Werk des Künstlers noch auf dessen Beurteilung. Derartige Dinge sollten eine geschützte Bastion im Innenleben eines Menschen bleiben. Irgendwo muss es aufhören, den Leser auch noch mit den letzten Befindlichkeiten aus der äußersten Seelenecke versorgen zu müssen.

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    kingofmusics avatar
    kingofmusicvor 4 Jahren

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